Immer wieder

Immer wieder kommt es bei mir zu unvorhergesehenen Änderungen im Tagesablauf. So wie Gestern, als wir eigentlich auf den Weihnachtsmarkt wollten. Aber wenn man sich auf eines bei mir verlassen kann, dann ist es die unberechenbarkeit meiner Gesundheit. An einen Tag fühle ich mich, in Schulnozen ausgedrückt, wie eine 1 und direkt am Tag darauf wie eine 5! Für mich ist das ein unerklärbares Phänomen.

Ja, mein Alter wäre vielleicht ein Grund, vielleicht auch mangelder Schlaf, aber wahrscheinlich sind diese krassen Gegensätze auf meine Krankheit zurück zu führen. Im allgemeinen kann ich gut damit umgehen. Doch wenn meine Belastung extrem hoch ist, so wie im Augenblick, dann kann es schon sein, das ich diesen Schwankungen ausgesetzt bin.

Jeder der am Kopf/Gehirn erkrankt ist, wird diese Erfahrung machen. Niemand sollte sich deswegen aus seinen gewohnten Rhytmus bringen lassen. Stattdessen sollte jeder versuchen sich zu schonen, zum nichtstun zu zwingen. Das Gehirn muß viel arbeiten und braucht noch mehr Ruhepausen um problemlos arbeiten zu können. Deswegen ist es wichtig diese so oft es geht, auch zu nehmen. Dieses Nichtstun ist nichts anderes als Selbstschutz

Gedanken 60

The last time

Heute ist es so weit. Meine letzte Gesamtvorstandsitzung des Landesverbandes ist angesagt. Die Reihe der “letzten Male”, der letzten Sitzungen wird weiter fortgesetzt. Es ist jetzt an der Zeit auch mal über meine Zeit als Gartenfunktionär nach zu denken.

Was den Gesamtvorstand betrifft war es eine durchweg positive Erfahrung die ich in den letzten zwei Jahren gesammelt habe, was die IG betrifft war meine Erfahrung nicht anders. Was meinen eigenen Verein betrifft war es eine spannende Erfahrung die ich intensiv durchlebt habe. Fast alle meiner anfänglichen Ziele sind erreicht worden. Sogar meine Ziele die für 2018 angedacht waren sind erreicht worden.

Es gab Vorbehalte gegen mich, es gab genügend kritische Stimmen gegen mich. Im Verein und auch im Vorstand. Es gab Sitzungen die wirklich Kraft gekostet haben, es gab Momente die nicht zum Lachen waren.

Aber all diese negative Aufzählungen hielten sich in Grenzen. Verteilt auf die dreieinhalb Jahre, kann ich soviel positive Erlebnisse dem entgegen stellen, das mein Herz lacht und mit einen Gefühl der Wärme versehen wird. Dieses Engagement das die Kleingärtner an den Tag gelegt haben, war schon beeindruckend. Vieles war ungewohnt für mich, denn hier wurde alles ohne große Anträge zeitnah und mit den betroffenen Personen direkt erledigt.  Einladungen wurden nicht an den Landesverband geschickt, damit dieser sie zentral weiter an die Mitglieder schickt, so wie es in der Politik oft der Fall ist.

kgv10

Wir trafen uns Abends oder am Wochenende und haben die ca. 500 Briefe eingetütet und mit Adressaufkleber versehen, um sie dann zu verschicken, Dabei fiel mir noch die geringste Arbeit zu. Oder wenn wir mit mehren zu Kleingärtnern gegangen sind um etwas zu bemängeln. So manche Abende in kleinen Kreis, werden mir auch angenehm im Gedächtnis bleiben. Selbst für diejenigen die oft kritisiert haben, gibt es einen positiven Platz in meinen Gedankengängen. Sie haben die jeweiligen Punkte nur aus ihrer fachspezifischen Warte gesehen. Sie hatten selten böses im Sinn.

Es ist nicht normal das man nach einer so langen so intensiven Zeit, hauptsächlich Positives über einen 13 köpfigen Vorstand sagen kann. Doch diese Gruppe von Menschen war lernwillig und hat ihre Freizeit für den Gartenverein geopfert. Da jeder eine andere Sichtweise hat musste es natürlich zu kurzfristigen Konflikten kommen. Vor allen deswegen weil mein Schwerpunkt immer erst auf meiner Gesundheit lag sowie meiner Frau, erst dann kam der Gartenverein.

Somit lagen wir nicht immer auf einer Linie. Die einen zu 100%, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, dagegen stand meine Philosophie. Viel Einsatz und doch der Schwerpunkt Gesundheit, sowie das Wissen das es noch mehr als das Vereinsleben gibt und dementsprechend die Bereitschaft dieses auch zu genießen.

Es war schön dieses Gremium in einer so entscheidenden Phase leiten zu können, In meinen Gedanken werde ich diese Zeit ausschließlich positiv mit angenehmen Menschen behalten. Eine Zeit die ich nicht missen möchte.

Tahitofalu

Es war das einzige Mal an dem die Amelia auch Nachts gefahren war. Kurz vor 7.00 Uhr morgens hatten wir, bei strahlenden Sonnenschein unser Ziel in Tahitofalu erreicht. Das Dorf lag auf der anderen Seite der Donau, unsere Anlegestelle war ein kleiner Pontoon, vor dem nur Wald und Wiesen waren. Wir hatten diesen Ausflug gebucht da uns bei diesen Halt Folklore versprochen wurde.

Es geht morgen weiter

Rücken

Mein Rücken bereitet mir im Augenblick massiv Probleme, was dazu führt das sich meine Lust am Computer zu sitzen stark in Grenzen hält. Vielleicht hilft ja Heute der Sport. Oft genug war er schon ein Heilmittel für meine Rückenprobleme, warum soll es Heute anders sein, einen Versuch ist es wert

Ungarn

19-9Alles erschien uns anfangs noch ungewohnt. Gestern noch mit dem Bus unterwegs – dann die kurze Fahrt und nicht eingeplante Fahrt nach Krems mit nächtlichen Stop um dann mit wiederum kurzer Fahrt nach Dürnstein zu kommen. Danach ging es tatsächlich so weiter wie alles geplant war.

Zwischen Dürnstein und Tahitofalu, war die längste Fahrt ohne Halt. Dabei hatten wir Glück. Am 1. Tag war das Wetter noch bedeckt. Doch kaum hatten wir in Dürnstein abgelegt, kam die Sonne raus und steigerte sich im Laufe des Tages so das wir das Gefühl hatten im Hochsommer unterwegs zu sein. Es war unser Schiffstag, den wir zum größten Teil auf dem Sonnendeck verbrachten. Nur für unsere tägliche Kaffee und Kuchen Zeit legten wir dort eine Pause ein.

Gegen 17 Uhr war es nahezu Pflicht alles von oben betrachten zu können. Wir hatten Wien erreicht und durchquerten es auf dem ursprünglichen Flussteil, denn die Donau streift Wien nur in den Außenbezirken. Erst im 19. Jahrhundert wurde ein Seitenarm angelegt der bis ins Zentrum von Wien führt. So saßen wir unter den Sonnenschirmen, hatten unser Getränk und lauschten den Informationen die uns über die Lautsprecher erreichten. Das war Genuss!

Komfortzone

Seit Gestern sind meine Tage als Strohwitwer, für dieses Jahr, vorbei. Es waren angenehme Tage. Tage an denen zwar Unordnung in der Wohnung herrschte, aber nie so schlimm gewesen ist, das es allzu schwer war diese zu beseitigen.

Das war früher anders, aber darüber gibt es ja schon genügend Berichte. Diesmal war soviel Ordnung bei mir vorhanden, das ich schon einige Aktivitäten in meinen Tagesablauf einfügen musste um in den letzten Stunden vor der Ankunft meiner Frau, etwas Druck zu verspüren, denn sonst fehlt mir etwas.

sessel

Irgendwann fiel mir auf, das ich mich in einer Komfortzone befinde. Es wird soviel gemacht, was man gar nicht mehr wahrnimmt. Das fängt mit dem Frühstückstisch an und setzt sich dann über Staubsaugen, alles mögliche wieder an seinen angestammten Platz zu stellen fort. Es geht mit dem Geschirr weiter und Wäsche waschen kommt auch noch dazu. Alles auf einmal auf zu zu zählen dauert zu lange.

“Ach ja – das muss ja auch noch gemacht werden – Das bekommst Du ja normalerweise nicht mit. Aber es muss ja gemacht werden”

Diese Sätze waren fast täglicher Standard bei meinen Gedanken. Doch auch diesmal ist mir alles wieder gut gelungen.

Fußball 25/16 + 26/16

Es geht nicht anders, mein Bericht kann nicht bis Freitag oder nächste Woche warten.

In der vorletzten Woche war alles gut bei mir, zwei harmlose Stürze weil der Hallenboden zu glatt ist, mehr ist nicht passiert.

Letzte Woche sah es etwas anders. Die Reihe meiner Stürze ging weiter, doch diesmal ging ich die Sache anders an und suchte die Schuld, nach den ersten Stürzen bei mir. Sofort fiel mir auf das meine Schuhe nicht 100% richtig saßen. Kaum war das richtig analisiert worden von mir, fiel ich, nach einer geglückten Fußabwehr so unglücklich zu Boden das es für mich wieder Richtung Hallenboden ging. Ich fiel erst auf die Knie um dann mit dem Kopf aufzuschlagen.

Direkt an der Nahtstelle zwischen Plastik und Knochen. Sofort schoss mir auch Blut über den Kopf. Nun spiele ich schon über 30 Jahre Fußball und auch seit 17 Jahren Hallenfussball, aber so etwas ist mir noch nie passiert. Es gibt eben immer das erste Mal.

Jeder normale Mensch, mit meinen Voraussetzungen, würde jetzt sagen:

“Das war es! Ich höre auf, mein Alter, mein Handicap, mein Wissen darüber was alles passieren kann. Es gibt genügend Gründe um aufzuhören.”

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Zum Glück trifft das Wort “Normal” auf mich nicht zu. Am nächsten Tag bin ich los um mir in einen Einkaufscenter neue Hallenschuhe zu kaufen. Gekauft habe ich mir sie aber dann am Samstag in der Bremer Innenstadt. Es waren die teuersten Schuhe die ich mir jemals gekauft habe. Aber dafür ist es jetzt recht unwahrscheinlich das ich demnächst stürze.

Zahnfleisch

Heute hat mein Freund ein längeres Telefonat mit mir geführt. Dabei stellte er fest das er sich bei unseren letzten Treffen in seiner Kanzlei sich Sorgen um meine Gesundheit gemacht hat. Dabei drückte er sich moderat aus und meinte das ich zu der Zeit (vor ungefähr sechs Monaten) den Eindruck machte als ob ich auf dem Zahnfleisch gehen würde.

So ganz unrecht hat er ja nicht. Außer dem Gartenverein spielte sich nicht viel in meinen Kopf ab. Dazu gehörte auch mein totaler Verzicht auf die SPD. Letzte Woche rief mich die Vorsitzende meines Ortsvereins an und fragte ob ich für sie als Ersatzdelegierter zum Unterbezirksparteitag gehen könnte. Obwohl ich ihr zugesagt hatte war ich nicht glücklich darüber. Mit etwas Verspätung ging es für mich los und so kam bei der Eingangstür zum Sitzungssaal ein kurioses Treffen zustande. Der Bürgermeister und ein damaliger Weggefährte trafen sich bei der Eingangskontrolle. Wir haben uns kurz unterhalten und so  in dem Stil setzte sich auch bis zum Ende allesfort.

Ein schönes Gefühl war es. Viele der einstigen Mitstreiter sind inzwischen in hohen Ämtern und haben auch Einfluss. Das was für mich aber zähl, ist der menschliche Kontakt. Ich freue mich für jeden über seinen Erfolg – für mich zählt aber nur mein Weg. Auch wenn es bei mir länger gedauert hat. Mir ist Klar. Es geht auch ohne hochrangige Ehrenämter, wichtig ist nur die Gesundheit. Auch wenn es nur ein durchschnittlicher Parteitag war, für mich war er einfach gut, denn mit so einen angenehmen belastungsfreien Gefühl – das war eine neue aber gute Erfahrung

Raubbau

Im Augenblick ist bei mir wieder einmal alles anders. Für mich bahnt sich ein neues Leben an, und es gefällt mir immer besser. Das hat aber auch zur Folge das für mich der Schwerpunkt “Gesundheit” immer mehr in den Mittelpunkt rückt.Bis vor kurzen war es Normalität vieles gleichzeitig zu tun. Frau/Privat dazu Beruf und Gartenvorstand. Letzteres nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch und verteilte sich auf mehrere aktive Felder.Genau genommen war es ein permanenter Raubbau an meiner Gesundheit den ich jahrzehntelang betrieben habe. Nun ist die andere Seite der Medaille an der Reihe. Ich versuche konsequent auf meine Gesundheit zu achten.

raub-bau

Da meine Frau gerade bei ihrer Mutter im Schwarzwald ist, das Semester auf Hochtouren läuft, und ein Kollege fast immer fehlt(Urlaub, Fortbildung, Sitzung) ist die Arbeit für mich zwar machbar aber anstrengend. Um das zu kompensieren benötige ich Leerlauf. Diesen  Ausgleich für mein Gehirn ist, in der Form, etwas neues für mich – aber es tut gut. Schon jetzt ist für mich klar. Dieses System, bei dem meine Gesundheit im Vordergrund steht, werde ich beibehalten.

Wie bei jeder guten Sache gibt es jedoch auch hier Verlierer um das System aufrecht zu halten. In diesen Fall ist es der Blog. Wenn es gut läuft wird alles so bleiben wie es ist. Doch es kann immer sein, das mal über einen gewissen Zeitraum keine Veröffentlichungen statt finden. So wie Freitag z.b . als der Reisebericht erscheinen sollte. Es wird zwar nach wie vor mein Bestreben sein, den Blog nicht zu vernachlässigen, da aber mein vorrangiges Interesse der Gesundheit gilt, müssen hier und da Abstriche bei meinen Aktivitäten sein.

 

 

Blutdruck

Heute morgen war mein lange vorgesehener Arzt Termin. Ein wenig Angst bestand schon bei mir. Immerhin sah es noch vor ein paar Jahren überhaupt nicht gut aus. Mit 200:65 bzw. ein Jahr später 190 und letztes Jahr 180 bestand diesmal für mich Grund zum Jubeln.

160:100 so lautet der aktuelle Wert. Da sind für mich das erste Mal seit Jahren sogar wieder Normalwerte in Sicht. Dementsprechend laufe ich seitdem mit einen wahren Hochgefühl durch die Gegend. Meine Schlussfolgerung vom Mai 2013 als mit Hilfe von Blutdruck senkenden Mitteln ein ähnlicher Wert gemessen wurde, nachdem 200:80 als zu hoch empfunden wurde, diese Schlussfolgerung hat sich heute bewahrheitet

Alles wird gut