Archiv für den Monat: Juli 2014

Untätig

nachdenken

Meine Aktivitäten im Gartenbereich, genau genommen die Vorstandsarbeit, nehmen immer größere Ausmaße an.  Inzwischen bestimmen sie einen Teil meines Lebens. Oft denke ich über Lösungen für Probleme nach. Wenn man so will, ich bin den ganzen Tag für den Verein Aktiv.

Gerade an Tagen wie Gestern, oder am Wochenende stellt sich die Frage ob es nicht besser wäre untätig zu sein? Untätig, nichts tun – ein verlockender Gedanke könnte man sagen. Doch weit gefehlt.

Lieber gönne ich mir Pausen oder bin manchmal sogar vollkommen geschafft, aber Untätig ist die schlimmste Möglichkeit. Als Regenration – ja. Das war es dann aber auch. Nur wer Aktiv ist kommt weiter. Was es ist, spielt keine Rolle, Hauptsache Aktiv. Der eine arbeitet, der andere hilft der nächste ist im Garten aktiv. Manche bevorzugen Vorstandsarbeit in bestimmten Vereinen. Eines haben alle gemeinsam. Sie sind AKTIV

Sie legen nicht die Hände in den Schoß um zu warten was kommen könnte, sie Leben. Aktiv sein kann jeder und sollte jeder. Gerade für Menschen mit Handicap ist es eine Hilfe im Leben aktiv zu sein. Untätigkeit ist fatal. Sie wirft einen zurück.

Harte Linie

härte

Gestern ist mir etwas noch nie erlebtes passiert. Von mir wurde zweimal eine Harte Entscheidung getroffen. Nicht das ich mich danach gesehnt habe, geschweige denn darüber gefreut habe. Aber es mußte eine Entscheidung getroffen werden. Von mir wurde die Anpachtung eines Gartens untersagt und dem Wirt wurde eine außerordentliche Kündigung nahegelegt.

entscheidung

Es war so wie es im wirklichen Leben oft genug vorkommt. Ja oder Nein? das bedeutet in jeden Fall Ärger. Etwas schmerzt auf jedenfall. Entweder für die jeweiligen Personen um die es ging oder zugunsten der über 700 Kleingärtner die von mir vertreten werden. In beiden Fällen war die langfristige Lösung ausschlaggebend.

Vielleicht bin ich wirklich zu weich, weil es mir fast die ganze Nacht zugesetzt hat. Aber mir ist es lieber so als wenn ich Herzlos darüber stehen würde. Während es bei dem Gartengrundstück leicht war fällt mir die Entscheidung mit der Gaststätte doppelt schwer und sie ist auch noch nicht ausgestanden. Donnerstag kommt die nächste Runde.

Das einzige was Heute schon fest steht ist, das es eine Entscheidung geben wird. Ob es auch die beste Lösung ist wird man erst in ein paar Jahren beurteilen können.

Extra-Pause

Am Sonntag wirkte ich wie ausgebrannt, mein Akku war leer oder wie manche ganz modern auch von „Burn out“ sprechen. Inzwischen ist die Tendenz bei mir wieder steigend. Obwohl wir gutes Wetter hatten, sind meine Frau und ich nicht in den Garten. Auch wenn mein Herz geblutet hat, es war die richtige Maßnahme.. Kein Vorsitzender, keine Vorstandsarbeit – einfach jemand der den Sonntag auf dem Balkon verbringt um Kräfte zu tanken.

balkon

Das ein Tag Pause so positive Auswirkungen haben kann, hätte ich mir nicht vorstellen können. Dabei wäre es so wichtig gewesen Gestern draussen zu sein. Denn gerade im Augenblick gibt es viel zu regeln. Allerdings ergibt es keinen Sinn etwas zu machen, wenn nur die Hälfte der Kräfte oder sogar noch weniger vorhanden sind.

Das ein Verzicht auf Aktivität manchmal hilfreich sein kann, zeigt mir auch gerade der Blog mit dem geplanten Beiträgen über die Fahrradtour 89. Irgendwo hakt es, an einer Stelle blockiere ich mich. Also verzichte ich solange bis wieder Klarheit herrscht mit der Rubrik. Genauso verhält es sich mit anderen Aktivitäten. Manchmal einfach zurücknehmen und nichts tun.

nichts tun

Wie es Menschen geht, die körperlich und geistig Gesund sind, vermag ich nicht zu sagen. Bei mir ist es so das ich gerne mehr machen würde. Doch leider sind diese Extra-Pausen notwendig. Nur dadurch ist es möglich ein Optimum an Leistung zu bringen. Mit diesen Wissen ausgestattet, lassen sich meine Zeiten der Untätigkeit leichter ertragen. Zur Not hilft noch die Standard Floskel

„Sollen es andere erst einmal nachmachen die genauso ein Handicap haben“

Fußball 23/14

SOMMERPAUSE

sommerferien

So könnte man den gestringen Abend am besten beschreiben. Es war das letzte Spiel vor unserer sechs-wöchigen Pause. Zum Glück hat mein Oberschenkel gehalten. Angesichts meines zaghaften Einsatzes war es nicht anders zu erwarten. In entscheidenden Situationen war ich zu langsam oder zu vorsichtig nachdem mir beim ersten intensiven Schuss ein leichtes zwicken durch den Oberschenkel fuhr. Danach war meine Reaktion einfach. Mitlaufen um den Gegner zu irritieren – mehr war nicht möglich.

schulferien

Das ich mal froh über eine Pause bin, hat es bisher auch noch nicht gegeben. Bremen hat die Schulferien optimal gelegt.

Endlich!

Geduld zahlt sich immer aus. Das zeigt der heutige Tag ganz deutlich. Zum Glück geht es nicht um gesundheitliche oder andere wichtige Dinge. Es ist einfach nur etwas was lange von mir geplant war und bisher nicht umgesetzt werden konnte. Für meine Tätigkeit als Vorsitzender schwebte mir gleich zu Beginn folgendes vor:

Es ist Mittwoch, keine Sprechstunde, keine Vorstandssitzung und doch bin ich für jeden da. Nicht einfach so das ich im Büro sitze und warte bis jemand kommt um Fragen zu stellen. Meine Wunschvorstellung war sonniges Wetter um draussen vor dem Büro auf der Terrasse unseres Vereinsheimes sitzen zu können. Nicht zwischen Aktenordnern und diversen Pachtverträgen. Einfach die unkomplizierte Nähe suchen.

Das was so leicht klingt, ist mir in den letzten 12 Monaten nicht einmal gelungen. Heute hat es endlich geklappt. Allein dieser simple Vorgang zeigt wie schwer es ist Vorsätze in die Tat umzusetzen. Je größer und bedeutender das Ziel ist, umso schwerer ist es zu erreichen. Da hilft nur eines

GEDULD

Ja dieses fast abgedroschene Wort sollte jeder zu seinen Zauberwort machen. Als Vorbild eigne ich mich leider nicht dafür weil die Ungeduld zu oft von mir Besitz ergreift. Aber in diesen Fall ist es mir eine Freude sie Endlich bewisen zu haben.

Weisheiten LXVIII

Es war ein schöner Tag Heute. Etwas länger auf der Arbeit und dort war die Beanspruchung nicht gerade wenig. Es ist ein schönes Gefühl noch arbeiten zu können in meinen Alter. Viele sind schon im Ruhestand oder arbeitslos.

stress

Danach ging es schnell nach Hause – umziehen und weg. Erst etwas erledigen um danach die schönen Seiten des Lebens zu genießen, wie Sonne, Eiscafe und vor allen Zeit haben. Dabei konnten wir nur feststellen das wir Glückskinder sind.

Glückskinder?

papierkorb1

„Vergess deine Krankheiten, vergess den ganzen Ballast der daran hängt. Versuch das BESTE daraus zu machen aus deiner Lage. Gehe ruhig 5x hintereinander ins Cafe oder bummeln, es wird Tage geben an denen du nicht die Kraft für solche Aktionen hast. Tage an denen dein Kopf nicht will obwohl dein Körper dazu in der Lage ist. Darum genieße jeden Tag aufs Neue so intensiv wie möglich. Gerade an schlechten Tagen kannst du davon zehren.“

Getreu nach diesen Motto leben wir gerade. Ich weiß nicht wann sich das Blatt wendet. Das einzige was ich weiß ist das die Wende urplötzlich da ist. Für den Fall will ich gerüstet sein, damit das Loch nicht so Tief und Lange ist.

Glücksmomente

Am Samstag war das alljährliche Lampionfest das von mir in ein Sommerfest umgewandelt wurde. Es war ein Tag an dem Stehvermögen und Lauffähigkeit von mir erwartet wurde. Kurz nach zehn Uhr aus dem Haus um dann den ganzen Tag für jeden da zu sein. Am Sonntag saß ich mit meiner Frau auf dem Balkon und wir mußten feststellen, das wir ein GLÜCKLICHES Leben führen.

haar

Ja, es stimmt. Ich habe lange nach einen Haar in der Suppe gesucht. Das einzige was mir einfiel war das mein Urlaub vorbei ist. Nach längeren Überlegungen kam mir dann doch eine Idee, wofür viele betrübt sein könnten, für mich aber nur Freude und Glück bedeutete.

Ich bin Behindert, also krank und keiner interessiert sich dafür

Besser kann es doch nicht sein. Diesen Zustand habe ich mir immer gewünscht. Das es ausgerechnet im Gartengebiet so deutlich ist, spricht für die scheinbar so spießigen Kleingärtner. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ob es meine Nachbarn sind oder die Vorstandsmitglieder und auch die restlichen Vereinsmitglieder – es spielt keine Rolle. Alle meßen mich an meinen Worten, an meinen Handeln. Zehn Stunden Kleingärtner um mich herum und kein abfälliger Blick, geschweige denn ein negativer Kommentar. Wenn das kein Grund zur Freude war, was dann?

kleingarten

Ja – meine Behinderung ist nicht vom Tisch zu wischen, sie ist ein fester Bestandteil von mir. Aber nichts ist schöner wie als normaler Mensch gesehen zu werden.  Für diese ungewohnten Glücksmomente bin ich den Kleingärtnern dankbar. So manche hochdekorierte Veranstaltung mit noch „wichtigeren Menschen“ kann von ihnen lernen.

Fußball 20 – 22/14

In den letzten Wochen ist nichts besonderes passiert beim Fußball, und anfangs sah es auch am Donnerstag so aus wie immer. Sonnenschein und viel Schweiß. Doch diesmal kam es anders.

Nach ungefähr der Hälfte der Spielzeit setzte ich zu einen Sprint an. Doch mitten im Lauf spürte ich meinen Muskel. Nach über zwanzig Jahren hatte es mich erwischt: Muskelfaserriss

muskelriss

wie einige meiner Freunde schnell diagnostierten. Ganz so schlimm sah ich es nicht. Denn Faserriss ist eine Eigenart die vornehmlich auf Profis zutrifft. Davon kann bei mir nicht die Rede sein. So lautete meine Diagnose auch anders.

“ Urplötzlich hat der Muskel dicht gemacht – so das ich mein rechtes Bein kaum bewegen konnte. Das war vielleicht eine Schutzfunktion für meinen Oberschenkel – wahrscheinlich ist es eine kleine Zerrung in der Muskulatur. “

Meine medizinische Feststellung war schon etwas angenehmer, was den Schmerz jedoch nicht linderte. So sah es Gestern aus. Heute morgen war es nicht viel besser aber Heute Abend sind meine Gedanken schon wieder bei nächste Woche Donnerstag

Heute

Ja – Heute haben wir die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien endgültig abgehakt. Die Jungs haben den Pokal geholt – was will man mehr.

FIFA World Cup on Tour in Hamburg

Mir fiel dabei ein das dieser Blog ja nur ein Ausschnitt aus meinen Leben ist und Mut machen soll. Wieso ich darauf kam? Ganz einfach. Wir schauten uns die ganze Übertragung von der Ankunft der Mannschaft an. Vier Stunden Fernsehen am Vormittag – eine stolze Leistung. Das letzte Mal war das am 11.September 2001 der Fall, ja vielleicht auch beim Sturz von Hussein.

Überhaupt ! Was ich in all den Jahren am Fernseher erlebt habe, das ist der pure Wahnsinn, das ist Geschichte, wenn ich nur an den Fall der Mauer denke oder die erste Mondlandung 1969, ja das waren Erlebnisse.

Erlebnisse für die es sich lohnt zu leben. Das Leben kann manchmal hart sein, es ist auch nicht immer gerecht und Leichtigkeit kommt bei weiten nicht so oft vor wie man es gerne hätte. So manches Mal möchte man den leichten Weg wählen, einfach alles hinschmeissen und SCHLUSS. Nur wenn das mein Ansatz gewesen wäre, dann hätte ich all diese Dinge nicht erlebt.

Weltgeschichte via TV! Das ist zwar eine schöne Sache aber die vielen Geschichten die man selber täglich oder wöchentlich erlebt, ja für die lohnt es sich zu LEBEN. Für die lohnt es sich zu kämpfen.

Weltmeister 2014

Vor ein paar Wochen erschien es mir noch fast gemein, einen so langen Urlaub zu nehmen, doch Heute bin ich meinen Kollegen dankbar dafür das sie mich überzeugen konnten. In den letzten Wochen habe ich fast jedes Spiel der Fußball Weltmeisterschaft gesehen. Da 2 Spiele um 3 Uhr morgens angepfiffen worden fehlen mir diese zwei natürlich, ansonsten wäre ich Fußballverrückt – so bin ich nur ein Fan.

WM-2014-

Viereinhalb Wochen Sport Non Stop – das war der pure Wahnsinn. Dem Blog wurde die Pause verordnet und fast eingehalten, beim Garten habe ich mich um Sitzungen gedrückt oder so stark aus Pedal gedrückt das wir rechtzeitig vor Spielbeginn fertig waren – und dann dieser Urlaub. Das wir fast jeden Tag schlechtes Wetter hatten – das hat mich nicht im geringsten gestört. Ausschlafen und Erholen war viel wichtiger denn Abends kamen schon die nächsten Spiele.

Damit diese Zeit für mich ein wahrer Festakt wird galt schon seit gut zwei Jahren meine ganze Konzentration diesen Zeitraum. Darum war es wichtig mich nur auf dieses eine Ereignis zu konzentrieren.  Das am Ende noch für alle deutschen Fans die Krönung erfolgte war natürlich das Sahnehäubchen. Zwischendurch wanderten meine Gedanken aber auch mal ein paar Jahre zurück. Zurück in die Zeit der Anfänge.projekt

Damals setzte ich Maßstäbe indem ich mich auf ein Projekt konzentrierte. Dem habe ich alles untergeordnet, dafür habe ich alles getan damit es gelingt. Erst war es das Laufen lernen dann das Sprechen und danach das Denken. Das bewegen der linken Hand mißlang was natürlich an der Krankenkasse lag aber auch daran das ich parallell dazu sprechen, logisch Denken und richtig laufen lernen wollte. Alles auf einmal das war zuviel. Besser wäre es gewesen wenn meine ganze Aufmerksamkeit der linken Hand gegolten hätte. Dann könnte ich sie Heute bewegen. Was ist aber mit den anderen Bewegungsabläufen bei mir? Wie wäre es mit der Rhetorik? Alles ungeklärte Fragen.

Fakt ist, wenn etwas gelingen soll dann muß man sich nur auf diese eine Sache konzentrieren.