Weisheiten LXIII

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es ist die Zeit der allgemeinen Hektik. Vielleicht sollte ich mich auch anstecken lassen, vielleicht ist es aber ratsam Ruhe zu bewahren. So wie Gestern. Ein Freund bat mich für ihn etwas bei einen Internet Dienst zu bestellen. Dabei wollten wir eine neue Versandmethode probieren.

packstation

Die Packstation. (Eine Packstation ist ein Paketautomat von DHL.  Das System wurde ab Ende 2001 aufgebaut. Derzeit gibt es bundesweit etwa 2.500 Automaten (Stand Dezember 2012), an denen Kunden rund um die Uhr bestimmte Sendungen abholen sowie selbst einliefern können.)

Ungewohnt war die Adresseingabe für mich. Am Ende war alles gut gelaufen. Das dieser Vorgang länger bei mir dauerte, lag ganz einfach daran das mir noch ein Spruch einfiel an den ich mich tatsächlich gehalten habe.

„Lieber Ruhig und langsam – dafür Richtig, als schnell und Fehlerhaft“

Für diese Weisheit gibt es bestimmt viele Urheber. Das sie nur von mir kommt ist relativ unwahrscheinlich, denn gerade auf mich traf der zweite Teil des Spruches zu. Nach vielen Mißerfolgen orientiere  ich mich in letzter Zeit jedoch vermehrt an der kompletten Weisheit und fahre gut dabei.

Gegen den Strom

mitgliedervotum

In der letzten Woche hat die SPD ihren Mitgliederentscheid durchgeführt. Dafür hat sie anfangs sehr viel verbale Prügel einstecken müssen. Warum sollte es mir anders ergehen? Unter meinen Freunden und Bekannten sah es genauso aus. Kaum jemand sprach sich für diese neuartige politische Beteiligung aus.

Es war wie so oft.  Eine Vorliebe von mir, die zwar nicht immer erfolgreich, aber dennoch ein Teil meiner Philosophie ist, kam wieder einmal zum Zuge.

„Gegen den Strom schwimmen“

mondre.de

Oder anders ausgedrückt. Den Mut haben sich gegen die mehrheitliche Meinung zu stellen. So von dem überzeugt sein was man denkt und auch glaubt, das man bereit ist eine Aussenseiterrolle anzunehmen. Einfach mit dem eigenen Weitblick an den Erfolg zu glauben.

In diesen Fall dauerte es nicht lange bis die Zweifler mich mit „ihren Wissen und den dazu gehörigen Begründungen“ in den Schatten stellten. Es war so wie immer. Bei Mißerfolg treten alle nach, bei Erfolg wussten es alle schon vorher.

Egal wie, man sollte den eigenen Weg und nicht den der Masse gehen. Dabei kann es nicht schaden mal „Gegen den Strom zu schwimmen“

Niederlage

Es hätte ein so schöner Artikel werden können, zumindest war er im Geiste so geplant. Doch dann kam wieder einmal alles anders.

Stolz wollte ich davon berichten wie mein Verzicht auf Sport war. Doch in letzter Sekunde habe ich die Sporttasche gepackt und bin mit zum Fußball. Ganz nach meinen Leitspruch:

wagnis

„Wer nicht wagt – der nicht gewinnt“

Doch diesmal streikte mein Körper. Erst schmerzte die Hand ein wenig und dann war mein Akku leer. Bei mir ging überhaupt nichts mehr. Drei Minuten Spielzeit ergab das. Der Rest war Pause. Mein Optimismus war Gestern stärker als der Blick für die Realität. Es war eine deutliche Niederlage für meinen Wagemut. Entscheidend für den Fast-Zusammenbruch war jedoch die fehlende Vorbereitung.

Eine ähnliche Situation ist mir mal in einer Sitzung widerfahren. Urplötzlich schaltete mein Kopf ab, nur mit größter Anstrengung gelang es mir die letzten Stunden der Beiratssitzung durchzuhalten. Zu Beginn der Sitzung kam sogar noch ein Redebeitrag und das Geschehen wurde aufmerksam von mir verfolgt – doch dann mit einen mal war alles vorbei.

entspannung

Genauso erging es mir Gestern Abend. Heute bin ich zwar nicht froh darüber das es mir so ergangen ist. Doch spätestens jetzt dürfte mir klar sein, wie wichtig Ruhephasen für mich sind.

Umzugs-Pläne

Ja, es ist ernst gemeint. Wir denken über einen Auszug nach. Uns fehlt nur noch eine Wohnung die unseren Vorstellungen entspricht. Unser Kriterienkatalog war schnell zusammen gestellt. Einzig die Umsetzung wird etwas länger dauern.

umzug

Erdgeschoss bzw. bei vorhandenen Fahrstuhl spielt das Stockwerk keine Rolle. Der Garten muss gut erreichbar sein. Der Weg zur Arbeit sollte kürzer als jetzt sein. Es muss eine Wohnung mit 4 Räumen sein, wobei unsere jetzigen Möbel stellbar sein müssen. Es muss bezahlbar sein. Dazu kommt noch die Unterbringung unserer Fahrräder. Es darf kein Keller sein.

Das sind konkrete Vorstelllungen die wir haben und es scheint auch die berühmte Nadel im Heuhaufen zu sein. Dabei haben wir jetzt schon eine hervorragende Wohnung die all dem entspricht. Fast! Wir wohnen in einen Haus, ohne Fahrstuhl, im 2. Stock und unsere Räder können wir nur im Keller unterbringen. Dazu kommt das unser Garten 4 Kilometer entfernt ist. Wer das liest wird zu Recht feststellen das es keinen Grund für einen Umzug gibt. Aber:

Der Teufel steckt auch hier im Detail, genau genommen im Knie. Das Knie bereitet mir seit einiger Zeit Probleme. Das Treppen steigen fällt mir immer schwerer und das Rad rein und raus zu befördern macht mir das Leben auch nicht leichter.

Noch sind wir jung, noch ist alles zu schaffen, doch wie sieht es in ein paar Jahren aus?

Vorsorge ist es also die uns Umzugs-Pläne schmieden lässt.

Debakel

0-7   Nein – dieses Debakel ist nicht gemeint. Obwohl es wahrscheinlich der Auslöser für mein Dilemma gewesen ist. Nach Spielende sind wir, wie gewohnt, den holprig steinigen Weg zur Strasse hinauf gegangen. Dabei haben wir ein hohes Tempo gehabt denn unser Frust war nicht gerade klein.

Wenn schon etwas schief läuft – dann richtig. Denn mit meinen linken Fuß kam ich ins Stolpern und flog lang hin. Das Ergebnis war eindeutig. Die rechte Hand schmerzte, die Hose war in Kniehöhe aufgerissen und meine linke Hand hatte wohl nur eine Kleinigkeit abbekommen denn der Schmerz war kaum spürbar. Zuhause sah es heftig aus. Das Knie blutete. Eine lange tiefe Risswunde auf der Kniescheibe gehört jetzt zu meinen Andenken an dieses Spiel.

butendes knie

Mein wahres Problem stellte sich jedoch erst im Laufe des Abends heraus. Es war die linke die Hand mit der ich mir eine schmerzhafte Verstauchung zugezogen habe. Sie schmerzte so stark das in der Nacht an Schlaf nicht zu denken war.

Fußball 28/13

eihnachten-fußball

Gestern war mein letzter Fußball Abend für dieses Jahr. Nächste Woche müßte ich mit dem Rad durch die Kälte,  Abends um 22.30 Uhr quer durch die Stadt fahren, das muss nicht sein. Eine Erkältung wäre dann bestimmt die Folge. In 14 Tagen findet die Jubilarsfeier der SPD statt und dort soll ich geehrt werden. Da dies auf einen Donnerstag geschieht fällt Fußball für mich aus.

weihnachtsfußball

Aus meiner Sicht war es Gestern ein würdiger Jahresabschluss. Fast alles gehalten und dazu noch in einer kritischen Situation unverletzt geblieben, weil mein Reaktionsvermögen stimmte. Der Hallenboden war so rutschig und glatt geputzt wie lange nicht mehr.

putzfrau

Vor einen Jahr wäre es nicht so gut gelaufen für mich. Doch diesmal war das Glück auf meiner Seite.

Am 9.1. 2014 geht es weiter. Bedenkt man das ich 2006 schon mit Fußball spielen aufhören wollte, war es die richtige Entscheidung mich damals überwunden und gegen meine träge Phase durchgesetzt zu haben.

Xaver

sturmtief xaver

Heute soll das Sturmtief Xaver über Deutschland toben. Grund genug um das Fahrrad im Keller zu lassen. So denken viele. Doch bei mir ist wieder einmal alles anders. Ich war mutig und bin mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Dieses Verhalten steckt in mir drin und ist auch ein Teil meiner Philosophie.

„Wer nicht wagt – der nicht gewinnt.“

Im Laufe der Jahre ist allerdings eine kleine Ergänzung dazu gekommen. Zuviel Mut tut nicht gut.Übermut oder die Unvernunft gehören eigentlich der Vergangenheit an. Diesmal war es ein schmaler Grad. Eine Stunde später hätte ich mit der Strassenbahn nach Hause fahren müssen, denn der Orkan kam wie vorausgesagt. Wie gut das mir meine Grenzen inzwischen bewusst sind

Logik?

Heute ist ein ganz normaler Mittwoch für mich. Von 9.00 Uhr bis 13.30 Uhr arbeiten und danach in den Garten fahren um im Vorstandsbüro als Ansprechpartner anwesend zu sein. Oder anders ausgedrückt. Es ist der lange Mittwoch. Doch Heute ist alles anders.

denken

Ich kann nicht Denken. Zumindest fällt es mir schwer. Jede geistige Belastung ergibt Kopfschmerzen sowie eine unangenehme Leere. Es ist einer dieser Tage die mir nicht gefallen, die aber zum Leben wohl dazu gehören.Schon beim Verlassen des Hauses war mir dieser Zustand aufgefallen. Anstatt mich krank zu melden entschied ich mich für die Variante:

„Egal wie, der Tag muss bewältigt werden, irgendwie wird sich schon alles zum Guten wenden.“

Da in einer immer härter werdenden Zeit Lob oft als Beleidigung angesehen wird, möchte ich meine Arbeitskollegen auch nicht mit Lob überhäufen. Aber erzählenswert ist es schon wenn Arbeitskollegen auf einen aus ihrer Mitte soviel Rücksicht nehmen das sie ihm einen Grossteil der Arbeit abnehmen, so das er sich im Laufe des Vormittages erholen kann.

Am Ende des Tages ergibt sich ein seltsames Bild.

Schwierigkeiten mit dem Kopf nahe der Unfähigkeit um dann die volle Belastung durchzuhalten. Nein, mit Logik hat das NICHTS zu tun.

Aber so ist nun mal das menschliche Gehirn – nicht erklärbar.

Adventskalender 2013

Wie gewohnt wird es auch dieses Jahr einen Adventskalender geben. So war es auf jedenfall geplant.

adventskalender

Doch warum nicht mal etwas neues versuchen? Darum wird es dieses Jahr keinen Adventskalender geben. Dafür wird ab dem 23.12.13 bis zum 1.1.14 jeden Tag ein Artikel erscheinen. Es ist die Zeit in der viele Urlaub haben bzw. Zuhause sind. Um eine aufkommende Langeweile zu verkürzen wird jeden Tag ein Bericht von mir veröffentlicht.