Zeitraffer

Mir geht es jetzt, über 47 Jahre nach meinen Unfall, so gut das mir in diesen Tagen oft Menschen durch den Kopf gehen die gerade aus dem Koma(heutzutage oft künstliches Koma) erwachen und zurück ins Leben finden oder die schon ein paar Jahre wieder dabei sind und nicht wissen wie lang der Weg sein wird.

Wenn  jemand von diesen Glücklichen meine Zeilen liest weiß er was noch vor ihm liegt. Nicht jeder Weg muss allerdings so lang wie der meinige sein. Denn Vernunft gehörte gerade in den ersten Jahren nicht zu meinen Stärken, das Gegenteil war der Fall. Und gerade die ist vonnöten, sie ist hilfreich. Mit etwas mehr Vernunft in der Anfangszeit wären mir bestimmt in den darauffolgenden Jahren viele schwierige Situationen erspart geblieben. Einzig mein dickes Fell, mein Selbstbewusstsein hat mich vor größeren Schaden bewahrt.

 

Das war nicht leicht wenn mir wieder einmal klar wurde das meine Aussprache ungenau war, das mir wieder Essensreste am linken Mundwinkel klebten, das es wieder einmal einen Knochenbruch gegeben hat oder eine Hose von einen Sturz kaputt gegangen war, dazu kamen immer wieder ungewohnte Aktionen die auf Unverständnis stießen. Das hat sich über die Jahre ergeben und ist hier nur im Zeitraffer wieder gegeben. All das habe ich mit einen Satz verarbeitet und weggesteckt.

„Ich lebe – was wollt ihr denn? es gibt doch nichts schöneres.“

leben

Getreu diesen Motto ist mein ganzes Handeln. Dabei habe ich nie den Glauben an ein Leben in Normalität aufgegeben. Das war auch ein Grund für diesen Blog. Meine Freude, meine positiven Erlebnisse, das was ein Leben an Überraschungen mit sich bringen kann, wie man sich immer wieder aus negativen Situationen befreien kann – das wollte ich mitteilen. Mit 300.000 Besuchern und 690.000 Seitenzugriffen kommt zwar Zufriedenheit auf ist aber auch Ansporn genug um das noch zu steigern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.