Archiv für den Monat: Mai 2011

Mono-Bag

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Da hatte ich mich gestern auf die Gartenarbeit gefreut und wollte meiner Frau hilfreich zur Seite stehen, und dann das!

Im letzten Jahr hatten wir die Grassoden nicht sofort entsorgt sondern erst einmal aufgestapelt, als ich den Rasen abgestochen habe. Wir wollten sie eigentlich beim Recycling Hof entsorgen. Die verwiesen uns jedoch an die Deponie für größere Gartenabfälle.

Nach einigen hin und her beschlossen meine Frau und ich letzte Woche das nun endlich zum Ende zu bringen, denn ich hatte herausgefunden das es einen Mono-Bag für größere Gartenabfälle gibt. Den stellt man bei sich im Garten auf – füllt diesen großen Sack und läßt ihn abholen. Das war die richtige Lösung für uns. Selber machen ist immer schöner, es geht nichts darüber selbst aktiv zu werden. Da ich letzte Woche problemlos beide Terassen vom Unkraut befreit hatte dürfte das kein Problem für mich sein dachte ich, immerhin hatte ich letztes Jahr neben dem Rasen abstechen auch noch den Teich ausgehoben. Eigentlich ein Kinderspiel das vor mir lag. Eigentlich!!!!

Schon nach kurzer Arbeitszeit war Schluß für mich. Mein Kreuz wollte nicht mehr mitmachen, dabei fing es gerade an Spaß zu machen. Aber mir wurde deutlich aufgeführt das der menschliche Körper jeden Tag anders reagiert. Das er mal nahezu übermenschliche Kräfte hat um problemlos die größten Schwierigkeiten meistern zu können und das er mal schon nach kurzer Zeit kapituliert. Leider hatte ich gestern so einen Tag erwischt.

 Da ich es gewohnt bin gegen meine Schmerzen gegenan zu gehen habe ich das gestern natürlich auch gemacht.

“Was gibt das bloß für ein Bild von Dir, wenn du jetzt schon aufhörst? Du wirkst ja wie ein Drückeberger, wie jemand der nichts mehr kann außer anderen bei der Arbeit zusehen, nein so bist du nicht, also beiß auf die Zähne.”

dachte ich mir. Kurze Zeit später ging garnichts mehr bei mir. Mein Körper, insbesondere mein Kreuz streikte. Aus – vorbei, überall schmerzte es im Rücken, die Hüfte einfach der ganze Bereich. Ich konnte mich kaum noch bewegen, nichts ging mehr. Im Stehen hatte ich große Schmerzen, im Sitzen war nur für ein paar Minuten Linderung zu spüren, Gehen konnte ich kaum noch das wirkte wie eine Strafe. Am Ende habe ich mich nur noch mit Hilfe eines Besenstils bewegt.

 Wie konnte überhaupt es überhaupt dazu kommen? Es klingt so simpel und doch ist es nicht leicht und vor allen, für körperlich gesunde, schwer nachvollziehbar.

 Ich hatte die Zeichen, die Warnsignale ignoriert. Das was oft gut geht muss nicht immer gut gehen. Es wäre besser gewesen für mich wenn ich einmal nicht gegen meinen Körper gegenan gegangen wäre sondern mich stattdessen einfach ruhig verhalten hätte. Aber das ist nicht meine Philosophie.

“Sei hart gegen Dich selbst und Du wirst auch belohnt!”

das ist mein Leitspruch, der mir oft genug eine Hilfe war und mich auch ziemlich weit nach vorne gebracht hat. Leider gibt es aber immer mal wieder Rückschläge. Gestern war es mal wieder soweit. Schuld an all dem hat eigentlich der Mono-Bag. Als er da so leer stand wirkte es so motivierend, da mußte ich einfach arbeiten, das war mal ganz was neues, den wollte ich voll machen.

Ich hätte auf meine Körperzeichen hören sollen.

 

Fußball 16/11

Endlich! Der Knoten ist geplatzt. Ich habe mal wieder 1 Tor geschossen. mit etwas mehr Glück hätten es sogar noch ein paar Tore mehr sein können, aber mir fehlt noch die Schnelligkeit um immer die entscheiden Zentimeter richtig vorm Tor zu stehen um den Ball  ins Tor zu schießen. Auch wenn mein Team verloren hat am Donnerstag – ich war zufrieden. Ich habe die ganze Zeit ohne Schwierigkeiten durchgestanden bin unverletzt geblieben und mit meiner Laufleistung war ich auch zufrieden.  

WordPress

Für Heute hatte ich einen Beitrag fertig, nur leider stellte sich WordPress, das Programm mit dem ich arbeite quer und so konnte ich den Artikel nicht in der gewünschten Form wiedergeben. Nach etlichen Versuchen habe ich es erst einmal aufgegeben und werde es morgen wieder versuchen.

Leihrad

2011 scheint ein Jahr der Zwischenfälle bei mir zu sein. Donnerstag war mal wieder so ein Zwischenfall. Ich trage es inzwischen mit einer Portion Humor und Gelassenheit. Donnerstag ist auf dem Weg von der Uni in die Stadt mein Hinterreifen geplatzt. Anstatt mich zu ärgern habe ich von Glück gesprochen und bin die verbliebenen 4 Kilometer schiebend zum Bahnhof gelaufen. Die Felge war total kaputt. Bei einen meiner Stürze, vielleicht sogar dem letzten im Januar, muß sie einen Schaden bekommen haben der just am Donnerstag zum Ausbruch kam. So zumindest meinte es der Mechaniker beim Fahrradservice. Zum Glück bekam ich ein Leihrad und mein Schaden hielt sich in Grenzen. Ich weiß nicht was dieses Jahr los ist, so oft hatte ich noch nie Probleme in so kurzer Zeit. Wahrscheinlich wird sich das weiter wie ein roter Faden durchs ganze Jahr ziehen, was ich nicht unbedingt gut finde. Ich hoffe ganz einfach, das irgendwann Schluss sein wird mit dieser Negativserie, zumindest glaube ich fest daran. Ich habe jetzt 14 Tage Urlaub, die ich zu einen großen Teil im Garten verbringen will. Deswegen werden meine Beiträge für diese Zeit auf 3-4 pro Woche reduziert und wenn dann auch erst am späten Abend fertig sein

Fußball 15/11

Donnerstag gab es keine Höhepunkte, es war ein müdes Spiel. Eigentlich sind das die Tage an denen ich glänzen kann, weil die anderen nicht konzentriert genug sind. Das war mir ganz recht so an dem Tag. Es war schon mutig von mir zu spielen und etwas unangenehm habe ich mich auch gefühlt, denn ich wußte nicht ob die Schulter hält. Am Dienstag hatte ich noch leichte Schmerzen verspürt.

Wer das jetzt kritisiert, sollte bedenken das mein ganzer Lebensstil so ist. Ich fordere von mir alles und Schmerzen müssen auch mal ignoriert werden. Diesmal habe ich etwas geschummelt weil ich kaum gelaufen bin habe ich nicht alles von meinen Körper gefordert, aber dafür bin ich gesund nach Hause gekommen. Ich muß nicht immer ans Limit gehen.

Tanger

Endlich war er da, der Tag! Der Geburtstag meiner Frau. Für keine andere Stadt auf unserer Fahrt gibt es so unterschiedliche Beurteilungen. Ich möchte mal die AIDA Version als Grundlage für meine Sichtweise nehmen. 

Tanger (650 000 Ew.) liebt man – oder man hasst es. Für viele ist es nur eine unschöne Hafenstadt, heruntergekommen, dreckig und gefährlich. Für andere ist Tanger ein lebender Mythos. Dunkle, verwinkelte Gassen, die den Hauch der Vergangenheit atmen, durchziehen die Altstadt. Daneben gibt es Villenviertel – und natürlich die Neustadt. In keiner anderen Stadt Marokkos stoßen soziale Unterschiede so krass aufeinander wie in Tanger.Schriftsteller, Maler und Musiker suchten in Tanger, dem Tor zu Afrika, Inspiration und Freiheit. Hier scheinen der Himmel höher und das Licht klarer zu sein. Wenn sich fremde Stimmen und verlockende Düfte mischen, das bunte Treiben der Märkte wie ein Märchen aus 1001 Nacht scheint, werden auch Sie den Zauber des Orients spüren. Von der Kasbah, Tangers ehemaliger Königsresidenz, führt unser Weg durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und auf den Grand Socco, den wichtigsten Marktplatz der Stadt.

Wir liefen bei besten Sonnenschein in den Hafen von Tanger ein. Obwohl wir einen Doppelausflug hatten konnten wir uns Zeit lassen, denn es war ein langes Anlegemanöver und wir fuhren auch erst um 10.00 Uhr zu der Stadtbesichtigung durch Tanger los. Das war mir auch ganz recht, denn immerhin hatte meine Frau Geburtstag. Als Geschenk gab es eine Umarmung, nette Worte und einen Kuß. Das war natürlich ziemlich dürftig. Am frühen Morgen wollte ich beließ ich es bei der nüchternen Feststellung, das wir uns ja die Reise geschenkt haben.

Drei

Meine Wahlkampftage sind vorbei obwohl es noch 3 Tage bis zum Sonntag sind. Von nun an geht für mich das normale Leben weiter. Einzig die Links vom gestrigen Beitrag werde ich noch einmal überarbeiten. 

Morgen kommt der Reisebericht und Samstag berichte ich von meinen Einstieg beim Fußball, nach meiner Schulterverletzung.

Flyer

Heute ist für mich das verteilen der Flyer angesagt. Bei meiner 1.Kandidatur 1990, war ich so stolz das ich auf einen Foto im Faltblatt zu sehen war, das mir die mich die Inhalte weniger interessierten. Das hat sich zum Glück geändert. Heute bin ich stolz darauf inhaltlich etwas verändert zu haben, wie man auf der Seite sehen

http://www.spd-land-bremen.de/index.php?id=329

kann. Der entscheidende Absatz heißt:

Miteinander heißt für uns: Barrierefreiheit sowohl für mobilitätseingeschränkte Menschen, für Familien und Ältere. Dazu gehören sichere und begehbare Fußwege in den Wintermonaten und Sicherheit zu jeder Zeit in jeder Straße.

Das dies keine leeren Worte sind kann man daran erkennen, das die beiden größten ÖPNV Knotenpunkte die durch Behindertenfeindlichkeit aufgefallen sind, umgebaut werden und dann Barrierefrei sind. Das ist natürlich nicht mein Verdienst, sondern der des Beirates. Gerade deswegen, um den Beirat weiter in diese Richtung motivieren zu können, hoffe ich auf eine erfolgreiche Kandidatur.

Es wäre natürlich doppelt so schön wenn es einer Mitstreiterin von mir gelingen würde in die Bremische Bürgerschaft einzuziehen, auch wenn sie hoffnungslos auf Platz 52 der SPD Liste zurück liegt. Meine 5 Kreuze wahl130391.jpg

wird sie bekommen. Nachdem ich jahrelang als Alleinkämpfer für die Behinderten galt, ist nun eine Rollstuhlfahrerin auch aktiv. Vielleicht gelingt ihr das was ich noch knapp verfehlt habe. Das es ihr nicht gerade leicht gemacht wird kann mann schon an ihrer Homepage

http://www.abgeordnetenwatch.de/petra_wontorra-757-43878.html

sehen. Allein dafür das sie es schafft lohnt es sich meine Flyer zu verteilen, denn so kann ich bei jeden den ich treffe Werbung für sie machen

Initiative

Gestern war es eine hektische Sitzung und doch war sie erfolgreich. Wir haben einen Antrag zur Bebauung des Bahnhofsvorplatzes verabschiedet. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Presse war zahlreich vertreten, hochrangige Vertreter waren anwesend,  es gab genügend Gründe für mich nervös und aufgeregt zu sein. Doch diesmal war alles anders, bevor das Gefühl der Nervosität einsetzen konnte habe ich einfach an letzte Woche Donnerstag gedacht.

An dem Abend hatte ich auf meinen Sport verzichtet und war bei einer Initiative gegen Rechts eingeladen. Diese Gruppe war auch schon erfolgreich im Kampf gegen die Rechtsradikalen gewesen, weshalb ich mir auch einiges von dem Besuch versprach. Nach über 20 Jahren Politik war ich nun zum ersten Mal bei einer Initiative. Das konnte doch nur belebend wirken für meine politische Arbeit dachte ich. Inzwischen weiß ich das es dort sogar chaotischer zugeht wie in der Politik. Ganz normale Bürger die sich organisieren, weil sie der Politik nicht trauen verhalten sich sogar noch viel schlimmer. Sie zerreden alles und jeder hört sich am liebsten sprechen. Das wichtigste sind die Formalien und die Rangordnung in dieser Gruppe, so schien es mir zumindest. Am Schluss mußte ich feststellen das sie einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbringen , einfach gegen alles zu sein und möglichst auf jeder Demonstration mit zu machen.

„Nein das werde ich mir nicht wieder antun“, so ging es mir gestern Abend durch den Kopf. Mir wurde am Donnerstag klar das wir doch alle die gleichen Verhaltensmuster haben. Der Unterschied liegt nur in der Erfahrung. Davon habe ich eine Menge vorzuweisen, also brauche ich nicht nervös werden, nur weil der Saal mal voller ist oder weil wieder einmal Bürgerinitiativen anwesend sind. Ich habe mich einfach auf das besonnen was ich kann und schon kehrte Ruhe bei mir ein.


Wahl-Woche

Diese Woche steht bei mir ganz Zeichen der Politik bzw. der Wahl. Es geht am Abend mit der Beiratssitzung los und endet am Sonntag mit der Landtagswahl. Das Ergebnis für die Beiratswahlen dürfte erst Ende nächster Woche feststehen.

Die „heiße Phase“ begann für mich am Mittwoch mit der Sitzung in der Bürgerschaft. Nachdem einige derjenigen, die schnell hoch hinaus wollen, abgesprungen sind, ist mit einenmal wieder Erfahrung gefragt. So zumindest wurde es mir vermittelt. Das ist zwar ein schönes Gefühl für mich, mehr aber nicht. Es gibt keinen Grund zum abheben oder auf irgendwelche Posten zu spekulieren. Das habe ich hinter mir, die Zeit ist vorbei. Jetzt mache ich Politik weil es mir Spass macht.

Und doch ist es wichtig sich immer wieder an die Basis zu erinnern, an die Anfänge zu denken als man klein und unbedeutend angefangen hat. Deswegen werde ich diese Woche die Wahlbroschüre der SPD Bremen Mitte verteilen und selber in die Briefkästen werfen. Es sind nur ca. 500 Exemplare und ganz uneigennützig ist es auch nicht da ich auf einer Broschüre vertreten bin.

Aber ich finde es besser aktiv mit zu helfen als wenn ich nur sage „mach mal, verteile Du“ und mich einfach zurücklehne während andere für mich arbeiten. Diese Art von „Basisnähe“ überlasse ich lieber denen aus der bezahlten Politik die glauben das sie was besseres sind.