Bauantrag

Heute ist Leerlauf. Na ja, nicht ganz so dramatisch. Im Gedanken bin ich entweder bei Windows 7, oder ich denke an die aktuellen Charts. Für den Blog muß ich mich anstrengen. Wie schon mehrfach gesagt, ich will hier nicht meinen Tagesablauf bis ins letzte Detail aufführen. Heute traf ich den ehemaligen Sachbearbeiter für den Bauausschuss. Unwillkürlich fiel mir eine lustige Geschichte aus den 90-ern ein.

Die meisten Mitglieder des damaligen Beirats, hatten das Talent nahezu jedes Bauprojekt in Frage zu stellen. Das bedeutete einen unangemeßen langen Aufschub für die jeweiligen Bauträger. Wenn es gut lief, gab es nur eine 3-monatige Verzögerung. Nun stand ein großes Kinoprojekt an. Der dafür zuständige Bauantrag passierte auch recht schnell unseren Beirat. Das lag daran das die komplette Riege der Wirtschaftspolitiker aus dem Rathaus sich bei uns dafür stark machte. Eine entscheidende Sache hatten sie aber nur im Nebensatz  erwähnt. Die ehemalige Staatsbibliothek, die unter Denkmalschutz stand, mußte abgerissen werden.

Eines Tages bekam ich einen Anruf, ob ich nicht mal für eine Bauakte ins Amt kommen könnte. Nicht der Vorsitzende des Bauauschusses oder der Beiratssprecher. Nein ich wurde gefragt. Da ich bekannt bin für kurze schnelle Entscheidungen war ich für Die Sachbearbeiterin der richtige Entscheidungsträger. Und so genehmigte ich mal eben den Abriss dieses historischen Gebäudes. Die diskussionsfreundigen im Beirat erfuhren es erst als die Abrissbirne schon aktiv war.

Den Antrag konnte ich deswegen so leicht zustimmen, weil ich es gewohnt bin nur nach vorne zu blicken. Hier war die Chance für ein vielversprechendes Projekt.  Zumindest habe ich das so gesehen. „Was war das war“ so ist meine einfache Devise. Ich orientiere mich an der Zukunft. Was hilft es mir heute, wenn ich weiß das es damals gut war. Die Gegenwart sieht oft ganz anders aus. Darum konzentriere ich mich lieber auf die Zukunft.

„Drehe dich nicht um, richte die Augen nur nach vorne“, sagte ein Mann zu seiner Frau. Sie drehte sich um.  Daraufhin erstarrte sie zur Salzsäule. So lautet die Geschichte in einen Teil der Biblischen Geschichte. . Meine Folgerung aus dieser Geschichte ist simpel. Egal was passiert ist, der Vergangenheit nicht hinterhertrauern. Den Blick nicht zurückwerfen sondern immer nach vorne richten.

Über Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag
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