Archiv für den Monat: April 2015

Endlich Geschafft

Diesmal geht es nicht um mich, was mir sogar sehr gut gefällt. Heute geht es um meine Frau. In den letzten 6 Monaten musste sie sich die unterschiedlichsten Prognosen über den Heilungsprozess bei einen doppelten Kreuzbandriss sowie einer gebrochenen Kniescheibe. Zwischen 9 Monaten und zweieinhalb Jahren lagen die Vorhersagen.

Heute, nach fünfeinhalb Monaten hat sie ihre Gehhilfen in den Keller gestellt. Ihr Orthopäde hat sie für geheilt erklärt. Das dies so gekommen ist, hat sie ausschließlich ihren Ehrgeiz zu verdanken, ihren Willen sich zu quälen, Schmerzen zu ertragen und immer wieder geübt hat. Sie hat kein einziges Mal mit ihrer Situation gehadert, ihr Blick ging immer nur nach vorn. Im Gegensatz zu mir, (das habe ich nie gemacht, irgendwie habe ich immer meinen eigenen Weg gesucht)hat sie sich 100% an die Anweisungen ihres Arztes gehalten.

Nun hat sie Heute ihre Belohnung erhalten. Sie muss zwar noch vorsichtig sein, aber sie darf wieder alles machen.

Rückblenden

Auch Heute hatte ich schon wieder einige kleine Jackson Anfälle. Im Gegensatz zu Gestern wirft mich das allerdings nicht zurück sondern das Gegenteil ist der Fall. Mein Gefühl ist gut, meine Energie ist scheinbar Riesig heute. Schuld daran sind nur einige gedankliche Rückblenden.

 

Wie war das eigentlich vor 10 oder 20 Jahren bei mir? Ungefähr 10 Tage im Monat war ich anfallsfrei. Die anderen Tage waren es zwischen drei und zwanzig Epileptische Anfälle bei mir. Anfälle die sich meistens über mehrere Minuten erstreckten. Obwohl es nur sogenannte Sekundenanfälle waren – leicht zu verkraften  waren sie nicht.

Und Heute? Die oft vorkommende „Schwarzseherei“ ist bis auf ein Minimum gesunken und die Anfälle haben ungefähr zu 90 % abgenommen.

Als mir das bewußt wurde – konnte ich gar nicht anders als mich zufrieden und Glücklich zu fühlen. An diese  Tatsachen werde ich mich demnächst erinnern bevor es mal wieder Dunkle Gedanken bei mir gibt

Schwarz sehen

dunkel grau

Heute geht es mir nicht ganz so gut. Warum und wieso? da habe ich kein Bedarf das herauszufinden, es ist einfach so. Vieles wird von mir im Blog verarbeitet. Diesmal wird es aber bei dieser Info, ohne weitere  Ausführung bleiben. Meine Tendenz Heute Morgen war also eindeutig. Nahezu alles an was ich gedacht habe wurde von mir Schwarz gesehen. Irgendwann reichte es mir. Es gab in meine Gedanken keine farbigen Momente, es gab nur meine „Schwarzseherei“ die selbst nach mehrfachen Nachdenken nicht besser wurde, gab es noch eine Möglichkeit!

Mir den Sonnenschein herbeireden. Einfach daran glauben und auch einreden, das die sonnigen Momente bald wieder alles andere überstrahlen würden.

optimist

Tatsächlich ist es mir gelungen die Stimmung umzudrehen. Na ja, ganz so deutlich vielleicht nicht, aber mein Gefühl ist nicht mehr Dunkel oder Grau es ist in vorsichtigen Optimismus übergegangen.

Fußball 11/15

tor

Es ist Gestern so gekommen wie es zu erwarten war. Kein Torerfolg für mich, und doch war ich hoch zufrieden. Für mich war es nicht leicht denn die Sonne schien ziemlich stark was dazu führte das meine Getränkeflaschen schnell geleert waren. Auch wenn mir vor dem gegnerischen Tor nicht viel gelungen ist, es war ein schönes Gefühl einen Sonderbewacher zu haben. Endlich kam auch wieder eine Eigenart meiner Mannschaftskollegen auf, die es lange nicht mehr gegeben hat. Lauf nach rechts! Stell Dich in die Mitte!  Komm zurück! Warum bist Du nicht auf der linken Seite? Stell Dich vor das Tor!

sündenbock

Ja, das hatte mir schon gefehlt, das man mich gleichzeitig an mehreren Punkten des Spielfeldes sehen wollte. Das man mich als Sündenbock für misslungene Spielzüge nahm. Für mich ist es auf eine gewisse Art und Weise so etwas wie eine Auszeichnung. Denn das passiert nicht wenn ich wirklich schlecht spiele. Dann lässt man mich in Ruhe mit bösen Kommentaren.

Zufrieden war ich auf jedenfall mit meiner Gesundheit. Die ersten 45 Minuten nur auf dem Feld, dann gut 30 Minuten im Tor um dann die letzten Minuten wieder als Stürmer zu spielen. Das alles ohne Schwächeeinbruch und ohne Gesundheitlichen Probleme.

Alles

Fröhliche Wolken

Heute wird mir mal wieder bewusst, welches Glück ich doch habe. Gut es gehört auch Arbeit dazu um dieses Glück zu geniessen, aber Fleiß kein Preis.

An der Uni sind viele Leute mit denen ich zu tun habe. Grund genug um darüber Glücklich zu sein. Im Gartengebiet sind es unzählige Menschen die mir Freude bereiten, es macht einfach Freude mit ihnen zusammen zu sein, entweder aus dem Vorstand oder aus den Wegen. Genügend Gründe um glücklich zu sein. Zuhause ist es eine wahre Freude mit meiner Frau die Zeit zu verbringen.

Herz

Jeder Donnerstag mit meinen Fußballern ist auch Grund genug um Glücklich zu sein. Wenn mir dann noch meine Freunde  einfallen dann gibt es auch  Grund genug um Glücklich zu sein. Wenn mir mein Blog durch den Kopf geht, geht es gar nicht anders als Glücklich zu sein. Und seit kurzen kommt noch mein Buch/Roman dazu beiträgt mich Glücklich zu fühlen.

Hinter all diesen Aktivitäten steht noch ein ganz anderer Aspekt. Es ist schön das Leben in vollen Zügen geniessen zu können.

 

Weisheiten LXXVI

weisheit-1

Auf meine Leistung vom Donnerstag muss ich noch einmal kurz eingehen. Es war ungewöhnlich, vor allen war es etwas besonderes was mir an dem Abend gelungen ist. Doch zu glauben das mir dies regelmäßig passiert ist unrealistisch. Dafür müssen jedoch so viele Faktoren gleichzeitig zutreffen, das es wohl einmalig bleiben wird.

Den Versuch ein  oder zwei Tore zu schiessen,  kann ich wöchentlich versuchen. Allerdings gehört dazu Arbeit. Der Ehrgeiz, der Wille an die eigenen Grenzen zu gehen – der muss allerdings vorhanden sein. Es reicht nicht sich auf den Lorbeeren von Gestern aus zu ruhen.Genauso verhält es sich mit meinen Gartenverein. Es war etwas Besonderes das man mich zum Vorsitzenden gewählt hat. Das darf für mich aber kein Grund sein um weniger zu tun oder sich nur auf diese Wahl zu berufen. 

Immer wieder muß ich versuchen dieses Vertrauen zu rechtfertigen, Immer wieder muss ich dafür sorgen das die Vorstandsmitglieder die Gartenfreunde zufrieden sind. Der einzige Weg dafür ist Arbeiten. Das dabei natürlich immer wieder mal Fehler passieren ist logisch. Wie beim Sport dürfen diese mich jedoch nicht aus der Bahn werfen sonder eher als Motivation gesehen werden. Motivation – um den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

weg gehen

Als Jungeselle war meine  Aussprache nicht immer perfekt, doch die Überzeugung das es eines Tages besser werden würde, war immer vorhanden. Einzige Voraussetzung dafür war — immer wieder daran Arbeiten und sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Genauso verhielt es sich bei meiner Lähmung oder beim Sammeln von Wissen. Kaum war etwas erreicht – ja sogar etwas um Stolz darauf zu sein, ging es gleich weiter um auf diesen Niveau weiter machen zu können. Das beste Beispiel dafür war Fahrradfahren.

Gerade war es mir gelungen, 10 Jahre nach dem Unfall, das erste Mal für gut 500 Meter  Fahrrad zu fahren, da stand der Entschluss fest das ich bei der Radtour meiner Freunde dabei sein wollte obwohl die am ersten Tag über 100 Kilometer lang werden sollte. Um das zu schaffen gab es nur eine Möglichkeit. Immer wieder üben.

Auch Heute gilt dieses Prinzip für mich. Die Betätigungsfelder haben sich zwar verändert, eines ist jedoch geblieben. Immer wieder auf ein Neues, sich nie zu lange mit dem Erreichten zufrieden geben oder darauf sogar auszuruhen

Fußball 10/15

Torschuss

Den heutigen Beitrag zu schreiben ist nicht unbedingt leicht. Am liebsten würde ich mir alles von der Seele schreiben. Nach gestern Abend wäre eine Kurz Bericht auch nicht angebracht. Etwas ausführlicher darf es schon sein diesmal. Vielleicht gelingt mir ja das Mittelmaß?

Gleich zu Beginn fragte mich unser Kreuzgeschädigter ob er ins Tor gehen dürfte. Obwohl ich mich gut gefühlt habe, kam kein gutes Gefühl bei mir auf, denn läuferisch ist mir in den letzten Wochen nicht viel  – genau genommen gar nichts gelungen. An mein letztes Tor konnte ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Doch meine Vorbereitung war vorbildlich gewesen und so habe ich mich auf dieses riskante Unterfangen eingelassen.

„Wenn nicht jetzt, wann dann? Entweder du schaffst es jetzt oder nie – auf dem Feld zu spielen! — Beiss Dich durch geb dir Mühe“ waren meinen Gedanken. „Wenn du Glück hast gelingt dir vielleicht auch ein Tor!“ Das Tore etwas besonderes für mich bedeuten ist verständlich, sie sind das Salz in der Suppe.

Dann hatte ich einfach Glück. Einen Verteidiger unterlief zum ersten mal seit vielen Jahren,ein grober Schnitzer indem er einen herein geschlagenen Ball nicht stoppen  konnte. Genau in dem Moment stand ich an der richtigen Stelle. Es war mein erstes Tor seit langen. Kurze Zeit später, wir hatten die Mannschaften neu aufgeteilt, gelang mir mein zweites Tor, diesmal sogar mit links. Für das richtige Stellungsspiel von mir war ich gezwungen mich mehr als gedacht zu bewegen. Phasenweise blieb mir die Luft weg. Doch meine Mitspieler setzten mich immer wieder in Szene indem sie mich an spielten.

Drei mal bin ich gestürzt weil ich den Ball hauchdünn verfehlt hatte, doch jedesmal war es eine Kleinigkeit mich richtig abzurollen und sofort wieder auf zu stehen. Und mein Ehrgeiz wurde belohnt. Es gelang mir noch ein weiteres Tor zu schiessen und kurz vor Schluss kam sogar noch ein 5. Treffer dazu.

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5 Tore in einen Spiel! Das ist mir bisher nur ein einziges Mal gelungen, das ist aber schon mindestens 20 Jahre her. Mein Fazit nach dem Abend.

Wer nie aufhört zu kämpfen wer auch unmögliches als sein Ziel vor seinen Augen hat, der wird eines Tages belohnt. Es lohnt sich doch  immer wieder zu kämpfen. Wenn es auch nicht sofort gelingt, irgendwann kommt die Belohnung. Man darf nur nie aufgeben

Hafenarbeiter

Am Dienstag ist mein einstiges Idol gestorben. Es gab nicht viele Vorbilder für mich aber dieser eine war es für defenitiv. „Pico Schütz“ war der langjährige Kapitän von Werder Bremen. Er verkörperte vieles von dem wie ich es mir vorstellte. Auch wenn es sehr viel gab bei ihm was mich beeindruckt hat, im Endeffekt war mir klar das nur ich meinen Weg gehen kann. Bestimmte Eigenarten von ihm konnte und wollte ich in mein Leben einbauen aber mehr auch nicht.

hafenarbeiter

So ist es mir gelungen im Fußball die Elfmeter einwandfrei zu schiessen. Bei den wenigen die es waren ist es mir zumindest gelungen den Elfmeterkönig Pico zu kopieren. Viele andere Dinge gehören zur Normalität des Lebens. Eines hat mich bei ihm jedoch immer imponiert. Seine Bodenständigkeit. Obwohl er erfolgreich war, hat er sich immer als einer aus dem Hafen gesehen. Genau das ist es was früher mein Ansatz und auch noch Heute für mich wichtig ist. Mein Vater hat im Hafen beim Umschlag gearbeitet. Genau diese Sichtweise versuche ich immer bei zu behalten.

Nicht überheblich sein sondern versuchen jeden zu verstehen und hart gegen sich selbst zu sein. Diese Einstellung hat mir bisher viel geholfen.

Fußball 9/15

Auf den Moment hatten wir lange entgegen gefiebert. Dementsprechend gross war auch meine Freude. Mit meinen neuen Platz als zweiter Stammtort habe ich sofort angefreundet. Na ja – die ersten 60 Minuten zumindest – dann wäre ich am liebsten aufs Feld in den gegangen. Leider hat sich keiner für einen Tausch ins Tor bereit erklärt. Aber allein dieses Gefühl auf dem Feld laufen zu können, das gab dem Abend das gewisse Etwas. Wenn ich es mir schon nach dem 1. Spiel zutraue besteht genügend Hoffnung auf einen Sommer im Sturm mit einen Torerfolg.

Der nächste meiner Mannschaftskollegen ist ein Mitspieler der mr schon 1979 das erste Mal begegnet ist und mich zwei Jahre später motiviert hat mit dem Fußball wieder als Aktiver anzufangen. Mit seinen vierundsechsig Jahren war er bis vor kurzen unser Laufwunder. Egal wo der Ball auch war – er ist hinter ihm her gelaufen. Mit ihm habe ich in der Juristen Mannschaft lange Jahre zusammen gespielt, bis sie auseinander gefallen ist. Er ist ein fester Teil unserer Mannschaft und gehört zu den Gründungsmitgliedern. Inzwischen hat er es mit dem Rücken. Anstatt zum Arzt zu gehen versucht er es so auszukurieren in der Hoffnung das seine Schmerzen, seine Probleme von alleine wieder vorbei gehen.

Osterwiese

Pfingsten war für meine Frau und mich recht beschaulich, es waren geruhsame Tage. Wenn da nicht der Ostertmontag gewesen wäre. Denn an dem Tag haben wir einen Besuch auf der Osterwiese gewagt. Die letzten fünf oder sechs mal hat es bei mir ja fast nie gereicht um eines der Volksfeste wie Freimarkt oder Osterwiese problemlos ohne Schwächeanfälle zu überstehen. Entweder verliessen mich meine Kräfte kurz nach dem Start – spätestens aber zur Hälfte unseres Bummels über die Festwiese(Bürgerweide)  Es war also ziemlich mutig da meine Frau mich diesmal auch nicht stützen konnte.

osterwiese

Doch die Negative Serie ist beendet. Mein Glaube an den Erfolg hat sich durchgesetzt, wobei ein Grossteil auf eine richtige Vorbereitung zurückzuführen ist. Es geht eben nicht mehr so wie früher. Spontan, nach einen anstrengenden Tag auf die Osterwiese oder Freimarkt – das ist vorbei. Das muss ich akzeptieren, das läßt sich wohl nicht mehr ändern. Aber im Grunde genommen ist es mir egal so lange ich diese Märkte besuchen kann solange ich genügend Kräfte habe um Stundenlang das Geschiebe und Geschubse durchzustehen.

Das war mein Erfolgserlebnis am verlängerten Wochenende. Wenn ich jetzt an den Freimarkt im Oktober denke dann gibt es nur noch ein schönes Gefühl ein Gefühl der Freude, wohlwissend das es mir möglich ist dieses unbeschreibliche Flair geniessen zu können