Ruhig bleiben

Als ich in der letzten Woche auswärts meinen Kaffee getrunken habe, sprach mich jemand auf meine unruhige Hand an und wollte gleich alles wissen über meinen Schlaganfall denn den hatte ich bestimmt gehabt, ließ er mich wissen. Gegen soviel „Fachwissen“ konnte ich nicht ankommen. Eine dermaßen schnelle Diagnose war etwas neues für mich.

Ich war einfach sprachlos wie schnell man in eine Schublade gepackt wird ohne überhaupt gefragt worden zu sein. Das er sich dann aber auf meine Hand konzentrierte weil die nicht so ruhig, wie etwa bei einen Chirugen, ist das störte ihn regelrecht und er gab mir diverse Ratschläge.

Ausgerechnet die Hand sollte zittrig sein? dachte ich mir. Vor ein paar Jahren noch konnte ich nicht richtig meine Unterschrift geben, einen Kaffeebecher kaum halten und noch einiges mehr. Doch seit ein paar Wochen, ganz besonders nach dem Wochenende war sie und meine Ruhe mein ganzer Stolz. Ein Glas Cola oder eine Weinglas durch die halbe Disco tragen, meinen vollen Namenszug wieder schreiben können, einen gefüllten Becher Kaffee anheben, ich konnte es wieder. In erster Linie hat es natürlich mit dem Verzicht auf Politik zu tun, vor allen aber weil ich immer daran geglaubt habe das ich es einiges Tages wieder kann. Diesen Triumph wollte ich mir nicht nehmen lassen und bin deswegen ruhig gebieben, denn Ruhe und ausgeglichenheit das sind wichtige Faktoren die zur Gesundung beitragen. Da muss mich das Schubladendenken bzw. Vorurteile kalt lassen, meine eigene Gesundheit, meine selbst erkannten Fortschritte. Nur das zählt

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