Gedanken 27

Heute folgt die Fortsetzung der Gedanken 4 und 26.

Nachdem ich mich gegen meine erste weibliche Konkurrentin erfolgreich durchgesetzt hatte, mußte ich feststellen das  ich im Ortsverein  mit meiner Vorsitzenden überhaupt nicht zurecht kam. Wir haben uns mehr bekämpft als miteinander zu arbeiten. Am Ende stand nur noch Abneigung. Durch eine glückliche Fügung kandidierte sie nicht mehr.   Leider reichte es bei der anstehenden Vorstandswahl nur zum Stellv. Vorsitzenden. In letzter Sekunde wurde ich von einen unbekannten ausgetrickst. Das sollte mir nicht wieder passieren. Zumindest war das mein Vorsatz. Nach nur 2 Jahren hörte er auch auf. Diesmal hatte ich meine Hausaufgaben gemacht. Im Vorfeld hatte ich genügend Personen motiviert mich zu wählen. Mit einer Stimme Vorsprung konnte ich mich durchsetzen. Dabei hatte ich Glück das ein Befürworter meines Kontrahenten sich verspätete und somit nicht mehr wählen konnte.

Nun war ich wirklich in der Politik angekommen. In der Partei hatte ich jetzt den Beinamen „Ladykiller“weil ich nun doch die Funktion des 1. Vorsitzenden eingenommen hatte. Das lag aber auch der Zusamensetzung meines Vorstandes. Mir ist es gelungen die Frauenquote erfolgreich zu ignorieren. Eine Seltenheit in der SPD. Das bekam ich auf vielen Fortbildungsveranstaltungen zu hören. Vor allen Frauen fanden das nicht gut. In den nächsten Jahren habe ich weiter dazu gelernt. Von meinen ursprünglichen Ziel sich für Behinderte einzusetzen hatte ich immer noch nichts wahr gemacht. Meine Vision hatte ich aber noch nicht aufgegeben.

Das sich meine ganzen Bemühungen einmal lohnen würden, war in den Neunzigern nicht zu sehen. Und dennoch war ich fest davon überzeugt, das ich noch etwas erreichen kann. Denn bis dato gab es für Behindserte keine Rechte in Bremen.

Die nächsten Gedanken sind Samstag.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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