Querschnitt

Heute geht die angekündigte Serie weiter, ein Querschnitt aus meinen täglichen Erlebnissen. Stellvertretend für alle anderen Wochentage greife ich wahllos einen Tag heraus und berichte ausführlicher darüber.

Nach dem Frühstück bin ich zu meiner Kaffeerunde gefahren um danach die 5 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit zurückzulegen.

Da ich mich ziemlich gut gefühlt habe beschloss ich etwas vor zu arbeiten. Das war zwar eine gut gemeinte Idee aber danach war ich auch ziemlich geschafft. Die Behindertenbeauftragte der Uni würde das nicht gut heißen(Keiner sollte seine Leistungsgrenzen überschreiten um sich mit gesunden Kollegen messen zu wollen) und meine Kollegen waren dementsprechend skeptisch. Ich hoffe nicht das ich es morgen büßen muss.

Danach ging es für mich in den Garten. Dort konnte ich meiner Frau ein wenig helfen indem ich den Gartenabfall zum Recycling Hof

 

gebracht habe und ihr danach als Hilfskraft zur Verfügung stand. Mir macht das Spaß und für sie ist es bei vielen Arbeiten eine angenehme Erleichterung. Danach fuhren wir mit dem Rad nach Hause. Nach dem Essen habe ich nur noch entspannt. Das was mich vor kurzen noch bedrückt hätte weil ich nicht mehr so belastbar, wie vor einigen Jahren, bin das sehe ich nun mit Zufriedenheit und bin erfreut das ich noch Belastungen(und seien sie auch noch so klein) bewältigen kann.

„Das soll mir erst einmal jemand nachmachen“ habe ich mir gedacht. Und mit diesen Gefühl werde ich bestimmt gut schlafen.

So sah mein Dienstag aus. Ein ganz normaler Tag. Genau wie die letzten Tage konnte ich auch Heute keinen Unterschied zwischen mir und „Gesunden“ Menschen feststellen   

Weisheiten XLVII

Für alle die unter dem Wetter leiden:

„Erst kommt der Regen, der ist gut für die Natur,

dann kommt die Sonne, die ist gut für die Seele. „

 

Mit dieser eigenen Philosophie kann ich auch frohgelaunt schlechte Wetterphasen überstehen

Fußball 16/12

Obwohl meine Knochen heute morgen schmerzten und ich auch noch ziemlich geschafft war, es ist immer eine Freude am Donnerstag Abend zu spielen.

Was das Ergebnis betrifft war es mir nicht ganz so wichtig das ich mal wieder verloren habe. Das ich aber im Tor einen Tag erwischt hatte an dem mir kaum etwas gelang, das hat mich schon gestört. Wenn man mich nach dem positiven Eindrücken des gestrigen Abends fragen würde hätte ich nicht viel zu sagen.

 

Doch HALT! Es gibt keine Begebenheit aus der man nicht auch noch etwas positives ziehen könnte.

Es war so ein typischer Abend der für schlechte Leistungen oder Verletzungen geeignet war. Ich bin Gesund geblieben, keine Verletzung, keine Blessuren und ohne Probleme die komplette Spielzeit durchgehalten.

Der Anfang

Gestern war ich auf der Jubiläumsveranstaltung von Selbst Aktiv – Behinderte in der SPD.

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Die Fülle der Informationen war nahezu erdrückend, es gibt soviel zu berichten das ich es auf nächste Woche verschieben muß. Mit diesen Logo fing auf jedenfall alles an

Zuversicht

 

Auf besonderen Wunsch hin kommt heute schon der 3. Teil.

 

Es war egal um was es ging, es kam zu jeder Tages- und Nachtzeit, dieses Gefühl des absoluten Endes. Da konnte ich positiv denken wie ich wollte, die Ängste waren immer da. Wem soll ich es erzählen? Kann ich es jedesmal erzählen? So einfach die Antwort auch war so schwierig war sie für mich.

Einmal kann ich es erzählen, ein zweites mal würde ich schon Mitleid hervorufen und danach würde ich kaum noch Menschen um mich herum haben, da sie sich von mir immer mehr zurückziehen würden. Mir blieb also nur das Schweigen. Der Computer konnte mich ablenken, Fernsehen, Sport alle einfachen Dinge. Doch auch hier überkamen mich immer wieder diese fragen nach der Zukunft. Im Blog konnte ich es auch nicht schreiben. Was half eigentlich? Der Gedanke zu leben und das alles besser wird, die Zuversicht das ich möglichst viele meiner Ziele erreichen werde und das permanente Einreden von positiven Floskeln an die es mir immer schwerer zu glauben fiel.

Wie sollte alles besser werden? Ich wußte es nicht, ich hatte nur meine Zuversicht auf eine Zeit wie damals als ich unbeschwert durch die Welt gegangen bin. Eine Zeit in der es mich nicht interessierte wieviel oder wieviel mehr Glück ich gehabt hatte, wieviel es noch meinesgleichen gab. Wenn ich krank war dann war ich krank weil jeder mal krank ist, wenn ich einen schlechten Tag hatte dann weil jeder mal einen schlechten Tag hat. Da wollte ich wieder hin.

 

Zum Glück kam alles viel besser. Das ich eine Ausnahme bin wurde mir zwar bestätigt, genauso das es eine schwere Krankheit ist die ich habe. Aber dann kam der entscheidende Unterschied. Meinen Arzt störte der Zustand meines Gehirns(s.6.3.2009, über mich)recht wenig, er wies mich nur auf altersbedingte Nebenwirkungen hin und machte mir klar das ich die gefährlichste Zeit überstanden habe und ein ganz normales Leben führen könnte. Seit dieser Sekunde ist mein Denken nur noch nach vorne gerichtet und wenn diese seltsamen Gedanken für ein paar Sekunden wieder auftauchen verbanne ich sie gleich mit dem Hinweis:

„Das zählt für mich nicht mehr, das war damals, das war als man mir das eingeredet hat. Ich bin einfach GESUND und habe keine Probleme!“

und schon bin ich damit durch

 

Hypochonder

 

Obwohl die Definition eines Hypochonders auf mich zutrifft, bin ich davon überzeugt es nicht zu sein. Aber der Reihe nach:

„Im Alltagssprachgebrauch wird unter Hypochondrie eine von Angst dominierte Beziehung zum eigenen Körper und zu dessen Funktionen verstanden. Die Betroffenen, bezeichnet als Hypochonder, sind um ihre Gesundheit besorgt, achten vermehrt auf geringe Veränderungen von Körperfunktionen und interpretieren auch geringfügige Körpersignale als möglichen Ausdruck schwerer Erkrankungen.“

So könnte man mein Verhalten in ungefähr auch beschreiben, mit einen entscheidenden Unterschied. Meine Ängste bezogen sich nur auf den Kopf.

Auf meine allgemeine Gesundheit habe ich wenig Rücksicht genommen. Bis zu einen gewissen Zeitpunkt habe ich sie sogar vernachlässigt. Doch irgendwann hatten mich meine Ängste im Griff und ich nahm das typische Verhalten eines Hypochonders an und brachte alles mit meinen Unfall in Verbindung.

Morgen werde ich mit diesen düsteren Kapitel ausführlich abschliessen


was bin ich?

Am Samstag ging es mir phasenweise nicht ganz so gut. Ohne erkennbaren Grund war mit einenmal die Luft bei mir raus und ich war innerlich leer. In den letzten 6 Jahren war das ein ganz normaler Vorgang der sich bei mir abspielte, die nächste Phase wäre das Grübeln gewesen dann wäre das nachdenken über sicheres Verhalten gekommen usw., alles zusammen hätte zu einer dieser gewohnten Blockaden geführt. Doch diesmal war alles anders.

 “Stop, so nicht” habe ich mir gesagt und festgestellt das man nicht immer 100% seiner körperlich und geistigen Kräfte zur Verfügung hat. Das es immer mal eine Leerlaufphase gibt, und schon war ich mit diesen Ansatz negativen Denkens fertig.

 

Ich war einfach nur glücklich und zufrieden. Irgendwann mußte ich doch noch einmal zurückdenken, dabei stellte ich mir die Frage ob ich vielleicht ein Hypochonder bin? Die Antwort darauf gebe ich morgen