Fußbal 23/12

Den gestrigen Abend kann ich kurz und knapp beschreiben.

Es geht besser! Keine erwähnenswerte Leistungen, einfach nichts. Mir gelang nicht ein vernünftiger Ballwechsel

 

Eine Hoffnung  bleibt mir jedoch. Nächste Woche spielen wir das letzte Mal in diesen Jahr draussen. Da werde ich mich zerreissen, da werde ich mich doppelt anstrengen denn danach muß ich 5 Monate Hallenfußball ertragen 

Project Single

 

Erstaunlich, wie sich meine Gefühlswelt seit dem 19. Juni verändert hat. In den letzten Jahren habe ich mich, während der Zeit des alleinseins, mehr recht als schlecht über Wasser gehalten. Natürlich empfand ich es immer als eine angenehme Abwechslung, aber es war nicht mehr so wie früher wenn meine Frau im Schwarzwald ihre Mutter besucht hat. Manchmal wirkte ich Kraft- und Motivationslos.

Das führte dazu das unsere Wohnung sich nicht in einen optimalen Zustand befand.  Mir fiel dann oft meine Zeit als waschechter Single ein, und ich ärgerte mich das es mir nicht gelang die Wohnung ständig vorbildlich in Ordnung zu haben. Doch diesmal gibt es einen großen Unterschied zu den letzten Jahren, wie ich im Eingangssatz schon geschrieben habe. Darum habe ich für mich das “Project Single” ausgerufen.

 

Was früher ging muss doch auch Heute gehen. Meine Junggesellenwohnung war immer vorzeigbar und genauso soll es jetzt mit unserer Wohnung sein. Die Zeit in der ich es genossen habe, mal das ein oder andere herumliegen zu lassen, die sollte vorbei sein. „Hätte ich … “ zählt hier nicht mehr.  Um mich zu motivieren umschreibe ich das mit dem Begriff „Project Single“ 

Ach ja, bald kommt wieder der Normalzustand, dann wandert der rote Balken auf dem Ortsschild von unten nach oben. 

Hätte ich doch

Diese 3 Worte können einen das ganze Leben verfolgen.

Damit es mir später nicht auch einmal so ergeht wie den Herren hier, die darüber nachdenken was sie gerne gemacht hätten

 

und was sie leider nicht mehr können, darum lebe ich gerne meine Emotionen aus. Und es ist ein befreiendes Gefühl. Beispiele dafür fallen mir gleich etliche ein, allein wenn ich an die vielen Reisen denke. ber im Augenblick denke ich eher daran wie ich früher die Zeit verbracht habe wenn meine Frau in den Schwarzwald gefahren ist. Phasenweise sah es „ziemlich wild“ in der Wohnung aus. Nicht weil ich keine Lust zum Aufräumen hatte sondern weil es mir gefiel auch einmal anders zu leben.

Heute bevorzuge ich meine Ordnung, die vielleicht gewöhnungsbedürftig aber vorzeigbar ist. Mit einen kleinen Lächeln denke ich so manches Mal an die Zeit zurück.

„Wie schön das ich so verrückt war und vieles gemacht habe, was andere sich nie getraut hätten.“

Wenn ich mal so alt bin und auf einer Bank sitze um über mein Leben nachzudenken, dann kann ich sagen:

„Habe ich doch gemacht“ 

Das kann ich aber deswegen behaupten weil ich, nicht ein Geschöpf sein wollte das nur auf andere hört sondern jemand der eine Vorliebe für ungewöhnliches hat. Ich bin ganz einfach meinen eigenen Weg gegangen. Auch wenn ich später einmal feststellen werde das ich nicht alles gemacht habe was ich wollte, werde ich bestimmt zufrieden sein, denn es bleiben nicht soviel Fragezeichen

 

bei mir zurück über all das was das Leben so lebenswert macht. Fragezeichen sind  nur etwas für die Rechtschreibung, aber im Kopf sind sie fehl am Platz. Stattdessen sollte man

                                                      Seine Gefühle ausleben   

 

Weisheiten L

 

                                   

                   Helfe und du hilfst Dir selbst.

Sich für Menschen einsetzen, anderen Menschen zu Helfen – das ist die beste Therapie um Gesund zu werden.

Außer im Sport, kann man sich auf keine Art und Weise soviel Selbstbewusstsein, soviel Stärke holen

                                      

 

                                       

Fußball 22/12

 

Auch wenn es in den letzten Wochen gut für mich gelaufen ist und ich einhergehend meine Form immer ein wenig steigern konnte, so ist das kein Selbstläufer, keine Garantie für dauerhaften Erfolg. Für meine Mannschaft lief es so schlecht wie ich es selten erlebt habe.

Gefühlt, hatten natürlich meine Mitspieler Schuld an dieser Niederlage. Doch im nachhinein muss ich zugeben, das ich kein bisschen besser wahr, sondern eine mangelhafte Laufbereitschaft an den Tag gelegt habe und vor dem Tor glücklos war. Einzig die Gewissheit das es jeden mal trifft indem er eine schlechte Mannschafts Aufteilung erwischt, die stimmte mich zuversichtlich für nächste Woche.  

Disco-Freunde

 

Donnerstag fährt meine Frau wieder zu ihrer Mutter in den Schwarzwald. Am Samstag werde ich dann wohl wieder in meiner Discothek sein. Im Gegensatz zu früher bin ich diesmal aber nicht so nervös bzw. ängstlich sondern voller Vorfreude. 

Fakt ist auf jedenfall das ich viele Menschen kennen gelernt habe, und das ich zu einigen auch ein gutes Verhältnis habe, ja ich freue mich sie wieder zu sehen. Es war in den ersten Jahren schon so das ich kritisch beäugt wurde. Hier und da gab es auch mal herablassende Blicke. In den letzten Jahren hat sich das aber grundlegend geändert. Was zum einen am besseren Verständnis der Gesellschaft gegenüber Behinderten liegt zum anderen aber daran das ich mir einen Freundeskreis aufgebaut habe.

Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu. Das stand mir in Form von aufgeschlossenen Menschen zur Seite. Selbst als es mir mehr schlecht als recht ging, wurde ich von meinen Freunden ermuntert und nicht abfällig betrachtet. Das war ein ganz neues Gefühl damals. Ein wunderbares Gefühl inmitten einer Anfallsphase bekam ich Zuspruch. Oder als ich mich wegen meiner Hüftschmerzen nur mühevoll bewegen konnte. Gerade aus diesen Grund freue ich mich darauf alle wieder zu sehen. In meinen Augen ist dieser Freundeskreis, einer der „die ewig Gestrigen“ überstrahlt. Ich bin mit Menschen zusammen die positiv Denken, die Freude am Leben haben wollen.