kurze Liebe

verloren

Der Tag war erfolgreich verlaufen. Nicht unbedingt für Klaus seine Mannschaft. Bei einen gewonnenen Spiels hatten sie nur noch theoretische Chancen auf das Halbfinale. Es sah eher nach einen Platzierungsspiel aus, das am nächsten Tag wohl bestreiten würden. Sein Freund war mit der anderen Mannschaft erfolgreicher gewesen, er steuerte aufs Finale zu.

Dementsprechend gut war die Stimmung. Und so beschlossen einige Betreuer in eine nahe gelegene Discothek zu fahren. Beihnahe wäre Klaus in der Jugendherberge geblieben, denn was er von einen fremden Trainer zu hören bekam war nicht gerade freundlich

„Du kannst ruhig hier bleiben, von Dir will sowieso keine Frau was wissen. Schau Dich doch an. Fast Gelähmt – kaum Haare – nur eine Hand, welches Mädchen ist so verrückt sich mit Dir abzugeben?“

hässlich

Es war wohl mehr der Frust darüber das seine Mannschaft ausgerechnet gegen Klaus sein Team verloren hatte, doch der Stachel saß tief und schmerzte auch. Doch das ließ sich Klaus nicht anmerken.

Nach ca. 30 Minuten hatten sie eine Scheune erreicht um die ein reges Treiben herrschte. Das was von aussen so unscheinbar aussah war eine Discothek. Dort traf sich die Jugend aus dem gesamten Bereich zwischen Hannover und Osnabrück. Gerade an dem Abend war es ziemlich voll. Angesichts dieses musterhaften Pfingstsamstags war es auch kein Wunder.

„Keine Frauen“

diesen Vorsatz hatte Klaus natürlich vergessen. Da seine Freunde, wie gewohnt, den Mund auch ziemlich voll nahmen gab es nur ein Ziel für ihn. Er wollte auch einmal jemanden nur für eine Nacht kennen lernen. Was genau bei seinen Freunden sich nachts immer abgespielt hat wenn die an den Disco-Abenden eine Bekanntschaft gemacht hatten konnte er nicht sagen. Vielleicht war es so intim wie immer von ihnen behauptet wurde, vielleicht war es aber auch ganz anders. Er beschloss für sich darüber zu schweigen. Ob Erfolg oder Mißerfolg. Das sollte sein Abend werden. Nur für ihn.

Vorsorglich hatte er sein gutes schwarzes Hemd und gepflegte Schuhe für die 3 Tage eingepackt, womit er sich schon von vielen äußerlich unterschied.

„Eigentlich schade das ich keinen Alkohol mehr trinke, sonst wäre meine Stimmung jetzt bestens und alles wäre viel leichter“, dachte er sich um im nächsten Moment festzustellen

„Na ja, dafür bin ich konzentrierter und besser ansprechbar. Um eine locker leichter Stimmung zu haben musst Du Dich nur anstrengen, Klaus geb Dir Mühe!“

So verliefen viele Zwiegespräche bei ihm. Am Ende gab er sich immer einen ganz besonderen Ruck weil er sie mit der persönlichen Ansprache beendete.

Seine Kameraden standen nur herum um sich alles anzusehen und glanlose Kommentare von sich zu geben. Keiner von ihnen traute sich eine Frau anzusprechen.

„Mehr als Nein sagen, geht nicht“

sagte sich Klaus und flirtete munter drauf los. Nach einigen Absagen hatte er Glück. Sie hieß Simone war, auch wie er zweiundzwanzig, und kam aus einen nahe gelegenen Dorf. Ihre Freundinnen hatten sie versetzt, weoraufhin sie alleine losgefahren war um sich zu amüsieren. Es dauerte nicht lange bis beide auf der Tanzfläche waren. Nach dem ersten langsamen Song, den beide eng umschlungen verbrachten, wurde Simone neugierig und wollte wissen auf was sie sich eingelassen hatte. So gingen beide raus. Woraufhin Klaus ihr sagte

„Das ist nichts schlimmes. Nur eine Lähmung die durch einen Unfall entstanden ist. Am Kopf bin ich ein paar Mal operiert worden sonst nichts, alles gut bei mir.“

Da beide schon einmal draussen waren genossen sie den Abendhimmel und küssten sich erst vorsichtig dann etwas intensiver um dann zu beschliessen hinter einen der Heuhaufen zu verschwinden.

Samstag geht es weiter

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