Archiv für den Monat: März 2013

Kleine Erfolge

 

Eines von vielen Vorurteilen die es über Behinderte Menschen gibt, ist das sie sich täglich um ihre Gesundheit sorgen und das es ihr größtes Problem sei. Das ist absolut falsch. Die Beeinträchtigung ist in der Regel ein Dauerzustand an dem es nur minimal etwas zu verändern gibt. Warum soll man also ständig daran denken?

 

 Mein Problem ist derzeit die Gestaltung des Blogs. Für lange Zeit wird es so sein das ständig mit Veränderungen gerechnet werden muss. Wahrscheinlich könnte ich schneller fertig werden, aber dann müßte ich mich total dem Computer widmen. Ein Leben am PC ist jedoch nicht mein Ziel.

 

Vielleicht passiert das ja mal irgendwann wenn mein Körper zu schwach ist um so oft hinaus zu gehen. Nur im Augenblick geniesse ich es noch mich in der Öffentlichkeit zu bewegen.

So wie Gestern als ich mit meiner Frau den Nachmittag in der Waterfront verbracht habe. Das was mir vor ein paar Wochen noch schwer fiel habe ich mit einer ungeahnten Leichtigkeit geschafft. Der Weg zurück in die Normalität wird immer konkreter. Genauso langsam wie dieser Prozess ist der Weg zu einen optimierten Blog. Genau wie beim Rücken hatte ich dort jetzt auch einen kleinen Erfolg.

 

Beharrlichkeit und Zuversicht, das sind die Schlagworte die sowohl auf den Rücken und auch dem Blog zutreffen. Irgendwann wird sich aus der Summe „Der kleinen Erfolge“ ein fertiges Bild ergeben. Bis dahin hilft nur Geduld und Ruhe bewahren. Umso schöner sind die kleinen Erfolge 

Schiffsverkehr

 

Nach vier Wochen Schwarzwald ist es eine Umstellung vom Dorf auf die Großstadt. Damit meine Frau sich gleich wieder heimisch und wohl fühlt, bin ich fast jeden Nachmittag mit ihr unterwegs gewesen. Vorgestern im Osten der Stadt, Gestern in Bremen-Nord. Dort genossen wir den Blick auf die Weser mit den ankommenden – und abfahrenden Schiffen. Normalerweise beschränkt sich das auf Binnenschiffe.

 

 Doch diesmal kam noch ein Containerschiff dazu das gerade in die Bremischen Häfen fuhr und direkt gegenüber unseres Aussichtsplatzes lag die Yacht des Aga Khan zur Überholung bei der Werft. Seitdem fühlen wir 

aga-khan-yacht-

uns wieder Zuhause.Jeder braucht einen Bezug zur Heimat, einen Wohlfühlfaktor. Bei uns ist es das Wasser und der Schiffsverkehr.

Was ich damit sagen will? Es kann nie schaden der Seele etwas Gutes zu tun. Bestimmt hätten wir effektiveres machen können als durch die Stadt zu fahren. Aber für die innere Ausgeglichenheit war das besser.

Früher

Am Samstag war ich nach einen enttäuschenden Werder Spiel noch in meiner gewohnten Discothek welch ein Unterschied! Im Laufe der Nacht wurden auch einige Oldies gespielt, was mir sehr gefiel.

 

Es ist ja nicht so das mir die Musik von damals nicht gefallen würde, das Gegenteil ist der Fall. Aber alles in Maßen, zuviel auf einmal gefällt mir nicht. Nur Oldies wirken beklemmend auf mich. Es ist die Sorge die mich umgibt, die Sorge das es mir so ergeht wie meinen Eltern oder Großeltern.

Die fanden „FRÜHER ALLES BESSER“

 

Genau so will ich nicht werden. Früher war bestimmt einiges gut – doch jetzt ist es besser. Ich lebe Heute und nicht früher.

Ein wenig Nostalgie kann nicht schaden – aber ständig in die Vergangenheit abschweifen und sei es nur musikalisch kann Folgen haben. Die Gefahr dauerhaft in „FRÜHER“  abzugleiten ist zu groß. Es ist ja nicht so das ich alles verstehen oder gut finden muss. Meine Eltern waren von Queen, T-Rex oder Sweet auch nicht begeistert. Vielleicht haben sie mich deswegen auch nur bedingt verstanden.

So soll es mir nicht ergehen! Ich möchte auch in ein paar Jahren noch die Jugend verstehen können und nicht ständig auf „FRÜHER“ verweisen.

 

Ach ja, Werder lebt im Augenblick ziemlich oft in früherer Zeit. Das Ergebnis ist bekannt.  

Aladin

Freitag war ein besonderer Tag für mich. Nach 32 Jahren habe ich das  Bremens erste und einzige Hardrock-Disco die „Aladin-Music-hall betreten.

Nachdem ich im Vorfeld ziemlich nervös war, legte sich das sehr schnell. In den letzten Jahren hat sich nicht viel geändert, nur das Publikum ist älter geworden. Da hatte ich mir wochenlang Gedanken gemacht ob ich noch hineinpasse oder ob ich schon als Music-Opa betrachtet werde – und dann das! Mit meinen 56 Jahren gehörte ich noch zum jüngeren Teil der Fans.

„Am Ende ist es oft nur halb so schlimm  wie befürchtet“ habe ich mir gesagt.

„Es sind auch nur Menschen, Menschen – die Freude haben wollen“

 

So genoss ich ein wunderbares Konzert von „Sweet“, es war ein Feuerwerk ihrer Hits. Für ein paar Momente war ich in der Vergangenheit versunken. Während das Ambiente des Aladin und viele Stammgäste sich immer noch in der damaligen Zeit bewegen, ist mir der Sprung in die heutige Zeit zum Glück gelungen.

Damit ist das Kapitel Aladin für mich aber abgeschlossen. Die heutige Zeit mit den vielen jüngeren Menschen und ihren dementsprechenden Meinungen und Tendenzen – das sagt mir mehr zu. Mit Deep Purple und jetzt Sweet habe ich zwei Ausflüge in die Vergangenheit unternommen. Das reicht erst einmal.

Gegenwart und Zukunft  – das ist mein vorrangiges Denken     

Fußball 8/13

Endlich!! Es ist geschafft – die Hallensaison ist vorbei. Gestern haben wir das letzte Mal in der Halle gespielt.

Am 4. April geht es auf Rasen weiter. Dann ist meine Zeit im Tor vorbei. Dann kann ich den Ball wieder in Ruhe annehmen um ein paar Meter mit ihm laufen zu können. Dann ist die Zeit gekommen in der ich Zweikämpfen aus dem Wege gehen kann. Vorbei die Zeit in der mir der Ball immer verspringt.

fussball-laufen

Jaaa, auch wenn ich nicht immer gut spielen werde und bestimmt Schwierigkeiten haben werde, besonders schnell werde ich wahrscheinlich auch nicht mehr sein. Das alles stört mich aber nicht, denn draussen auf dem Feld macht Fußball eindeutig mehr Spass.

Gestern habe ich gemerkt das ich wieder in der Lage bin dem Ball hinterher zu jagen und die volle Distanz von 90 Minuten durchzuhalten. Die besten Voraussetzungen für die kommende Freiluftsaison. 

Querschnitt 13.3.2013

strohwitwer-2

Heute gibt es einen Querschnitt aus meinen derzeitigen Leben als „Single auf Zeit“ (Strohwitwer)

Um 6.25 Uhr aufstehen fiel mir anfangs nicht leicht, inzwischen ist es Normalität. Nachdem ich mein Müsli – Frühstück zu mir genommen habe, gönne ich mir in Ruhe eine Tasse Kaffee. Danach habe ich die glitschige Kellertreppe bewältigt und bin mit dem Rad zum Kaffee Stammtisch.

hausverkauf

Dort erzählte mir, einer meiner Rentner, das er sein Haus verkaufen will weil ihm die vielen Reaparaturarbeiten zu anstrengend sind, deswegen wolle er in eine Mietwohnung umziehen.

„Weitsichtig“ dachte ich mir.

Nach der Arbeit war Wäsche angesagt. Diesmal ist es in Rekordzeit  gelungen. Nur 12 Minuten habe ich dafür gebraucht, dabei war es nicht wenig was ich aufzuhängen hatte. Daraufhin habe ich mir in der Innenstadt, bei Thalia, einen Kaffee gegönnt. Endlich konnte ich mich für zwei Taschenbücher entscheiden.

Grisham – Das Geständnis sowie Nele Neuhaus – Unter Haien

 

Ach ja, verhungert bin ich nicht. Auch wenn ich mir nichts selber zubereitet habe. Wie man einen Flammkuchen in den Backofen schiebt und wann man ihn wieder herausholt – das weiß ich schon.

Am späten Abend mußte ich so ganz nebenbei feststellen das es wieder ein Tag ohne Unterschiede zwischen Behinderten und Gesunden war.  

 

Weisheiten LIV

Beim Lesen des gestrigen Artikels fiel so manchen bestimmt mein ungewohnter Schreibstil auf.

worte

Um aufzuzeigen welche Wirkung Worte, genau genommen ein Wort haben kann, ist der Beitrag ohne das Wort „ICH“ geschrieben worden. Meiner Meinung nach ist es ein sachlicher Text geworden, dafür aber kein persönlicher Text. Genau das ist jedoch das gewisse etwas bei einen privaten Blog.

Ab jetzt wird es wieder vertraulich. Welche Auswirkungen das Fehlen oder hinzufügen von Worten haben können, verdeutlicht die obige Grafik am besten. Es gab Zeiten in denen ich nicht so genau auf meine Wortwahl geachtet habe. Wichtig erschien mir nur die Botschaft. Doch eine falsche Satzbildung kann fatale Folgen haben weil man falsch verstanden worden ist.  

Das was für die Fitness oder die Gesundheit gilt, das trifft  genauso auf die Aussprache zu. Es muß ständig daran gearbeitet werden. Damit meine ich aber jeden, so zweideutig wie Sprache sein kann, ist es wichtig sich auch beim Sprechen zu konzentrieren.

Gerade deswegen geniesse ich die Wochenenden und meine Arbeit am PC. Da versteht mich keiner falsch, da kann ich auch mal Fehler machen

Der kleine Unterschied

Es sind oft die kleinen Dinge die von entscheidender Bedeutung sind. So ist es bei WordPress das Sprachprogramm das einfach nur herunter geladen werden muss um dann, wie gewohnt weiter am Blog arbeiten zu können, und so gibt es täglich eine Vielzahl ähnlich gelagerter Situationen.

der kleine unterschied

 

Heute morgen war es die Kellertreppe die den kleinen Unterschied ausmachte. Mit dem Rad durch den Bürgerpark zur Arbeit. Vielleicht war es nicht die vernünftigste –  auf jeden Fall war es eine reizvolle Idee. Durch den Schnee wäre zwar Zeit intensiv gewesen, aber wahrscheinlich ohne Sturz möglich gewesen. Die Glätte rief diesmal also keine Ängste bei mir hervor, genauso wenig konnten die Minus 5 Grad Eindruck machen.

Gescheitert ist mein Vorhaben an der unbedeutenden Kellertreppe. Sie war vereist und dementsprechend glatt. Das war wieder einmal ein Beispiel dafür, das der größte Mut, das beste Können manchmal von einer Winzigkeit zunichte gemacht  werden.

Obwohl immer noch eine große Unzufriedenheit vorhanden ist, was bleibt ist das Wissen richtig gehandelt zu haben. Sowie das man öfter auf die innere Stimme hören sollte, das gehört zu den Erkenntnissen des Tages.