Bequem

In den letzten Tagen hatte ich einen wirklich angenehmen Job. Ich habe den ganzen Tag nur herumgesessen und nichts gearbeitet. Meine einzige Tätigkeit bestand darin beim Material holen, die EC Karte zu betätigen. Natürlich hätte ich hier und da gerne etwas gemacht. Aber bevor ich reagieren konnte war es dann schon erledigt. Dabei würde ich gerne mal wieder so richtig schuften und bis in die Dunkelheit schwerste Arbeiten verrichten.

Menschen die mich nicht richtig kennen, neigen dazu mich als Faul zu bezeichnen. Ich würde das etwas anders ausdrücken. Ich werde nicht als Schwerarbeiter in die Geschichte eingehen. Im Grunde genommen spiegelt das den Selbsterhaltungstrieb in mir wieder. Wenn ich ganz ehrlich bin ist mein tägliches Verhalten unberechenbar. Und ich bin mir selbst ein Rätsel. Es gibt Tage da sind die schwersten Arbeiten kein Problem für mich und ich kann nicht genug arbeiten. Und dann gibt es Tage da sind 10 Minuten Unkraut ziehen schon zuviel. Das ist nicht immer leicht. Aber bevor mein Kopf Schaden nimmt, glänze ich lieber mit einen Minimal Aufwand. Auf diese Art und Weise kann ich an solchen Tagen wenigstens etwas machen.

Das ich da keine Ausnahme sondern der Regelfall bin habe ich erst erfahren, als ich Menschen getroffen habe, die auch wie ich am Kopf operiert worden sind. Der Körper ist dem täglichen „ups and downs“ die im Kopf herumtoben, ausgesetzt. Und wie sensibel das Gehirn ist habe ich schon geschrieben und werde es bestimmt noch des öfteren tun.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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