Archiv für den Monat: Januar 2012

Schuldfrage

Am Mittwoch habe ich emotional gehandelt. So schön Emotionen auch sein können, manchmal ist es besser noch einmal alles zu überdenken bevor man handelt. Warum ich aufhören wollte, dafür habe ich genügend Argumente geliefert. Inzwischen fallen mir aber nur noch Gründe für ein Fortbestehen des Blogs ein, wie auch die Kommentare und die mails zeigen.

Maßgeblichen Anteil an dieser Kombination aus Statistik und Zuspruch war ein Gedanke der sich bei mir seit dem Wochenende immer mehr festigte. Wenn ich jetzt den Blog einstelle dann ist mein Projekt gescheitert, dann habe ich verloren. Und wer hat Schuld daran? Natürlich, die Leser.

Doch HALT, so leicht ist es dann doch nicht.  Während ich in den ersten Tagen die Schuldfrage für mich geklärt hatte kamen am Samstag leichte Zweifel auf die sich zu einer vollkommen anderen Sichtweise entwickelten. Ich habe selber Schuld das es so gekommen ist. Das so wenig Kommentare abgegeben worden sind liegt wahrscheinlich auch an mir. 

War das überhaupt mein Ansatz als ich mit dem Blog anfing? Ist es nicht so das viele Besucher täglich vorbeischauen und sich einige sogar geäußert haben? Wolltest Du helfen, oder wolltest Du das Dir geholfen wird? Widerspricht du dich nicht wenn Du gleich bei der ersten Schwierigkeit aufhörst? Wo ist dein Kampfgeist?

Das sind nur einige von vielen Gedanken, die mir durch den Kopf gingen. Sieht man einmal davon ab, das ich wieder einmal erfahren mußte das die eigene Schuld am größten ist wenn etwas nicht optimal verläuft, gibt es nur die Möglichkeit

Weiter machen

Aus-vorbei-schluss?

Ja, die Überschrift ist ernst gemeint! Obwohl , im letzten Jahr 124.000 Besucher diesen Blog aufgesucht haben bin ich zu der Auffassung gekommen, das ich diesen Blog nicht weiter fortführen will!

In den letzten 3 Jahren habe ich einiges geschrieben und sehr viel persönliches preisgegeben. Es ist nicht so das es mir immer leicht fiel, aber ich hatte immer den Erfolg vor Augen, den Erfolg Hilfe bzw. Unterstützung leisten zu können. Dazu gehört aber auch ein Feedback. Die letzte Rückmeldung habe ich im Sommer letzten Jahres bekommen, woraufhin ich auch ein paar Beiträge schreiben konnte.

Die Schwere, das persönliche dieser Beiträge wiegt jedoch noch heute. Vielleicht hätte ich, im Juli letzten Jahres, die „Weisheiten“ nicht schreiben sollen, denn gerade danach hätte ich mich über ein Feedback gefreut. Es kam leider nichts. So stellt sich für mich die Frage, welchen Sinn ergibt dieser Blog noch?

Ich möchte kein Tagebuch ins Netz stellen, denn das ist nicht das was ich beabsichtigt habe. Mein Ansatz war, anhand meiner Lebensgeschichte  aufzuzeigen was alles möglich ist. Das nichts von alleine geht und es immer wieder zu kleinen Schwierigkeiten kommen kann und man doch erfolgreich sein kann, das wollte ich mit den Berichten über meinen Tagesablauf aufzeigen.

Sollte jemand jedoch der Meinung sein, das ich diesen Blog weiter fortführen sollte, dann bitte ich um eine Reaktion entweder hier im Blog, oder an meine mail Adresse

lmondre@t-online.de

Vielleicht gibt es ja genügend Argumente meine Erlebnisse und Weisheiten weiter zu schreiben?

Ansonsten war das hier der letzte Eintrag

Gründe-2

Wenn mal wieder alles schief läuft, ich im Krankenhaus liege, oder mal wieder mit dem Rad einen Sturz hatte, oder ich das Gefühl habe das mein Kopf gleich platzen könnte vor lauter Schmerzen, oder das die lange vorhergesagten Symptome meiner Krankheit so nach und nach doch eintreten! Sind das Gründe um von einen zufriedenen Leben zu sprechen?So mancher fragt sich jetzt bestimmt warum ich zufrieden bin, denn ich gehöre ja nicht zur Spezies der „Gesunden“ und das ein oder andere Handicap ist bei mir vertreten.

Es ist die „Faszination Mensch“!

Damals, in den siebzigern, als ich so ziemlich alles in Frage gestellt habe und analysiert habe, kam ich zu der Überzeugung das jeder Tag ein Gewinn für mich ist, jedes Erlebnis ein Erfolg für mich ist, kurzum das Leben schön ist.

Wenn man bedenkt wie einfach man entsteht, wie sich dieser Entstehungsprozeß fortsetzt, und dann ist man erwachsen.. Ich hatte das Glück erwaschen zu werden, hatte das Glück so zu sein, das ich alles wahrnehmen kann. Einzig ein paar körperliche Defizite.

„Was solls“ habe ich mir gesagt um dann fortzufahren“dein Wille ist stark genug um deine Handicaps durch ständiges Training zu beseitigen“.

Zu der Zeit fing ich an das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Natürlich ist nicht immer alles leicht und angenehm, aber wenn man die ganzen Annehmlichkeiten sieht, die vielen Freuden die man erleben kann, dann nimmt man die Schwierigkeiten, die Unannehmlichkeiten gerne in Kauf. Wer ehrlich zu sich selbst ist wird feststellen das es mehr Gründe für ein freudvolles Leben gibt als mit dem Leben zu hadern.  

Letztendlich entscheidet jeder selbst über die Qualität seines Lebens.

Gründe

Heute morgen war alles bestens. Es war das absolute Gegenteil zur letzten Woche, ich hatte keine Kopfschmerzen obwohl ich schlecht geschlafen hatte. .so unterschiedlich können die Tage sein. So ist das mit der „Faszination Mensch“

Am Wochenende sehe ich mir gerne Spielfilme im Fernsehen an und genieße es channel-hopping zu betreiben bzw. von einen Sender zum nächsten zu schalten. Manchmal kann ich nach so einen Abend auch ein gutes Zitat oder eine Weisheit mitnehmen. Diesmal bekam ich es gleich mehrfach zu hören: „Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen“ oder die andere Variante „Das Leben ist zu kurz, um es nur mit ärgerlichen zu verschwenden“

Da kam Freude bei mir auf, denn das sind 2 Motive die ich zu beherzigen versuche. Ich möchte nicht so weit gehen, sie als Lebensphilosophie in den Vordergrund zu stellen, aber sie sind ein wichtiger Baustein für ein zufriedenes Leben. Zufriedenes Leben?

Wenn mal wieder alles schief läuft, ich im Krankenhaus liege, oder mal wieder mit dem Rad einen Sturz hatte, oder ich das Gefühl habe das mein Kopf gleich platzen könnte vor lauter Schmerzen, oder das die lange vorhergesagten Symptome meiner Krankheit so nach und nach doch eintreten! Sind das Gründe um von einen zufriedenen Leben zu sprechen?

Ja, es sind Gründe für ein zufriedenes Leben.

Die Gründe warum ich das so sehe, führe ich morgen auf  

Urlaubspläne

Es war ungefähr im Mai als wir auf die Idee kamen über Weihnachten und Silvester in den Urlaub zu fahren. Nach einigen Diskussionen lag unser Schwerpunkt auf der Türkei, denn der Preis war für uns der entscheidende Faktor. Die Kanaren oder das Gebirge, das wäre schön gewesen. Nur jeder kennt die Preisgestaltung während der Festtage. Da wir keine Ahnung von der Türkei hatten holten wir uns Hilfe im Reisebüro. Wir merkten sehr schnell das es nie schaden kann Hilfe anzunehmen. Relativ schnell kristalisierte sich Belek für uns heraus. Ende Juni haben wir auch schon gebucht. Eine Reise ins Spice Hotel nach Belek.

 

Einziger Nachteil: Wir mußten nach Hamburg. Düsseldorf und Hannover war uns ja angenehm bekannt, aber Hamburg? Gutes hatte ich noch nicht gehört und nun flogen wir von dort aus los.

Während ich hier sehr viel schreiben und mitteilen kann, mußte ich mich diesmal zurückhalten, denn ich wollte keine Einladung zum Wohnungseinbruch geben, wozu gerade Facebook ein begehrtes Medium geworden ist. (Deswegen habe ich ab dem 21.12. auch eine Pause eingelegt ohne es zu begründen.)

Während der folgenden Monate machte ich mich immer wieder schlau ob unsere Entscheidung auch die richtige gewesen ist. Je nachdem wo ich nachgesehen habe gab es reihenweise die Höchstnote aber auch Minuspunkte. Anfang Dezember beschlossen wir alles auf uns zukommen zu lassen. Inzwischen hatten wir auch unser Flugticket bekommen, und wußten das wir morgens um 9.40 Uhr in Hamburg losfliegen würden.

In der nächsten Woche geht es mit dem Abflug weiter

Spekulation

Heute morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen, wahrscheinlich weil ich schlecht geschlafen hatte. Genau weiß ich es nicht, ich kann darüber nur spekulieren.

Das ist eine Eigenart des menschlichen Gehirns die nur schwer zu steuern ist. Es macht sich Gedanken und Sorgen wo nichts ist, wo alles gut ist. Teilweise beschwört es richtige Horror-Szenarien herauf. Wenn man Glück hat vergisst man es relativ schnell. Die letzten Jahre hatte sich bei mir ein Wort, eine Variante gefestigt. Der Tod!

Egal wie schwer, wie leicht mein Gesundheitliches Problem gerade war, mein Gehirn spielte jedesmal die tödliche Variante durch und gab mir immer wieder Gründe warum es so kommen könnte. Sie basierten natürlich alle auf meinen Unfall, aber nach fünf Jahren fing es an zu nerven. Auch das ständige einreden nur positiv denken zu wollen, half nicht.

Seit ein paar Tagen ist das vorbei. Egal was es ist, ich denke nicht mehr so dunkel. Stattdessen denke ich an ein unbeschwertes Leben als Rentner. Mir gehen Gedanken durch den Kopf wie schön das Leben sein kann und das ich noch viel davon genießen möchte. Scheinbar hat sich mein ständiges „an das gute, an die Besserung glauben“ doch gelohnt.

Weisheiten XLI

Die heutigen Zeilen habe ich von einer Facebook Freundin übermittelt bekommen. Ich finde es wäre zu schade wenn ich diese Weisheiten nur für mich behalten würde.

Gewidmet an alle, die ein hartes Jahr hinter sich haben.

Bewahre was Du hast, vergiß was Dir weh tat, kämpfe für das was Du willst, schätze das was Du hast, vergib denen die Dir weh taten und genieße die, die Dich lieben.

Das ganze Leben warten wir auf etwas, und das einzige was vorübergeht ist das Leben. Wir schätzen die wunderbaren Momente nicht, erst wenn sie zu Erinnerungen wurden. Deswegen mach was Du immer machen willst, bevor es heißt… was ich immer machen wollte und nicht tat.

Es ist niemals zu spät um neu anzufangen und niemals zu schwierig um neu anzufangen

Fußball 2/12

Wenn man mich gestern morgen nach Fußball gefragt hätte, dann wäre meine Antwort „Nein ich kann nicht“ gewesen. Zum Glück hat niemand gefragt. Wie wichtig mein Schlaf vor dem Fußball ist habe ich gerade Gestern gespürt, denn mit einenmal war dieses Gefühl der unsicherheit, der müdigkeit meine wackeligen Beine, es war nicht mehr da.

Sieht man von den ersten Spielen ab, war es ein guter teilweise sogar guter Abend. Einzig diese 2 Partien waren aus meiner Sicht total mißraten. jeweils 6 Gegentore in nur 5 Minuten das war doch zuviel. Vielleicht hätte ich den ein oder anderen Treffer vermeiden können, nur dazu war mir das Risiko eines folgenschweren Sturzes zu groß. Dann doch lieber 6:1 verlieren, aber Gesund und unverletzt bleiben 

Trainer

Es ist ziemlich leicht etwas zu schreiben oder zu sagen, es aber in die Tat umzusetzen ist eine andere Sache. Genauso verhält es sich bei mir wenn es um das aufräumen in meinen Zimmer geht. Die Ablagen werden immer höher und ich finde jedesmal noch eine Möglichkeit einen neuen Berg mit Papieren anzuhäufen. Doch jetzt ist Schluß! Ich habe gemerkt das mir etwas entscheidendes fehlt um meine Ordnung endlich in den Griff zu bekommen. Meine Frau steht mir als Motivator zur Seite. Natürlich wäre es ein leichtes für sie, mir zu helfen. Das will ich aber nicht. Ich habe dieses Durcheinander (oder spezielle Ablagesystem) angerichtet nun muß ich es auch wieder bereinigen.

Irgendwie komme ich mir vor wie damals, als ich laufen gelernt habe und meine Hand ständig trainiert habe. Der Wille die Bereitschaft war vorhanden, nur mit der Umsetzung da haperte es. Ständig die gleichen Übungen und dann noch Schmerzen dabei ertragen. Obwohl ich wußte das es notwendig war, fand ich das es auch mit weniger Einsatz gehen könnte. Zumindest erging es mir so wenn ich über längere Zeit alleine war. Eine Krankengymnastin war fast täglich für mich da. Weil ich ihre Berufsbezeichnung zu der Zeit noch nicht problemlos aussprechen konnte war sie einfach meine Trainerin. Und es war gut das ich sie hatte. Sie hat mich immer wieder aufs neue motiviert, sie hat mich ermuntert und mir ständig erzählt was ich durch meine täglichen Übungen erreichen kann, das sich die Strapazen für mich lohnen würden.

Egal wer es ist, ohne Trainer, Betreuer oder Freund kann man nicht voran kommen. Wer soll dich motivieren? wer soll dich korrigieren? wer soll dir mit Rat zur Seite stehen? Ohne Hilfe kommt man nicht voran. Selbst die hochbezahlten Fußball-Millionäre können ihre Leistung nur dann abrufen wenn ihnen ein Trainer zur Seite steht.

Alles

Heute morgen bin ich im stärksten Regen mit dem Rad zur Arbeit gefahren und habe mich unendlich gut gefühlt. Im richtigen Moment habe ich zum Glück auf meine innere Stimme gehört und bin nicht so schnell gefahren wie mir zumute war. Denn ist schon alles vorgekommen, vor allen Stürze wenn es mir zu gut geht. So habe ich die Fahrt unter meinen Regensachen genossen, und mich einfach gefreut.

Der Grund dafür liegt ein paar Tage zurück. Donnerstag wurde ich im Krankenhaus nicht nur einmal sondern fünfmal an der Schilddrüse untersucht bzw. geröngt. Es erschien mir so als ob jeder Milimeter der Schilddrüse kontrolliert wird. So wie sich der Arzt im Vorfeld ausgedrückt hatte erschien es fast logisch das dort etwas zu finden ist. Beim Abschlussgespräch bekam ich aber keine folgenschwere Diagnose zu hören, sondern die Information das mein Knoten absolut gesund sei und ich damit auch bis an mein Lebensende leben könne. Es war alles gut mit mir, sieht man einmal davon ab das meine Schilddrüse 10x größer als normal ist. Jetzt liegt es an mir ob ich sie operieren lasse oder alles so bleibt wie es ist. Während der Arzt vor ein paar Wochen von einer langen komplizierten OP ausgegangen war, sprach er jetzt nur noch von einen harmlosen Routineeingriff.

In den Tagen zuvor hatte ich Ängste und Sorgen gehabt. Doch nun wußte ich, das sich mein Hoffen und Positives Denken(Was nicht leicht war) gelohnt hat. Alles was sich an negativen Gedanken aufgebaut hatte, war mit einenmal wie eine Last von mir gefallen und so fühle ich mich auch heute noch gepusht.