Archiv für den Monat: April 2013

Ruhe bewahren

 

Das hört und vor allen schreibt es sich so leicht, als wäre es eine Kleinigkeit, doch weit gefehlt Darum kommt jetzt eine Ansammlung von Beispielen, wie oft man in die Luft gehen könnte.

Als Werder-Fan ist dies Motto schon Voraussetzung, für mich war es in Verbindung mit dem Rotschwänzchen hilfreich(wie beschrieben). Schwierig war es am Montag letzter Woche, als mein Fahrrad,  im Garten, einen Platten hatte. Wir beschlossen das Rad erst am nächsten Tag vom Garten zum Fahrrad-Service zu transportieren. Kurz bevor es soweit war, fiel mir, nach intensiver Betrachtung des Hinterrades, eine Ungereimtheit auf. Es stellte sich heraus das mein Ventil das Problem gewesen war. „Ruhe bewahren“ war hier also auch der richtige Weg gewesen. 

Zwei bedeutende Beispiele hebe ich mir noch auf. Danach sollte jeder wissen, das das oben gewählte Motto

„Wer wird denn gleich in die Luft gehen – Ruhe bewahren“

die beste Variante ist.

Fußball 12/13

 

Endlich! Der Knoten ist geplatzt. Es ist mir geglückt, ein Tor zu schiessen. Es war nichts besonderes aber damit war meine Torflaute beendet.

Dieses Tor passt gerade in meine „Geduldstage“ die z.Zt. mein Oberbegriff sind. Nach all den Wochen der Erfolglosigkeit war es nicht immer leicht die Ruhe zu bewahren und Geduldig zu sein. Die ganze Zeit über war mir klar, das nur Ruhe der Schlüssel zum Erfolg sein wird. 

Auch wenn mein Spiel noch nicht überragend war, eine weitere Steigerung meiner Leistung war eindeutig zu erkennen. Wenn es so weiter geht dürfte ich meine Optimalform schon Ende Mai erreicht haben.   

Vertikutieren

 

Vertikutieren ist für jeden Gärtner eine ungeliebte Arbeit. Doch es ist ja nicht nur das Bearbeiten der Rasenfläche. Vor allen sind es die Mengen von Rasenschnitt die zusammengefegt werden müssen und der dann noch entsorgt werden muss.

 

 

Genau in dem Moment kommt mein Auftritt, meine Stärke. Auch wenn es fast das vierfache an Rasenschnitt war, den Weg zum Recyclinghof brauchte meine Frau nicht antreten.

Spätestens jetzt wurde mir klar, wie wichtig das Rotschwänzchen für mich war. Hatte ihr schöner Gesang mir doch die notwendige Ruhe vermittelt. Eine Ruhe die mir auch Gestern von Nutzen war.

Aber davon morgen mehr.

Der Pavilion

Pavilion

Im Augenblick dreht sich alles um den Garten. Es wurde ja auch Zeit das die Gartensaison losgeht. Nachdem man im Herbst alles abmontiert und eingelagert hatte, besteht nun die Arbeit darin, das alles wieder aufgebaut wird. Am Sonntag war das Dach des Pavillions an der Reihe.

So schön er auf dem Bild auch aussieht, so schwierig ist es die Plane über das Gestänge zu ziehen. Unsere Teamarbeit sah so aus das meine Frau ungefähr 95% der arbeit erledigt hat. Das war nicht viel was für mich übrig blieb. Sollte ich jetzt frustriert oder deprimiert sein?

NEIN, war meine klare und deutliche Antwort. Jeder hat seine Schwächen und Stärken. Warum soll ich mir darüber den Kopf zerbrechen und verzweifelt sein? Irgendwann kommt meine Zeit. Ich muss nur dafür bereit sein. Die hauptsächliche Arbeit im Garten gehört nicht zu meinen Stärken. Da mache ich auch keinen Hehl daraus.

Aber schon Gestern war es mir möglich mein Können, meine Stärke einzusetzen.   

Fußball 11/13

 

Nachdem wir letzte Woche mit einen neuen Ball gespielt hatten, kam er folglich wieder zum Einsatz. Es ist nun unser Spielball für diesen Sommer. Mein Verständnis dazu hielt sich bisher in Grenzen.

Gestern war es immerhin etwas besser. Allerdings erst nachdem mir eine unkonzentriertheit im Tor passiert war, ich hatte die Flugbahn des Balles unterschätzt und schon hatten wir ein Tor kassiert. Danach war mein Gefühl zu ihm allerdings etwas besser.

Positiv zu vermerken gibt es für den gestrigen Abend, das ich problemlos durchgehalten habe, Gesund geblieben bin und meine Knochen schon belastbarer geworden sind, was im Hinblick auf nächste Woche auch wichtig ist.

Denn dann muß ich laufen, da viele nicht dabei sein können. Ruhig angehen oder Kräfte schonen wird dann nicht möglich sein.    

Das kann jeder

So mancher fragt sich vielleicht warum Woche für Woche meine Erlebnisse vom Sport aufgeschrieben werden? 

Damit will ich aufzeigen, das es trotz Behinderung keinen Grund gibt sich zu verstecken und nichts zu machen. Das gilt für Betroffene und erst recht für Gesunde. Bei Behinderten mag die Hemmschwelle vielleicht etwas größer sein. Wer aber gewillt ist Sport zu treiben für den dürfte es kein Problem sein. Sport kann JEDER machen.

 

Um das zu verdeutlichen kommt der wöchentliche Bericht über meine Aktivität als Fußballer. Diesen Artikel könnte ich auch kurz und knapp zusammenfassen.

„Das kann doch jeder“

Damit wäre aber kaum jemand zu überzeugen.

Gefühle, Emotionen und Erfolgserlebnisse – das sind die Schlagworte die jeden Donnerstag von mir durchlebt werden. Und sie sind kein Privileg von mir. Nein, das Erlebnis, das Gefühl kann jeder für sich, auf seine Art und Weise, erleben. Die Voraussetzung dafür hat auch jeder.

Der Wille muss vorhanden sein, die Bereitschaft etwas für sich zu tun, etwas was mit Schweiß und Schmerzen verbunden ist.

 

Um das für jeden verständlich zu machen, wie schön und leicht Sport sein kann werden meine Berichte vom Fußball veröffentlicht.

Dusche

In einen der vielen Beiträge habe ich schon darauf hingewiesen, das der Teufel im Detail steckt. Scheinbar unbedeutendes, ja fast belangloses kann zum Problem werden. Dieses Dilemma trifft auf fast alle beeinträchtigten Menschen zu, egal ob sie nun kurzfristig(Knochenbrüche, Schlaganfall) oder dauerhaft gehandicapt sind.

 

Bei mir ist es diesmal die Dusche, genauer gesagt die Halterung für die Duschbrause. Ein Teil davon ist herausgebrochen. Folglich kann ich mich nicht einfach vom Wasser berieseln lassen, sondern ständig in der Hand halten. Auch wenn die Umstellung keine grosse Schwierigkeit für mich darstellt. Der gewohnte Ablauf dauert etwas länger, ich brauche mehr Zeit als üblich.

In diesen Fall geht es nur um eine Zeitverzögerung und Bequemlichkeit. Oft sind es diese Winzigkeiten die einen immer wieder spüren lassen, das man eine Beeinträchtigung hat.

Da kannst Du Dir den ganzen Tag Mühe geben, am Ende erinnert Dich etwas ganz einfaches an Deine Behinderung. Also stehe ich lieber gleich dazu.

Wenn ich Glück habe, verläuft der Tag vollkommen normal. Wenn nicht, werfen diese Kleinigkeiten mich nicht gleich aus der Bahn. Sie lassen mich unbeeindruckt, weil ich immer auf solche Situationen eingestellt bin.  

Das Knie

 

In der letzten Woche bekam ich ein Problem, das mir in den letzten 20 Jahren fremd geworden war. Mein Knie machte mir zu schaffen. Gut, es war schon immer so das ich bei Überbelastung leichte Schmerzen hatte, aber diesmal waren sie unerträglich. Da mußte ich mich anstrengen weiterhin Positiv zu Denken. Zum Glück fiel mir eine Heilmethode ein, die ich früher oft angewandt hatte.

Gleichmäßiges Fahrradfahren mit niedriger Gangschaltung.

Diese Woche kann ich sogar wieder Treppen steigen ohne gleich zusammen zu zucken. Das Radfahren ist auch nicht mehr so schmerzhaft. So langsam ist Besserung in Sicht. Wo meine Beschwerden am Knie sind kann ich noch nicht sagen. Ich schwanke zwischen Meniskus, Seitenband oder Patellasehne. Ganz genau kann das nur ein Orthopäde feststellen. 

Nur was passiert mit mir dann? Wahrscheinlich wird mir eine Operation empfohlen. Bei dem was mir über Operationen an Knie, Hand oder anderen Gelenken bekannt geworden ist, scheidet diese Möglichkeit für mich jedoch aus. Permanente Schmerzen und keine Verbesserung, das Risiko ist mir zu hoch.

 

Lieber fahre ich langsam und gleichmäßig Fahrrad. Irgendwann wird es meinen Knie schon besser gehen.