Archiv für den Monat: April 2014

Ausstellung

Montag hatte ich einen Termin bei dem mir unsere Vorgesetzte anbot eine Ausstellung ins Leben zu rufen, sie zu gestalten und federführend zu begleiten. Das ist eine Menge Arbeit die auf mich zukommt. Aus meiner Sicht ist es wie ein Ritterschlag. Es ist die Bestätigung für jahrelange Arbeit. Dabei geht es nur um Bücher. Eine Aktion die mein Kollege schon einmal durchgeführt hat

buchausstellung

Gestern schien es mir als wäre ich ein Ausstellungsobjekt. Endlich war es mir möglich meiner Frau im Garten helfen zu können. Nahezu auf jeder Fahrt zum Recyclinghof bei der ich den Rasenschnitt oder anderen Gartenabfall transportiert habe ist mir einer meiner Vorstandskollegen begegnet. Dabei wurde mir jedes mal die eine Frage gestellt.

„Was machst du hier? Arbeitest du etwa im Garten?“

Gartenarbeit

Gerade mein Wasserwart und mein Wegeobmann sahen mich an als ob ich ein Museeumstück wäre. Doch so wie mir die zukünftige Bibliotheksausstellung Spass machen wird, genauso hat mir die Gartenarbeit Freude bereitet. Gestern war ich am Ende stehend K.O. Heute Nacht war jeder Knochen zu spüren. Ganz so schlimm wird es mit der Uni hoffentlich nicht werden. Wichtig ist die Freude an der Arbeit.

Ja! das ist der Fall

Treppengefühle

Dies ist eine neue Wortschöpfung. Bisher ist mir dieses Wort noch nicht bekannt, aber es trifft auf mich und die neue Wohnung absolut zu. Nur noch 5 Stufen dann ist die Wohnungstür erreicht. Und wenn ich so wie gestern Abend mit dem Rad nach Hause komme führt mich mein Weg nicht zur Kellertreppe um dann gut 50 Stufen zu bewältigen. Stattdessen wird das Rad in den Fahrradkeller geschoben (nicht mehr getragen) und mein Weg ist einmal kurz um das Haus – 5 Stufen – Ziel erreicht. Auch hier ist es wieder nur die eine Treppe. Was für ein Gefühl.

Mein Knie spürt schon nach einer Woche diese Entlastung. Deswegen überkommen mich jedesmal freudige Gefühle wenn diese 5 Stufen  von mir „bewältigt“ worden sind oder problemlos geschafft sind.

.kleine treppe

Auch wenn der Umzug anstrengend und vor allen kostenintensiv war, er hat sich gelohnt. So schwer uns der Abschied auch gefallen ist spätestens auf der Treppe wissen meine Frau und ich das es die richtige Entscheidung war.

Der Umzug

seidler

Nun haben wir es überstanden. Unseren Umzug. Es war schon gewaltig was letzte Woche Dienstag transportiert wurde. Zwei LKW waren vollbeladen mit Möbeln und gut 150 Kartons

Wir hatten gut zu tun in den letzten Tagen. Inzwischen ist aber fast alles geschafft. Das wir soweit gekommen sind liegt daran das wir in den ersten Tagen kein Telefon kein Fernsehen und auch kein Internet hatten. Dementsprechend haben wir uns auf die Arbeit konzentriert.

Da unsere Freunde im Vorfeld entscheidende Arbeiten wie z.B. Tapezieren oder am Umzugstag sogar unsere alte Wohnung sauber machen, konnten wir uns problemlos an die Gestaltung der neuen Wohnung machen ohne dabei Zeit für andere Tätigkeiten zu verlieren.

umzugskartons

Es geht also nichts über gute Freunde. Nun sind wir auf der Suche nach einer Idee um ihnen auch etwas Gutes bieten zu können. Denn so wichtig Freunde auch sind, es ist genauso wichtig dies nicht als einseitige Leistung zu betrachten

Die erste Liebe

Spät Abends wenn die Hektik des Tages vorbei war legte sich Klaus bevorzugt Schallplatten auf die sich durch ihre ruhige Art und vor allen der Länge der Stücke auszeichneten. Tubullar Bells von Mike Oldfield war so ein Werk. 25.30 Minuten dauert Teil eins und der 2.Teil ist auch mit 22.30 Minuten nicht viel kürzer. Dazu kamen oft Aufnahmen von Pink Floyd oder Tangerime Dream. Es bestand also genügend Zeit zum Nachdenken.

tubullar Bells

„Bin ich wiin Draufgänger?“ fragte er sich, um danach über sein Liebesleben nachzudenken. Er hatte das erste Mal vor ein paar Monaten erlebt. Seitdem war Klaus klar das er alles in Ruhe angehen konnte. Der einzige Nachteil seiner ersten Liebesnacht war das er sich an kaum noch etwas erinnern konnte. Ausser das sie Blond war Sieglinde hieß und der BH ziemlich schnell von ihm geöffnet werden konnte wusste er nichts mehr, so betrunken war er gewesen. Vielleicht war das aber auch sein Glück. Denn die „Schönste Nebensache der Welt“ wollte er gerne wieder erleben, allerdings mit voller Wahrnehmung.

Unlocking Dreams

In der Nacht trank er das letzte Mal einen Whiskey oder Bier oder alles zusammen. Ja Mädchen kannte Klaus viele. Doch entweder waren sie gerade in einer neuen Beziehung oder etwas fehlte. So machte Klaus zwar viele schöne Worte aber die Richtige fehlte das was ihm gefiehl da lief alles schief. Es schien fast so als ob er nie über den BH hinaus kommen sollte. Gespräche, Auge in Auge oder stundenlang am Telefon. Aber das war es dann auch schon. Doch einmal!

Da stand sie in der Woche gegen 21.00 Uhr vor seiner Wohnungstür. Die absolute Traumfrau, die begehrteste Schönheit der ganzen Clique ja vielleicht des Stadtteils. Sie wollte zu ihm, so säuselte sie ihm in sein Ohr. Es dauerte eine Weile bis er sich gefasst hatte. „Barbara! zu mir? das kann nicht sein. Wenn jemand das Wort makellos verkörpert dann sie“ dachte er. „Warum nicht?“ sagte er sich im nächsten Moment um sich dann in sein schönstes Abenteuer zu begeben. Nach ein paar Minuten war der Spass allerdings schon wieder vorbei. Klaus merkte das ihr etwas fehlte etwas was er sich an einer Frau wünschte. Was genau das war konnte er nicht sagen. Sein Gefühl sagte ihm nur STOP

traumfrau

Diesen Vorfall hat er genauso für sich behalten wie alle anderen missglückten Liebeleien. Es hätte ihm auch keiner geglaubt. Auch als er mal ein Wochende mit zwei Frauen verbracht hat. Es ist nichts passiert, ihnen fehlte etwas. Einzig Sabrina die wäre es gewesen – aber die fühlte sich dem Alkohol zu sehr verbunden.

So saß er in seiner Junggesellenwohnung und wusste nicht ob er traurig oder Stolz sein sollte. Er beschloss Stolz wäre das Beste. Denn diejenigen die ihn so verhöhnt hatten ihn richtig abgestempelt hatten, von denen wohnten noch viele bei ihren Eltern und die kannten weibliche Bekanntschaften nur aus dem Fernsehen. Da fühlte sich Klaus doch um einiges besser.

Nach dem mißglückten Erlebnis mit Barbara kam lange Zeit nichts denn jetzt war ihm klar das er ziemlich hohe Ansprüche stellte. Als er diese einmal seinen Freund gegenüber äußerte bekam Klaus wieder die üblichen Vorhaltungen. Er wäre doch Behindert, kann sich nicht richtig wie Gesunde bewegen und gut aussehen würde er auch nicht.

„Glaubst Du etwa das Dich eine Frau, die all Deine Vorstellungen verkörpert, nach Dir umdreht?“

Daraufhin dachte Klaus ganz schlicht „JA“ Er war fest davon überzeugt das jeder sein Glück finden kann – auch in der Liebe

Charmeur

Wenn so über mich gedacht wird kann nicht viel gemacht werden. Denn gegen Vorurteile kann man nur schwer ankommen, dachte er für sich. Doch es gibt immer eine Möglichkeit. Ein Frauenschwarm, so eine Art Casanova wollte Klaus nicht sein. Aber es wurde Zeit für eine Freundin. Vielleicht würde das dieses dumme Gerede vom Frauenheld beenden. Doch dann fiel ihm ein das er schon lange nach einer Freundin suchte.

In den folgenden Wochen machte er seinen Freunden klar das er bald die Frau fürs Leben finden würde. Ein Flirt wäre ja ganz nett aber er war davon überzeugt das es besser wäre auf dieses Beziehungsdurcheinander zu verzichten. Dazu hatte er keine Lust so sagte er es zu sich. Erst lange sucheisse Zeit zusammen bleiben um sich dann zu trennen es mit einer anderen versuchen um dann doch mit der ersten Liebe wieder zusammen zu gehen. Dazwischen lieggen viele schlaflose Nächte, Ärger und Vorwürfe. Nein dann lieber länger nach der Richtigen suchen.

Küssen ist langweilig

Auf dem Weg zur Jugendherberge war Klaus ziemlich ruhig, was . Das lag an dem unglücklichen Ende seines Flirts sowie den Sprüchen seiner Freunde. Warum sollte er sich wehren, egal was er sagen würde – es wäre Falsch und würde nur noch mehr Gerede nach sich ziehen.Irgendwann ließ er sich doch zu einen Kommentar hinreißen

küsse

„Wisst ihr was, nur Küssen ist langweilig und wäre der Regen nicht gekommen hättet ihr alleine ohne mich in die Jugendherberge fahren müssen. Denn dann hätten wir mehr Spass als Küssen oder herumstehen gehabt.“

Obwohl Klaus wußte das er ziemlich dick aufgetragen hatte, danach war Ruhe. Leider war diese Fahrt damit auch der Beginn seiner erotischen Abenteuer. Denn von nun an war die Fantasie seiner Freunde grenzenlos. Ohne einmal mit einer Frau intim gewesen zu sein, wurde aus ihm ein Frauenheld. Er war sich noch nicht sicher inwieweit er dieses Gerede über sich ergehen lassen sollte. Im Augenblick verspürte er keine Lust dagegen zu halten

casanova

So wie aus ihm ein Frauenheld wurde so beschloss er gleichzeitig auf der Fahrt nie über seine Abenteuer zu reden. Einen Vorsatz den er auch in späteren Jahren beibehalten hat.  Umso interessanter waren die Spekulationen die man über ihn und seinen weiblichen Umgang anstellte.  Fortan war Schweigen seine Antwort. Zuhause angekommen beschäftigte ihn dieses Erlebnis doch mehr als ihm lieb war. Und so ließ er sich all seine weiblichen Bekanntschaften und teilweise auch Abenteuer durch den Kopf gehen.

Relativ schnell stellte er fest, das er sich gegen die Sichtweise von vielen gar nicht wehren wolle. Denn etliche glaubten das er als Behinderter nie eine Frau bekommen würde und für einen heißen Flirt würde sich erst recht keine finden lassen. In dem Moment wusste Klaus das ihn doch einige für einen Spinner halten würden, jemanden der sich solche Abenteuer erträumt.

Genau so kam es auch. Aus ihm wurde tatsächlich wieder ein Behinderter für nicht wenige sogar ein Behinderter mit Geistigen Defiziten. Und das alles nur weil er diesen Satz,“ Küssen ist langweilig“ gesagt hatte.

Ostern 2014

Dieses Jahr wird Ostern anders als gewohnt sein. Es werden keine Eier gesucht, es werden Kartons gepackt, denn am Dienstag ist der Umzug. Es bleibt also wenig Zeit für andere Dinge.                                                                                                                    ostern

Für eine Ostergeschichte bleibt da kaum Platz. Da in den letzten Tagen und Wochen oft von einen Buch gesprochen wurde,  die Liebesgeschichte von Klaus  von mir im Dezember groß angekündigt wurde, will ich versuchen die weiter zu führen. Optimal wären Artikel von Karfreitag bis Ostermontag. Garantieren kann ich es leider nicht.

Irgendwo zwischen Vorstandsarbeit, Umzug, angeschlagenen Rücken, Werder und was es sonst noch alles gibt, wird es bestimmt noch Möglichkeiten geben die erotischen Anfangserlebnisse von Klaus aufzuschreiben. Von mir wird oft genug geschrieben das alles möglich ist. Anfangs waren damit größere Gesundheitliche Probleme gemeint.liebesgeschichte

Doch gerade einfache Dinge erweisen sich oft genug als Schwierig weil sie eben so leicht sind, vor allen weil es keine negativen Folgen hat wenn man darauf verzichtet sie zu vollenden. Genau darin liegt das Problem. Man muß sich zwingen diese Tätigkeiten umzusetzen.

Meine Geschichte

unentschlossen

Unentschlossen – Ja das trifft auf mich zu. Noch immer kann ich mich nicht entscheiden ob meine Geschichte an eine Zeitung geschickt werden soll oder nicht. Mal ist die klare Antwort NEIN dann ist wieder unentschlossenheit angesagt.

Michael Schumacher und sein Umfeld wird es wohl nicht erreichen. Meine Geschichte wäre zwar eine die Mut macht aber wem hilft sie? Den Betroffenen? Den Bezugspersonen der Betroffenen? oder hilft sie der Presse? oder Hilft sie mir weil ich dann im Blickpunkt der Öffentlichkeit wäre?

Diese Fragen gehen mir schon eine ganze Weile durch den Kopf. Inzwischen ist für mich klar. Meine Geschichte wird nicht bei irgendwelchen Zeitungen oder Zeitschriften landen. Man wird mich auch nicht in irgendwelchen Talkshows finden. Diesen 45 minütigen Ruhm brauche ich nicht.

mein buch

Meine Geschichte wird ein Roman, ein Buch dessen Anfang schon steht. Bis es jedoch fertig ist werden noch einige Jahre vergehen. Es soll eine spannende, lustige, bewegende Geschichte werden. Es soll ein gut 400 – 600 Seiten langes Buch werden das von mir ohne Zeitdruck geschrieben wird. Ohne irgendwelche Vorgaben ohne Bevormundung eines Verlags. Entweder es findet sich jemand der es druckt so wie ich es mir vorstelle oder es wird eine Selbstveröffentlichung über BOD. Auch hier zählt mein Grundsatz:

Sei von dem was Du machst, was Du willst, überzeugt und glaube an den Erfolg. Zeit darf keine Rolle spielen.

Niemand..

Gestern wurde mein Zimmer in Kartoons verpackt. Genau genommen waren es nur die Bücher der rechten Zimmerhälfte sowie meine zwei Schreibtische. Erstaunlich was alles in den Schubladen aufbewahrt werden kann. Meine Rechnung sah so aus, das ein oder zwei Umzugskisten reichen würden. Meine Frau war nicht ganz so optimistisch. Am Ende waren es nicht ihre erwarteten vier sondern 7 Kartons.

ordnung

Bei dem Hinweis von mir das in der neuen Wohnung alles besser werden würde, fing sie an zu lachen. Als ich ihr dann noch sagte das ich demnächst immer Ordnung halten will gab es ein mitleidsvolles Lächeln.

„Das glaubt Dir niemand!“

war ihre Reaktion. Wahrscheinlich glaubt mir auch niemand wenn diese Worte aus meinen Munde kommen. Was noch viel schlimmer ist, ich kann alle verstehen die mir nicht glauben.

Aber vielleicht ist es genau das was ich brauche. Dieses Gefühl allen beweisen zu können was ich leisten kann. Dieses Gefühl auch unmögliches wahr zu können – das ist für mich eine Herausforderung. Genau das war früher meine Stärke. Scheinbar unmögliches zu erreichen und es konstant bei zu behalten.  Ähnliches ist mir in den letzten Jahrzehnten oft genug gelungen. Gerade wenn Niemand an mich glaubt ist es eine Stärke von mir an das zu glauben was ich mir vorgenommen habe.

unmögliches

Wenn alles möglich, alles machbar ist, dann sollte es mir doch gelingen endlich Ordnung zu halten.

Welten

welten

Heute morgen prallten wieder einmal Welten aufeinander. Morgenmensch traf Nachtmensch. So könnte man es am besten beschreiben. Frohgelaunt fragte mich meine Frau wie es mir ginge ob mein Rücken Fortschritte machen würde oder ob er noch genauso schmerzen würden wie die letzten zwei Tage?

Soviel Fragen auf einmal, das mußte erst einmal verarbeitet werden. Dementsprechend langsam  und vorsichtig war meine Reaktion. Prompt kam die Antwort.

„Du musst Positiv Denken! Nur positives Denken bringt Dich weiter und hilft Dir wieder Gesund zu werden.“

Das saß. Ausgerechnet mir machte sie den Vorwurf Negativ zu Denken. Für einen  Menschen wie sie, ist es eine Selbstverständlichkeit schon morgens in der Früh mit positiven Gedanken wach zu werden. Bis es bei mir soweit ist dauert es immer ein wenig länger. Dafür sind die Rollen spät abends oder Nachts bei uns vertauscht. Egal. Meine Frau hatte Recht. Egal wie verschlafen  oder verträumt ich noch bin. Von der ersten Sekunde an darf es auf ihre Frage nur eine Antwort geben.

„Es wird immer etwas besser – bald bin ich wieder Gesund“

Falsch dagegen war „Ich weiss noch nicht wie es mir geht“

Auch wenn meine Rückenschmerzen, die mich seit Dienstag plagen so schlimm wie selten sind, das einzige was Hilft ist Positives Gedankengut