Archiv für den Monat: Mai 2012

Hirnforschung

 

Spätestens seit meinen Krankenhausaufenthalt, im Februar, weiß ich das ich eine Ausnahmestellung einnehme. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, was nicht heißt das ich mir keine Gedanken darüber mache wieviel überlebende Menschen, die in den sechziger Jahren Gehirnbluten hatten, es noch gibt. Nach meinen Recherchen im Internet ist es eine verschwindend geringe Zahl denn ich habe bisher noch keinen gefunden, egal wo auf der Welt. Stattdessen lese ich nur die schlimmsten Berichte die kein gutes Ende haben.

Keine 200 Meter von meinen Arbeitsplatz entfernt liegt das Institut für Hirnforschung. Da bleibt es nicht aus das ich schon mal daran denke den Forschern einen alternativen Weg für ihre bisherige Art und Weise, das Gehirn zu erforschen, aufzuzeigen. Wahrscheinlich würden sie es ablehnen meine Erfahrungswerte in ihr Gedankengut aufzunehmen. Hier in diesen Blog kann ich es aber versuchen.

Es können alle erdenkbaren, möglichen und unmöglichen Strukturen des Gehirns erforscht werden um die Gesundung von Menschen mit Hirnverletzungen zu verbessern. Sie mögen auch hilfreich sein, die beste Hilfe das beste Mittel sind aber die Glückshormone. Ob die sich bei Affen in Gefangenschaft messen lassen weiß ich nicht.

In all den Jahren meiner Krankheit hat mich eines nie verlassen, es war und ist immer noch ein Teil von mir. Das Lachen, die Freude, das Fröhlich sein, die Zuversicht. Die Phasen der Verzweiflung, des Traurig seins, der Perspektivlosigkeit haben bisher nie lange angehalten. Lachen, positiv Denken das sind nur 2 von vielen Eigenschaften die selbst bei schwersten Krankheiten zu einer immensen Verbesserung des Gesundheitszustandes beitragen können.      

Grillen

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Pfingsten war ein Traum, es war so gut das ich nichts für den Blog getan habe sondern einfach nur Genießer war.

Dabei stand das Grillen im Vordergrund, denn das ist Kult bei uns. Nicht einfach Grillkohle und Beschleuniger darauf, das wollen wir nicht, Gemütlich soll es sein. Da um 18.00 Uhr unsere Freunde kommen wollten zündete ich schon eine Stunde vorher die Grillkohle an und ließ das Feuer gewähren.

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Soviel Qualm war hatte ich schon lange nicht mehr erlebt und deswegen war ich zufrieden, wußte ich doch zu genau das wir dann unter besten

grill2.jpg Voraussetzungen grillen konnten.

Am Sonntag und Montag haben wir des öfteren den Blick auf unseren Teich genossen. Obwohl er sehr klein ist seine Wirkung verfehlt er nicht, denn das leichte plätschern des Wasserfalls führt fast jedesmal dazu das ich einschlafe.

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Da ich soviel Zeit hatte ging mir auch einiges durch den Kopf. Davon berichte ich demnächst.

ps. Ein Kick auf die Fotos und sie erscheinen vergrößert.


 

Gestern habe ich kein Fußball gespielt und kann deswegen auch keinen Bericht über meine sportlichen Aktivitäten wiedergeben.

 

Dafür werde ich am Pfingstwochenende erst einen Bericht unseres Türkei Urlaubs, speziell über Belek schreiben und wieder eine Folge der „Bremer Berichte“ schreiben.

 

Erst einmal genieße ich das schöne Wetter, genieße die Sonne und freue mich auf unseren Start in die Grillsaison. Wir versuchen über Pfingsten so gut es geht zu genießen, wollen einfach Freude haben und nur die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen.

Affinität

 

Da ich in den ersten Jahren meiner Krankheit Probleme mit der Aussprache hatte und es dementsprechend nicht immer leicht war sich richtig auszudrücken, habe ich Fremdwörter so gut es ging vermieden obwohl sie mir gefielen. Das hat sich inzwischen geändert, die Vorsicht ist aber geblieben. Wie schnell kommt es vor das man ein Wort aufschnappt, es einen gefällt um es dann falsch wiederzugeben, so zumindest ist es mir in den Anfangsjahren als Kommunalpolitiker ergangen.

 

In letzter Zeit habe ich das Wort “Affinität” ziemlich oft gehört wobei ich mir nicht immer sicher war ob diejenigen die davon sprachen auch wußten was sie aussprachen. Nachdem ich einige bloßgestellt habe die meine Frage nach der Bedeutung des Wortes nicht erklären konnten, habe ich mich selber schlau gemacht und kann Affinität jetzt in meinen Wortschatz aufnehmen.

Dabei war es gar nicht so leicht die richtige Bedeutung herauszufinden.  Allein in der Wissenschaft kommt es in mehr als fünf Fachrichtungen vor, überwiegend in Mathematik und Chemie(siehe Grafik) Da es in der Umgangssprache immer häufiger vorkommt hat der Duden es auch beschrieben:

1. Chemie – Neigung von Atomen oder Atomgruppen, sich miteinander zu vereinigen bzw. sich umzusetzen.  

 2. Wesensverwandtschaft, Ähnlichkeit und dadurch bedingte Anziehung Beispiel: zu jemandem, (etwas) eine Affinität haben, fühlen.

Damit fühle ich mich in meiner Vorgehensweise bestätigt, denn alles dauert bis man etwas beherrscht. Fremdwörter benutze ich nur dann wenn ich weiß wovon ich rede und um den Bogen weiter zu spannen, diese vorgehensweise trifft auch auf das ganze Leben zu, denn wer zu oft den 2. vor dem 1. Schritt macht, fällt schnell hin. 

Gänsehaut

 

Das einzige was damals half war Geduld und der Wille Gesund zu werden. Die größte Motivation waren aber die Erfolge auch wenn sie anfangs noch recht bescheiden waren, einen Grund fand ich jedesmal so wie meine ersten Schritte allein ums Bett. Genau genommen wurde ich dabei mehr gestützt als alles andere bei meinen ersten Gehversuchen, links aus dem Bett heraus, um die Vorderseite und rechts erschöpft ins Bett gefallen. Es sollte nur 1. Versuch sein. Das Gefühl meines ersten großen Erfolges war aber so riesig das ich es noch etliche male versucht habe.

Es war der Grundstein für spätere Fortschritte. So langsam wurden die Ziele größer und irgendwann konnte ich mit Hilfe einer Krüke gehen, das war unbeschreiblich dieses Gefühl. Noch Heute überkommt mich bei dem Gedanken daran eine Gänsehaut.

Einfach unbeschreiblich war dieser Moment, ein Moment der mir klar gemacht hat das alles machbar und möglich ist solange man daran glaubt, nein ich muß es deutlicher sagen.

Solange man von sich und dem was man erreichen will überzeugt ist, solange ist jedes Ziel erreichbar

Geduld

In den letzten Tagen hatte ich viel Zeit zum nachdenken, was vor allen an meiner Rippe lag. Es erinnert mich an eine Situation vor gut 20 Jahren, als ich ich mir einen Rippenbruch zugezogen hatte. Damals wollten die Schmerzen auch nicht aufhören. Der Unterschied zu der Zeit besteht diesmal darin, das ich problemlos atmen kann, keinen stechenden Schmerz habe und auch auf der betreffenden Seite schlafen kann. Ich muß mich also in Geduld üben.

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Geduld! immer Geduld haben, das ist leichter gesagt als getan. Vielleicht sollte ich einfach nur ausführlich darüber schreiben mit dem Hinweis für andere. denn schreiben ist leichter als es in die Tat umzusetzen. Nein, das wäre zu leicht darum werde ich mich bis zur vollkommenen Gesundung in Geduld üben. Das was mich früher ausgezeichnet hat das kann ich auch Heute noch schaffen. Einzig mein Wille ist dafür notwendig. Mein Wille nicht zu früh mit dem normalen Leben wieder anzufangen, mein Wille gesund zu werden aber vor allen der Wille vernünftig und besonnen zu agieren. Gerade bei dem besser werdenden Wetter ist es nicht leicht, aber ich werde es schaffen.

Zum Glück bezieht sich meine Geduldsprobe nur auf eine Kleinigkeit und dürfte gerade deswegen lösbar sein. Ganz anders verhielt es sich zu Beginn meiner Krankheit. Da habe ich nicht in Tagen oder Wochen gerechnet da habe ich von vornherein gewußt das ich Jahre brauchen würde um mein jeweiliges Ziel zu erreichen.

Aber davon erzähle ich morgen  

Der Sturz

 

Nach langer Zeit hat es mich mal wieder erwischt! Ich hatte einen Sturz mit dem Rad. Theoretisch hätte mir nichts passieren können so vorsichtig und langsam bin ich gefahren. Aber 2 Taxifahrer die beide als erstes vom Parkplatz herunter wollten ließen mir kaum Spielraum. Mein möglicher Weg zum ausweichen war von einen parkenden Auto zugestellt, es ging fast alles gut nur hatte ich bei meinen Balanceakt den Rest eines Bordsteins berührt und schon war es passiert, ich flog auf den Fußweg bzw. rollte ins Gebüsch direkt neben einen Parkautomaten.

Auch wenn ich scheinbar gut davon gekommen war, der Schreck saß tief denn es hätte mich richtig erwischen können wenn ich nicht so gut abgerollt hätte. Dummerweise habe ich mir dabei eine Rippe geprellt was doch recht schmerzhaft ist. Wie ich nun mal so bin habe ich das zu verdrängen versucht und mich Montag im Garten betätigt. Das war ein großer Fehler. Seitdem kann ich kaum gehen und zu allen überfluss sind die Rippenschmerzen stärker geworden.

Nach schreiben ist mir momentan nicht zumute.

Erholung

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Am 1. Feiertag haben wir uns Zeit für einen Gang durch die Außenanlagen des Hotels genommen. Auf die Idee sind wir beim Blick aus unseren Zimmer gekommen, als wir so gut auf das Taurus Gebirge sehen konnten.

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Angefangen haben wir mit dem Eingang 

 

2512-3.jpg Hier ein Bild auf das ganze Hotel von der Meerseite

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Ein Blick vom Balkon auf dem wir gerade stehen. Ein kleiner Beweis das wir auch gutes Wetter hatten

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Fußball 11/12

Es war unvernünftig von mir zu spielen und doch war es richtig. Da es meinen Rücken noch nicht gut ging weil ich aufgrund von Schmerzen noch beeinträchtigt war, kann man meine Entscheidung zu spielen nicht als vernünftig einstufen.

Wer mich kennt weiß das Vernunft und ich selten in Einklang zu bringen sind, also habe ich meine Schuhe geschnürt und gespielt. Nicht so sehr um meiner Leidenschaft dem Fußball, nachzugehen sondern vielmehr um so schnell wie möglich in den normalen täglichen Rhytmus zurück zu finden, und deswegen war es richtig zu spielen.

Erwähnenswertes habe ich nicht vollbracht, da ich bis auf einen 20 minütigen Feldeinsatz, im Tor gestanden habe.