Archiv für den Monat: September 2013

Fit

Im Augenblick läuft bei mir mal wieder alles durcheinander. Genau das gefällt mir, nichts ist vorhersehbar. So wie am Samstag, da verlief der Tag ganz anders als ich ihn mir vorgestellt hatte. 

Freitag Nacht erfuhr ich von meinen Bruder das er mit einen Einsatz im Tor vor sich haben könnte. Leider fand das Spiel am äußersten Ende der Stadt sonst. Womit für mich feststand dieses Spiel nicht sehen zu wollen. Darum entschied ich mich meinen Tagesablauf wie gewohnt zu gestalten. Ab ins Shopping Center um zu frühstücken und ein wenig zu Bummeln. 

Doch dann kam am Samstag die Sonne raus. Spontan schmiss ich alle Pläne über den Haufen und bin mit dem Rad in den Bremer Süden, an die Landesgrenze, gefahren. Auf dem Rückweg packte mich der Wagemut.

 

„Kannst du überhaupt noch schnell fahren, oder bist du nur noch dem gemächlichen Trott verfallen. Bist du überhaupt noch Fit?“ 

Dieser Gedanke ging mir durch den Kopf. Das Ziel war ja nicht der Arbeitsplatz, der Garten bzw. sonstige Orte war, sondern Zuhause. Also konnte ich versuchen schnell zu fahren. So rasant wie es früher immer bei mir der Fall gewesen ist. Das war endlich die Möglichkeit zu testen wie es um meine Fitness bestellt ist. Anfangs war mir meine Idee nicht ganz geheuer, meine Fahrweise noch etwas verhalten. Doch die letzten 5 Kilometer waren so schnell das ich sogar noch Heute davon wie beflügelt wirke.

Anstatt nach der Arbeit den kürzesten Weg nach Hause zu fahren führte mich mein Weg noch Quer durch Bremen. In den Garten – durch die Stadtmitte – an etlichen Supermärkten vorbei in die 12 Kilometer entfernte Neustadt zum Supermarkt.

Es ist einfach schön dieses Gefühl der absoluten Fitniss wieder erlangt zu haben. Auch wenn viele damit nicht mehr gerechnet haben.

Mein Glaube daran war Felsenfest und immer vorhanden.

Fußball 20+21/13

 

Meinen letzten Eintrag über den Donnerstags-Fußball hatte ich mit der Überlegung ihn in der folgenden Woche mit dem aktuellen Bericht aufzuschreiben. So schnell kann sich etwas ändern. Bekanntlich kam mein Kreuz dazwischen, oder anders gesagt: meine Rückenprobleme.

Fußball-spielen

Gestern habe ich es gewagt wieder zu spielen. Es war ein schönes Gefühl. Endlich wieder dabeisein zu können und gegen den Ball treten. Viel mehr war es zwar noch nicht, aber immerhin bin ich etwas gelaufen habe ein wenig geschossen und manchmal auch etwas gehalten.

Es war ein Anfang, ein Zeichen das ich nicht aufgebe. Ein Zeichen das ich weiter spiele und mich durchbeisse.

Selbstgefällig

 

Während die Grünen, nach dem Prinzip

„Fehler von Gestern werden ignoriert oder totgeschwiegen“

vorgegangen sind, ist meine Vorgehensweise

„Stehe zu Deinen Fehlern und verarbeite sie“

In der Regel werden sie mir dann auch verziehen.

Womit ich schon bei dem allgemeinen Teil bin, der Teil des gestrigen Kommentars der sich jederzeit aufs normale Leben übertragen lässt.

Dieses Gefühl der Sicherheit ist mir nur zu bekannt. Jedes Mal wenn ich der Meinung war genügend getan zu haben und mich (ähnlich wie die SPD) schon am Ziel wähnte, ging es schief und endete mit einen Rückschlag. Es reicht nicht aus sich mit dem erreichten zufrieden zu geben. Genauso wenig ratsam ist es sich auf den Erfolgen vergangener Tage auszuruhen. Egal um was es geht, egal wie gut man zu sein glaubt. Ohne eine ständige Weiterentwicklung wird es zum Stillstand und dann zum Rückschritt kommen.

 

Du bist erst dann am Ziel wenn Du es erreicht hast. Bis dahin darf man sich seines Erfolges nie zu sicher sein. Dieses Gefühl der Selbstgefälligkeit ist gefährlich. Wenn neben der Überheblichkeit noch die Orientierungslosigkeit (Welcher Kandidat, welche Richtung)und das Gefühl der Unbesiegbarkeit dazu kommt, ist die Niederlage vorprogrammiert.

Ziel erreicht

So ist es der SPD ergangen

Bundestagswahl 2013 – Alternativkommentar

Bundestagswahl

Bei so vielen Kommentaren die es Heute gibt, möchte ich einen sogenannten Alternativ-Kommentar von mir geben.

Als meine Frau und ich, vor fast zwei Jahren, den Parteitag der SPD in Berlin besucht haben wurde uns der kommende Staatspräsident Frankreichs vorgestellt. Mit etwas Glück ist er es auch tatsächlich geworden. So ganz nebenbei wurde auch der neue Ministerpräsindent von Niedersachsen vorgestellt, denn es war ja klar das er ein paar Monate später gewählt werden würde, was ihm auch (äußerst knapp) gelang.

Für die Bundestagswahl stand der Sieger schon fest! Das konnte nur Rot/Grün sein. Die Meinungsumfragem waren so, das nichts schief gehen könnte. So dachten zumindest die SPD Redner. An jenen Tag war mir klar:

„Das wird ein böses Ende nehmen. Sie haben noch 3 Kandidaten mit unterschiedlichen Konzepten, deren Können darin besteht bessere Umfragewerte zu haben.“ Danach tat die SPD fast 1 Jahr überhaupt nichts mehr ausser zu diskutieren. Warum sollten sie auch arbeiten? Ohne ihr zutun sah es hervorragend aus für sie. Irgendwann kamen sie nicht daran vorbei, sie mussten Farbe bekennen.

Da sie monatelang Stillstand gepflegt hatten, war es eine logische Konsequenz das sie bei dem Versuch aktive Politik zu betreiben, etliche Fehler machten. Bis die Feinabstimmung zwischen allen Ebenen der Partei stimmte stand die Wahl schon vor der Tür. Die Zeit zwischen Dezember 2011 und September 2013 hatte die Partei, in einen Gefühl der absoluten Sicherheit, vollkommen verschlafen.

Während der Gegner permanent gearbeitet hat und seine ständigen Fehler immer wieder korrigiert hat, kam von der SPD nichts. Erst als es zu spät war, rührte sich der politische Dino das erste Mal.

Morgen kommt die persönliche Schlussfolgerung         

Weisheiten LX

Eines Tages erzählte mir meine Großmutter, das geistige Arbeit schwerer und anstrengender als körperliche Arbeit wäre. Aus Höflichkeit habe ich geschwiegen.

 

„Sie ist ja schon älter, da können auch mal seltsame Ansichten zustande kommen“ , habe ich mir damals gedacht. Genauso habe ich, ein paar Jahre später, unseren Jura Professor, aus der Fußballtruppe, belächelt als er mich mit den gleichen Worten Worten aufklären wollte.

Auch Heute, nach über 30 Jahren, fällt es mir schwer beiden recht zu geben. Dabei komme ich immer mehr zu der Einsicht das ihr Zitat stimmt. Jüngstes Beispiel war das Lampionfest.

Lampionfest

Egal wer mir an dem Tag begegnet ist, jeder Satz musste wohlüberlegt sein, alles musste sofort verarbeitet werden. Da wirkten die Laufereien von einen Teil des Festgeländes zum anderen, wie die reinste Erholung. Obwohl diese Gänge mich körperlich belasteten, da die Krüke noch mein ständiger Begleiter sein musste. Abends war mein Körper nicht so geschwächt wie mein Kopf.

Plötzlich fielen mir ähnliche Situationen ein die ich erlebt hatte. Wie z.B. das grosse Regale rücken und Bücher sortieren in der Bibliothek. Damals haben wir nach unseren Umzug vom ältesten Gebäude der Uni, in unser jetziges Domizil, tagelang Regale aufgestellt, Bücher ausgepackt und eingestellt. Dabei war für mich nie nach 4 Stunden Schluss. Regelmäßig haben wir alle Überstunden gemacht. Es war harte körperliche Arbeit. Damals war ich jedoch nicht ein einziges Mal so geschafft, wie es mir oft genug auf vielen Sitzungen in der Politik oder jetzt bei den Kleingärtnern, ergangen ist.

 

Inzwischen konnte ich es mehrfach nachlesen und es erscheint mir auch logisch. Der Kopf ist die Zentrale des Menschen und wenn die zu sehr beansprucht ist, dann geht gar nichts mehr. Gerade Kopfpatienten bekommen das deutlich zu spüren. Genau hier liegt das Problem für Menschen die Gehirnerkrankungen haben.

 

Sie spüren es, sie fühlen es und doch sind sie machtlos, sie können nichts dagegen machen. So sehr man sich auch bemüht aktiv zu sein, es hilft nichts – man ist einfach leer und kann nichts dagegen unternehmen. Erschwerend kommt dazu das man es niemanden erzählen kann. Es versteht keiner.Für solche Momente gibt es nur eines:

                                                   POSITIV DENKEN! 

 

Genau genommen reicht das nicht aus. Eine Rückbesinnung aufs Leben ist für mich immer Hilfreich. Der Gedanke, das Wissen noch zu leben lässt mich diese Geistige Leere besser ertragen. Dadurch fällt es mir auch leichter, lachen zu

 

können und selbst in schwierigsten Situationen nur die guten Seiten des Lebens zu sehen. Denn eines ist doch klar.

Egal wie anstrengend und beschwerlich ein Leben auch sein mag.

 

Es gibt nichts Schöneres als das Leben

 

und darum geniesse jeden Tag.

 

 

999 oder Weisheiten LIX

Nun ist es soweit. Der 999 Artikel steht an.

 

Auch wenn Optimismus ein Teil von mir ist, soweit ging mein Vorstellungsvermögen damals, am 6 März 2009 doch nicht. Auch wenn Konstanz zu meinen Stärken gehört. Über vier Jahre an dem Blog arbeiten und dann sogar vor dem 1.000 Artikel zu stehen. Nein, davon wagte ich nicht einmal zu träumen.

 

Das erste Mal ging mir dieses Ziel durch den Kopf als das wilde schreiben von mir durch eine Struktur des Blogs abgelöst wurde. Er wurde in ein System eingebunden.

Es war mutig aber Richtig. Nach all den zuversichtlichen Berichten ließ ich meinen Ängsten und Sorgen freien Lauf. Etwas was von mir, ursprünglich, nie geplant war. Das dies manchmal beklemmende Artikel gewesen sind, ist mir schon beim Schreiben klar geworden. Denn gerade diese Berichte haben viel Kraft gekostet.

Genau an dem Punkt setzte aber mein Plan ein und meine Gedanken gingen das erste Mal in ferne Tage. Doch das passierte ausgerechnet in einer Phase der Lustlosigkeit. Das ich gerade an diesen Tagen meine Gedanken in die Zukunft schweifen ließ, entspricht meiner Mentalität.

„Nie aufgeben – immer kämpfen

zweifeln gehört dazu – um Positiv nach vorne blicken zu können

schwere Aufgaben sind da um bewältigt zu werden

Leicht war Gestern“

Frei und unbedarft schreiben sollte den Anfang machen um dann von Beängstigenden sorgenvollen Artikel abgelöst zu werden und nach einer unbestimmten Zeit von ausschliesslich Positiven Beiträgen weiter fortgeführt zu werden.Vielleicht ist der sorgenvolle Teil zu lang geworden, aber er zeigt auch auf was beeinträchtigte Menschen erleben können.

 

Da es ja ein Blick in mein Leben ist, war es mir wichtig alles glaubwürdig aufzuzeigen und zwar so das möglichst viele ihre positiven Schlüsse daraus ziehen können. So manches mal endecke ich im nach hinein Fehler oder mir sträuben sich die Haare über meine gerade geschriebenen Artikel. Aber gerade diese Erfahrung ist wichtig. 

Erst kommt das körperliche Befinden, dann der allgemeine Gesundheitliche Zustand, danach der Versuch wieder Gesund zu werden, und ganz am Schluss die Feinheiten der Grammatik. Dabei ist die Botschaft für mich wichtiger als Groß- oder Kleinschreibung, Komma oder doch kein Komma. Das Verständnis steht für mich im Vordergrund.

Die letzten 100 oder 200 Artikel haben deswegen auch eine klare Aussage

 

Es ist zwar nicht immer leicht an sein Ziel zu kommen. Mit den letzten 999 Beiträgen dürfte es mir aber hoffentlich gelungen sein, das jeder weiss das er sein selbst gestecktes Ziel erreichen kann.

Rückfälle

Am Samstag nach der schlechten Leistung von Werder fiel mir nichts besseres ein als die Mannschaft in Schutz zu nehmen. Im Grunde genommen verhält es sich bei ihnen nicht anders wie im gewöhnlichen Leben. In den letzten Jahren hat Werder wie ein schwer kranker Patient gespielt. Phasenweise lagen sie am Boden. So etwas steckt man nicht so schnell weg. Mit einer schnellen Besserung sollte man nicht rechnen.

 

So ungern ich das auch höre, aber es stimmt. Krank zu werden – das geht schnell. Wieder auf die Beine zu kommen – das dauert. Manchmal länger als einen lieb ist. Dabei gibt es die Momente in denen es gut geht, die Gesundung wunderbar voranschreitet, und dann ist urplötzlich ein Rückfall da. Man muss aufpassen das man nicht in ein schwarzes Loch fällt.

Diese Rückfälle sind ein ganz normaler Prozess. Wenn alles wunschgemäß verläuft bleiben sie aus. Nur ist das leider die Ausnahme. Jeder Krankheitsverlauf beinhaltet Höhen und Tiefen. Bis der gewohnte Zustand wieder hergestellt ist kann es dauern.

So sehr das Positive Denken auch im Vordergrund stehen sollte, ohne Geduld, ohne Ruhe zu bewahren kommt man nicht zum Erfolg. Das gilt im normalen Leben sowie im Sport.

Hanse Life

 

Wir leben Heute zweigeteilt. Morgens macht meine Frau Sport und mein Platz ist auf der Arbeit. Danach geht sie zur Hanse-Life, eine Hauswirtschaftsausstellung die mir nicht zusagt, obwohl sie gute Kritiken bekommt. Theoretisch könnte ich mitgehen, sie würde sich auch freuen. Aber das durchlaufen der vielen Hallen mit besagten Thema ist nicht meine Sache. Darum werde ich meinen eigenen Weg gehen.

Rückenbeschwerden

Normal wäre die übliche Vorbereitung um Fußball zu spielen. Doch nach Wochen voller Rückenbeschwerden bin ich Vorsichtig geworden. Das Risiko eines Rückfalls ist mir zu Hoch. Entweder wird mein Comeback nächste oder übernächste Woche stattfinden, aber nicht heute Abend. Wahrscheinlicher ist ein Abstecher ins Gartengelände. Denn eines ist klar. Meine täglichen Fortschritte zur Gesundung meines Rückens sind gut. Gefühlt, würde ich sagen befindet sich mein Leistungsvermögen bei 70 – 80 %.

 

Da hilft mir Ruhe bewahren mehr als ein zu frühes durchstarten beim Fußball. 

Abschiedsspiel / Gedanken 58

Abschiedsspiel 

Am Samstag waren meine Frau und ich beim Abschiedsspiel von Torsten Frings. Es war ein ein Wiedersehen mit Stars von Gestern. Ein Ausflug in die Historie des Sports, denn sogar Michael Schumacher war bei diesen einzigartigen Erlebnis.

 

Montag fiel mir auf das nicht nur der Samstag im Zeichen der Vergangenheit stand, sondern das Oldies im Augenblick meine bevorzugte Musik sind. Prompt gingen meine Gedanken an das Sweet Konzert zurück. Danach war meine Angst gross das es mir genau so ergehen könnte, wie denen die nur in der Vergangenheit leben.

Doch, so gingen meine Gedanken weiter,  scheinbar bin ich lernfähig. Denn mein Blick mein Denken ist nach wie vor Zukunftsorientiert und nicht nur in nostalgischen Gefühlen gefangen. 

 

Mit diesen Wissen ausgestattet kann ich jetzt nicht nur beruhigter Oldies hören, es ist auch angenehmer über Veranstaltungen wie z.B. das Abschiedsspiel nachzudenken.

Vor allen wird dieses   „Ja früher war…“ nicht zu meinen bevorzugten Sprachschatz gehören, obwohl es viel leichter ist den Blick zurück zu machen. Aber auch in den nächsten Jahren soll und wird es auch meine Stärke bleiben.

idee

Nachdenken – Ideen haben – und auf das Leben von morgen ausgerichtet sein.      

Verbündete

Im Augenblick dreht sich ein großer Teil meiner Freizeit um die Belange der Kleingärtner. Aktuell steht der Verwaltungswahnsinn auf dem Programm, oder es deutlicher. Wie das Bau-Ordnungsamt die Kleingärtner immer wieder aufs neue schikaniert.

senator

Nun will ich nicht so vermessen sein, das es mir gelingen könnte das abzustellen. Aber für alles gibt es eine Lösung. Genau nach diesen Ausweg werde ich suchen. Vielleicht ergibt sich sogar schon Heute die Möglichkeit, denn es gibt ein Treffen aller Gartenvereine aus dem Stadtteil. Dabei werden wir Erfahrungen austauschen und vielleicht auch Gemeinsame Aktionen besprechen.

 

Warum soll es mir dann nicht möglich sein, auch Verbündete zu finden. Denn allein bin ich Hilflos. Aber je mehr sich dem Kampf gegenüber dem Ordnungsamt zusammenschliessen umso besser sind die Aussichten auf einen Erfolg. Da dies ein langwieriger Prozess sein wird, erwarte ich vor 2015 keinen Erfolg. Solange sich keiner wehrt passiert auch nichts. Einer muss den Mut haben sich wehren zu wollen.

Der Anfang soll Heute gemacht werden.