Abschiedsdinner?

Soviel gab es eigentlich nicht auszusetzen. Man muß das auch mal von einer anderen Seite betrachten. Wenn man 10 Tage auf einen Schiff, also über 200 Stunden, mit ca.2.200 Menschen unterwegs ist dann kann nicht immer alles gut gehen, Komplikationen sind unausweichlich. Damit war ich dann auch mit der Kritik fertig und konzentrierte mich auf ein weiteres Highlight dieser Reise, ja vielleicht sogar den absoluten Höhepunkt dachte ich mir.

Vom Gefühl her wäre ich ja gerne noch einmal ins Theatrium gegangen und hätte mich vorher im Restaurant „Weite Welten“ bei einen schönen Essen von der Reise verabschiedet. Da ich aber die interne Seite der AIDA Reederei genau durchgesehen hatte und mir jedes Angebot durchgelesen hatte war ich auf ein wahres Highlight gestoßen. So zumindest wurde es angepriesen. 

Das Gala Abschiedsdinner im Rossini!

Nein, nicht ganz so präzise, sondern versteckt in einer Beschreibung für ein Komplettmenü als Eventuellvariante. Klingt kompliziert.

Für diejenigen die ihre Reise gebucht hatten, gab es einen internen Bereich auf der AIDA Homepage, dort konnten schon Ausflüge im voraus gebucht werden oder auch Menüvarianten für das Rossini. Besonders interresant erschien die Kombination aus einer Vorführung im Buffallo Steak Restaurant einer Schiffsführung und einen 11 Gänge Menü im Rossini. Wobei es auf den Zusatz in der Beschreibung ankam.

“ Das Menü können sie an jeden beliebigen Abend wahrnehmen. Empfehlenswert ist aber der letzte Abend, da können sie etwas besonderes und uvergleichbares erleben.“

So in etwa las sich die Beschreibung, sie schien mir sogar noch euphorischer, leider habe ich den genauen Wortlaut nicht mehr parat.

Genau, wie ich, hatten noch 15 andere Gäste den Text gelesen und für jeweils ca. 80 Euro gebucht. Die meisten trafen wir auch an dem Abend im Rossini wieder. Da saßen wir nun, voller Erwartungshaltung, und freuten uns auf dieses besondere Erlebnis.

Wie schön das sein kann hatten wir ja schon auf dem Nil erlebt. Alles wird dunkel und mit einenmal kommt eine hell erleuchtete Torte samt Personal herein. Aber das war ja auf einen kleinen Flußdampfer. Diese Fahrt war um einiges teurer als damals, dementsprechend groß war meine Vorfreude. Als nach dem 6. oder 7. Gang immer noch nichts passiert war fing ich an unruhig zu werden, wobei ich mich in guter Gesellschaft befand.Den anderen erging es genauso. Nach dem letzten Gang fragte ich die Restaurantchefin wie lange wir noch warten müßten.

„Wir schließen gleich“ war ihre Antwort, als unvergessliches Erlebnis betrachtete sie das Essen im Rossini. Innerhalb von ein paar Minuten war das Restaurant leer. Nachdem ich mich von meinen Schock erholt hatte, standen wir auch auf und verließen das Rossini.

Das gesparte Trinkgeld ließ ich der netten Bedienung an der AIDA Bar zukommen.

Nächste Woche gebe ich die letzten, weniger schönen, Stunden auf Mallorca wieder    

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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