Sprechblasen

Wahrscheinlich denkt so mancher, der diesen Blog verfolgt, das alles nur schöne Worte sind. Auf eine gewisse Art und Weise stimmt das. Vieles erlebte kann ich nur positiv wiedergeben, da ich negatives gerne ausblende. Denn wie soll ich es beschreiben, wenn man das eigene Limit mehrfach überschreiten muß, oder wenn die Unsicherheit immer wieder besiegt werden muß, oder man erkennt, das einzig der positive Blick nach vorn hilft. Und das in einer Situation die als nicht optimal bezeichnet werden darf.  Die letzten Tage habe ich erlebt wie es ist wenn geschriebenes mit der Realität in Einklang gebracht werden soll.

Ich habe einige Tiefen durchlebt und dabei wurde mir klar das es bei mir nur noch darauf ankommt den Status den ich mir erarbeitet habe, zu halten. Das beziehe ich vor allen auf meine Gesundheit. Denn sie wird nicht besser sondern eher schlechter. Das wird im Laufe der Jahre wahrscheinlich, allein aus altersbedingten Gründen,  so sein. Deswegen habe ich auch nichts dagegen unternommen, als ich zwischendurch mal einen Durchhänger hatte.  Ich habe ihn ausgelebt! Der Zusatand hielt nicht lange an, aber es tat auch einmal ganz gut. Wo andere in ein lang anhaltendes Tief verfallen, habe ich mich mit  30 Minuten oder vielleicht doch einer Stunde? begnügt . Ich habe nicht mich bedauert oder irgendwelche Gedanken mit dem Satz „Warum?“ gehabt. Ich war einfach nur genervt von meiner Krankheit. Vor allen darauf, das ich einige Aktivitäten reduzieren muß. Das habe ich ausgelebt indem ich nichts gegen diese Gedanken unternommen habe.

Das reichte mir. 60 Minuten Stillstand! Danach ging es wieder voran. Ich bin nicht gewillt klein beizugeben. Ich fighte fürs Leben. Und es gibt sowieso nur eine Devise. Alles wird gut! Sollte es anders sein, wird so lange positiv gedacht und gekämpft bis wirklich alles gut ist. Das liest sich so leicht. Leider ist es in der Realität nicht ganz so.  Die vielen schönen Beiträge und Ratschläge von mir lassen sich gut schreiben. Sie lassen sich auch gut lesen. Aber sie auch dann in die Tat umzusetzen, das erfordert ein wenig Kraft.(So wie oben beschrieben) Ich habe in den letzten Tagen für mich bewisen das meine Beiträge keine Sprechblasen sind. Vieles von dem was ich geschrieben habe in den letzten Monaten hat mir geholfen den Blick wieder so schnell nach vorne auszurichten. Diese vielen „Weisheiten“ oder „Gedanken“ von mir mir waren deswegen hilfreich weil ich, in Momenten der Schwäche, auf sie zurückgreifen konnte. Das ein oder andere Mal war ich auch genervt von meinen „klugen Ratschlägen“. Denn sie haben mir mmer wieder gezeigt das es keinen Grund zum Hadern gibt. Letztendlich habe ich mich doch an ihnen orientiert. Und das war gut so!

Vier Tage war ich weg. Gestärkt und Selbstbewußt bin ich wieder da!