Eine Bahnfahrt…

So etwas ist mir noch nie passiert. Bei meiner letzten Fahrt hatte ich eine Gesprächspartnerin. Diesmal war mein Gesprächspartner männlich. Wobei es mehr war. Zwischen Köln und Düsseldorf war mein Schlaf beendet und schon begann eine aufregende Bahnfahrt wobei Lustig wohl zutreffender wäre.

bahnfart

„Irgendwie kommt mir ihr Gesicht bekannt vor, kann es sein das wir uns schon einmal begegnet sind?“

fragte mich mein Nachbar. Es dauerte nicht lange bis wir sogar Gemeinsamkeiten feststellen konnten. Seine Mutter ist mir noch von der Universitätsbibliothek bekannt. Bei ihr war ich u.a. in der Ausbildung, da er in Bremen Jura studiert hat kannten wir uns auch aus der Jura Bibliothek. Die Krone war aber unser erstes Zusammentreffen.

 

1967 habe ich drei Pflichtspiele in einer Fußballmannschaft bestritten. Auch wenn es nur die D-Knaben einer unteren Spielklasse waren. Das spielt für mich keine Rolle. Dank dieser Spiele fühle ich mich als Fußballer. Denn das war eine richtige Mannschaft, ein Verein. Etwas ganz anderes als mein „wilder Hobby Fußball“ Diese Wochen sind mein ganzer Stolz.

mannschaft

Leider ist mir aus der Zeit kein Spieler bekannt. Bis letzte Woche Donnerstag. Nach 47 Jahren sitzt einer meiner Mannschaftskollegen neben mir im Zug. Auch wenn ich damals noch lange schwarze Haare hatte. Er hat mich erkannt. Wir konnten soviel Gemeinsamkeiten feststellen das war erstaunlich. Er war linker Läufer ich rechter Läufer. Im heutigen Fußball System wären wir also Mittelfeldspieler.

Für mich war es doppelt schön jemanden aus der Zeit zu treffen. Da es sogar die Zeit vor meinen Unfall betraff war es auch nur mit positiven Erinnerungen verbunden. Das wir so schnell zueinander fanden und gleich per DU waren spricht für meine neue Bekanntschaft und verleiht der damaligen Zeit eine weitere angenehme Note.

Um das ganze noch aufzuwerten. Wir haben meine Krankheit nur einmal kurz angesprochen. Sie spielte einfach keine Rolle. Es ist passiert und sie ist ein Teil meines Lebens. Fertig! Kein Grund um allles lang und ausführlich zu besprechen.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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