Archiv für den Monat: November 2012

Freude in der Morgenstunde

 

Die letzten Tage waren nicht zur Stärkung meines Selbstbewußtseins geeignet und doch war ich überzeugt das sich das Blatt wenden würde. Es sind nur Kleinigkeiten um die es geht aber genau diese scheinbar unbedeutenden Dinge lenken unser Leben und sind Auslöser für negative Gefühle oder der Grund dafür das man alles viel motivierter und optimistischer angeht.

Im Augenblick scheint es so als wenn mein Körper rapide altert. Fußball spielen geht im Moment nicht, längeres gehen fällt mir schwer und schnelles Fahrradfahren fällt mir auch schwer. Dazu kommt mein Gewicht! Aus Sorge das ich die 100 Kilo Grenze überschritten habe bin gar nicht auf die Waage gestiegen. Heute Morgen wollte ich es doch wissen. 97,8 konnte ich lesen und selbst nach 2 erneuten Wiegevorgängen blieb die Zahl so stehen. Wenn das kein Grund zur Freude war.

 

Nach der Schilddrüsen OP im Februar war mein Gewicht ja in die Höhe geschnellt. Obwohl es lange Zeit nicht danach aussah und ich mich körperlich auch nicht allzustark verausgabt habe, ich war immer fest davon überzeugt eines Tages mein Normalgewicht von 98 Kilo zu erreichen.

Wer fest an sein Ziel glaubt, kann ich nur dazu sagen.

Gipsarm

 

Das kennen bestimmt viele.Der Arm ist gebrochen oder operiert worden, alles ist schön in Gips verpackt und mit einenmal ist man“einarmig“. Im ersten Moment wirkt man überfordert und scheinbar auch nicht in der Lage ein normales Leben führen zu können.

Auch wenn man anfangs keine Möglichkeit sieht um sein gewohntes Leben fortzusetzen, dauert es nicht lange bis man herausfindet das man alles schaffen kann. Es kommt nur auf den Willen an.

Den Willen brauchte ich auch heute morgen bei meinen Kaffeetreff. Durch ein Missverständnis hatte ich einen randvollen Becher anstatt einer Tasse Kaffee im Becher.

„Wie soll ich den an den hinteren Tisch bekommen?“ 

dachte ich und war am überlegen ob ich nicht den nächst gelegen Tisch nehmen sollte.

„Nein, das machst du nicht! Stell dir einfach vor wie es jemanden ergeht der eine Hand bzw. Arm in Gips hat. Der stände zwar auch vor einer schier unlösbaren Aufgabe aber er würde die Situation bestimmt meistern. Vergess die Gleichgewichtsstörungen die man als einseitiger hat und mach langsam. Du schaffst das.“

Am Ende war ich froh das ich in diese Lage geraten war, weil ich sehen konnte was ein fester Wille bewirken kann.  

Rücksicht

So mancher hat sich bestimmt schon gefragt warum ich so vieles ausspare, warum ich über einiges überhaupt kein Wort verliere? Oft genug würde ich gerne von meinen Arbeitsplatz und auch meinen Arbeitskollegen berichten, oft genug würde ich gerne von Freunden berichten, oft genug würde ich gerne von den Erlebnissen meiner Frau und Familie berichten. 

 

Aber alle haben eine Gemeinsamkeit. Es ginge dann nicht mehr nur um mich sondern um sie, die Menschen aus meinen Umfeld. Ich glaube nicht das sich jeder gerne im Netz wiederfindet, ausserdem gibt es inzwischen genug Menschen die darauf aus sind, anderen schaden zu wollen.

Darum verzichte ich auf diese Berichte. Das ich auch auf die immer wieder geforderte Erotik bzw. den Sex verzichte liegt natürlich auch daran das ich dabei nicht allein bin, vor allen jedoch weil dies kein Erotikblog sein soll. Auch wenn mir schon eine erotische Geschichte durch den Kopf ging, sie wird in meinen Gedanken bleiben.

Über all dem „tun und handeln“ was jeder erlebt sollte immer eines stehen. Rücksichtnahme auf andere.        

YOLO

 

Für Heute hatte ich noch eine nachbetrachtung meines vorherigen Wochenendes geplant, wobei ich speziell auf mein Lebensmotto eingehen wollte, was aber nur meine Sichtweise dargestellt hätte. Zum Glück fand ich einen Bericht der „Welt online“.

Viele Erwachsene werden mit dem Begriff wenig anfangen können: „Yolo“ ist das Jugendwort des Jahres. Eine sechsköpfige Jury des Langenscheidt Verlags wählte dieses im Internet häufig benutzte Wort unter 40.000 Einsendung aus, wie das Magazin „Focus“ berichtet. „Yolo“ sei ein Akronym und stehe für „You only live once“ (”Du lebst nur einmal”) – eine Aufforderung, alle Chancen auf Erlebnisse zu nutzen.

Besser kann ich meine Gefühlslage nicht beschreiben als dieses Akronym (Abkürzung eines Satzes) es aussagt.

So gesehen ist es auch nicht verwunderlich, das sich die allgemeine Haltung gegenüber behinderten Menschen so positiv entwickelt hat. Es gibt also keinen Grund mehr für Menschen mit Beeinträchtigungen sich zuhause zu verstecken. Stattdessen sollte jeder getreu dem Motto

 

„Du lebst nur einmal“ oder „Yolo“

das Leben geniessen   

Deep Purple

Letzte Woche Freitag habe ich nach langer Zeit mal wieder ein Rockkonzert besucht. Es war Super – Genial – Fantastisch! Aber der Reihe nach.

 

Nachdem die Vorgruppe ihren Auftritt beendet hatte kamen, um kurz nach 21 Uhr Deep Purple auf die Bühne und legten gleich los. Damit ich dieses Erlebnis auch nicht vergesse hatte ich mir noch schnell ein T-shirt

gekauft und dann gab es nur noch Genuss pur. Für einige war es gewöhnungsbedürftig. DP spielten viele unbekannte und neue Songs, dazu kamen einige sehr lange Stücke die ihren Schwerpunkt

 

bei den jeweiligen Bandmitgliedern hatten. So gab es z.B. ein Drummer Solo das traumhaft war und das man aus den Keyboards soviel Klänge herausholen kann war unglaublich. Zum Schluss gab es ein Feuerwerk an Hits.

 

Natürlich war auch der Welthit „Smoke on the water“ dabei. Das besondere an dem Abend war jedoch das DP sich über alle Regeln der heutigen Zeit hinweg gesetzt haben. Sie spielten ohne Unterbrechung bis ca. 22.50 Uhr durch, und gaben dann ungewohnt lange Zugaben, wobei sie die Heilige Uhrzeit(23.00 Uhr – danach ist es Ruhestörung) für Konzertveranstaltungen um einiges überschritten.  Ich fühlte mich zurückversetzt in die 70-er als es noch nicht so viele Regeln und Vorschriften gab 

Ice age live

Nachdem ich gestern mit meiner Frau, an ihren Geburtstag, den ganzen Tag unterwegs war geht es Heute weiter. Es ist an der Zeit etwas über die Veranstaltungen vom letzten Wochenende zu schreiben.

 

Zu Ice Age live kann ich nicht ganz soviel sagen. Es war gut. Einen Zeichentrickfilm aufs Eis zu übertragen und dabei noch den Versuch wagen, das ganze wie ein Musical aussehen zu lassen war beeindruckend. Ganz anders sahen das bestimmt die vielen Rollstuhlfahrer, die endlich problemlos an einer Veranstaltung teilnehmen konnten. Sie dürften sogar begeistert gewesen sein.  Da ich immer noch unter dem Eindruck von Deep Purple stand, lasse ich am besten Bilder sprechen 

 

Selbstmitleid

Endlich macht mein Rücken wieder Fortschritte, so langsam geht es aufwärts. Bei 70% bin ich wohl angekommen. Nächste Woche hoffe ich das alles wieder normal ist und ich auch wieder Fußball spielen kann. Vor allen kann ich jetzt unbedarft über diese Phase nachdenken.

Als es vor ein paar Wochen mit den Schwierigkeiten im Rücken losging war ich kurzfristig genervt und ich dachte auch „was soll das? warum habe ich immer diese Probleme? hört das denn nie auf?“ Somit hatte ich mein maß an Selbstmitleid erfüllt. Während ich diese Gedanken hatte wußte ich schon das dies  der falsche Weg wäre, wenn ich mich bedauern würde.

Es spielt eigentlich keine Rolle um welche Zeit es bei mir ging. Egal, ob ich damals gerade aus dem Koma erwacht war, oder bei meinen schwersten epeleptischen Anfällen, oder was mir sonst noch alles zugestoßen ist. Nach ein paar Minuten hatte den Bereich Selbstmitleid abgehakt.

 

Was anderes ist die seelische Seite, wenn man etwas falsch gemacht und das Gefühl nicht los wird, das alle gegen einen sind. Da kann es schon mal vorkommen das sich ein Hang zum Bedauern entwickelt, was auch vollkommen normal ist. Nur nach spätestens 2 Tagen sollte sich jeder darüber klar sein, das man die jeweilige Situation fast immer selbst verschuldet hat.

Diese Sätze kann ich nur deswegen so schreiben weil ich mich vor vielen Jahren in so einer Lage befand und mich am liebsten in meinen „Elend“ immer wieder herumgewälzt hätte, ja es gefiel mir sogar in Selbstmitleid zu zerfliessen. Bis mir eines Tages klar wurde das ich selber für diesen Zustand beigetragen hatte. Seitdem gibt es eigentlich kein Selbstmitleid für mich.  

Jahresbilanz 2012

 

Eigentlich ist es im November noch früh für eine Jahresbilanz, doch es gibt immer Ausnahmen, so wie heute.

Nachdem die Zahl der Besucher in den ersten Jahren ständig gestiegen ist, mußte ich bis zum September einen Rückgang hinnehmen. So schön auch hohe Besucherzahlen sind, als Gradmesser für den Erfolg sollten sie nur zweitrangig sein. Im Vordergrund war immer das Motto unter dem der Blog von Anfang an stand.

Er soll den Menschen helfen die betroffen sind und er soll gesunden Menschen helfen, Behinderte besser zu verstehen. Vor allen soll er aber zeigen das es immer einen Weg gibt, das man nie aufgeben soll.

 

Dabei habe ich mich auf eine ungewöhnliche Vorgehensweise eingelassen. Nach vielen mutmachenden Artikeln bin ich dazu übergegangen fast 2 Jahre nur die Schattenseiten aufzuführen, so das jeder Betroffene erkennen konnte, das er nicht allein mit seinen Schwierigkeiten da steht, sondern das die vielen Höhen und Tiefen ein ganz normaler Prozeß sind. Dazu kommen die schwer zu kontrollierenden Gefühlswelten. Das ich sie auch hier im Blog so wieder gegeben habe war aus, meiner Sicht, ein mutiger Versuch der sich aber als richtig erwiesen hat.

Genauso hatte ich mir den Aufbau, des Blogs, damals vorgestellt.

 

Was jedoch nicht heisst das es mir immer leicht gefallen ist, das Gegenteil ist wohl eher der Fall.

In diesen Sommer ist der Knoten zum Glück engültig geplatzt. Mir sind die Fehler in der Rechtschreibung egal, zeigen sie doch nur das niemand 100% sein kann, das man aber trotzdem gut leben und vorankommen kann. Es stört mich auch nicht mehr wenn ich für den Blog belächelt werde, genauso wenig stört es mich das es mal zu Wiederholungen kommen kann. Das so viele mit mir den Weg durch dick und dünn gegangen sind und immer wieder vorbei sehen macht mir Mut.

Vielleicht gelingt es mir auch weiterhin den ein oder anderen positiv zu beeinflussen.

 

Wochenende pur

Dieses Wochenende könnte ein aufregendes zumindest ungewohnt aktives werden. Es geht heute mit Deep Purple los, morgen mit der Revue von „Ice Age“ weiter und endet mit dem Heimspiel von Werder gegen Düsseldorf.

Den Höhepunkt wird zweifelsohne der Samstag sein. Vor 10 Tagen fand erst die Weltpremiere im Wembley Stadion in London statt und ist der Versuch Musical, Film und Eisshow in einer Veranstaltung zusammen fügen zu können. In der nächsten Woche werde ich ausführlich darüber berichten.

 

Fakt ist auf jedenfall das wir ein Wochenende vor uns haben an das wir hoffentlich noch lange zurückdenken werden. Genuss Pur!

ungewohnt vorsichtig

Im Augenblick spielen meine Freunde gerade Fußball, ohne mich. Das hätte ich mir nie träumen lassen das ich mal so vernünftig bin und abwarte bis ich 100% Gesund bin. Im Gegensatz zu früher will ich erst vollkommen sicher

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sein das ich ohne Probleme spielen kann. Die Zeiten in denen ich von Donnerstag Abend bis zum nächsten Donnerstag nachmittag eine Verletzung „auskuriert“ habe sollten vorbei sein. Ich sehe das nicht als vernünftiges Handeln sondern betrachte es als den Willen so schnell wie möglich wieder fit zu werden.

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Gut – vielleicht ist es auch vernünftig. Nur das Wort in Verbindung mit mir zu bringen das ist ungewohnt, denn wir beide waren bisher kaum auf einen Nenner zu bringen. Einzig wenn es um meinen Kopf geht dann bilden das Wort Vernunft und ich, eine Eintracht