Mittelmeer

Bei all den Urlaubsberichten, die ich im Vorfeld gelesen habe, war viel unberechtigte Kritik dabei. So störten sich einige an der Vielzahl der Busse, die morgens vor dem Schiff standen. Ich empfand das als Service, für all diejenigen, die das jeweilige Land erkunden wollten. Gut fand ich auch die Präsentation der Angebote, am Tag vor dem jeweiligen Landgang. Gut fand ich auch das Personal, an ihm gab es kaum etwas auszusetzen, sieht man von einer Kleinigkeit ab die mir überhaupt nicht gefiel, an der das Personal allerdings schuldlos war.

Beim Buchen der Reise mußte ich schon 40 Euro Trinkgeld zahlen. Meiner Meinung nach, war das Geld, das in erster Linie, der Reederei zugute kam. Wie? das kann jeder für sich Denken. Fakt ist, egal wo wir waren, ob im Rossini, den Restaurants für die Mahlzeiten, den Cocktailbars oder die Bediensteten für die Zimmer: Jeder war froh über Trinkgeld und dankte es auch dementsprechend. Wer sich auf die 40 Euro berief wurde später bedient oder die Kabine wurde vom Putzpersonal auch schon mal vergessen. Wer also eine angenehme Zeit auf dem Schiff verbringen wollte, der mußte Trinkgeld dabei haben. Wenn nicht diese Pauschale gewesen wäre, hätte ich es als vollkommen normal betrachtet Trinkgeld zu geben. So aber hatte ich  jedes Mal ein ungutes Gefühl.

Meine Empfehlung wäre, auf die Trinkgeldpauschale verzichten. Das Bordpersonal würde davon profitieren.

Beim Roulette hatte ich auch wieder etwas auszusetzen. Wir hatten für unseren Alkoholfreien Cocktail einen Gutschein fürs Casino bekommen. Den wollte ich einlösen, doch ich bekam gleich den Hinweis, das dieser Gutschein nur für den äußeren Bereich des Roulettisches galt. Auf Zahlen setzen war nicht möglich. Zum Glück hatte ich noch 4 Jetons a 5 Euro eingetauscht, die wir auch einsetzten und dadurch auch etwas gewinnen konnten.

Beinahe hätte ich das Schiff für perfekt erklärt. Kurz bevor ich der AIDA die Traumnote 10 geben wollte sprach mich meine Frau, die immer noch am Koffer packen war, auf unsere Badesachen ein. Da fiel mir ein ganz großer Minuspunkt ein.

Der Swimmingpool! Er ist das Herzstück eines jeden Sonnendecks. Auf der AIDA Bella hatte man das Herz vergessen. Aber vielleicht sehe ich das auch zu streng. Es gab sogar 2 Bademöglichkeiten.

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Den Whirlpool im Spa Bereich, der nur gegen eine Gebühr genutzt werden konnte, und natürlich der große Pool auf dem Pooldeck.

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Zumindest sieht er auf allen Fotos vom Schiff groß aus. Die Realität war das die Badesachen, bei fast allen, trocken blieben.Außer Planschen war nichts möglich

Da habe ich mich vor 2 Jahren auf dem kleinen Flußdampfer, der Platz für 125 Personen hatte, besser gefühlt.  Dort hatte ich die Möglichkeit zu schwimmen. Das Becken war ungefähr 5 x 5 Meter groß und meistens gut gefüllt. Vielleicht ist so ein großes Becken, auf einen Flußdampfer der 200 Meter kleiner ist und nur 4 Decks hat, leichter unterzubringen als auf einen Schiff das Service für 2.500 Menschen bieten will. Zumindest der Name des Decks auf der AIDA versprach mehr als auf dem Dampfer. Immerhin etwas. Einmal war es das obere oder Sonnendeck auf der AIDA der Etikettenschwindel: Pooldeck! 

Das reichte mir an Kritik, mehr wollte ich nicht, dafür war es bisher zu schön gewesen. Außerdem freute ich mich zu dem Zeitpunkt noch auf den krönenden Abschluss der Fahrt. Es sollte der negative Höhepunkt werden.

Das hebe ich mir für den letzten Teil nächste Woche auf.         

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