Archiv für den Monat: Januar 2014

Fußball 3 und 4/14

Im Augenblick läßt sich unser Fußball kurz und knapp zusammen zu fassen.

Wir spielen ca. 90 Minuten, laufen viel, haben Spass und kaum Pause. Bis auf „Laufen“ trifft es auf mich auch zu.

torwart

Dafür muss meine Reaktionsschnelligkeit mehr als gut sein, sonst fallen bei mir zu viel Gegentore. So zumindest war es Gestern in der 2. Hälfte unser Spielzeit, als meine Konzentration nicht so war wie es eigentlich sein sollte. Aus unerklärlichen Gründen ließen meine Kräfte nach, was gleichbedeutend mit verminderter Schnelligkeit war.

Knochenbrüche

Winterzeit – Kalte Zeit. Das stört mich überhaupt nicht. Winterzeit – Schnee und Eiszeit. Das stört mich gewaltig. Es ist die Zeit in der mein Fahrrad im Keller steht. Die schlimmste Phase ist jetzt, denn die Flächen sind zum größten Teil Eisfrei. Allerdings sind noch genug eisige Teilstücke vorhanden. Deswegen sind Bus und Bahn z.Z. meine Fortbewegungsmittel.

In den letzten Tagen, vor allen Heute, als die Frauen in der Kafferunde, darüber berichteten wer alles in ihren Umfeld sich Knochenbrüche zugezogen hat, da wurde mir mulmig. Oberschenkelhalsbruch war gleich 2x vertreten. Der klassische Armbruch war auch dabei und ein ganz normaler Beinbruch.

knochenbruch

„Weniger  ist manchmal mehr“

So heisst eine von vielen Weisheiten. Diese möchte ich durch

„Verzicht ist manchmal notwenig um mehr zu erreichen“

ergänzen.

Ja, es stimmt. Mir fällt der Verzicht schwer, aber die Aussicht auf einen Ausfall der mehrere Wochen lang sein kann, ist keine gute Perspektive.

Es gibt oft genug solche oder ähnliche Situationen im Leben. Wenn man sich an diese Weisheiten hält ergeht es einen besser.

Nichts ungewöhnliches

Es war…, so hätte auch die Überschrift lauten können. Doch wie so oft kam es anders. Denn kaum war die Einladung Gestern ausgesprochen war bei mir eine Leere, ich war einfach geschafft. Theoretisch wäre es mir möglich gewesen mit meiner Frau shoppen zu fahren. Sie hat es jedoch, mit der Begründung das Ruhe für mich besser wäre, abgelehnt. Auch wenn es nicht auf große Zustimmung bei mir stieß. Es war die richtige Entscheidung.

schwankungen

Diese Schwankungen sind nichts ungewöhnliches. Sie kommen immer wieder vor. Im positiven, wie auch im negativen. Gestern zeigte der Pfeil nach unten, was aber nicht tragisch war denn es waren ja nur meine Kräfte die mich zeitweilig verlassen haben. Doch diese Unregelmäßigkeiten müssen von mir immer mit einkalkuliert werden. Im Normalfall werden sie von mir mit einer Floskel abgetan.

„Irgendwo müssen das Gehirnbluten und die Kopf-OPs ja ihre Spuren hinterlassen haben, also streng Dich an und ignoriere diese Folge-Erscheinungen. Sie kommen ja nicht immer vor“

Und schon lässt sich alles viel leichter ertragen. Am späten Abend kam mir auch gleich die passende Idee für Heute. Es wird ein Verwöhntag für meine Frau!

DCF 1.0

Linie 28

Eigentlich könnte es ein trauriger Tag für mich sein. Michael Schumacher liegt noch immer im Koma und meine Gedanken wandern oft in meine Zeit nach dem Unfall zurück. Doch es geht auch anders.

Heute scheint die Sonne mit ihrer ganzen Kraft und Schönheit. So wie sie sich auf dem Schnee spiegelt sieht es Traumhaft aus. Und doch bin ich nicht mit dem Rad sondern mit dem Bus zur Uni. Das es mir gefällt und ich gerne auf mein Fahrrad verzichtet habe liegt an der neuen Streckenführung der Linie 28, eine Buslinie die es erst seit kurzer Zeit gibt. Sie führt mich direkt von unseren Gebäude zur Umsteigstelle für den Bus der fast zu unseren Haus fährt.

gute-laune

Da kann doch nur Gute Laune bei mir sein. Ein Zustand den ich mit jeden gerne teilen würde. Darum war es mir eine Freude meine Frau zu einen Bummel mit anschließenden Essen in das modernste Shopping-Center Bremens einzuladen. Zusammengefasst ergibt das:

Sonne – Freude – Glückseligkeit – so schön kann das Leben sein

Gedanken 59

Eigentlich sind es ganz normale Tage in dieser Woche. Aber nur eigentlich, denn es sind auch besondere Tage. Wenn mein Erinnerungsvermögen stimmt, sah es vor 46 Jahren so aus, das mir die Ärzte am 27.1.67 gesagt haben:

„Morgen werden Deine Fäden gezogen, dann warten wir deine Reaktion ab und dann wirst Du entlassen“

Es ist nicht viel was mir im Gedächtnis geblieben ist was ich in den 24 Wochen Krankenhaus erlebt habe, aber diese Worte und die Ärzte wie sie vor mir standen, sind unvergesslich.

 

Normalerweise kommen diese nostalgischen Gedanken nicht mehr vor. Doch durch den Unfall von Michael Schumacher durchlebe ich diese Zeit gerade ziemlich intensiv. Für mich bedeuten gerade diese 3 Tage sehr viel. Aus ihnen nehme ich auch die Zuversicht das es M.S bald so ergehen könnte wie mir. Denn sogar Heute verläuft sein Krankheitsverlauf immer noch identisch zu dem meinigen.

Grund genug für mich weiterhin Positiv zu denken. Irgendwann wird auch er diese drei Tage erleben. Sie bedeuten jedes Jahr immer wieder Freude

Wintereinbruch

Beihnahe wäre mir das passiert, was ich vermeiden will. Eine doppelte Überschrift. Kälte und Eiseskälte waren schon 2010 bzw. 2012 der Titel eines Artikels.

winterkälte

Jetzt kommt der Winter doch noch. Auch wenn es nicht nach meinen Geschmack ist. Diejenigen die immer fest an ihn geglaubt haben, dürften über diesen Wintereinbruch froh sein. Für mich bedeutete das. Schal, Stirnband und Fleece-jacke unter der dicken Winterjacke. Theoretisch wäre auch die Fahrt mit Bus oder Bahn zur Uni möglich gewesen. Aber mit meinen frisch aufgepumpten Reifen und den wieder richtig eingestellten Sattel, wäre es eine Sünde das Rad im Keller stehen zu lassen.

linie 6

Obwohl, ein wenig Überwindung gehörte Heute Morgen bei minus 4 Grad schon dazu. Nur wer etwas erreichen will muß auch Opfer bringen. Mein Ziel ist es ohne eine Erkältung den Winter zu überstehen. Das geht auf dem Rad besser als in dem Bazillen Transportmittel Bahn und Bus.

Weisheiten LXV

Den Anfang für diese Lebensphilosophie hatte ich ja mit Sechzehn gemacht. Im Alter von 18 Jahren kam die nächste Eingebung.

idee

„Egal wie verrückt oder unmöglich deine Wünsche, deine Träume sind – versuche sie umzusetzen. Wenn nicht Heute dann später irgendwann in deinen Leben. Auf jedenfall wirst Du immer an den Traum glauben das du ihn verwirklichst“

Das war nun keine bahnbrechend neue Erkenntnis, aber es war die logische Fortsetzung meiner ursprünglichen Gedanken. Kaum war die erste feste Freundin Vergangenheit wurde von mir eine Prioritätenliste aufgestellt. Neben vielen Reisen, wie z.B. Ägypten und den Pyramiden oder die USA mit New York, stand etwas anderes oben an erster Stelle. Etwas wofür man mich belächelt oder sogar ausgelacht hat. — Eine Frau! Eine Frau mit der ich alt werden wollte. Aus meiner Sicht war das jedoch mehr Teil eines normalen Lebens.

Angepasst, Ordendlich, Vorbildlich, so wie alle sich verhalten – das passte nicht auf meine Wunschliste. Gegen den Strom schwimmen, das tun wo andere sich nach sehen weil ihnen der Mut fehlt es umzusetzen. Das war auf der Liste vertreten.

Die Schwierigkeit bestand auch in der Umsetzung. Denn immer wieder kamen diese Schlagworte vor

PLEITEN und PANNEN- WILD und WAGEMUTIG – UNVERNUNFT

Ersteres war immer schnell abgetan mit der Feststellung, das Erfahrungswerte dazu gehören. Der zweite Punkte war oft mit Verletzungen verbunden, aber auch mit Erfolgserlebnissen. Der dritte Teil gefiel mir am besten. So wurde mein Tunesien Urlaub mit

„Wie kannst Du nur?“ oder was fällt Dir ein? so etwas macht man doch nicht“

begleitet. Doch mit dem Urlaub waren gleich 2 Dinge von der Liste verschwunden. Das  Reiseziel und eine echte Verrücktheit. Da ich nicht zum Pink Floyd Konzert konnte habe ich einfach 1 Woche Tunesien gebucht. Spätestens danach war mir klar.

„Man lebt nur einmal und Du hast hast nur dieses eine Leben.“

Da mich außer Fußball und Frauen nicht viel interessierte, war es eine von mir gewonnene Erkenntnis die noch mit dem Zusatz ergänzt wurde.

„Später wenn Du alt bist und Dich kaum noch bewegen kannst, dann kannst Du nur noch darüber nachdenken was Du versäumt hast, was Du aus Angst -Dich zu blamieren – alles nicht getan hast. Es ist doch viel schöner darüber nachzudenken, was man getan hat.“

Ganz am Schluss kam der alles entscheidende Teil für mein Leben.

geh deinen weg

„Du lebst für Dich, so wie Dir es gefällt, so wie Du es möchtest, so wie Du dich wohl fühlst. Lass die anderen doch denken was sie wollen. Gehe Deinen Weg, suche und finde Dein Glück für Dein Leben“

Weisheiten LXIV

Durch Zufall bin ich gestern auf ein Video einer Bremer Studentin getroffen, das mir aus dem Herzen sprach und mich an die ersten Jahre nach dem Unfall erinnerte. http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8

So gewählt und durchdacht gingen mir damals meine Worte nicht durch den Kopf, denn das war noch nicht möglich. Aber von der Tendenz her trennte uns nicht viel.

„Du hast das geschafft, Du lebst noch – Dich gibt es immer noch.“

dachte ich für mich.

Das muss ungefähr 1972 gewesen sein. Denn bis 16 war ich ein relativ folgsamer Junge, der sich zwar in der Pubertät befand. Bei dem aber alles im Rahmen verlief. Hin und wieder aufmüpfig um dann jedoch wieder folgsam zu sein. Doch die Gedanken gingen weiter und wurden prägend fürs spätere Leben.

Lebensgefühl

„Immer wieder hörst Du – Lebe jeden Tag, genieße jeden Tag. – Und was ist? Keiner macht es.“

ging es mir durch den Kopf, um gleich weiter fort zu fahren

„Doch einer macht es. Du machst es wirklich! Du machst Deine Träume wahr Du lässt Dir nichts mehr verbieten. Du machst nur noch das was Dir Spaß und Freude macht“

Das war der Anfang, der ein paar Jahre später von mir ergänzt wurde.

Das kommt Morgen

Fahrradventil

böser smiley

Am Donnerstag war es mal wieder soweit. An der Uni hat mir jemand einen Streich gespielt. Irgendein Gestörter hat mir aus dem Hinterreifen die Luft heraus gelassen. Dabei hat er eine neue Variante gewählt, indem er gleich das ganze Ventil heraus gedreht hat. Das hat meine Frau einen Tag später gefunden, als wir es zusammen zum Fahrradservice in die Stadt bringen wollten. Diese Tortour fiel zum Glück aus, denn wir haben praktisch gedacht und das Rad an der Uni gelassen. So bin ich Heute Morgen wieder mit dem Bus zur Arbeit. Dabei befand sich im Gepäck eine Fahrradpumpe.

Anstatt mich zu ärgern, war mein einziger Gedanke wie es schnellstmöglich behoben werden kann. Kein Schimpfen, keine Wut und auch kein Klagen kam mir in den Sinn, geschweige denn über meine Lippen. Es war eben so, und daran ließ sich auch nichts ändern. Es hatte sich unerwartet das für mich ergeben womit man immer rechnen muss. Ich befand mich in einer neuen nicht eingeplanten Situation. Mit etwas mehr Ruhe wäre mir vielleicht sogar das Fahrradventil aufgefallen am Donnerstag Mittag, mit etwas Glück hätten wir vielleicht eine Fahrradpumpe gefunden am Freitag. Doch so war es nicht.

fahrradventil

Inzwischen ist meine Welt, als Fahrradfahrer, wieder Ordnung. Es war also richtig Ruhe zu bewahren. Es ging ja nur um ein Fahrradventil

Fußball 2/14

Der Donnerstag Abend war ganz nach meinen Geschmack. Im Gegensatz zur letzten Woche konnte ich mich viel besser bewegen. Mein Reaktionsvermögen war auch um einiges besser und ich war kurz davor das Tor zu verlassen um munter mit zu stürmen. Nur das Ergebnis stimmte nicht, was aber meiner Freude nichts anhaben konnte. Das Geheimnis war die Vorbereitung. Diesmal war alles so wie es sein soll.

Zaziki

Gut essen – viel Trinken – ausreichend schlafen – kein Stress. Der Abend hat mir deutlich gezeigt wie wichtig es für mich ist sich an diese Regeln zu halten. Allein die Wahl meines Mittagessens kann schon Auswirkungen haben. Früher waren es Rühreier dann gab es die Nudelphase und seit geraumer Zeit ist Gyros mit viel Tzatsiki  mein Favorit. Es hat eine blutverdünnende Wirkung und das ist für mich sehr gut.Welche Bedeutung der Schlaf für mich hat war diesmal auch klar erkennbar.

Den Versuch auf meine selbst aufgestellten Regeln, zu verzichten werde ich nicht noch einmal  wagen. Das Risiko ist mir doch zu groß. Bisher ist das Sportjahr gesundheitlich gut gelaufen. Das soll auch so bleiben. Deswegen wird es keine weiteren Experimente geben. Es gibt am Donnerstag für mich nur ein Ziel auf das ich mich konzentriere. Das ist ausschlieslich der Fußball.

fussball