Gesetzmäßigkeit

Heute morgen mußte ich mich beeilen und bin deswegen schneller mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Zumindest erschien es mir anfangs so. Beim Blick auf den Tacho mußte ich aber feststellen, das ich mehr Kraftaufwand brauchte um wirklich schnell zu sein. Dabei fiel mir auf, das ich früher viel weniger Energie für Rekordverdächtige Zeiten gebraucht habe. Gestern habe ich natürlich wieder Fußball gespielt. (Ich bin es anders angegangen. Ich habe meine Spielweise neu eingeteilt und es scheint mir gut zu tun. Nächste Woche mehr dazu.) Einmal wollte ich den Ball, wie ich es früher oft gemacht habe, neben mir her laufen lassen, um ihn dann im passenden Moment aufs Tor zu schießen. Nach dem 2. mißlungen Versuch hatte ich es verstanden. Ich bin nicht mehr so schnell wie früher. Vom Gefühl her laufe ich viel mehr als noch vor ein paar Jahren. Aber die Realität sieht anders aus.

So wie es beim Radfahren ist, muß ich auch beim Fußball bestimmte Gesetzmäßigkeiten akzeptieren. Das sind Naturgesetze die jeden betreffen. Ich muß mich damit arrangieren. Ich muß mich auf diese Gesetzmäßigkeiten einstellen.So wichtig es auch ist, bestimmte Dinge hinzunehmen, so wichtig ist es auch nicht alles zu akzeptieren.

Gestern morgen habe ich einen gut gefüllten Becher Kaffee getragen und nichts dabei verschüttet. Das war ein Erfolg. Vor ein paar Jahren wäre mir das nicht geglückt. Bis vor kurzen war daran nicht einmal im Traum zu denken. Dadurch das ich jahrelang extrem aktiv war, mußte ich logischerweise so nervös werden. Da ist sie schon wieder diese Gesetzmäßigkeit. Hier war ich aber nicht bereit sie hinzunehmen. Hier habe ich solange gekämpft bis ich die Theorie der Gesetzmäßigkeit besiegt hatte. Nach normalen Gesichtspunkten hätte ich mein linkes Bein nie wieder bewegen können, aber ich habe geübt, trainiert und gekämpft bis ich auch hier die Theorie widerlegt hatte. Und so gibt es eine noch eine Menge von Beispielen.

Hin und wieder muß ich mich bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterwerfen. Aber das heißt noch lange nicht das ich alles hinnehme. Wenn es mir möglich ist, versuche ich mich dagegen zu stemmen. Gegen die natürlichen Alterserscheinungen kann ich nichts machen, aber alles andere versuche ich mit festen Willen, Einsatz und Kampfgeist zu begradigen. Selbst wenn der Kampf einige Jahre dauert,(wie beim Kaffee) aufgeben gibt es nicht. Das einzige was in solchen Fällen zählt, ist der Glaube an den Erfolg

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.