Archiv für den Monat: August 2014

Berg und Tal

kleinigkeiten

Gestern war ein seltsamer Tag, eine aneinandereihung von negativen Kleinigkeiten. Es war ein schlechter Tag. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert. Aber auch unbedeutendes kann Nervig sein wenn es mit einen negativen Touch verbunden ist. In den letzten Wochen war es mir so Gut ergangen, das mir schon klar war. Irgendwann wird so ein Tag kommen. Ein Tag an dem ich mich nicht oben auf dem Berg sondern im Tal befinde.

Diese Tage wird es immer wieder geben. Darum ist es das beste sie als Normalität zu betrachten. Dumm nur das es mir an dem Tage auch Gesundheitlich nicht gut ging. Mir blieben also nur Selbstgespräche in denen mein Blick ständig nach vorn ging. Der Glaube an Besserung.

Berg

Doch wie ist es überhaupt wenn es einen nicht gut geht? Wem kann man es erzählen ohne unangenehm aufzufallen? Eigentlich nur dem Lebenspartner. Es ist die einzige Person die das richtig einstufen kann. Nur diese Bezugsperson weiß das man nicht die Mitleidsmasche fahren will sondern sich einfach nur mal etwas von der Seele reden will. Wer will schon ständig etwas über Krankheiten hören, wie glaubwürdig ist man wenn man des öfteren über die eigenen Gesundheitlichen Schwierigkeiten spricht?

Es hilft nichts – da muß man allein durch. Bei mir ist es so das über dieses Berg und Tal Gefühl fast gar nicht mehr gesprochen wird. Ansonsten wird je nach Schwere und Bedeutung darüber von mir entschieden ob es jemand erfährt oder nicht

Heiteres

Als die Rubrik Heiteres von mir eingerichtet wurde war mein Gedanke viel lustige Beiträge schreiben zu können. Ein Artikel dazu, das ist bisher recht dürftig und es sieht auch nicht nach mehr aus. Auf den ersten Blick geht es bei mir also ernst zu. Doch allein diese Feststellung löst in meinen Freundeskreis, ja in meinen ganzen Umfeld Heiterkeit aus. Es stimmt die absoluten Lachanfälle gibt es selten. Aber es spielt keine Rolle ob Fußball, Familie, Freunde usw. es geht überall Lustig zu.

lachen

Bei den Gewerkschaftskollegen bin ich gescheitert. Doch Auf der Arbeit und sogar in der Politik ist es mir gelungen eine heitere Atmosphäre zu erreichen. Nur dieses freudige Gefühl läßt sich schlecht in einer Rubrik zusammen zu fassen. Warum alle in meiner Nähe bzw. aus meinen Umfeld so humorvoll sind weiß ich nicht.Aber eines weiß ich ganz genau. Das Leben kann manchmal Ernst und Bitter sein dazu ist es begrenzt. Warum soll der Rest dann von mir schlecht gelaunt verbittert oder böse ja sogar unfreundlich verbracht werden? Es gibt keinen Grund.

spass

Lachen, Freude haben Frohsinn verbreiten das ist meine Devise. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen die mal mehr oder weniger Heftig ausfallen und auch dementsprechend kurz oder lang sind. Für solche Fälle gibt es ja den Begriff VERZEIHEN. Wobei das nicht immer leicht fällt. Doch wo ein Wille ist da ist auch Weg.

Egal wie – für mich zählt – lieber etwas zu Heiter als ständig Ernst und  Verbissen. Denn..

Heiterkeit erzeugt keine Schmerzen und ist Gesund

Weisheiten LXIX

Das mich unser Problem im Verein soviel Kraft kosten würde hätte ich nicht gedacht. Dank des schlechten Wetters wurde das Wochenende zur Erholung genutzt. Es ist fast wie immer in den letzten Wochen, es sieht fast so aus als ob alles zuviel für mich wäre. Gründe die dafür sprechen gibt es bestimmt genügend, man muß sich nur einmal mein Krrankheitsbild verinnerlichen. Aber wer will schon ein Leben das in Watte gepackt ist? das nur auf Vernunft basiert? das sich nur an den Vorgaben der Medizin orientiert?

WATTE

Von jeden etwas aber nicht alles, das ist meine Devise. Wenn all das was mir Ärzte empfohlen haben von mir befolgt worden wäre dann würde es meinen Kopf heute vielleicht? besser gehen aber psychisch wäre es genau das Gegenteil! Es gibt so vieles was man gerne machen möchte – aus ärztlicher Sicht jedoch nicht ratsam ist.

seele

Die moderne Medizin orientiert sich an den Fakten, an die Seele wird dabei jedoch nicht gedacht. Das es mir im allgemeinen so gut geht, das mir mein Leben so aufregend erscheint, das mir mein Leben soviel Spaß und Freudse bereitet liegt an diesen Mix, meiner Mixtour. Eine Mischung aus Aktiv sein und Pause machen, eine Mischung aus Ärger und Freude. Das war und wird immer mein bestes Rezept zur Gesundung sein.

Denken und gefordert werden. Im Mittelpunkt stehen und verdammt sein. Zum Glück ist es mir gelungen letztere Punkte zu reduzieren so das bei mir ein Buntes Leben steht. Wären die ärztlichen Ratschläge aber mein Maßstab gewesen wäre es ein tristes graues Leben ohne Perspektive. Mein Rat an alle ist

„Höre auf Dein Gefühl, lerne es Deine Gefühle zu befolgen“ Dein Körper weiß genau was für ihn GUT ist!“

Ärgerlich

Da hatte ich einen wunderbaren und auch langen Artikel über meine Fahrradtour geschrieben und dann das.

klick

Ein falscher Klick, genau genommen eine falsche Berührung der Tastatur und alles war weg. So etwas dummes ist mir schon lange nicht mehr passiert. Vielleicht ist meine Behinderung ein Grund dafür, das so etwas passieren konnte. Aber besser wäre es zu den eigenen Fehlern zu stehen und sich nicht mit diversen Handicaps von Schuld freizusprechen. Entweder will man anerkannt sein oder doch lieber der arme Behinderte.  Eines geht nur.

Ein Augenblick der unkonzentriertheit – und es ist passiert.Es wird mir eine Lehre sein. Lieber etwas langsam dafür dann ohne Fehler

Regenwasser

Es regnet, meine Stimmung ist gut – was will ich mehr. Ok – im Laufe des Tages bleibt mir nichts anderes übrig als des öfteren durch den Regen zu fahren. Aber es stört mich nicht im geringsten. Was ist schon Wasser?

Regen

Etwas schwieriger waren die letzten Wochen beim Gehen für mich. Mein Bewegungsablauf stimmte überhaupt nicht. Anfangs hatte noch der Fußball schuld, so schien es mir zumindest. Als meine Fußsohlen jedoch in der Fußballfreien Zeit immer noch schmerzten und mein Kreuz sich wie bei einen alten Mann verhielt, da wurde mir schon etwas mulmig. Doch dieses ungute Gefühl wurde von mir einfach mit der Begründung abgetan.

„Irgendetwas habe ich schon immer gehabt. Mal war es das Fahrradfahren, mal das Kreuz, mal sind es Phasen wo mir meine Aussprache nicht gelingt. Diesmal sind es die Füße oder der richtige Gang. Es wird nicht lange dauern und dann ist wieder alles so wie es sein soll. Habe Geduld!“

Seit Gestern ist mein Bewegungsablauf wieder Optimal, es stimmt einfach. Was für ein schönes Gefühl. Zumindest weiß ich jetzt wie meine Bewegungen im hohen Alter sein werden.

Am Limit

Gestern war es knapp. Um es mal in Prozent auszudrücken. 99 % meiner Kraftreserven waren audgebraucht. Ich hatte das Limit erreicht. Am Ende war es auch deutlich zu spüren. Mein Bewegungsablauf meine Koordination ließ böse zu wünschen übrig. Es war die Nervenanspannung die mich soviel Kraft gekostet hat. Ab einen gewissen Zeitpunkt wollte mein Kopf nicht mehr.

limit

Auf der Suche nach Gründen wäre es das leichteste für mich alles auf meinen Kopf zu schieben. Doch die Problematik des gestrigen Tages war mir ja schon vorher klar. Eine längere Pause vielleicht sogar ein paar Minuten Schlaf hätten wahrscheinlich gereicht um meine Kraftreserven zu verbessern. Aber NEIN das brauchte ich ja nicht weil es mir gut ging.

Zum Glück ist alles noch gerade gut gegangen. Ein zweites mal wird das mir nicht passieren. Damals, in jüngeren Jahren, war das möglich doch bei mir kommt jetzt noch das Alter dazu. Zu allen Überfluss  ist von mir noch eine Tatsache ignoriert worden. Geistige Arbeit ist genauso anstrengend wie körperliche Arbeit.

Geruhsam

ruhig

Es könnte so ein geruhsamer Tag sein. Ein Tag zum Kraft tanken, denn die wird immer gebraucht. Doch es kommt immer anders. Obwohl Mittwoch ist keine Sprechstunde und auch keine Vorstandssitzung statt findet ist Ruhe für mich ein Fremdwort. Es gibt soviel für den Gartenverein zu tun das ist schon Heftig. Es sollte mich vielleicht etwas beunruhigen oder mir Sorge machen. Das Gegenteil ist der Fall.

Lange genug habe ich Kräfte gesammelt, nun ist meine Belastbarkeitsgrenze enorm. So lange es Spaß macht und sogar mit Erfolg verbunden ist kann mich keine Arbeit erschüttern. Um dieses Gefühl lang anhalten zu lassen sind zwischendurch ein paar kleine Pausen Hilfreich. So wie Heute. Auf der Fahrt in den Garten ist Regenaration angesagt, danach wird es im Büro problematisch. Wenn das vorbei ist wird im Garten Erholung strattfinden um dann einen ganz entscheidenden Termin wahrnehmen zu können. Wahrscheinlich wird das noch durch andere Tätigkeiten aufgebläht, was mich jedoch nicht weiter stört.

Morgen und die darauffolgenden Tage wird es keine Vorstandstätigkeiten geben. Das findet erst nächste Woche wieder statt. Ausgeruht, voller Kraft und Tatendrang dazu für jede Sache konzentriert. Durch diese Vorgehensweise geht mir weder Spaß noch Tatendrang verloren. Mein Kopf ist ständig gefordert und nur selten überfordert. Bedingt durch die notwendige geistige Frische ist vieles leichter.

arbeiten

Genau genommen kann Arbeit auch als Therapie betrachtet werden. Wenn man sich die Arbeit aussuchen kann und die Intensivität selber bestimmen kann dann ist das bestimmt der Fall. Das Selbstwertgefühl das entsteht ist unbezahlbar und kann für jeden Gesundungsprozess nur hilfreich sein.

Kaninchen

Heute morgen sprang mir ein Kaninchen direkt vors Fahrrad um dann sofort im Gebüsch zu verschwinden. Es gibt Menschen die das als Zeichen deuten würden. Ein Zeichen für eine unheilvolle Woche. Da sich bei mir ständig negatives Denken einschleichen will, wäre das der optimale Moment gewesen um mich endlich diesen Gedankengut anzuschliessen.

Kaninchen auf dem Ludgerikreisel

„Oh wie schön, wenn das kein guter Start in die neue Woche ist“ das war mein Gedanke

Ein kurzes Rätseln von ein, zwei Sekunden ob ich es nun doch als schlechtes Zeichen betrachten sollte. Doch die Gründe um fröhlich zu sein waren viel größer. Gerade am Samstag//Sonntag war es schon nervig gewesen. Immer wieder versuchten sich Gedankengänge bei mir breit zu machen die von der eigenen Unfähigkeit über Krankheiten bis hin zum Tod reichten.

Spekulationen über meine Fähigkeiten habe ich noch zugelassen denn kein Mensch kann Perfekt sein. Bei meinen evtl. Krankheiten regte sich dann doch Widerstand. Aber bei allen was darüber hinausging gab es nur eine Reaktion.

„Hau ab, laß mich in Ruhe, ich will nicht so Negativ Denken, für mich zählen nur die schönen Dinge des Lebens“

Wahrscheinlich ist das der entscheidende Faktor. Man kann alles aus dem negativen Blickwinkel sehen. Diesselben Sachen können aber auch POSITIV betrachtet werden. Je nach Sichtweise ist dann das eigene Befinden. Meine Bereitschaft dem üblen Gedanken, den fast teuflischen das in jeden von uns steckt – die ist gleich null. Das Kaninchen ist diese Woche das Symbol der Freude für mich.

Nummer 47

Heute ist mein Jahrestag und es ist schon der siebenundvierzigste. Wer hätte das gedacht, als meine Koma-Phase nicht aufzuhören schien. Wer hätte das gedacht als  Kopfschmerzen ein unerträglicher Begleiter von mir waren und meinen Kopf zu spalten drohten, denken fast unmöglich war. Wer hätte das gedacht als meine Epileptischen Anfälle einsetzten? Von den vielen anderen Begleiterscheinungen ganz zu schweigen.

Epelepsie

JA – ich habe immer an mich geglaubt. Mag die Situation auch noch so Ausweg oder Hoffnungslos gewesen sein. Mögen auch alle Theorien gegen mich gesprochen haben. Mein Glaube war stark genug um dem zu trotzen. Logik wurde von mir einfach ausser Kraft gesetzt. Das einzige was zählte war der Glaube an mein Leben.

Was scherte es mich das ich nicht Perfekt bin, das mir nicht immer alles 100% gelang, das ich auch nicht bei jeden auf Gegenliebe stieß. Denn nur das Leben zählt – allerdings wissen das nicht alle. Dieses Leben kann nur von mir gemeistert werden. Dabei soll Rücksicht zwar eine Rolle spielen, aber letztendlich hat meine Gesundheit, mein gesundheitliches Wohlbefinden immer im Vordergrund zu stehen.

„Wenn andere Abends weggehen und genießen können, warum soll mir das verwehrt bleiben, wenn andere ein erfülltes Leben verbringen können, warum soll das bei mir nicht auch so sein“? waren meine Gedanken.

Dank dieser Erkenntnisse konnten die ersten Jahre überstanden werden. Dank meiner ständigen Zuversicht konnten auch später schmerzhafte Erfahrungen verarbeitet werden. Egal um was es geht, mein Glaube an das Gute an meine Kräfte wird immer da sein. Es spiielt deswegen auch keine Rolle ob ich ein absoluter Ausnahmefall bin der eigentlich in die Lehr und Geschichtsbücher gehört  oder ich einer von vielen bin(würde mir besser gefallen). Es ist einzig mein Leben um das es geht. Ein Leben das ich wie alle anderen noch lange geniessen will.

Selbstbewußt

Genau deswegen bin ich fest davon überzeugt das es noch etliche Mal den 7.8. für mich geben wird.

Sonnige Gefühle

sonnenhitze

Es geht nicht anders und das ist gut sol. Heute muß man sich einfach freuen, zumindest trifft das auf mich zu. Gestern waren meine Frau und ich zum ersten Mal in einen anderen SPD Ortsverein und es war ein schönes Gefühl. Heute ist der perfekte Arbeitstag mit Überstunde. Der Nachmittag fängt für mich schon eine Stunde früher im Vorstand an. Nach der Sprechstunde kommt noch eine Sondersitzung des Vorstands.

mohn

So schön kann das Leben sein. Immer etwas zu tun und kein Mensch kommt auf die Idee meine Behinderung hervorzuheben.

Warum das in den letzten Tagen oder generell von mir immer wieder so betont wird? In den ersten Jahren schlich sich phasenweise ein Gefühl der Peinlichkeit ein, fast so als ob es meine Schuld war gehandikapt zu sein. Dabei hat das nich einer nötig. Jeder der einen Unfall oder ein gesundheitliches Problem überstanden hat, kann stolz darauf sein es geschafft zu haben. Mit diesen Wissen ausgestattet sollte es jeden Leicht fallen seine weiteren Ziele zu erreichen.

Keiner muß sich verstecken und eine Behinderung darf bei keinen der Grund sein um mitleidvoll betrachtet zu werden. Einzige Voraussetzung dafür ist Normales Verhalten.