Neu und Schwer

So gerade eben hat sich mein Tagesprogramm für morgen erübrigt. Die neue Version von WordPress ist bereitgestellt worden. 

Damit brauche ich keinen Gedanken mehr an die CEBIT verschenken

Nur so schön der Gedanke an etwas Neues auch war, so schwierig wird es sein sich in dieses Programm hineinzufinden. Das bedeutet für mich, das in den nächsten Tagen nur eines auf der Tagesordnung steht:  Arbeiten und eine Deutsche Version finden

Lange Tage

Für den heutigen Beitrag ist es noch zu früh. Wahrscheinlich wird er im laufe des Abends geschrieben. Es macht sich eben doch bemerkbar wenn ich alleine bin. Das Leben sieht vollkommen anders aus, vor allen die Einteilung des Tages verschiebt sich, stärker als gewohnt, in die späten Abendstunden

Rihanna

 

Als mich mein Freund Samstag Nacht aufforderte ihn ans andere Ende der Discothek zu folgen , war ich überhaupt nicht begeistert. Wie sollte ich mit einen vollen Glas durch die ganze Disco kommen ohne einen Tropfen zu verschütten? 

„Unmöglich, das kann nie gut gehen. Bei meiner unruhigen Hand, verschütte ich bestimmt einige Tropfen“

dachte ich. Genau in dem Moment lief gerade “ Diamonds in the Sky“ von Rihanna – mein Lieblingssong. Das war mein Glück, denn so dachte ich mehr an den Song als an das volle Glas. Obwohl es die schwierigste Ecke ist, denn ich mußte zwischen einen langen Thresen und Tanzfläche sowie Stufen runter und Stufen rauf entlang gehen um mich dann noch an einen Bistrotisch hin zu zwängen, ist es mir einwandfrei gelungen.

 

 Rihanna hat jetzt Kultstatus bei mir und wird mich immer daran erinnern was alles möglich ist wenn man will.

Was in der Nacht passiert ist, wurde mir erst am Sonntag klar, nachdem ich den Kampf mit der Butter und dem Rosinenbrot gewonnen hatte. Sehr schnell wurde mir bewußt das ich mit Parkinson Glück gehabt habe, weil es nur eine schwächere Variante der Krankheit ist, die mich betrifft. Womit ich gedanklich beim Blog angelangt war.

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Genau das war der Ansatz den ich vor 4 Jahren hatte. Menschen die betroffen sind, denen wollte ich Mut machen, denen will ich aufzeigen was alles möglich ist. Ein normales unspektakuläres Leben. Aber auch ein Leben das mit Schwierigkeiten behaftet ist. Auf jedenfall ein schönes und erfülltes Leben. Das es für jeden möglich ist, das soll dieser Blog auch weiterhin aufzeigen

Frühstück

Am Mittwoch hat der Blog Geburtstag. Er wird vier Jahre alt!

Zeit genug um mal über den Ursprung nachzudenken, und was davon übrig geblieben ist. Dabei brauche ich zum ersten mal nicht auf Monica Lierhaus eingehen. Die hat sich, dank ihres positiven Denkens und ihres enormen Kampfgeistes gut entwickelt was mich wiederum sehr freut.

Wie ich darauf komme? Gestern Mittag als ich mein Frühstück vorbereitet habe fiel es mir wieder ein, warum der Blog von mir weitergeführt worden ist obwohl sich nach einer gewissen Zeit meine anfängliche Begeisterung gelegt hatte.

 

Genauer gesagt, fiel es mir beim bestreichen des Rosinenbrotes auf als ich mit der Butter kämpfte. Das Zittern meiner Hand war so stark das ich Mühe hatte die Butter aus dem Alupapier zu bekommen. Anstatt zu verzweifeln, was angesichts des Zeitaufwands nahe lag, rief ich mir eine Tatsache ins Gedächtnis zurück.

„Du leidest doch an Parkinson! so hat es doch dein Arzt damals zu Dir gesagt“

Diese nicht gerade beruhigende Feststellung ging mir durch den Kopf, um dann mit etlichen Gedanken fortgeführt zu werden.

„Das war doch damals vor über 40 Jahren und Dir geht es immer noch gut. Ja, es wurde immer wieder bestätigt diese Diagnose – Na und? Was solls? Die meisten Parkinson Patienten hat es viel schlimmer erwischt als dich.“

Doch das war noch zu wenig um mich entspannter sein zu lassen, das war noch zu wenig an Argumenten.

„Du hast bisher ein ganz normales Leben geführt – mach Dir keine Sorgen, das wird auch weiter der Fall sein. Nur weil Du mit der rechten Hand in bestimmten Situationen zittrig bist geht die Welt nicht unter“

Weil ich die wohltuende Wirkung spürte, ließ ich meinen Gedanken weiterhin freien Lauf.

„Es gibt bestimmt die unterschiedlichsten Formen der Parkinson Krankheit. Der größte Auslöser ist Stress und Ärger gefolgt vom Alkohol. Du befindest Dich auf dem Weg der Besserung. Immerhin kannst Du schon wieder relativ gut schreiben, die Kaffeetasse oder den Becher ruhig halten. Wo ist das Problem? Seitdem Du kaum noch Politik machst scheinen sich die Parkinson Symptone zurück zu entwickeln.“

 

Ausgestattet mit dem Wissen gewann ich den Kampf mit der Butter

Teil 2 folgt Morgen         

Fußball 6/13

 

Heute Morgen habe ich zu mir gesagt

„Ich spiele nie wieder Fußball“

Wenn dieser Ausspruch kommt, bin ich zufrieden. Dann weiß ich genau das ich am Abend zuvor an meine sportlichen Grenzen gegangen bin und deshalb nahezu jeden Knochen einzeln spüre. So schmerzhaft es auch ist, es ist gleichzeitig eine Bestätigung dafür das ich mich ausreichend bewegt habe.

Gestern war es genauso. Nach langer Zeit habe ich das Tor verlassen und bin gelaufen. Es war nur ein bescheidener Versuch, aber immerhin der Anfang ist gemacht. Vielleicht kann ich nächste Woche noch ein paar Minuten länger laufen und vielleicht auch ein Tor schiessen