Gedanken 39

Heute morgen bekam ich urplötzlich Kopfschmerzen. Genau an der Stelle, die der sensibelste Bereich ist mir. Direkt unter der Plastikplatte oder zumindest an der Nahtstelle. Da gehen einen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf, vor allen wenn man noch 20 Minuten Radweg vor sich hat. Seitdem ich fast alles über mich weiß fehlt mir die Leichtigkeit der ersten 40 Jahre nach dem Unfall, in der ich Kopfschmerzen oder ähnliches einfach ignoriert habe.

Was ist jetzt wieder mit mir los? Was ist es? Ist gleich alles aus und vorbei? Geht mein Leben doch weiter? Oder sollte ich vielleicht ruhig bleiben? Vielleicht ist es das beste positiv zu denken.

Das sind nur ein paar von vielen Besorgniserregenden Gedanken, die mir  durch den Kopf gingen. Ob man will oder nicht, sie lassen sich nicht vermeiden. Sie kommen unwillkürlich. Zum Glück habe ich mittlerweile etwas Routine darin. Deswegen habe ich es auch relativ schnell geschafft wieder normal zu denken. Ich habe so gut es ging versucht nur an die Zukunft zu denken, nur an die Menschen, die mir etwas bedeuten, zu denken. Kurz vor Ende der Fahrt war wieder alles im Lot.

Wie mag es jemanden ergehen, der erst vor kurzen operiert worden ist oder immer noch an den Folgen gesundheitlicher Probleme leidet? Das muß ziemlich hart sein. Wenn man noch nicht die Erfahrung hat wie man seiner Gehirn bzw. die negativen Gedanken überlisten kann. Wie man diesen negativen Strömungen hilflos ausgesetzt ist ohne Mittel zu haben um dagegen steuern ?

Ich habe heute daran gedacht, das es schon viel schlimmere Tage, viel schlimmere Schmerzen, gegeben hat. Das ich z.Zt. fast alles richtig mache, was die Gesundheit betrifft. Was soll da schon schief gehen? Und überhaupt! Wie soll ich helfen, wenn es mit mir auf einmal vorbei ist?

Stopp Schluss jetzt! Konzentriere dich auf die Arbeit. Schluß mit den Gedanken über negative Folgen, von nun an geht es nur noch positiv weiter. Dieser Satz, den ich mir im Gedanken, zurief, half mir weiter. Was sich so leicht liest, ist jahrelange Erfahrung, ist jahrelanges Training sich von den eigenen Gedanken nicht aus der Fassung bringen zu lassen. 

Meine Erfahrungen lassen sich nicht unbedingt auf andere übertragen. Diese Zeilen sollen nur aufzeigen, das auch ich nach 43 Jahren immer noch Probleme, wie in den ersten Jahren, nach meinen Unfall, habe. Sie sollen aufzeigen das jeder mit irreführenden Gedanken zu kämpfen hat.

Eindhoven

Selten habe ich so schnell ein Zimmer bekommen. Die restlichen Stunden des Tages habe ich auf dem Rathausplatz genossen. Das war der Schlußsatz letzte Woche. antwerpen-grotemarkt0.jpgNach dieser Vorverurteilung der Dame am Empfang habe ich es genossen frisch geduscht und in neuen Outfit ihr meinen Zimmerschlüssel zu geben, um mich dann zum Rathausplatz zu begeben. Es ist einer der schönsten Marktplätze die ich je gesehen habe. Das ist Lebensqualität dachte ich mir so. Damit war der Beginn eines langen Abends, den ich mit Beobachtungen und Gedanken verbracht habe eröffnet. Eine Entscheidung mußte ich jetzt allerdings treffen – sie hatte Vorrang. Wie geht es weiter? Brüssel – Lüttich – Aachen, oder Eindhoven – Aachen? Brüssel wäre natürlich ein Traum. Aber immer nur Autobahn fahren, das war kein verlockender Gedanke. Bisher hatte ich ja Glück gehabt das ich kein Autobahnkreuz passieren mußte. Aber ob das auch weiterhin der Fall sein würde? Der Verkehr wäre dort wahrscheinlich noch größer als bisher? Die restliche Strecke wäre auch ziemlich hügelig. Verlockende Aussichten waren das nicht. Auf der anderen Seite, hatte ich die Möglichkeit so schnell wie möglich aus Belgien raus zu kommen, um dann in Eindhoven zu übernachten. So hätte ich auch noch genügend Zeit für einen Abstecher nach Maastricht um dann eine Kurz Etappe nach Aachen zu machen. Gegenteiliger können Routen nicht sein. Die 1. Möglichkeit hieße früh aufstehen und Streß, die 2. Fahrt wäre dagegen fast Entspannt ja vielleicht sogar gemütlich und ich könnte etwas länger schlafen. Am nächsten Morgen habe ich erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Danach habe ich mit dem Rad eine Stadtbesichtigung gemacht, um mich dann in Richtung A13 bzw. E34 zu begeben. Ich wollte nur raus aus Belgien. So schnell wie möglich zur Grenze. Der Sonnenschein war weg, die Wärme war weg, es war nur noch kühl und regnerisch. Waren es am Vortag hauptsächlich PKW die mich überholten, so waren es jetzt fast ausnahmslos LKWs. Das war wirklich unangenehm, vor allen wenn die Lastwagen extrem knapp an mir vorbei fuhren. Oft genug spürte ich den Luftzug der Reifen. Das erforderte volle Konzentration. Da durfte ich mir keine falsche Regung erlauben. Kein Hin und Her rutschen auf dem Sattel, keine Gedanken, keine Tempowechsel. Denn auf der anderen Seite meines Fahrweges befand sich eine Abwasserrinne. Da half nur eines: So schnell wie möglich fahren. Meine Fahrt wurde zu einer persönlichen Bestfahrt. Nachdem ich einmal eine Anhöhe überfahren hatte,  konnte ich nicht anders und habe voll in die Pedalen getreten. 50 km/h zeigte mein Tacho kurzfristig an. Ich habe mich dann, für mich heute unverständlich, bei Tempo 30 gehalten. Endlich hatte ich den Grenzübergang erreicht. Auf belgischer Seite fuhr ich, wie gewohnt, auf der Straße. Kaum hatte ich die Niederlande erreicht, bekam ich wieder meinen gepflegten Fahrradweg. Endlich hatte ich mal ein Land auf herkömmliche Art und Weise verlassen bzw. betreten. Es dauerte nicht lange und ich war am Ziel angelangt. Davon gibt es nächste Woche mehr zu berichten. Denn nun lag meine Traum Etappe vor mir. Das konnte ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen. Ich wußte nur eines. Ich war der Fahrrad-Hölle gesund entkommen

Donnerstags-Fußball

Auf vielfachen Wunsch meiner Mannschaftskameraden, die inzwischen auch eifrige Leser dieses Blogs sind, werde ich versuchen die Geschichte unserer Mannschaft wieder zu geben, bzw. die einiger Spieler.

Die Truppe wurde vor fast 30 Jahren gegründet. Die Mannschaft hat schon einige Höhen und Tiefen durchlebt. Seit 10 Jahren bin ich dabei. In dieser Zeit hatten wir einige Spieler die aufgrund von Knie Problemen aufhören mussten. Leider hatten wir auch zwei Todesfälle zu beklagen. Der Altersdurchschnitt beträgt ca. 55 Jahre. Oder um es noch deutlicher zu sagen: wir sind zwischen 38 Jahre und 71 Jahre alt. Das sind die Eckdaten.

Das Besondere ist unser Gemeinschaftsgefühl. Als ich vor 10 Jahren dazu kam, war es für mich keine Selbstverständlichkeit sofort aufgenommen zu werden. Ein Behinderter unter lauter körperlich Gesunden, ob das gut geht? Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Es ging gut, denn bei der Mannschaft steht der Mensch im Vordergrund. Das war eine angenehme Erfahrung die ich gemacht habe. Es hat mir Sicherheit und im Laufe der Zeit auch Stärke gegeben. Wie wichtig das Zusammengehörigkeitsgefühl für unsere Mannschaft ist konnte unser Ältester und Gründer in den letzten Jahren feststellen.

Vor einigen Jahren wurde ihm der Fuß abgenommen. Kurze Zeit später stand er wieder auf dem Spielfeld, genauer gesagt, im Tor. Es dauerte nicht lange und ihm wurde das Bein amputiert. Jeder normale Mensch hätte aufgehört ans Fußball spielen zu denken. Er nicht! Er hatte nur ein Ziel. Wieder spielen. Er hat sein Ziel erreicht. Vor 2 Jahren machte ihn eine andere Verletzung schwer zu schaffen. Spätestens jetzt war das Ende seiner Karriere gekommen. Aber wieder hatte er nur ein Ziel. Und er hat das fast unmögliche mit eisernen Willen und Disziplin, gepaart mit dem festen Glauben es zu schaffen, wahr gemacht. Nach fast eineihalb Jahren steht er wieder im Tor. Mit Auge, Reaktionsvermögen und der richtigen Ahnung versucht er die Bälle abzuwehren. 2 Meter Breit und 1,40 Hoch sind unsere Tore, genug Platz um den Ball dort unter zu bringen. Regelmäßig verzweifeln die Gegner an ihm. Ich möchte ihn nicht hervorheben, dafür scheitere ich zu oft an ihm, was ich dann auch nicht lustig finde. 

Aber er ist das beste Beispiel dafür, das es sich immer lohnt zu kämpfen, das es sich immer lohnt nicht auf zu geben, das es sich immer lohnt positiv zu denken, und wie wichtig Freunde seien können. Wir haben immer den Kontakt zu ihm aufrecht erhalten. Die Mannschaft hat ihn nie vergessen. Um Gesund zu werden mußte er aber selber kämpfen. Das hat er auch auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen. Alles ist möglich! Der Wille muß nur da sein.


Ertragen

Als ich heute Nachmittag im Garten unter dem Pavillon saß war ich unzufrieden. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Eigentlich wollte ich mit meiner Gartenarbeit, dem Rasen abstechen, weiter machen. Doch kaum waren wir mit dem Essen fertig, fing es an zu regnen. Manchmal muss man einfach etwas aushalten bzw.ertragen können. So wie gestern Abend auf der Beiratssitzung. Dort wollten wir unser Arbeitsprogramm für die nächsten Monate besprechen. Unsere Zielvorgabe waren 2 Stunden. Um 21.00 Uhr wollten wir fertig sein. Im Laufe der Sitzung stellte sich heraus, das gerade bei den nicht ganz so wichtigen Themen ein verstärkter Rede Bedarf bestand. Die Forderung nach Projekten die vom Ortsamt (Verwaltung) realisiert werden sollte erschien des öfteren. Als es darum ging Arbeit unter uns zu verteilen gab es nur Schweigen. Als die Sitzung um kurz vor 22.00 Uhr vorbei war, musste ich für mich feststellen, das man nicht nur im Gesundheitlichen einiges über sich ergehen lassen muss sondern auch in der Politik. Dabei kann man allein für sich in dem Bereich Gesundheit mehr erreichen als in einen politischen Gremium. So zumindest war gestern wieder einmal mein Eindruck. Ich weiß genau was ich will wenn es um meine Gesundheit geht. Ich weiß genau mit welchen Ehrgeiz und Einsatz ich genesen will. Ich habe ein Ziel vor meinen Augen. Ein Ziel das ich verwirklichen will. Ohne Kompromisse. Das was in der Politik nur selten möglich ist, das kann aber jeder einzelne für sich verwirklichen. Selbst gesteckte Ziele umsetzen, Visionen realisieren.       

Lohnenswert

Es ist Montag. Der Tag an dem ich gerne etwas härtere Beiträge schreibe. Aber warum soll jeder Wochenanfang gleich sein? Mir gehen im Augenblick Beispiele, wie lohnenswert es ist sich für das Leben ein zu setzen, durch den Kopf. Dazu wird noch etwas erscheinen. Für heute kann ich wieder einmal nur feststellen, das Leben ist schön und es lohnt sich jede Minute dafür zu kämpfen. Ich habe ein schönes Wochenende hinter mir. Wir haben schwer im Garten gearbeitet und genossen. Dazu haben wir noch unsere Freunde getroffen. Was will ich mehr? Warum ich das so betone? Ich bin immer noch erstaunt wie negativ manche das Leben sehen wollen. Wie bedauernswert ihr Verhalten ist, weil sie nicht in der Lage sind hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Man soll diejenigen nicht verdammen oder mit Vorwürfen bedenken. Man soll ihnen mit Rat und Tat Hilfe anbieten. Ich war bisher in der glücklichen Lage immer Freunde zur Seite zu haben. Durch die Bereitschaft vieles positiv zu sehen, ist mir auch vieles leichter gefallen.Das Glück haben nicht alle. Den Menschen sollte man zur Seite stehen.

Da ich in den letzten Tagen nicht nur gearbeitet habe, ging mir auch vieles durch den Kopf. Mir wurde wieder einmal klar, was man mit eisernen Willen und dem Einhalten von gesundheitlichen Spielregeln, alles erreichen kann. Wenn ich es genau betrachte, ist das bisher von mir Erreichte ein ganz normaler Werdegang. Ein Leben ohne größere Nachteile. Ein schönes Leben. Ein Leben das jeder für sich haben kann. Einzig der Wille zum Erfolg muß vorhanden sein, dann läßt sich auch ein ganz normales Leben realisieren

Diamanten

Inzwischen hatte ich auch die erste Anhöhe, seit langer Zeit, bewältigt und konnte beruhigt nach Antwerpen fahren. Damit bin ich mitten in der Fortsetzung der Berichte über meine Fahrradtour von 1993. Es war anfangs nur warm – je länger ich aber unterwegs war umso heißer wurde es. Es sah schon seltsam aus wenn ich einen Rastplatz anfuhr. LKWs, Wohnmobile, PkWs und dazwischen ein Fahrrad.

Auf den Kilometern habe ich es wieder lernen können. Denk an dich, schau auf Dich, konzentriere Dich auf Dich selbst. Lebe nicht für die anderen. Diese Sätze ließen mich nicht los. Unwillkürlich fielen mir auch die Empfehlungen meines Bekannten wieder ein, das ich auch an mich denken muß und mir etwas gutes gönnen sollte. Kurzum Egoistischer sein sollte.

Wie ist das alles bloß unter einen Hut zu bekommen? An mich zu denken, beim Radfahren ist leicht solange ich keine anderen Radfahrer belästige. Konzentrieren muß ich mich hier auf jedenfall. Du mußt einfach die Ruhe bewahren und die Blicke anderer ignorieren. Der Rastplatz war schon einmal ein guter Anfang. Es ist Deine Radtour. Nicht die Tour derjenigen die gerne alles in Frage stellen.

Bei dem Tempo, das ich jetzt hatte würde ich in gut 2 Stunden an meinen Ziel sein. Und zum Glück eine Jugendherberge in Bahnhofsnähe. Ich konnte mich wieder voll meinen Gedanken widmen. Mit einen mal war aber alles vorbei. Ich wurde doch ein wenig aufgeregt. Mir wurde klar, das ich, der Bibliotheksangestellte aus Bremen, kurz davor war in die Stadt der Diamanten mit dem Rad einzufahren. Wer hätte mir das zu getraut? Mein Wille und die Kraft haben mich soweit gebracht.Endlich hatte ich es geschafft. Die Radwege waren aber auch nicht viel besser als die Autobahn. Und das in der Stadt der Diamanten. Traditionell gilt Antwerpen als wichtigster Diamantenhandelsplatz der Welt. 70% des gesamten weltweiten Diamantenhandels werden hier abgewickelt. 4 Diamantenbörsen, 1.600 Diamentenfirmen/händler und ein Diamantmuseeum befinden sich in Antwerpen. Dementsprechend sieht auch der Marktplatz aus. Die Häuser spiegeln den Reichtum der damaligen Zeit wieder. Da wollte ich nachher noch etwas trinken. Eine Lokalität neben der anderen. Der ganze vordere Rathausplatz voller Restaurants und Gaststätten. Dagegen hatte sich gerade meine SPD im Beirat ausgesprochen. .Jetzt hatte ich den Gegenbeweis.

Aber wo war die Jugendherberge?  Durch ständiges Herum Fragen bekam ich irgendwann die Auskunft das sie umgezogen sei und jetzt 10 bis 15 Kilometer außerhalb der Stadt sei. Also 20 bis 25 dachte ich mir. Nein! Dazu hatte ich jetzt keine Lust. Deswegen nahm ich mir ein Hotelzimmer. Zumindest wollte ich das. Als ich am Empfang dieses 3 Sterne Hotels(2 Sterne für die Lage und einer für das Frühstück) stand, sah mich die gute Dame nur zweifelnd an. Einmal rauf einmal runter. Dann wies sie mich auf die Jugendherberge vor Stadt hin. Nicht schon wieder! Warum gehen die Menschen immer nur nach den äußeren? OK, es soll wohl so sein! dachte ich mir. Können sie mir noch einen Gefallen tun, bevor ich gehe? Dabei nestelte ich an meinen Strümpfen herum. Und da war mein Beutel mit dem Geld. Ich zog mal eben 200 DM heraus mit der Bitte es zu gewechselt zu bekommen. Selten habe ich so schnell ein Zimmer bekommen. Die restlichen Stunden des Tages habe ich auf dem Rathausplatz genossen

Konfirmation

Am Sonntag war ich auf der Konfirmation meiner Freunde. Ihr Sohn wurde Konfirmiert. Wenn ich mir jetzt die Reden vieler Älterer ins Gedächtnis rufe, kann ich nur feststellen, das die Jugend von Heute genauso gut ist wie damals zu unserer Zeit. Nach dem Gottesdienst war ich sogar geneigt zu sagen, das sie besser ist, denn im Gegensatz zu meiner Zeit als Konfirmant hatte diese Gruppe einen Teil ihrer Zeit mit sozialen Projekten verbracht. Sie waren in einen Heim für Behinderte und ihre Kollekte kam einer Gehirnkranken Person zugute.

Vor ein paar Wochen bekam ich die Geschichte eines Bekannten mit. Bei ihm wurde die Diagnose „Epilepsie“ festgestellt. Er muß sich nun mit der Tatsache das er Epileptische Anfälle bekommen kann, auseinander setzen. Im ersten Moment war seine Reaktion so, als wäre sein Leben vorbei. Er hat Recht! Für ihn beginnt ein neues Leben, ein erfülltes Leben. Ein Leben in dem er nach wie vor alles machen kann. Die Voraussetzung dafür ist Disziplin, Geduld und Ruhe. Das absolut wichtigste ist die Krankheit zu akzeptieren. Man muß bereit sein mit ihr zu leben. Julius Cäsar und auch Napoleon litten unter Epileptischen Anfällen, warum soll man nichts großes bewirken können.

Früher wurden Behinderte oft vor der Öffentlichkeit versteckt, dazu kam das die Menschen damals auch ziemlich gemein sein konnten. Heute sieht das anders aus. Die Jugend ist bereit sich der Tatsache zu stellen, das es nicht nur Gesunde Menschen gibt. Sie zeigt sich hilfsbereit aber nicht mitleidig. Das sind die besten Voraussetzungen, die eine Gesellschaft bieten kann. Es gibt also keinen Grund sich zu verstecken. Wer über diese Krankheit stöhnt, sollte sich bewußt machen, das es viel schlimmere Krankheiten gibt.


Einsteiger Bilanz

Es ist noch nicht ganz so weit um die Halbjahresbilanz zu ziehen, dafür fehlt noch  der Monat Juni.  In den letzten Wochen ist die Besucherzahl aber so sprunghaft angestiegen, das ich dem mit einer Bilanz Rechnung tragen möchte. Dadurch fällt es vielen neuen Lesern leichter diese Seite zu verstehen.

Auf eine gewisse Art und Weise ist dies ein Blog aus der Kategorie „Private Tagebücher“. Wer ihn etws genauer liest wird aber feststellen das es ein Ratgeber sein soll. Ein Ratgeber für Menschen mit Beeinträchtigungen. Ein Ratgeber der  aufzeigen soll was alles möglich ist. Um das glaubwürdig wiedergeben zu können, schreibe ich selbst erlebtes auf. Das ist nicht immer leicht verdaulich (zumindest für Gesunde) So schonungslos ich mit mir umgehe, indem ich sehr viel Privates preisgebe, so schonungslos gehe ich auch mit meinen Lesern um. Das Leben besteht leider nicht immer aus guten Zeiten. Ich möchte zeigen das jeder sich sein Leben selbst gestalten kann, und das es keinen Grund gibt sich gehen zu lassen. Das kann ich nur deswegen weil ich viel erleiden mußte, Höhen und Tiefen durchgemacht habe und denoch der Meinung bin ein glückliches und erfülltes Leben zu haben.

Mit diesen Blog versuche ich auf zu zeigen, das vieles möglich ist und jeder für sich sein Glück zurück gewinnen kann. Damit das ganze nicht zu Problembehaftet ist, erscheint jede Woche, bevorzugt Freitags, eine lustige bzw. eine Reisegeschichte.

Im letzten Jahr  besuchten fast 50.000 diesen Blog. In den ersten 5 Monaten dieses Jahres sind es schon 49.000 Besucher gewesen. Die Zahl der Seitenzugriffe ist jeweils doppelt so hoch. Als kleines Dankeschön dafür, lasse ich die Werbung weg. 

Ich werde weiter versuchen 3 bis 5 Einträge in der Woche zu veröffentlichen. Natürlich ist nicht jeder Eintrag für den ein oder anderen hilfreich und nicht jeder Eintrag wird Gefallen finden. Aber wenn nur jeder 10. Eintrag helfen kann, von mir aus jeder 100. Eintrag, dann hat sich dieser Blog schon gelohnt.