Taverna

So heißt ein Restaurant in der Innenstadt. Bis vor 3 Jahren war es am Donnerstag regelmäßig mein Anlaufpunkt. Da ist es jetzt etwas leichter für mich, denn mein aktueller Mittagstisch liegt nur drei Minuten  von Zuhause entfernt. Es gibt Heute drei Möglichkeiten für mich zum Essen. Entweder Zuhause, oder bei mir in Schwachhausen oder die unvernünftige Variante in der Innenstadt

Dieses Restaurant ähnliche Bistro ist der Treffpunkt für viele Jugendlichen in der Nacht denn es ist am Wochenende bis 5.00 Uhr geöffnet. Dementsprechend sind die Preise auch niedriger als üblich. Für mich ist es deswegen interessant weil ich einige vom Personal sehr gut kenne.

Bei dem heutigen Frühlingswetter bietet es sich an draußen auf der Terrasse zu sitzen. Das was dagegen spricht ist mein Zeitmanagement, denn wir haben Donnerstag und da ist normalerweise immer Ruhe/Schlafen angesagt. Da der Haushalt noch nicht 100% perfekt aussieht, ist jede Minute verplant.

Doch was wäre das Leben wenn wir immer nur vernünftig wären und alles nach Plan verlaufen würde? — Genau – es wäre langweilig.

Heute ist also improvisieren angesagt

Komprimiert

Auch wenn es schon wieder für mich soweit ist, nach dem gefühlten 50. mal allein sein, sollte es doch so wie immer sein. Doch weit gefehlt – auch diesmal ist alles anders. Die Zeit ist diesmal so knapp da müssen die Beiträge im Blog auch kurz ausfallen, denn Sonntag ist schon wieder alles vorbei. Im  Augenblick gilt meine ganze Konzentration die Wohnung sauber zu halten bzw. die gewohnte Ordnung bei zu behalten. Wenn man bedenkt das die erste und zweite Woche immer für Unordnung stand, dann ist diesmal alles komprimiert auf eine Woche.

Es ist eine neue Art der Herausforderung, denn zum Müßiggang bleibt nicht so viel Zeit, was aber nicht schlimm ist

Fußball 6/17

Das war ein Abend! Einfach genial, es stimmte alles. Meine Leistung war endlich so wie es sein soll. Dabei war es ziemlich mutig was ich ausprobiert habe. Am Nachmittag hatte ich bewusst auf meinen Schlaf verzichtet, doch an statt nach kurzer Zeit Schwierigkeiten oder sogar einen Schwächeanfall zu bekommen, reichten meine Kräfte für den ganzen Abend. Obwohl wir nur zu acht waren, keine Pause möglich war und ich,aufgrund der hohen Belastung, schon nach vierzig Minuten aufhören wollte.

Das beste passierte mir aber dann bei unserer Runde nach dem Spiel. Nach 17 Jahren, fragte mich unser Gründer, was ich denn hätte. Er hat sich extrem viel Zeit für diese Frage gelassen, aber es ist besser, als wenn er sie gleich nach unserer ersten Begegnung, im März 2000 gestellt hätte. So konnte ich ihn und auch den anderen die Kurzform wieder geben. Woraufhin wir sofort zur normalen Tagesordnung übergingen und uns über alltägliches unterhielten.

Ja – das war eine Bestätigung für mich, denn keiner sagte „oh du armer“ oder sonstige mitleidsvolle Worte. Man war einfach informiert.

So muss es sein

DB

Meine Frau ist Heute morgen mit dem Zug losgefahren und hatte schon gleich beim einsteigen Chaos. Dieses Durcheinander begleitet sie nun die ganze Fahrt. Zum Glück gibt es das Internet, deswegen ist es für mich leicht sie ständig auf dem laufenden zu halten und sie darüber zu informieren wie groß ihre Verspätung ist und welchen Anschlusszug sie in Karlsruhe nehmen muss.

Mein Einsatz gilt Heute der Deutschen Bahn, der Blog muss warten

Topfblumen

 

Morgen fährt meine Frau wieder in den Schwarzwald. Diesmal nur für 14 Tage. Ganz am Anfang, als sie damit anfing ihre Mutter zu besuchen, waren es sogar 4 Wochen. Eine lange Zeit, in der es viel zu beachten galt. Vor allen die Topfblumen. Sie müssen gepflegt werden. Damals waren unsere Fensterbänke gut gefüllt mit ihnen. Schon nach dem ersten Ausflug von ihr gab es einige Verluste zu beklagen. In den Jahren darauf änderte sich nicht viel daran. Immer wenn meine Frau weg fuhr machten die Blumen schlapp. Wahrscheinlich lag es an der Jahreszeit.

Beim Wäsche waschen ist mir nie etwas verfärbt, oder radikal eingelaufen, aber diese Blumen! Sie haben mir regelmäßig den Nerv geraubt. Mal brauchten sie viel aber dann doch nicht so viel, manche brauchten fast überhaupt nichts. Es ist eine Wissenschaft für sich. Um sicher zu gehen, das sie immer genügend Wasser haben, wurden sie von mir lieber mit etwas mehr Wasser bedacht. Damit die anderen nicht zu viel gegossen werden, haben sie fast gar nichts bekommen. So ergab es sich das zum Ende der Zeit eine Mischung aus Wasserpflanzen und Trockenblumen auf unseren Fensterbänken stand.

 

Inzwischen hat meine Frau es aufgegeben, obwohl ich es mir Heute zutrauen würde die Blumen richtig zu pflegen.  Na ja – wahrscheinlich!

Jeder Mensch hat Stärken, aber gleichzeitig hat jeder Mensch auch Schwächen. Für mich gilt es die Stärken aus zu bauen und sich darauf zu konzentrieren. Die Schwachpunkte etwas verringern, denn mehr Energie will ich ihnen nicht zukommen lassen.

wirre Gedanken

Im Augenblick spielen meine Gedanken verrückt. Teilweise sind meine Gedanken so verrückt das es schon beängstigend ist. Sie entwickeln eine so große negative Energie das ist nicht leicht dagegen an zu kommen. Heute morgen war es mal wieder extrem, doch diesen wirren Gedanken wollte ich mich nicht kampflos ergeben. So habe ich versucht dagegen zu halten. Mir fiel auf, wie meine Frau mich verwöhnt, wie gut ich es habe usw. Doch dieses negative Gefühl blieb hartnäckig.

Egal, das einzige was half war ein Glücksbringer. Auf dem Weg zur Arbeit hörte es auf zu nieseln – wenn das kein Glück ist – kurz danach lief mir die nette Briefträgerin über den Weg – wenn das kein Glück ist, kurze Zeit später stand der Fischreiher im Bach – wenn das kein Glück ist.

So habe ich mich an ganz einfachen Dingen aus meinen Sumpf wieder herausgezogen. Selbst ernannte Glücksbringer und eine glückliche Fügung des Wetters haben gereicht um mich auf andere Gedanken zu bringen. Diese drei Ereignisse wanderten so lange durch meinen Kopf bis mein Denken wieder zu 100% Positiv waren und diese üblen Gedanken weg waren.

Fußball 5/17

Für alle die sich, genau wie meine Frau, meine Arbeitskollegen und einige mehr, Sorgen um meine Gesundheit machen. Alles gut, mir geht es bestens, es gab keinen Einbruch, keinen Schwächeanfall – einfach alles optimal. Es ist wirklich so, seitdem ich den Bereich Ehrenämter abgelegt habe, macht meine Gesundheit enorme Sprünge nach vorne. Es ist für mich ungewohnt aber schön. Ein tolles Gefühl wenn man ohne große Ängste zum Sport gehen und  ihn auch sorgenfrei betreiben kann.

 

Beste Variante

Am Sonntag ist die Jahreshauptversammlung unseres neuen Gartenvereins. Sonntag um 09.30 Uhr – das ist eine absolut unchristliche Zeit. Für mich ist es doppelt schwer an dieser Sitzung teil zu nehmen. Neben dem Faktor Zeit kommt noch dazu das mehrere Vorstandsmitglieder neu gewählt werden müssen, weil der Verein sonst nicht der Satzung gerecht wird. Inzwischen hat man mich des öfteren auch für eine Funktion angesprochen. Die letzten Tage gingen mir Ausreden für eine Absage durch den Kopf.

Heute morgen erfuhr ich durch Zufall, das die Versammlung auf den 19.3. verschoben werden musste. Besser kann es für mich nicht gehen. Meine Frau ist im Schwarzwald und bei mir ist an dem Sonntag ausschlafen angesagt. Niemand kann mich in eine Funktion hinein drängen wollen.

Es ist ja eine Ehre für mich das einige mich gerne im engeren Vorstand sehen würden. Aber mein Neues Leben steht unter dem Aspekt Gesundheit. Raubbau war Gestern. Es ist nicht unbedingt leicht auf diese Ehrenämter zu verzichten, denn gerade bei den Kleingärtnern hat es Spaß gemacht. Doch leider sind die gesundheitlichen Folge Erscheinungen bei mir zu groß und Negativ.

So genieße ich im Augenblick mein Leben, bin glücklich und zufrieden mit dieser, für mich besten Variante der Jahreshauptversammlung

Quo Vadis / Gedanken 63

Manche Artikel erfordern eine Vorbereitung, die nicht so schnell zu bewältigen ist. Heute ist es mal wieder soweit. Vor ein paar Tagen ergab es sich so, das ein Freund mit mir auf das Thema „Leselust“ zu sprechen kam. Unwillkürlich waren meine Gedanken im Jahr 1967.

Auch wenn die Ärzte mir etwas über meinen Gesundheitszustand erklärt hatten, verstanden hatte ich es nicht. Doch eines war mir aufgefallen. Meine Gabe, Dinge sofort zu verstehen und mich dann auch klar auszudrücken – die war weg. Das Denken fiel schwer und richtig artikulieren war auch nicht möglich. Vieles konnte ich überhaupt nicht verstehen.

Es war kurz nach meiner fünften OP, man hatte mich in ein Einzelzimmer verlegt und mir war inzwischen bewusst geworden, das Fußball spielen nicht mehr möglich war, ja mir war klar geworden das ich von nun an mit meinen Kopf mit meinen geistigen Wissen arbeiten müsste. Doch wie? Ein Weihnachtsgeschenk war meine Rettung.

Spinne der Torwart, ein Fußballbuch für Kinder.

Beim ersten Lesen fiel es mir schwer alles zu verstehen, doch nachdem das Buch von mir zum dritten Mal durchgelesen war, konnte ich alles begreifen.

Nach ein paar Tagen fiel mir auf das dies ein gutes System werden könnte. Etwas Lesen was mir gefällt und es dann so oft wieder neu zu lesen, bis sich mein Gedächtnis erweitert hatte. Mir war nach dem Lesen, aufgefallen, das es mir leichter fiel einige Zusammenhänge und Wörter besser zu verstehen.

So kam es das rein zufällig eine Bibliothekarin turnusmäßig mein Krankenzimmer betrat, mich grüßte und wieder gehen wollte.

„Wer sind sie“

„wir verleihen Bücher an die Patienten aus unserer Patientenbibliothek. Leider habe ich kein Kinderbuch dabei die sind alle in der Kinderklinik“ sagte sie und wandte sich zum Gehen.

„Halt! ich möchte auch was lesen – es muss nur ein gutes aber dickes Buch sein“

So kamen wir ins Gespräch. Nachdem sie nun von mir wusste das die Karl May Bücher von mir schon alle gelesen worden waren, empfahl sie mir ein ganz besonderes Dickes Buch, das mit Fußball leider nichts zu tun hatte. „Quo Vadis“

Die Übersetzung heisst „Wohin gehst du?“  Es war ein Roman des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz, der die Anfänge des Christentums unter Nero, mit allen dazu gehörigen Grausamkeiten beschreibt. 

Das war zwar schwer zu verstehen, aber mit seinen 621 Seiten genau das richtige. So wurde aus mir ein Bücherwurm der sich mit jeden Buch weiter entwickelte. Ein System was sich auch Heute noch bewährt

 

Fußball 4/17

Endlich harmonieren meine neuen Schuhe mit mir. Gestern stimmte alles bei mir. Mein Laufen war zwar noch etwas vorsichtig, immerhin fehlte mir bis dahin das Feingefühl dafür. Die Bewegungsabläufe  im Tor waren auch das erste Mal so wie es sein soll. Es war also alles bestens.

Nicht ganz, denn am Nachmittag war ich nicht zum Schlafen gekommen, und doch gab es den ganzen Abend nicht einen Moment der Schwäche. Zum ersten Mal fiel mir auf wie groß der Unterschied zum letzten Jahr ist, was es ausmacht wenn der Kopf frei von Belastungen ist.

Mir wurde mehr als deutlich aufgezeigt, wie belastend ein Ehrenamt für mich ist. Spätestens seit Gestern ist mir klar, das nur eines von beiden bei mir geht.

Fußball – Ja        Ehrenamt – Nein