Samstag Nacht

disco

Es war schon eine seltsame Nacht. Erst regnete es sintflutartig so das an ein Fahren mit der Bahn nicht zu denken war, das Taxi kam verspätet  und dann bin ich noch gestürzt. Nach dem Aussteigen  wäre besser gewesen noch 10 Meter weiter zu gehen um das Geländer zu meiden. Doch was fiel mir dazu ein?

„Früher waren Geländer kein Problem für mich, warum soll das Heute anders sein?“

Es war anders. Denn beim Bücken war noch alles gut, der Schritt mit Links war schon schwierig aber beim nachrücken mit dem rechten Fuß waren meine Gedanken schon zu weit so wie „Geschafft“

Leider war mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Geistig scheint bei mir alles gut zu sein, so gut das meine Gedanken schon an der Tanzfläche waren, körperlich dagegen ist die notwendige Schnelligkeit nicht mehr vorhanden. So richtete ich mich den Bruchteil einer Sekunde zu früh auf und prallte gegen das Geländer. Die Wucht des Rückpralls war so stark das es mich zu Boden warf. Wie so oft gelang es mir auch diesmal den Sturz auszubalancieren, allerdings zu ungunsten meines rechten Knies. Da die Hose, die wie durch ein Wunder, unbeschädigt blieb, stand dem Vorhaben Disco nichts mehr im Wege.

Später ging mir die Situation noch einmal durch den Kopf. Doch anstatt es auf meine Behinderung oder mein Alter zu schieben, war es für mich eine unglückliche Situation in die jeder geraten kann, so wie den zwei Frauen die vor mir fast zu Boden gegangen wären und bei mir noch ein Schmunzeln hervorriefen