Archiv für den Monat: Oktober 2009

Nightlife

So kann man es am besten umschreiben, wie ich gerade lebe. Die Freitagsgeschichte setze ich demnächst fort. Da meine Frau gerade bei ihrer Mutter Urlaub macht, führe ich ein anderes Leben. Vorsicht und Vernunft, Rücksichtnahme auf die eigene Gesundheit sind im Augenblick Fremdwörter. Wer glaubt das ich Gesundheitliche Schwierigkeiten habe, der irrt. Es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr. Ich profitiere von den Glückshormonen die mich umgeben. Nicht das ich sonst unzufrieden bin. Ich bin sogar glücklich. Aber das ist jetzt etwas anderes. Ein 3wöchiger Ausflug in das Jungesellendasein. In der nächsten Woche werde ich ausführlich berichten.

Weisheiten XVI

Heute möchte ich mal alle Pessimisten unter meinen Lesern bestätigen und doch widerlegen. Gestern habe ich gleich zwei tragische Geschichten, aus meinen Umfeld, gehört. Bei der ersten ist eine Fahrradfahrerin ums Leben gekommen, weil sie auf dem nassen Laub ausgerutscht ist. Beim Sturz hat sich der Lenker so stark in die Milz gebohrt, das sie kurz danach gestorben ist. Am Wochenende hat der Sohn eines Freundes Fußball gespielt und ist mit dem Torwart so unglücklich zusammengeprallt, das ihm eine Niere entfernt werden mußte.

Wenn man also sicher gehen will, das einen nichts passiert sollte man auf Radfahren und Fußball verzichten. Das wäre die logische Folge aus diesen Vorfällen. Das möchte ich noch ergänzen. Es wäre besser sich nicht als Fußgänger in die Öffentlichkeit zu begeben. Eine Frau aus unserer Kaffeerunde wäre heute morgen beinahe unters Auto gekommen. Ein Autofahrer war bei Dunkelgelb noch eben über die Kreuzung gefahren.  Und so könnte ich noch lange fortfahren. Aus diesen Vorfällen könnte man ableiten, das es sich zuhause sicher lebt. Wer das glaubt irrt sich gewaltig. Im Haushalt gibt es die meisten Unfälle.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Passieren kann immer etwas. Zu jeder Zeit, an jeden Ort, in jeder Situation. Es lohnt sich also nicht negativ zu denken. Dann muß man es den ganzen Tag tun. Wer will das schon. Bei all den Eventuallitäten die es gibt, sollte man auch ruhig mal den Mut haben etwas zu riskieren. Ich kenne viele Menschen die etwas riskiert haben. Es ist nicht immer alles gut gegangen. Es hat sich aber für jeden gelohnt. Denn es hat sie jedesmal ein wenig nach vorn gebracht, und war oft genug mit einen Erfolgserlebnis verbunden. Sie alle hatten eins gemeinsam. Positiv denken und den Blick in die Zukunft gerichtet.

Nur wer wagt, der gewinnt

Windows 7

Bald ist es soweit! Ich werde das neue Betriebssystem von Microsoft instalieren können. Eigentlich hätte ich es schon machen können, denn ich habe es schon über Amazon bezogen. Dumm nur das ich erst nach meiner Bestellung genau durchgelesen habe um welche Version es sich handelt. OEM war richtig. Home Premium auch. Aber ein winziges Detail hatte ich übersehen. Meine Version ist nur al s 64 Bit zu instalieren. Inzwischen weiß ich das die 32 Bit Version die bessere für mich ist.  85 Euro umsonst ausgegeben. Das war die erste Reaktion. Schon kurz danach ging analysierte ich was geschehen ist war im Gedanken schon bei der Schadensbegrenzung

Fehler kommen immer wieder vor. Wichtig ist das man etwas macht. Nur aus Fehlern kann man lernen.  Ohne Fehler kein Lernprozeß! Wichtig ist diese zu erkennen. Meine erste Überlegung war wie ich möglichst ohne große Verluste davonkommen könnte. Ganz einfach!! Bis Juli nächsten Jahres die Software liegen lassen. Denn ab Juli wird Windows gut 100 Euro teurer als heute sein. Es gibt doch Ebay. Es ist mir gelungen wichtige Eigenschaften in die Tat umzusetzen.

Ruhe bewahren und eigene Fehler erkennen,

nach vorne sehen,

Positiv denken

und den Glauben an den Erfolg nicht aufgeben.

Freimarktsumzug

Es gibt heute keine Gedanken! Ich mag keine festgefahrene Strukturen. Abwechslung ist die Würze des Lebens. Dementsprechend kommt heute etwas anderes.

Wir wollten heute mal keine Fußball-Konferenz auf Sky sehen, sondern in der Stadt bummeln. Nachdem wir in unseren bevorzugten Cafe gefrühstückt hatten, verspührte ich noch keine Lust auf diverse Konsumtempel. Das wäre auch eine Sünde gewesen. freimarktumzug.jpg Schönstes Wetter und dazu der Freimarktsumzug. Er ist nicht zu vergleichen mit den Karnevalsumzügen in den Karnevalhochburgen. 149 Gruppen und Wagen sind aber auch kein kleiner Umzug. Die ersten Wagen hatten wir verpasst, was aber nicht schlimm war, denn es kam gerade die 65. Gruppe. Wir standen noch fast 2 Stunden um das bunte Treiben zu verfolgen. Mittendrin war auch eine Gruppe Behinderter Menschen. Sie wurden genauso wie alle anderen gefeiert. In den letzten Monaten habe ich es immer wieder mit Freude festgestellt. Es dreht sich keiner mehr nach Menschen mit Beeinträchtigungen um. Sie sind jetzt im Jahre 2009 endlich Normalität. Es gibt auch keine mitleidvollen oder verächtlichen Blicke mehr. Das wurde mir heute klar. Das ist ein schönes Gefühl. Ob im Bus, im Kaufhaus, im Cafe oder auf der Straße. Egal wo, es nichts ungewöhnliches einen Beeinträchtigten Menschen zu sehen. Das ist eine riesengroße Freude die ich verspüre.

Früher hatte ich einen Traum. Dieser Traum ist wahr geworden.

Bauantrag

Heute ist Leerlauf. Na ja, nicht ganz so dramatisch. Im Gedanken bin ich entweder bei Windows 7, oder ich denke an die aktuellen Charts. Für den Blog muß ich mich anstrengen. Wie schon mehrfach gesagt, ich will hier nicht meinen Tagesablauf bis ins letzte Detail aufführen. Heute traf ich den ehemaligen Sachbearbeiter für den Bauausschuss. Unwillkürlich fiel mir eine lustige Geschichte aus den 90-ern ein.

Die meisten Mitglieder des damaligen Beirats, hatten das Talent nahezu jedes Bauprojekt in Frage zu stellen. Das bedeutete einen unangemeßen langen Aufschub für die jeweiligen Bauträger. Wenn es gut lief, gab es nur eine 3-monatige Verzögerung. Nun stand ein großes Kinoprojekt an. Der dafür zuständige Bauantrag passierte auch recht schnell unseren Beirat. Das lag daran das die komplette Riege der Wirtschaftspolitiker aus dem Rathaus sich bei uns dafür stark machte. Eine entscheidende Sache hatten sie aber nur im Nebensatz  erwähnt. Die ehemalige Staatsbibliothek, die unter Denkmalschutz stand, mußte abgerissen werden.

Eines Tages bekam ich einen Anruf, ob ich nicht mal für eine Bauakte ins Amt kommen könnte. Nicht der Vorsitzende des Bauauschusses oder der Beiratssprecher. Nein ich wurde gefragt. Da ich bekannt bin für kurze schnelle Entscheidungen war ich für Die Sachbearbeiterin der richtige Entscheidungsträger. Und so genehmigte ich mal eben den Abriss dieses historischen Gebäudes. Die diskussionsfreundigen im Beirat erfuhren es erst als die Abrissbirne schon aktiv war.

Den Antrag konnte ich deswegen so leicht zustimmen, weil ich es gewohnt bin nur nach vorne zu blicken. Hier war die Chance für ein vielversprechendes Projekt.  Zumindest habe ich das so gesehen. „Was war das war“ so ist meine einfache Devise. Ich orientiere mich an der Zukunft. Was hilft es mir heute, wenn ich weiß das es damals gut war. Die Gegenwart sieht oft ganz anders aus. Darum konzentriere ich mich lieber auf die Zukunft.

„Drehe dich nicht um, richte die Augen nur nach vorne“, sagte ein Mann zu seiner Frau. Sie drehte sich um.  Daraufhin erstarrte sie zur Salzsäule. So lautet die Geschichte in einen Teil der Biblischen Geschichte. . Meine Folgerung aus dieser Geschichte ist simpel. Egal was passiert ist, der Vergangenheit nicht hinterhertrauern. Den Blick nicht zurückwerfen sondern immer nach vorne richten.

Entscheidungen

Wenn es ginge, würde ich es heute machen, mich aufteilen. Eine Hälfte zuhause um Werder im Fernsehen verfolgen zu können. Die andere Hälfte beim Hallenfußball. Leider geht das nicht. So stehe ich vor der Frage, soll ich meiner Frau zur Seite stehen, oder soll ich meinen Freunden beistehen? Für meine Frau spricht das sie nächste Woche schon im Kurzurlaub bei ihrer Mutter ist. Für den Fußball spricht, das ich die Mannschaft und vor allen meinen Nachbar, (er ist ein inzwischen ein echter Freund) ungern im Stich lasse. Es bleibt mir nichts anderes übrig. Ich muß eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung die ich ganz alleine treffen muß, eine Entscheidung bei der ich einen weh tun werde.

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, das es besser ist eine klare Position zu beziehen. Nicht immer sind  Kompromisse sinnvoll. Einige simple Beispiele: Schwanger oder Garnicht. Dazwischen gibt es nichts. Leben oder Tod. Dazwischen gibt es nichts. Entweder ich kämpfe fürs Leben, oder ich vegetiere bis zum Tod. Das waren jetzt sehr deutliche Vergleiche. Damit wollte ich nur aufzeigen, das man sich im Leben entscheiden muß. Entweder ich will gesund sein und das Leben genießen oder ich genieße es krank zu sein und das Leben ist mir egal.

So schwer es mir auch fällt auf Fußball zu verzichten, meine Frau hat Vorrang.

Freimarkt

Wir waren gestern wieder auf dem Freimarkt. Nach dem Münchener Oktoberfest und dem Cannstädter Wasn ist es das größte Volksfest in Deutschland.

Dieses Jahr haben wir das Glück nicht auf unserer Seite. Am Freitag hat es geregnet und auch gestürmt. Wir waren nur wegen des Feuerwerks da. Leider fiel es aus. Kalte Füße und verregnete Kleidung war das Ergebnis. Dazu die Erkenntnis, das ein Jahrmarkt im Regen nichts schönes ist. Und gestern Abend lief auch nicht alles wunschgemäß ab.

Wir hatten gerade Pferdewürstchen gegessen, als mir mit einenmal schwindelig wurde. So wie ich nun mal bin, habe ich das anfangs ignoriert und versucht es zu überspielen. Ein paar Hundert Meter ging das auch gut. Nur wurde es immer schlimmer, sodaß ich Schwierigkeiten hatte gerade zu gehen und nicht zu stürzen. Glücklicherweise kam ein Cafe, dort sind wir schnell rein. Ich habe dann einen schrecklichen Käsekuchen gegessen, in der Hoffnung das er sättigt. Lauwarmer Kaffee kam auch noch dazu. Nach einer Weile ging es wieder. Anstatt sofort nach Hause zu gehen, bin ich den vorher geplanten Weg zu Ende gegangen. Vernunft sieht anders aus. Ich lasse mich von meinen Weg abbringen, und deswegen habe ich auf die Zähne gebissen. Am Ende war ich froh zuhause zu sein.

Wie konnte das kommen? Genau weiß ich es nicht. Was ich weiß ist das ich nie ein perfekter Mensch werde. Ich werde auch nie eine Vorbildfunktion abgeben können. Einzig jemand der sich hin wieder Mühe gibt, das kann ich schaffen. Wenn ich vorbildlich wäre, hätte ich mehr geschlafen, hätte mehr gegessen und ich hätte auch mehr getrunken. Ich bezweifel ob ich das überhaupt noch Lernen werde, mich korrekt zu verhalten

Weisheiten XV

Am Wochenende war ich zweimal Lebensretter. Das kommt auch nicht so oft vor. Darum habe ich noch lange darüber nachgedacht.

Am Freitag kamen wir von der Haltestelle und mußten wie gewohnt die Straße überqueren um ins Einkaufscenter zu gelangen. Es ist vollkommen normal das Fußgänger Vorfahrt haben, deswegen kann man auch bedenkenlos die Straße passieren. Mit einenmal kam ein Bus von rechts mit überhöhten Tempo herangeschossen. Hätte ich den  Passanten vor mir nicht zurückgerissen? Es wäre um ihn geschehen gewesen. Sonntag konnte ich auch noch gerade rettend eingreifen, sonst wäre ein Fußgänger, der die Straße bei Rot überquert hatte, auch von einen Bus erfasst worden.

Beide Fälle haben eines gemeinsam. Sorglosigkeit, Unachtsamkeit, Gewohnheitsprinzip, Unkonzentriert. Selbst wenn alles zum hundertstenmal wie immer ist, und auch alles wie im Schlaf Routinemäßig abläuft, man muß immer wachsam sein. Einmal nicht aufgepasst, und schon ist es geschehen. Eine Unachtsamkeit, und schon ist es passiert. Einmal sich  blindlings auf das Gewohnheitsprinzip verlassen, und schon … !

Die Schlußfolgerung daraus ist so einfach und doch so schwer. Egal wo, egal wann, zu jeder Tageszeit in jeden Moment muß man wachsam sein. Zu jeder Zeit ist es wichtig konzentriert zu sein

Aus diesen Grund sind Pausen, in denen sich mal einfach treiben lassen kann, enorm wichtig. Seitdem ich das erkannt habe, nutze ich das Wochenende zur Erholung

Gedanken 27

Heute folgt die Fortsetzung der Gedanken 4 und 26.

Nachdem ich mich gegen meine erste weibliche Konkurrentin erfolgreich durchgesetzt hatte, mußte ich feststellen das  ich im Ortsverein  mit meiner Vorsitzenden überhaupt nicht zurecht kam. Wir haben uns mehr bekämpft als miteinander zu arbeiten. Am Ende stand nur noch Abneigung. Durch eine glückliche Fügung kandidierte sie nicht mehr.   Leider reichte es bei der anstehenden Vorstandswahl nur zum Stellv. Vorsitzenden. In letzter Sekunde wurde ich von einen unbekannten ausgetrickst. Das sollte mir nicht wieder passieren. Zumindest war das mein Vorsatz. Nach nur 2 Jahren hörte er auch auf. Diesmal hatte ich meine Hausaufgaben gemacht. Im Vorfeld hatte ich genügend Personen motiviert mich zu wählen. Mit einer Stimme Vorsprung konnte ich mich durchsetzen. Dabei hatte ich Glück das ein Befürworter meines Kontrahenten sich verspätete und somit nicht mehr wählen konnte.

Nun war ich wirklich in der Politik angekommen. In der Partei hatte ich jetzt den Beinamen „Ladykiller“weil ich nun doch die Funktion des 1. Vorsitzenden eingenommen hatte. Das lag aber auch der Zusamensetzung meines Vorstandes. Mir ist es gelungen die Frauenquote erfolgreich zu ignorieren. Eine Seltenheit in der SPD. Das bekam ich auf vielen Fortbildungsveranstaltungen zu hören. Vor allen Frauen fanden das nicht gut. In den nächsten Jahren habe ich weiter dazu gelernt. Von meinen ursprünglichen Ziel sich für Behinderte einzusetzen hatte ich immer noch nichts wahr gemacht. Meine Vision hatte ich aber noch nicht aufgegeben.

Das sich meine ganzen Bemühungen einmal lohnen würden, war in den Neunzigern nicht zu sehen. Und dennoch war ich fest davon überzeugt, das ich noch etwas erreichen kann. Denn bis dato gab es für Behindserte keine Rechte in Bremen.

Die nächsten Gedanken sind Samstag.