Archiv für den Monat: Oktober 2011

Unterschied

Ärgerlich! Am Sonntag hatte ich so einen guten Beitrag im Hinterkopf. Leider habe ich vergessen mir Notizen zu machen und so werde ich ihn irgendwann mal schreiben, wenn mir wieder alles eingefallen ist. So mancher würde jetzt anfangen nervös zu werden oder an sich zu zweifeln, aber dazu besteht kein Grund. Ob gesund oder betroffen, jeder ist vergesslich. Je mehr uns beschäftigt, je mehr vergessen wir auch und erinnern uns kurze Zeit später daran. So ist das menschliche Gehirn. Es ist nahezu perfekt und doch hat es Schwachstellen.

Anfangs dachte ich das diese kurzfristige Vergesslichkeit auf meine Krankheit oder deutlicher auf meine Behinderung zurückzuführen ist. Aber dem ist nicht so, es ist ein ganz normales menschliches Verhalten. Da spielt es keine Rolle um wen es geht. Es gibt keine Unterschiede. Behinderte sind keine schlechteren Menschen, aber auch keine besseren. Für das Gehirn spielt es keine Rolle ob du querschnittsgelähmt oder Berufssportler bist. In beiden Fällen ist die innere Einstellung wichtig.

Theoretisch sollte es also zwischen Behinderten und Gesunden keine Unterschiede geben. Ich finde das die Unterschiede zwischen Behinderten und körperlich gesunden auch ein hausgemachtes Problem sind. Warum?

Das schreibe ich morgen. In der Zwischenzeit hoffe ich nicht alles zu vergessen, was ich schon seit einer Woche mitbringen will 

Beatclub

Heute arbeite ich die 3 Wochen Strohwitwer auf, dabei konzentriere ich mich auf die Disco Abende und mein Stammlokal, genauer gesagt einen Bistro – das Chateau. Vieles davon habe ich schon geschrieben, aber scheinbar kann ich es nicht oft genug wiederholen. Darum werde ich im Gedanken auch weit zurück gehen.

Angefangen hat alles gut 2 Jahre nach meinen Unfall, das war 1969. Die Diskotheken schossen damals wie Pilze aus dem Boden. Einen Schönheitsfehler hatten sie jedoch, genau genommen waren es drei, zumindest für meine Freunde und Altersgenossen sowie auch für mich. Um in eine Disco zu gelangen mußte Eintritt bezahlt werden, gepflegte Kleidung war eine weitere Voraussetzung, dazu kam noch das man mindestens 18 Jahre alt sein mußte. Es gab für uns also kaum eine Chance die nächsten Jahre diesen neuartigen Treff genießen zu können.

Zum Glück gibt es immer pfiffige Zeitgenossen. So kam einer vons uns auf die Idee unseren Pfarrer zu überzeugen. Beim Konfirmationsunterricht haben wir ihm klargemacht, das wir keine Kindernachmittage mehr wollten. Die Kirche solle sich für uns einsetzen das wir in normaler Kleidung und ohne Eintritt in die Disco kommen könnten. Der Pfarrer war eigentlich unser Ansprechpartner in dieser Zeit, er setzte sich ziemlich oft für uns ein. Manche Eltern sprachen sogar von ein Revolutionär. Allein deswegen genoߠ er unser Vertrauen. Schon nach kurzer Zeit hatte er eine Lösung gefunden. Einen Beatclub! Im Keller, dem Gemeinschaftsraum der Kirche, sollte es jeden Freitag ab 18.00 Uhr einen Disko Abend geben.

Ich weiß nicht mehr genau was gespielt wurde. Das meiste gefiel mir nicht so richtig, aber es waren keine Schlager, und das war auf jedenfall gut. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke überkommt mich immer ein Gefühl der Freiheit. Es war der erste Mal das ich, zusammen mit Freunden, gegen die Welt der Erwachsenen gewehrt hatte. Wir hatten uns für ein Ziel eingesetzt und waren am Ende erfolgreich.

So entstand mein erster Bezug zu Diskotheken. Für mich bedeuteten diese Freitag Abende aber viel mehr. Endlich war ich allein. Normalerweise war ich immer auf eine gewisse Art und Weise unter Aufsicht. In der Schule, zuhause oder mit meinen Eltern unterwegs, oder am Treffpunkt unserer Clique, der aber von unserer Wohnung aus immer zu sehen war. Das war jetzt ein neues Gefühl, ein Gefühl der absoluten Freiheit, das hin und wieder mit den Stones musikalisch einen Höhepunkt erreichte. Es war keiner da, der mir kluge Ratschläge gab oder der mich schräg ansah. Gut, wenn die Motorradfahrer aus anderen Stadtteilen kamen konnte es schon mal vorkommen, aber für den Fall hatte ich immer Freunde die mir sofort zur Seite standen und die anderen sofort aufklärten. Damals entstand dieses Gefühl der Sicherheit wenn ich mit Freunden unterwegs war. Im Laufe der Zeit verschwanden diese Gefühle der Unsicherheit, der Nervosität oder der Hemmungen, sowie „mache ich alles richtig? stehe ich keinen im Weg?“ usw.

Es gibt soviel Ängste die sich aufbauen können und die dann immer größer immer stärker werden. Fast jedesmal sind sie der Ausgangspunkt für unsicheres Verhalten, ansteigende Nervosität und Verkrampfungen. 

Wenn ich es genau betrachte, habe ich mir damals das erste mal Selbstbewußtsein geholt. Das Gefühl ständig einen Anfall zu bekommen verschwand auch zusehends und ich wurde sicherer und selbstbewußter in meinen Auftreten. 

Nächste Woche geht es mit „Discothek“ weiter

Orientierungswoche

Diese Woche ist Orientierungswoche an der Uni. Die Studienanfänger werden durch die Uni geführt und mit ihrem kommenden Studium vertraut gemacht. Der Mittwoch ist traditionell Bibliothekstag. Heute wurden gut 850 Erstsemester durch unsere kleine Bibliothek geführt. Zwischen 10.00 Uhr und 15 Uhr wurden sie in Gruppen mit Informationen über unsere Bibliothek versehen. Es ist nicht der leichteste Tag im Jahr, denn an dem Tag arbeite ich immer bis 15.00 Uhr. Diese Überstunden sind für mich nicht leicht zu bewältigen da ich mittags fast immer einen toten Punkt habe. Das war u.a. auch der Grund warum ich vor fast 30 Jahren von Ganz- auf halbtags gewechselt bin. Die Alternative wäre damals Erwerbsunfähigkeit gewesen. Mit 27 schon zuhause, und das noch ein  ganzes Arbeitsleben lang, jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr. Das wollte ich nicht, die Perspektive fand ich nicht so toll, obwohl mir die BfA eine gute Berufsunfähigkeitsrente in Aussicht stellte.

Diese Entscheidung für ein Arbeitsleben habe ich nie bereut, auch wenn es nicht immer leicht gewesen ist und mir in letzter Zeit zunehmend schwerer fällt. Und ausgerechnet heute Morgen schoss es mir wieder in den Rücken. Da waren sie wieder meine Schmerzen.  Am liebsten hätte ich mich sofort hingelegt und wäre nicht zur Arbeit gefahren.

„Schon wieder durchbeißen, schon wieder kämpfen“ habe ich gedacht und war geneigt mich dem leichteren Weg zu ergeben. Doch dann fielen mir meine Arbeitskollegen ein, die mir gegenüber oft genug verständnisvoll sind. Nein, die wollte ich nicht allein ihren Schicksal überlassen. Darum habe ich mich doch durchgebissen.

Im Endeffekt war ich froh darüber, denn es war richtig nicht gleich aufzugeben    

Weisheiten XXXVIII

So wie ich es schon einmal angekündigt hatte werde ich heute eine Weisheit etwas ausführlicher, anhand eines Beispiels, erläutern.

„Lieber Vorsorge, als gar keine Sorgen mehr zu haben“

Solange ich lebe werden Sorgen mein ständiger Begleiter sein. Damit sich meine Sorgen auf Belanglosigkeiten begrenzen bin ich zum Medizincheck (wie ich schon berichtet hatte) gegangen. Nun hat meine Frau nachgezogen und nicht genug damit, sie hat gleich eine Vorsorgeuntersuchung ins Auge gefasst.

Eine Darmspiegelung. Bei dem Wort kam gleich ein unangenehmes Gefühl bei mir auf. Mit Freude verbinde ich es auf jedenfall nicht. Darum bevorzuge ich den lateinischen Begriff „Koloskopie“. Nachdem etliche Gründe warum das für mich nicht in Frage kommt, durch den Kopf gegangen waren, fing ich an in Ruhe nachzudenken. In meinen Gedanken kam diese Prozzedur immer noch nicht in Frage. Leider entwickelte sich bei mir der oben genannte Spruch und mir fielen etliche Beispiele von Menschen ein, die nie Vorsorge betrieben haben. Am deutlichsten habe ich immer meinen Großvater vor Augen, der an Krebs gestorben ist.

So langsam komme ich zu der Überzeugung das es besser ist eine kleine unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen, als vielleicht an Krebs zu erkranken. Dann habe ich nur noch Schmerzen und Probleme. Schlimmstenfalls brauche ich mir keine Sorgen mehr zu machen.

Nein, das muß nicht sein. Da opfere ich lieber ein paar Stunden meines gesunden Lebens und kann mir danach wieder Sorgen ums Wetter machen  

Verständnisvoll

Ich hatte mir erst einen Bericht über meine Abende in der Discothek vorgenommen. Das verschiebe ich aber bewußt auf Freitag denn für diese Woche gibt es keinen Reisebericht, weil ein neuer ansteht und ich weiß noch nicht worüber ich berichten soll. Nach einigen überlegungen fand ich das es mal wieder angebracht ist etwas aus meinen täglichen Leben zu schreiben, so wie der Untertitel meines Blogs lautet. „aus dem Leben eines Behinderten“

Nachdem ich in der letzten Woche 2 Tage krank war und mich am Wochenende absolut geschont habe, war ich heute morgen froh wieder um 6.30 Uhr aufstehen zu können. Meinen Rücken geht es zwar immer noch nicht so gut das ich alles problemlos machen kann oder mich so wie gewohnt bewegen kann, aber es ist doch um einiges besser als in der letzten Woche. Darum versuche ich so gut es geht zur Normalität zurück zu kehren. Darum bin ich auch mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Letzte Woche hat sich mein Körper, genauer mein Rücken, durchgesetzt. Da konnte ich positiv denken wie ich wollte, meine Bewegungsmöglichkeiten hielten sich stark in Grenzen. Diese Woche will ich mich wieder durchsetzen. Natürlich wäre es viel bequemer und angenehmer noch ein paar Tage zuhause zu bleiben um sich zu erholen, nur entspricht das nicht meinen Vorstellungen von Gesundung.

„Sei hart gegen Dich selbst, aber verständnisvoll gegenüber den anderen“

das ist mein Motto. Auch wenn diese Vorgehensweise mir ziemlich oft geholfen hat, so ist sie nicht auf andere übertragbar. Jeder muß für sich herausfinden was für ihn am besten ist. Eines sollte dabei aber immer bedacht werden.

Der leichteste Weg ist selten der beste Weg

Kreuzfahrt-Fazit

Wenn ich an etwas keine Freude mehr habe, läßt die Bereitschaft mich dafür einzusetzen schlagartig nach. So ähnlich verhält es sich mit unserer Kreuzfahrt.

Wenn ich die Tage noch einmal an mir vorbei ziehen lasse, bleibe ich dabei. Es war ein wunderbar. Diese 11 Tage auf der AIDA Bella waren ein Erlebnis.Die letzten 2 haben leider das Erlebnis getrübt. Zumindest waren die ersten 8 Tage , bis Gran Canaria, ein Traum. Danach war die es nur noch Rückfahrt. Auch wenn mit Tanger noch ein absoluter Höhepunkt auf dem Programm stand, die Luft war raus. Das merkte man schon daran, das abends nur noch Wiederholungen auf dem Programm standen. Nach dem Hochgefühl der ersten Tage war das ein krasser Gegensatz.

Wenn ich noch etwas kritisieren hätte, dann das wir von Mallorca nicht sehr viel gesehen haben. Am 1. Tag Anreise und endloses Warten. Es gab keine Gelegenheit die Insel, außer der Stadtmitte, kennen zu lernen. Am letzten Tag gab es nur 1 Angebot kurz über die Insel zu fahren. Diese 4 Stunden Fahrt war sofort ausgebucht, sodaß wir auf die La Plma Führung ausgewichen sind. Den Rest der Zeit habe ich für den letzten Tag schon beschrieben.

Im Gegensatz zu vielen anderen AIDA Kreuzfahrern brauche ich die nächsten Jahre keinen Urlaub auf See. So schön es auch ist unterschiedliche Orte und Länder kennen zu lernen, man ist immer einen Zeitdruck ausgesetzt. Ein Erholungsurlaub ist das nicht, es sei denn ich verbringe die ganze Zeit auf dem Schiff.Wenn man dann noch das Gefühl vermittelt bekommt, jemand zu sein, dem man das Geld mit aller Macht und Gewalt aus den Taschen holen will, dann kann man sich nur trösten, das die anderen Reedereien es genauso machen. Ob dem wirklich so ist kann ich nicht sagen, es war meine Art unangenehmes zu verdrängen. Es gibt bestimmt noch mehr negatives zu berichten, aber das wäre unfair gegenüber dem Schiff. Die AIDA Bella ist ein Erlebnis der besonderen Art. Ich bin froh dieses Erlebnis einmal mitgemacht zu haben. Ich bin froh das ich wieder einmal sagen kann

„Seht her, auch wenn man Behindert ist, man kann das Leben genießen, man kann an allen teilhaben!“ 

Schallmauer

Tatsächlich, ich habe es geschafft. Richtiger wäre es. Ihr habt es geschafft – Meine Leser.  Am 9. Oktober wurde die Schallmauer von 100.000 Besuchern erreicht.

Am Anfang des Blogs hatte ich eine Vision. Eines Tages wollte ich Hunderttausend Besucher, innerhalb eines Jahres, haben. Damals wurde ich schon wegen dem Blog belächelt, und dann noch diese größenwahnsinnige Vorstellung.  Für viele waren schon 10.000 Besucher unrealistisch und unvorstellbar. Diese Schallmauer war aber mein festes Ziel. Ich war zuversichtlich dieses Ziel in 5 spätestens 10 Jahren zu erreichen. Das es so gekommen ist liegt natürlich an Euch, den Lesern dieses Blogs. In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht warum die Besucherzahl ständig gestiegen und sich stabilisiert hat.

Ich habe immer an den Erfolg geglaubt, ja ich war sogar fest davon überzeugt das er eines Tages eintritt. Nach anfänglichen Unsicherheiten, habe ich mich für eine Linie entschieden und sie konsequent weiter verfolgt. Diese Linie habe ich so gut es geht beibehalten. Im Laufe der Zeit habe ich versucht sie stetig zu verbessern und auch auf Wünsche zu reagieren. Hin und wieder stand ich schon vor der Frage ob ich meinen Stil ändern sollte. Zum Glück bekam ich gerade in diesen Momenten Zuspruch, womit ich dann wußte das ich nicht ganz soviel falsch mache. Natürlich fand meine Vorgehensweise nicht überall Zustimmung, es gab und gibt sie immer noch. Die Zweifler.

Ich wollte aber nicht das Sprachrohr oder eine Kopie anderer sein, ich wollte ganz einfach meinen Weg gehen. Einen Weg, der Fehler beinhaltet, der nicht immer nachvollziehbar ist, der Höhen und Tiefen hat. Aber ein ehrlicher und zielorientierter Weg.

Der letzte Absatz könnte genauso gut eine Beschreibung meines gesundheitlichen Werdegangs sein, denn die Vorgehensweise beim Blog ist auch aufs Leben übertragbar.

Trossingen

Letzte Woche Montag bin ich mal wieder nach Trossingen gefahren um meine Frau auf dem Heimweg begleiten zu können. Es war ein Tag der es in sich hatte. In Bremen hatte war noch alles bestens, sieht man mal davon ab das ich zu früh aufgestanden war und dementsprechend viel zuviel Zeit hatte. Kurz und knapp wäre besser gewesen, das liegt mir mehr. Man soll eben doch das machen was besser zu einen passt. In Hannover wollte ich in den ICE umsteigen, daraus wurde leider nichts denn es kam nur ein Ersatzzug bei dem die Reservierungen hinfällig waren. Da stand ich nun am Ende des Zuges und der schien überfüllt zu sein. Die einzige Möglichkeit angenehm zu sitzen war in der 1. Klasse, wo ich mich auch hinsetzte. Dummerweise verrutschte der Sitz ständig, so das ich mich schon nach einen Platz in der 2. Klasse gesehnt habe.

Das Problem wollte ich umgehen indem ich im Restaurantwagen bzw. Bistro einen schönen Kaffee trinke. Doch daraus wurde auch nichts weil beide nicht zur Verfügung standen. Man hatte die Wagen vergessen. Stattdessen gab es ein Abteil mit Cola Dosen, Wasser und Snacks. Das war der „gleichwertige Ersatz“. Einziger Haken an der Sache war das ich 14 Waggons durchqueren mußte um etwas zu bekommen. Auf dem Hauptbahnhof von Kassel bin ich ausgestiegen einige Wagen vor gelaufen. Es ging gut und so kam ich schneller an Getränke. Auf dem Rückweg mußte ich einen „Geisterwagen“ passieren, dort gab es keinen Strom also keine Heizung und auch kein Licht. Bis zur Hälfte des Waggons fand ich das auch nicht schlimm, denn das Tageslicht reichte mir. Leider kam genau in dem Moment ein Tunnel. In Stuttgart ging es für mich nur deswegen weiter weil mein Anschlusszug auch Verspätung hatte. An Schlafen war wieder nicht zu denken weil hinter mir eine Schwäbin im breitesten unverständlichen Schwäbisch alle unterhielt. Während der ganzen Zeit war ich nicht genervt oder habe auf die Bahn geschimpft. Ich habe mir immer wieder gesagt:

„Es kann nicht immer alles gut gehen im Leben, manchmal muß man auch solche Phasen durchmachen, das gehört dazu, umso schöner ist es wenn alles gut läuft.“

Da bei der Privatbahn in Trossingen Personalmangel herrscht fuhr kein Zug mehr vom Tal in die höher gelegene Stadt. Zum Glück war mit einen Shuttle Service vorgesorgt. na ja, nicht ganz. Da ich mit meinen Koffer langsamer als alle anderen war sah ich noch wie der Bus gerade abfuhr. Doch ich hatte zum ersten mal Glück an diesen Tag. Vor mir stand eine junge Frau und fragte mich ob sie mich bis zum Bahnhof mitnehmen könne. So fuhr ich im BMW in die Stadt auf 790 Meter Höhe, wo meine Frau schon wartete.

Das erste Mal seit Jahren das ich jemanden außerhalb der Verwandschaft kennen gelernt habe, und dann so eine freundliche Person. Trossingen verbinde ich jetzt nicht mehr mit älteren Leuten und Familienmitgliedern diie oft nur am kritisieren sind. Nein, ich denke jetzt vielmehr an eine junge aufstrebende Bevölkerung die freundlich und zuvorkommend ist.

Feuerwerk

Der Urlaub ist vorbei, jetzt kann es losgehen. So hatte ich mir das zumindest vorgestellt. Ein Feuerwerk an Beiträgen hatte ich gedanklich zusammengestellt. Doch mit einenmal ist alles weg, mir ist nicht nach schreiben zumute. Es ist keine Blog-müdigkeit oder lustlosigkeit. Ich habe mir den Rücken, das Kreuz bzw. die Hüfte verrenkt und kann mich vor Schmerzen kaum bewegen.

Vernünftige Gedanken kann ich nur schwer fassen, einen langen Blog Eintrag überhaupt nicht. Das ich trotzdem etwas wiedergebe liegt daran das ich mich quäle, quäle zur Arbeit zu gehen, denn ich habe die Hoffnung das sich bei mir wieder alles einrenkt. Dafür ertrage ich auch höllische Schmerzen. Sitzen oder liegen bereitet zwar keine Schmerzen, aber es bringt auch keinen Fortschritt. Bewegung ist das Zauberwort.

Sobald das Zauberwort Wirkung gezeigt hat, werde ich weiterschreiben. Für Euch, meine Leser, aber vor allen für mich. Denn ich lasse mich nicht unterkriegen, ich versuche zu kämpfen.

Weisheiten XXXVII

Da ich des öfteren bei Facebook bin, bekomme ich auch hin und wieder Sprüche mit die mir gefallen. Einen davon, der mehrfach kopiert wurde und ohne Verfasser ist, möchte ich mal wiedergeben. Da die letzten Absätze etwas bosartig waren, habe ich sie in meine Worte umgewandelt und meiner Philosophie angepasst.

„Ich habe keine Zeit, die zu hassen, die mich hassen.

Ich habe keine Zeit mit denen zu diskutieren, die mich sowieso nicht verstehen.

Ich habe auch keine Zeit mir Sorgen zu machen, denen ich egal bin,.

Denn ich kümmere mich um die, die mich lieben. Ich rede mit denen, die mich verstehen,

und bin denen dankbar, denen ich wichtig bin.

Das Leben ist viel zu kurz um sich mit Dingen zu beschäftigen die nur unnötig Zeit kosten.

Zeit die ich woanders sinnvoller nutzen kann.“