Besser spät als Nie

Die Zahl 99 geisterte vor ein paar Tagen durch meinen Kopf. Auslöser war ein Film im Fernsehen den ich eigentlich nicht  sehen wollte. Aber es ging um jemanden der scheinbar an den Rollstuhl gefesselt war. Mit großen Einsatz und noch mehr Kampf hat er es geschafft den Rollstuhl für sich zu vermeiden. Dabei hatte er mehr Glück als Verstand das es immerhin zum Rollstuhl gereicht hatte.

Wie fast bei jeden Film habe ich das auf meine Situation umgewandelt.  Gut, kämpfen kann ich auch – das ist bei jeden der körperlich beeinträchtigt ist, Normalität, und dabei muss man oft genug nicht nur an seine Grenzen gehen sondern sie auch überschreiten.  Sonst gibt es nur Rückschritte.

Aber wie viel Glück hatte der Junge überhaupt? Das reichte doch mehr als für zwei Leben!

„Halt! Wie ist das eigentlich bei  Dir“? Diese Frage stellte ich mir unwillkürlich und kam dann  Samstag Nacht beim Triathlon drauf, als ein Reporter hoch rechnete das die zurückliegende Läuferin, bei gleich bleibender Leistung.  in 1.000 Meter die Führung übernehmen müsste.  Da ging mir ein Licht auf und die Frage vom Donnerstag konnte für mich beantwortet werden.

Im laufe eines Jahres habe ich mindestens ein oder zweimal soviel Glück gehabt, das  war schon nicht mehr normal.  Wenn ich das hoch rechne ergeben sich schon über 100 Leben die ich verbraucht habe.  Rechne ich die Krankenhaus Aufenthalte und Operationen mit rein ergibt sich für manche Jahre mehr als 10 Leben und in anderen Jahren ging alles gut, es lief alles einwandfrei.

Wenn das noch alles hochgerechnet wird, ergibt sich eine ziemlich hohe Zahl. Das zeigt aber auch das im Leben nicht immer alles einwandfrei verläuft. Wahrscheinlich hat jeder im Leben etwas Glück für sich gepachtet. Man darf es nur nicht über strapazieren.

Vielleicht kommt es spät diese Erkenntnis. Aber besser als NIE!

Nachwirkungen

Ein paar Wochen später bestätigten sich meine Befürchtungen leider auf dramatische Art und Weise.

Kaum war ich fas auf dem Wege der Besserung zog es mich zu meiner Kaffee runde. Dabei fiel mir lieb gewordener  Gesprächspartner auf. Er hatte seinen rechten Arm in Gips. Das war die unmittelbare Folge eines plötzlich eines  Bremsmanövers der Bahn in dem er saß bzw. stürzte. Also fast so wie bei mir., Nur ein kleiner Unterschied: Meine standhafte Weigerung ins Krankenhaus gebracht zu werden hatte Erfolg. Bei ihm war das etwas anders. Seine Einwände wurden überhört und so landete er bei jungen Assistenzärzten  die ihn auch falsch behandelten indem sie ihm empfahlen seine Medikamente abzusetzen damit er schnell operiert werden kann.  Zwei Tage Tage später ist er gestorben!!

In der gleichen Nacht bin ich zuhause so unglücklich gestürzt, das die Wunden die gerade zu heilen schienen, wieder aufbrachen. Das war und ist immer noch schmerzhaft – ist aber gemessen an Werners Schicksal – Harmlos. Seitdem bin ich aber etwas von der Rolle. Wenn ich nur daran denke, wie es mir ergangen hätte ergehen können. Doch für mich geht nach wie vor die Sonne auf und darüber freue ich mich mehr denn je.

Bremsmanöver

Es war am 27. August, an dem mein Dilemma anfing. Mein Gefühl sagte mir das es mein letzter Arbeitstag gewesen sein könnte und so fuhren wir noch gemütlich Kaffee trinken.  Doch kurz vor unserer Haltestelle musste die Straßenbahn abrupt bremsen. Da wir uns ganz vorne in der Bahn befanden und gerade im Begriff waren auf zu stehen, flog ich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Bahn. Dabei kam ich mit meiner linken Seite so unglücklich auf das ich auf den Griff meiner Krücke stürzte.

Ich hätte vor Schmerzen schreien können, blieb aber ruhig.  Auf jeden Fall wollte der Schaffner für mich gleich einen Rettungswagen holen, der mich dann ins Krankenhaus gebracht hätte.

„Nein“ war meine laut vorgetragene Reaktion. „Warum hast Du das gemacht? Krankenhaus ist doch eine gute Sache!  „Ich habe eine Prellung, vielleicht sogar eine starke Prellung“ war meine Antwort um weiter fort zu fahren.    „Die Krankenhäuser stürzen sich im Moment auf jeden Patienten, und da bin ich ein willkommenes Opfer. Nicht wegen meiner aktuellen Schmerzen sondern als Neurologische Ausnahme. Die werden mich sofort untersuchen und Dinge an mir vornehmen die nicht gut für mich wären.“

Viel und nichts

In diesen Tagen ist bei mir einiges los, und doch ist es so als wenn nichts passieren würde. das ist zwar ein Widerspruch und doch trifft es auf die augenblickliche Lage zu. Bei der Rente hat meine Rentenberaterin zum wiederholten Mal nachgefragt. Es passiert etwas(so ist mein Wissensstand) – Nur wann?

Die Festlegung meines Pflege Grades passiert auch demnächst – Nur wann? Wie lange dauert das noch alles bis es auf den Weg ist und wann passiert es? Da hilft nur eines Ruhig bleiben und zuversichtlich nach vorne sehen

Treibgut.

Was soll ich schreiben? Es gibt so viel und doch ist eine gewisse Leere bei mir vorhanden. Am liebsten würde ich mich treiben lassen, aber das ist gefährlich. Ein wenig Treibgut gönne ich mir ja schon. Aber irgendwann muss auch Schluss sein. Also heißt es Kopf hoch und weiter machen. Irgendwann kommt auch das notwendige Gefühl wieder

Lebenszeichen

Endlich ist mir wieder nach einen Lebenszeichen zumute. Danach sah es ein paar Wochen überhaupt nicht aus. Meine unglückliche Phase an Erlebnissen setzte sich weiter fort. So kam eins zum anderen mit der Folge das mir nicht nach Schreiben zumute war.

Letzte Woche gab es wieder einen Zwischenfall, es scheint nicht aufzuhören. So geht das nun schon zwei Jahre lang und immer hoffe ich auf ein Ende dieser verdammten Phase. Vielleicht war der Zwischenfall letzten Montag für mich  wirklich ein Auslöser.

Obwohl ich mich vor Schmerzen kaum bewegen kann, bei mir kommt wieder Zuversicht auf.

 

 

Bundeskanzlerin

Mein Zuhause ist und bleibt die SPD, trotzdem mache ich mir um die Bundeskanzlerin Sorgen.  Sie ist schwer krank und kann bzw. will die Wahrheit nicht zugeben.

Das was Sie gerade durchmacht kommt mir nur all zusehr bekannt vor. Lange Jahre ist  es mir genauso ergangen.  Sie hat ganz einfach Epileptische Anfälle. Nichts um sich große Sorgen zu machen, denn unter allen Anfalls formen ist es noch die geringste Variante. Aber sie braucht dringend eine Pause.  Jahrelang habe ich das gleiche Dilemma erlebt.

Ungefähr die gleichen Symptone wie bei ihr. Dazu wenig Schlaf unregelmäßig Essen und Stress pur. Es gibt nur einen Gedanken der einen beherrscht. „Bl0ss nicht jetzt und wenn dann  so das es nicht jeder mitbekommt.  Zur Not erfindest Du irgendwelche Geschichten!“

Bei mir war es allerdings so das ich schon jahrelang darunter litt, bei Merkel dürften es andere Gründe gewesen sein über die ich nur spekulieren kann, es aber nicht will.  Sie hat wahrscheinlich Jackson Anfälle.

Beschreibung unten.

Jackson-Anfall

nach dem gleichnamigen englischen Arzt benannte Form von fokal-motorischen oder fokal-sensiblen epileptischen Anfällen ohne Bewusstseinsverlust, die z.B. an einer Hand beginnen und sich auf den Arm ausbreiten; diese Ausbreitung wird im Englischen als „march“ (Marsch) bezeichnet

Fokale epileptische Anfälle

Fokale oder partielle epileptische Anfälle (fokal = herdförmig, nur einen Teil betreffend) gehen von einem bestimmten Bereich des Gehirns aus und betreffen stets nur eine Hirnhälfte (Großhirnhemisphäre). Anhand der Symptome des jeweiligen Anfalls kann der Arzt häufig Rückschlüsse auf den Ausgangsort eines epileptischen Anfalls im Gehirn ziehen. Man unterscheidet zwischen

Bei einfachen fokalen Anfällen  tritt keine Bewusstseinsstörung auf, das heißt der Patient kann in der Regel selbst die Symptome des Anfalls recht gut beschreiben. Bei komplex fokalen Anfällen ist hingegen das Bewusstsein in unterschiedlich großem Ausmaß gestört und meistens können nur Zeugen, z.B. Angehörige die Anfallssymptomatik genau beschreiben.

Häufig geht einem komplexen fokalen Anfall ein einfacher fokaler Anfall ohne Bewusstseinsstörung voraus. Alle fokalen Anfälle können sich durch Ausbreitung auf beide Gehirnhälften zu einem sekundär generalisierten Anfall – einem Grand Mal Anfall – entwickeln. Die genannten drei Anfallsarten (einfach fokale Anfälle, komplex fokale Anfälle, sekundär generalistische Anfälle) sind charakteristisch für die fokale Epilepsie.

Einfache fokale Anfälle

Einfache fokale Anfälle ohne Bewusstseinsstörung können sich, je nach ihrem Ursprungsort im Gehirn, in fünf unterschiedlichen Formen äußern. Sie betreffen

  • die Muskulatur (Bewegungsabläufe) (motorische Anfälle),
  • die Körperempfindungen (sensible Anfälle),
  • die Wahrnehmung von Reizen durch die Sinnesorgane (sensorische Anfälle),
  • das  unwillkürliche Nervensystem (vegetative bzw. autonome Anfälle) und
  • die Psyche eines Patienten (Anfälle mit psychischen Symptomen).

Bei einfach fokalen Anfällen, die nur wenige Sekunden andauern und meist eine sensorische, vegetative oder psychische Symptomatik haben, spricht man von einer Aura, da dieser Anfall nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen bzw. „gefühlt“ werden kann und Außenstehenden verborgen bleibt.

Die Aura kann allein auftreten, ist jedoch häufig auch Vorbote eines folgenden komplex fokalen Anfalls mit Bewusstseinsstörung oder geht auch in einen sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfall über, den man auch als „Grand mal“-Anfall bezeichnet. Wie bei allen fokalen epileptischen Anfällen ohne Bewusstseinsstörung können sich Menschen mit Epilepsie an eine Auraerinnern.

Fokale motorische Anfälle

Fokale motorische Anfälle äußern sich in Muskelzuckungen im Gesicht, an Armen und Beinen sowie am Rumpf und gehen von der motorischen Hirnrinde des Frontal- oder Stirnlappens aus. Dabei findet innerhalb des Körpers ein Seitenwechsel statt: Epileptische Entladungen in der linken Hirnhälfte lösen Zuckungen auf der rechten Körperseite aus. Nach einem motorischen Anfall empfinden Patienten häufig noch einige Minuten bis wenige Tage eine Schwäche in der betroffenen Körperregion. Dies wird als Toddsche Lähmung bezeichnet.

Jackson-Anfälle sind eine Sonderform fokal-motorischer Anfälle, bei der die Muskelzuckungen von einer Muskelgruppe zur nächsten „marschieren“ und den ganzen Körper betreffen können. Man spricht daher auch vom Jackson-Marsch.

Eine weitere Sonderform sind Adversivanfälle, die aufgrund der Haltung der Arme auch als Anfälle mit Fechterstellung bezeichnet werden. Dabei dreht der Patient Augen, Kopf oder Körper zwanghaft entweder zur rechten oder zur linken Seite.

Sensible Anfälle

Plötzlich auftretende Kribbel-, Taubheits- oder Wärmegefühle, die im Gesicht, am Rumpf oder in den Armen und Beinen auftreten können, sind Symptomeeines sensiblen fokalen Anfalls. Der epileptische Reiz startet dabei in der sensiblen Hirnrinde des Scheitel- oder Parietallappens. Ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Anschluss an den Anfall ist dabei typisch.

Sensorische Anfälle

Wird das sensorische Nervensystem im Rahmen eines epileptischen Anfalls gestört, spricht man von einem sensorischen fokalen Anfall oder Wahrnehmungsanfall. Er äußert sich durch eine Veränderung der Sinneswahrnehmungen. Patienten hören plötzlich fremde Geräusche, haben einen ungewohnten Geschmack im Mund, sehen Lichtblitze oder haben Schwindelgefühle. Auch hier tritt die Störung jeweils spiegelverkehrt auf: Wird der epileptische Anfall im rechten Hinterkopflappen ausgelöst, kann sich dies durch Sehstörungen im linken Gesichtsfeld bemerkbar machen. Geruchs- und Geschmacksstörungen sind Beispiele für im Schläfenlappen ablaufende fokal-sensorische Anfälle. Die beschriebenen Störungen können auch noch bis zu wenige Tage nach dem eigentlichen Anfall bemerkbar bleiben.

Vegetative bzw. autonome Anfälle

Plötzliches Erröten oder Erblassen, Gänsehaut oder Herzrhythmusstörungen deuten in Zusammenhang mit Epilepsie auf einen vegetativen oder autonomen fokalen Anfall hin.
Die Symptome dieser Anfallsform betreffen das vegetative Nervensystem.

Anfälle mit psychischen Symptomen

Bei Patienten, die einen fokalen Anfall mit psychischen Symptomen durchleben, können beispielsweise Denkstörungen wie Halluzinationen oder Traumzustände auftreten.
Auch Stimmungsschwankungen oder plötzliche Angstgefühle sind typisch für diese Anfallsform. Da der Ursprungsort, der Schläfenlappen, auch das Gedächtnis beeinflusst, kommen zudem Déjà-vu-Erlebnisse bzw. Jamais-vu-Erlebnisse hinzu.Dabei hat der Patient den Eindruck, etwas Unbekanntes schon einmal gesehen zu haben (Déjà-vu) bzw. etwas Bekanntes noch nie gesehen zu haben (Jamais-vu).

Fokale Anfälle ohne Bewusstseinsstörung im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Symptome auf welche Anfallsart hindeuten. Hier finden Sie auch Informationen zu der Hirnregion, in der ein Anfall vermutlich ausgelöst wurde.

Tage

Es gibt Tage, da läuft alles so wie man es sich nicht vorstellen mag, und dann gibt es Tage so wie Heute. Es könnte ein guter Tag werden, zumindest fing er schon mal so an. In der Straßenbahn hat mich eine junge Frau in ein Gespräch verwickelt, was mich über das Treffen vorher gedanklich hinweg brachte.

Es war auch eine nette Begegnung mit einer jungen attraktiven Frau die gerade auf dem Weg zur  Arbeit war und mich noch ansprach. dabei ließ sie ihrer Bewunderung über mein Verhalten freien Lauf. Es wäre eine Kleinigkeit gewesen von mir das noch zu steigern. Aber das wollte ich dann doch nicht, mit meinen Handicap wollte ich nicht angeben.

Doch irgendwie ging mir später noch einmal alles durch den Kopf. Angefangen mit dem 7. August 1967 und dann vor allen die letzten drei Jahre. Da könnte jeder Tag die gleiche Überschrift haben

KÄMPFEN und nicht AUFGEBEN und POSITIV DENKEN

So gesehen tat das Lob der Nachbarin gut, es kam zur rechten Zeit.

Bildergebnis für übermensch

Denn wenn ich eines nicht bin – dann bin ich kein Übermensch.  Aber Zuspruch und Aufmunterung kann jeder vertragen