Gedanken 11 zur Schulzeit Teil 2

Damit die Einführung bei meinen letzten Eintrag, auch einen Sinn ergibt, kann ich jetzt auf meine Schulzeit, die ich nach meinen Unfall erlebt habe, eingehen.

Ich glaube nicht, das ich heute auch so gut durch die Schule gekommen wäre. Damals hatte ich das Glück erst in eine Schule gekommen zu sein bevor sich die Lehrer Gedanken gemacht haben, ob es sinnvoll ist ein Behindertes Kind innerhalb einer „normalen Schulklasse“ am Unterricht teilnehmen zu lassen. Diese Gedanken kamen mit der 68er Generation erst auf.  So konnte ich ganz normal aufwachsen. Dazu gehörte auch mit Freunden weggehen und auch trinken. Genauso wie es die Jugendlichen heute auch machen. Es gab also fast keinen Unterschied zu heute. Und die Jugendlichen heutzutage, würden mich ganz normal und ohne große Vorbehallte in ihren Kreis dabei haben wollen.

Viele meiner Freunde hatten Ausreden wenn sie etwas zuviel getrunken haben. Es merkte keiner. Natürlich haben sie die wildesten Geschichten erzählt, und kamen damit fast immer durch. Das erste Mal ging auch bei mir gut. Aber beim zweiten Mal war mein Stiefvater anwesend. Da er noch jung war, kannte er  diese Spielchen. Und so wurden meine Schwindelgefühle gleich entlarvt. — Das war es dann auch für lange Zeit. Keine Bauchschmerzen mehr, kein Schnupfen — nichts.

Das hatte natürlich den Nachteil das ich, wenn ich wirklich mal etwas hatte, doch zur Schule gehen mußte. Das war eine harte Zeit die ich dann durchgemacht habe. Im Nachhinein hat mir das aber mehr geholfen als geschadet.

Dadurch habe ich mir eine Verhaltensweise zugelegt, von der ich noch heute profitiere. Außerdem hat es dazu geführt, das ich ziemlich selbstkritisch mit mir umgehe. Seitdem hinterfrage ich nahezu jede Aktivität.

Wenn ich es recht betrachte hat ein Teil meiner Schulzeit dazu geführt das ich heute so gut zurecht komme.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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