Archiv für den Monat: Oktober 2010

Fußball – 4

Donnerstag bin ich unverletzt geblieben. das ist die beste nachricht. ansonsten habe ich zwischen sehr schlecht über schlecht bis ganz ok gespielt. das geht noch bedeutend besser. in der halle habe ich doch zuviele defizite. es ist nicht mein bevorzugtes revier.

Hannover

Wenn ich an Hannover denke, fallen mir immer meine radtouren zu den jeweiligen open-air konzerten ein.

das 1. mal war 1990, ich habe es zwar schon in „Gedanken 18“ beschrieben, möchte es aber noch einmal ausführen, denn inzwischen habe ich einen anderen stil zu schreiben.

damals kam ich auf die idee das fahrgeld zu sparen, weil es mir zu teuer erschien, deswegen fuhr ich mit dem rad nach hannover. ich hatte zwar keine übernachtungsmöglichkeit dafür aber eine eintrittskarte sowie ein jugendhergsverzeichnis. 

es war kalt und neblig an dem morgen als ich in Bremen losfuhr. da ich schon um 4.00 Uhr aufgestanden war, plagte mich auch die müdigkeit. Bremen – Achim – Verden – Eystrup. bis dahin verlief alles normal. entlang der bundesstrasse konnte ich auf dem daneben liegenden radweg in ruhe fahren, es gab nirgendwo probleme. bis kurz hinter nienburg. aus der bundesstrasse wurde eine schnellstrasse. von der Schleswig-Holstein tour(über die werde ich nächstes jahr berichten) war ich es gewohnt nur an land- oder bundesstrassen zu fahren, deswegen suchte ich solange nach einer möglichkeit dort weiterfahren zu können bis ich eine fand. nach ein paar kilometern mußte ich allerdings feststellen, das ich mich auf dem weg nach Celle befand. so verfuhr ich mich, kurz vor Hannover, mehr als einmal. irgendwann hatte ich mich unter inkaufnahme von gut 30 zusätzlichen kilometern ohne pause, bis Hannover vorgekämpft.

Endlich! ich hatte es geschafft, so dachte ich zumindest. da es direkt am stadion eine jugendherberge gab fuhr ich auch dorthin. dort war aber nicht einmal ein notbett frei, sie war total ausgebucht. zumindest bekam ich den hinweis wo es noch freie plätze geben könnte. um zu dieser herberge zu gelangen mußte ich die durch die ganze innenstadt in richtung norden fahren. etwas positives wollte ich dennoch von meiner erfolglosen übernachtungssuche mit nehmen. so fuhr ich direkt vors stadion und versuchte meine stehplatzkarte(eine bessere hatte ich nicht bekommen, da das konzert ausverkauft war) bei den schwarzmarkt händlern in eine sitzplatzkarte um zu tauschen. natürlich mußte ich etwas draufzahlen, mit ein wenig glück gelang es mir im  10. oder 12? anlauf.

nachdem ich mit ach und krach das letzte oder vorletzte bett bekommen hatte mußte ich die üblichen belehrungen über mich ergehen lassen mit dem hinweis demnächst mir das bett  reservieren zu lassen. das war nichts neues für mich das kannte ich ja schon bestens, von meinen anderen fahrten. jetzt konnte ich mich endlich aufs konzert konzentrieren und wie es danach weitergehen könnte. sollte ich meine verrückte idee tatsächlich in die tat umsetzen oder nach hause fahren? ich entschied mich für die ungewöhnliche variante, die ich in Bremen schon im hinterkopf hatte, und fuhr mit dem rad in den schwarzwald. das habe ich schon in „Gedanken 18 bis 21“ beschrieben(allerdings viel zu kurz) das war also meine 1. fahrt nach Hannover.

es folgten noch 2 weitere. obwohl sie vollkommen unterschiedlich waren kann ich sie gut zusammenfassen. darüber werde ich nächste woche berichten.


Brisant

Ich würde gerne etwas schreiben, aber noch bietet sich kein thema an. dieser satz bietet sich auch heute an. es sind angenehme tage, es passiert nicht viel, es ist nicht hektisch sondern ruhig und dementsprechend bin ich zufrieden. so kann ich mich ausführlich dem thema ängste widmen. das ängste ein alltägliches gefühl sind und jeden betreffen habe ich heute morgen in einen gespräch wieder mitbekommen. es ging um existenzängste. so lautete der text für heute, bis mir ein beitrag der sendung „Brisant“ von gestern wieder einfiel.

es ging um einen epileptiker der vor 4 jahren erfuhr das er diese krankheit hat. in dem beitrag wurde diese krankheit so dargestellt als wenn es die pest ist, als wenn man dann zu nichts mehr in der lage ist, und das es vollkommen normal sei, wenn man nach bekanntwerden dieser krankheit seinen job verliert. als unbedarfter würde ich jetzt diese menschen meiden die unter dieser krankheit leiden. immerhin wurde erwähnt das es allein in deutschland 800.000 menschen sind die mit dieser krankheit leben.  da wurde von einen scheinbar seriösen magazin ein beitrag gesendet der für diese personengruppe fatal ist. aufgrund dieses berichts werden epileptiker jetzt von vielen als bedauernswerte menschen angesehen, menschen 2. klasse weil sie nichts mehr leisten können.

ich werde an die redaktion von „Brisant“ schreiben, in der hoffnung das es demnächst einen besseren bericht über die krankheit gibt.

Hinweise

Ich würde gerne etwas schreiben, aber noch bietet sich kein thema an.

nächste woche montag und dienstag werde ich auf das thema ängste ausführlich eingehen, vorher habe ich noch 2 hinweise. am freitag werde ich über meine konzert besuche in hannover bzw. die damit verbundenen radtouren schreiben. am samstag gibt es wieder einen bericht über fußball und dann kommt schon bald unser urlaub, die kreuzfahrt. in der zeit vom 12.11. bis 25.11. gibt es keine einträge.

Kohlehydrate

erzählen möchte ich heute die geschichte die meine frau während ihres aufenthaltes in süddeutschland erlebt hat. ein verwandter von ihr hatte sich auf herz und nieren untersuchen lassen. dabei wurden ihm beste  gesundheitliche werte bestätigt. da er auf dem bau arbeitet war er auch zufrieden. wie es bei einen check üblich ist wurde auch ein allergietest durchgeführt. dabei stellte sich heraus, das er auf kohlehydrate allergisch reagiert. der arzt legte ihm nahe auf kartoffeln, reis, nudeln, brot  und alle anderen mehlhaltigen produkte zu verzichten. man kann auch sagen, das er auf alle grundnahrungsmittel verzichten sollte. das mag bei einen der im büro arbeitet noch gehen, aber wer ständig schweren körperlichen belastungen ausgesetzt ist, für den ist das gift.

der gute war froh das er endlich wußte warum er ständig zugenommen hatte. er war zwar davon ausgegangen, das es vom unregelmäßigen essen und alkohol kommen würde, aber so war es auf den ersten blick für ihn besser. kein verzicht auf die eben genannten genußmittel, das war doch eine gute nachricht. die nächsten wochen aß er auch fast nur salate. doch dann ging es los. eine krankheit folgte der anderen. mit dem magen fing es an. die inzwischen fast üblichen schwächeanfälle wurden immer mehr und stärker. ganz zum schluß kam er auf die idee einen weiteren arzt auf zu suchen. das war die rettende maßnahme. inzwischen hat er sich, dank einer anderen diagnose, wieder erholt.

diese geschichte zeigt mir das es  in manchen fällen sinnvoll ist eine 2. meinung einzuholen. das es gefährlich sein kann wenn man nur einen blindlings vertraut. So gut so wichtig auch ärzte sein mögen, eines darf man nicht vergessen. es sind auch nur menschen, und es gibt keinen perfekten menschen. jeder macht mal fehler.  

Ängste

Der geplante beitrag ist von mir gerade eben gestrichen worden. manchmal kann es vorkommen das ein beitrag so ernst so hart so grausam realistisch ist das ich etwas länger brauche ihn zu schreiben. inzwischen bin ich soweit das ich mich nicht quäle sondern die reißleine ziehe und den geplanten text ein paar tage später schreibe. das problem war für mich heute das ich über ängste schreiben wollte. ängste wie sie jeder von uns hat.

er wird aber demnächst fertig gestellt 

Neuschwanstein

Die wirtin in unserer pension machte einen netten eindruck und war sehr hilfsbereit. ahnungslos wie wir waren nahmen wir gerne ihre hilfe an und innerhalb kürzester zeit hatte meine frau ein ticket für die wohl bekannteste schlössertour, die es gibt. schloss neuschwanstein war das erklärte ziel, das märchenschloss von könig Ludwig II. so konnte jeder von uns den samstag auf seine art und weise genießen. meine erlebnisse hatte ich letzte woche ja schon beschrieben, heute kommt der kulturelle teil.  

Sieben Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. wurde Neuschwanstein im Jahr 1886 dem Publikum geöffnet. Der Menschenscheue König hatte die Burg erbaut, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Rund 1,3 Millionen Menschen jährlich besichtigen „die Burg des Märchenkönigs“. Im Sommer drängen sich im Durchschnitt täglich mehr als 6.000 Besucher durch Räume, die für einen einzigen Bewohner bestimmt waren.Das führt – in Verbindung mit dem alpinen Klima und Licht – zu erheblichen Belastungen für die wertvollen Möbel und Textilien, um deren Erhalt sich die Schlösserverwaltung intensiv bemüht.Die idyllische Lage von Neuschwanstein ist einmalig. Allerdings müssen Bewegungen im Fundamentbereich ständig überwacht und die steilen Felswände immer wieder gesichert werden. Ebenso greift das raue Klima die Kalkstein-Fassaden stark an, was immer wieder Sanierungsmaßnahmen erfordert. – so lautet die offizielle Beschreibung der Burg.

  neuschwanstein.jpg

Idee und Entstehung

Entstehungsgeschichte

Ludwig II., seit 1864 König von Bayern, richtete im Mai 1868 folgende Zeilen an den von ihm verehrten Richard Wagner:

“Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen, und muss Ihnen gestehen, dass ich mich sehr darauf freue, dort einst (in 3 Jahren) zu hausen; mehrere Gastzimmer, von wo man eine herrliche Aussicht genießt auf den hehren Säuling, die Gebirge Tirols und weithin in die Ebene, sollen wohnlich und anheimelnd dort eingerichtet werden; Sie kennen Ihn, den angebeteten Gast, den ich dort beherbergen möchte; der Punkt ist einer der schönsten, die zu finden sind, heilig und unnahbar, ein würdiger Tempel für den göttlichen Freund, durch den einzig Heil und wahrer Segen der Welt erblühte. Auch Reminiszenzen aus ‘Tannhäuser’ (Sängersaal mit Aussicht auf die Burg im Hintergrunde), aus ‘Lohengrin’ (Burghof, offener Gang, Weg zur Kapelle) werden Sie dort finden; in jeder Beziehung schöner und wohnlicher wird diese Burg werden als das untere Hohenschwangau, das jährlich durch die Prosa meiner Mutter entweiht wird; sie werden sich rächen, die entweihten Götter, und oben weilen bei Uns auf steiler Höh, umweht von Himmelsluft.”

Fast alle Aspekte seines Neuschwanstein sind hier genannt. Unerwähnt aber blieb der politische Auslöser: 1866 hatte Bayern im Bündnis mit Österreich einen Krieg gegen das expandierende Preußen verloren. Bayern wurde ein “Schutz- und Trutzbündnis” aufgezwungen, das dem König im Kriegsfalle die Verfügung über seine Armee nahm. Damit war Ludwig II. seit 1866 kein souveräner Herrscher mehr. Diese Einschränkung war das größte Unglück seines Lebens. 1867 begann er die Planungen für ein eigenes Reich, in dem er sich als wirklicher König fühlen und bewegen konnte: seine Schlösser.

Auf Schloss Hohenschwangau verbrachte Ludwig II. seine Kindheit.

Kronprinz Maximilian II. von Bayern, Ludwigs Vater, hatte das baufällige Schloss Hohenschwangau ab 1832 im “gothischen Styl” restaurieren lassen. Die romantische Gebirgslandschaft prägte den jungen Ludwig, der das Sommerschloss zu einem seiner Lieblingsaufenthalte erkor.

Hohenschwangau war mit Szenen aus mittelalterlichen Legenden und Dichtungen ausgemalt, darunter der vom Schwanenritter Lohengrin. Ludwig identifizierte sich schon in seiner Jugend mit jenem Lohengrin, dem Richard Wagner 1850 eine Romantische Oper gewidmet hatte.

Diese zeilen habe ich der homepage der bayrischen schlösserverwaltung entnommen. 

anhand dieser beschreibung läßt sich das atemberaubende programm meiner frau nur erahnen. für mich wäre es nichts gewesen, dafür haben wir den sonntag gemeinsam in München verbracht und alle sehenswürdigkeiten der stadt angesehen. diese tage sind mir heute noch immer in guter erinnerung.     

Gedanken 42

Im augenblick kommt alles anders wie geplant. ich werde heute wieder nichts vom aktuellen tagesgeschehen schreiben, statt dessen möchte ich mit einen rückblick auf vergangene tage einen verwandten meiner frau helfen. 

es ist im grunde genommen egal wie schwer der jeweilige unfall oder die krankheit ist. eines ist immer der fall, man wird, von einen auf den nächsten moment, urplötzlich ohne vorwarnung,  aus seinen gewohnten leben gerissen, nichts ist mehr so wie es war, alles ist neu und meistens sieht es auf den ersten blick ziemlich hoffnungslos aus. ja, jeder der betroffen ist fühlt sich als der ärmste. mir ist es auch nicht anders ergangen, damals. in momenten der stille kamen schon diese gedanken auf:

„warum ich? warum mußte mir das passieren? was wird jetzt aus meinen leben? diese fragen tauchten nicht unbedingt sofort auf aber im laufe der zeit blieben sie nicht aus.  sie wurden sogar ergänzt, was die sache nicht leichter gemacht wird. „wie soll ich jemals ein normales leben führen? was wird jetzt aus meinen zielen, aus meinen träumen? finde ich jemals eine freundin, oder kann ich überhaupt jemals einen partner haben? wofür quäle ich mich? wie soll es weiter gehen?“

zum glück waren diese gedanken immer nur von kurzer dauer. fußball, sport im allgemeinen, waren für mich wichtiger. und die mädchen! wer weiß vielleicht mochte mich ja doch eine? und so wurden die fragenden und negativen gedanken immer kürzer und weniger. ich hatte zwar noch keine freunde, aber ich war auf dem richtigen weg. ich hatte angefangen mir ein neues leben, ein neues ziel einzurichten. irgendwann hatte ich festgestellt das ich doch einiges schaffen kann und wahrscheinlich auch nicht für möglich gehaltene ziele erreichen kann.

nur das mit der intensiven arbeit, mit den immer wieder kehrenden täglichen schindereien, das gefiel mir überhaupt nicht. das waren jahrelang die gefährlichsten phasen die ich zu überstehen hatte. da hatte ich trainiert um mein bein, meinen arm, wieder voran zu bringen, schmerzen durchgemacht, ja sogar durchlitten, und wofür? für nichts! es war immer noch kein erfolg sichtbar. das einzige was mir half war der gedanke an bessere zeiten. zeiten die bestimmt kommen würden, habe ich mir oft mit letzter kraft gesagt.

im laufe der jahre konnte ich feststellen, das ein leben viele schöne seiten hat, das kein leben für keinen menschen gerade und unproblematisch läuft. den einen trifft es früher, den anderen später. jeder kann was aus seinen leben machen. ob blind oder rollstuhl oder welche krankheit es auch sein mag, jeder kann das persönliche glück auf seine seite holen. die einzige voraussetzung ist der wille es zu wollen.

Krank!

für heute hatte ich schon einen beitrag im hinterkopf, aber dann kam alles ganz anders. morgens hatte ich gehört das mein blog ja hauptsächlich positiv berichtet, das würde zur spannung nicht unbedingt beitragen. vor ein paar wochen hörte ich, als ich in meinen bistro saß, von jemanden, das ihm die artikel in denen ich von mißgeschicken oder fehlern berichte besonders gut gefallen. ein freund hatte mir kurz zuvor gesagt das ich möglichst viele leid das mir wiederfahren ist in den blog einbringen sollte, das kommt immer gut an.

wenn ich mir die zugriffszahlen der letzten wochen ansehe muß ich feststellen, das ich zuviel gutes geschrieben habe. heute platzt mir der kragen, heute ist es mit meiner geduld vorbei. wie krank ist unsere gesellschaft eigentlich, das sie sich nur an den schlechten erlebnissen anderer erfreuen kann? das sie positive erlebnisse als langweilig empfindet? das sie negatives als interessannt und spannend empfindet? da stimmt was nicht.

mir ist das egal.ich werde weiter versuchen die schönen seiten des lebens hervorzuheben, ich werde weiter aufführen was für ein ausgefülltes leben man führen kann. etwas gutes hat die sache doch. damit einige diesen blog schlecht reden können, werde ich von nun an nur noch kleinschreibung pflegen. für mich ist das sowieso leichter – dann kann ich schneller schreiben und brauche meine hand/finger nicht mehr so verrenken.

eines zeigt es aber auch ganz deutlich auf. viele reden vom „positiv denken“, das positiv handeln wird einen aber nicht gerade leicht gemacht. es erfordert deswegen oft die doppelte kraft um sein ziel zu erreichen.


Frühstück

Gestern Abend ist meine Frau aus dem Schwarzwald, von ihren Kurzurlaub, zurück gekommen. Bei all dem Drang zur Freiheit, zum Ungebunden sein, mal alles ganz anders zu machen, ist es doch wieder schön zu zweit zu sein. Strohwitwer für ein paar Wochen ist ja ganz schön, aber dann sehnt man sich doch nach der vertrauten Zweisamkeit. Während des „Single-Daseins“ gibt es  soviele Kleinigkeiten  bei denen  man feststellt wie wichtig ein Partner ist. Mir ist das zumindest so ergangen. Ich möchte es nicht an den täglichen Arbeiten im Haushalt fest machen, sondern ein Beispiel für eine kaum wahrnehmbare Aktion.

Am Samstag war ich in der Waterfront, einen Einkaufscenter, frühstücken. Dieser scheinbar normale Vorgang stellte mich vor ein scheinbar unüberwindbares Hindernis. Von der Theke des Bäckers bis zum Sitzplatz waren es gut 20 Meter. Mit dem Brötchen dorthin zu gelangen war kein Problem. Nur wie sollte ich das mit dem Kaffee machen? Mein wackliger Gang, meine Nervosität und meine Hand die heißes  überhaupt nicht vertragen kann. Das konnte eigentlich nicht gut gehen. Normalerweise macht das meine Frau, die war aber nicht da. Irgendwie habe ich es geschafft. Hier ein kleiner Auszug aus meinen Gedanken die mir durch den Kopf gingen: „Du bist ja ganz schön mutig, du bist ja wahnsinnig das ist nicht zu schaffen, du bist jetzt total übergeschnappt – bescheuert,  du denkst positiv, vergess alles nagative denke nur an das ziel, ignoriere die Schmerzen, konzentriere dich, wenn du schon so verrückt bist – streng dich an, du schreibst darüber – also setze es um und gehe als Vorbild voran“.

 Man kann in ungefähr ahnen, wie lang der Weg für mich war. Als ich beim Frühstück saß, ging mir durch den Kopf wie wichtig ein Helfer, ein Freund oder besser ein Lebenspartner ist. Beim letzteren kommen natürlich noch viele Gefühle dazu die im Vordergrund stehen sollten(dafür steht dieser Blog aber nicht) Egal wer es ist, diese Situation hat mir wieder einmal gezeigt, das man es allein schwerer hat als zu zweit.