Gedanken 5 – Spiegelei

Heute gab es „Andy-Toast“! Das ist eine meine Erfindung aus dem Herbst 1978. Es gibt das einfache, das mir heute lieber ist, und auch das Spezial.

Das Spezial sieht so aus: 1 Scheibe Toast mit Butter beschmiert und leicht erhitzt im Backofen. Darauf eine Scheibe Käse bevorzugt, Scheibletten, darauf Grillschinken und eine Scheibe  Toast. Dann  2 Scheiben Käse und 2 x Grillschinken. Darauf das dritte Toast. Und nun das gewisse Etwas. Zwei Spiegeleier mit Curry. Eine Prise Salz wie es sich gehört beim Spiegelei fand ich langweilig und habe einen kräftigen Schub Curry auf das Eigelb gestreut.

Erfunden habe ich es nur weil ich meinen Mädchen aus der Damen-Mannschaft etwas zu essen machen wollte. Das mußte aber so sein,  das sie etwas zu reden haben. Dabei habe ich alle Register gezogen und auch etwas riskiert.  Mit Erfolg! Sie sollten sich wohl fühlen und ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Als ich letztes Jahr zufällig eine der Spielerinnen wiedertraf sprach sie noch ganz begeistert davon wie ich die Eier mit einer Hand ohne Probleme zerschlagen habe und das Eigelb dabei nicht zerlaufen ist. Sie wußte ja auch nicht wie oft ich damals in meiner Küche das geübt habe.  Und niemand hat gesehen wie meine Küche aussah. Ich hatte damals den festen Willen die Mannschaft zusammen zu halten und dabei versuchte ich kreativ zu sein. So gut das mit den Spiegeleiern ging, so schlecht lief es mit Pfannkuchen. Das Zubereiten war kein Problem. Aber das Herumwerfen in der Bratpfanne gestaltete sich schon etwas schwieriger. Ziemlich oft war alles wunderbar. Anbraten leicht lupfen und dann so in die Luft werfen, das er sich einmal dreht. Dummerweise habe ich doch das ein oder andere Mal etwas übertrieben und entweder zu hoch zu ungenau geworfen. Oder weil es so gut lief, habe ich das gute Stück zu oft gewendet. Auf jedenfall flog mir der Pfannkuchen zu oft daneben. Und als mir diese Wendemanöver mit einer Nudelpfanne auch noch mißlangen, war es vorbei mit experemtieren. Danach habe ich das gemacht was ich gefahrlos konnte.

Seitdem weiß ich, das es reicht wenn man eine Sache gut gemacht hat. Ständig neue erfolgreiche Dinge erfinden oder auszuprobieren. Das geht daneben. Lieber etwas richtig machen und das beherrschen, als  durch andere mißlungene Aktionen den guten Eindruck zu verderben

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