Küssen ist langweilig

Auf dem Weg zur Jugendherberge war Klaus ziemlich ruhig, was . Das lag an dem unglücklichen Ende seines Flirts sowie den Sprüchen seiner Freunde. Warum sollte er sich wehren, egal was er sagen würde – es wäre Falsch und würde nur noch mehr Gerede nach sich ziehen.Irgendwann ließ er sich doch zu einen Kommentar hinreißen

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„Wisst ihr was, nur Küssen ist langweilig und wäre der Regen nicht gekommen hättet ihr alleine ohne mich in die Jugendherberge fahren müssen. Denn dann hätten wir mehr Spass als Küssen oder herumstehen gehabt.“

Obwohl Klaus wußte das er ziemlich dick aufgetragen hatte, danach war Ruhe. Leider war diese Fahrt damit auch der Beginn seiner erotischen Abenteuer. Denn von nun an war die Fantasie seiner Freunde grenzenlos. Ohne einmal mit einer Frau intim gewesen zu sein, wurde aus ihm ein Frauenheld. Er war sich noch nicht sicher inwieweit er dieses Gerede über sich ergehen lassen sollte. Im Augenblick verspürte er keine Lust dagegen zu halten

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So wie aus ihm ein Frauenheld wurde so beschloss er gleichzeitig auf der Fahrt nie über seine Abenteuer zu reden. Einen Vorsatz den er auch in späteren Jahren beibehalten hat.  Umso interessanter waren die Spekulationen die man über ihn und seinen weiblichen Umgang anstellte.  Fortan war Schweigen seine Antwort. Zuhause angekommen beschäftigte ihn dieses Erlebnis doch mehr als ihm lieb war. Und so ließ er sich all seine weiblichen Bekanntschaften und teilweise auch Abenteuer durch den Kopf gehen.

Relativ schnell stellte er fest, das er sich gegen die Sichtweise von vielen gar nicht wehren wolle. Denn etliche glaubten das er als Behinderter nie eine Frau bekommen würde und für einen heißen Flirt würde sich erst recht keine finden lassen. In dem Moment wusste Klaus das ihn doch einige für einen Spinner halten würden, jemanden der sich solche Abenteuer erträumt.

Genau so kam es auch. Aus ihm wurde tatsächlich wieder ein Behinderter für nicht wenige sogar ein Behinderter mit Geistigen Defiziten. Und das alles nur weil er diesen Satz,“ Küssen ist langweilig“ gesagt hatte.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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