4.Seetag – Kritik

Afrika lag nun hinter uns und wir fuhren Richtung Zielhafen, nach Mallorca. Der 4. Seetag lag vor uns. 

Am späten Nachmittag war noch einmal eine ausgiebige Schiffsbesichtigung angesagt. Das meiste hatten wir schon gesehen, aber es tat einfach gut noch einmal alles zu genießen. Wir besichtigten noch einmal alles ganz genau und sogen es förmlich auf. Ob es der ungeliebte Internetplatz (das Surfen war so unverschämt teuer, das die Plätze immer frei waren) bei der Rezeption war oder unser geliebtes Deck 12 mit seinen Liegemöglichkeiten. Mit dem Wetter hatten wir auch wieder Glück, und so genossen wir die Sonne noch einmal in vollen Zügen. Bei unseren Schiffsrundgang versuchte ich noch einmal den ein anderen Kritikpunkt, in punkto Barrierefreiheit, zu finden. Aber selbst der entlegenste Winkel konnte erreicht werden, sogar der FKK Bereich auf Deck 14 war für Rollstuhlfahrer erreichbar.

Während meine Frau die Koffer packte, konnte ich noch einmal die ganze Reise an mir vorbei ziehen lassen. Bis dahin war es ein Traum in 10 Tagen. Was sollte noch schiefgehen? Der 11. Tag würde sich bestimmt nahtlos aneinander reihen.  Diesmal nahm ich mir die Freiheit heraus, alles kritisch zu betrachten. Von den Ratschlägen des Masseurs im Wellnessbereich, das ich mir Massagen verschreiben lassen soll, bis zu den Abendprogrammen.

Angefangen habe ich meinen Rückblick mit den Kunstversteigerungen sowie der Dauerausstellung unbekannter Maler. Ich weiß nicht wer einige Tausend Euro mit sich herumträgt um diverse Objekte zu kaufen, das Angebot war auf jedenfall vorhanden.

Wie wär es mit einen T-Shirt als Andenken oder eine kleine AIDA für den Schrank? Kein Problem! Der Bordshop war groß genug und hatte auch einiges zu bieten. Einzige Voraussetzung: Bei den Preisen mußte man wegschauen. Einfach auf die Rechnung setzen lassen. Für ein simles T-Shirt mußte ich 39,00 Euro zahlen. Die Nachbildung der AIDA kostete etwas über 50,00 Euro. Da ich gedanklich schon bei den Kosten war kam ich sehr schnell zu der „All in“ Verpflegung. Bei unseren letzten Urlaub in Ägypten haben wir „All in“ genoßen, denn alle Alkoholfreien Getränke waren inbegriffen. Das war auf der AIDA ganz anders. Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Abendbrot waren mit Ausnahme von Alkohol, All inclusive, oder auf Deutsch „alles inbegriffen“. Für die übrigen Zeiten mußten wir zahlen, wenn wir etwas trinken wollten. Da wir erst am Ende der Reise zahlen wollten, mußten wir sehr oft eine Quitung unterschreiben.

Das war mir schon gleich am 1. Tag unangenehm aufgefallen, da ich aber genießen wollte habe ich einfach darüber hinweg gesehen. So langsam kamen meine Gedanken richtig in Fahrt, aber davon erzähle ich nächste Woche mehr.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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