Archiv für den Monat: Juli 2015

Borkum

Vorgestern war es nicht nur nass, es war sogar stürmisch. Im Grunde nichts besonderes, doch wenn man gerade einen Tagesausflug, so wie wir gestern, macht – dann ist es nicht das Wunschwetter. So ist es uns zumindest ergangen. Borkum ist eine Reise wert, Für uns wird es aber wohl die „Regeninsel“ bleiben.  Es war interessant – mehr aber nicht.

Borkum

Borkum ist die größte der 7 friesischen Inseln. Dementsprechend ist auch der Autoverkehr ziemlich stark vertreten. Während auf Norderney die Innenstadt zu großen Teilen davon ausgenommen ist, kann man den Autoverkehr auf Borkum überall sehen. Allein das hat uns nicht gefallen. Es gab kaum geschützte Bereiche für Fußgänger. Am Ende waren wir froh Borkum besucht zu haben, denn nun können wir uns ein Bild davon machen.

Urlaub?

Das soll Urlaub sein? Im Augenblick sieht es mehr als ungünstig aus. Gestern, an meinen ersten Urlaubstag klingelte der Wecker schon um 6.30 Uhr. Ein Handwerker hatte einen Termin bei uns. Im Gegensatz zur Verwaltung , fangen die schon um 7. Uhr an zu arbeiten.

Heute ist erweiterte Vorstandssitzung im Verein, morgen ist Sprechstunde und Vorstandssitzung. Donnerstag ist Fußball, Freitag ist Einkaufen angesagt, Samstag ist Flohmarkt beim Vereinsheim. Danach geht es in unseren Garten denn dann ist das jährliche Grillen mit den Arbeitskollegen angesagt. Am Sonntag heißt es schon um 5.00 Uhr aufstehen, denn wir haben einen Tagesausflug nach Borkum gebucht. Wenn dann am Montag Abend meine wichtige Sitzung geschafft ist, dann habe ich tatsächlich 2 Tage Urlaub bevor es weiter geht.

Eine schlechtere Phase wie in diesen Jahr kann es fast nicht geben. Fast jeder Tag ist mit Terminen oder Aktivitäten versehen. Die Alternative wäre gewesen wenn ich ungefähr 2 Monate später meinen Urlaub genommen hätte.

So versuche ich jetzt das beste daraus zu machen, vor allen weil sich eines zu bestätigen scheint

Nur wenn man von Zuhause wegfährt oder fliegt – nur dann hat man Urlaub

Fußball 21/15

verletzt

Am Donnerstag war alles wunderbar. Wir waren endlich mal wieder genügend Spieler, vor allen war es gleichmäßig verteilt. Nach ein paar Minuten wär mir schon fast das erste Tor des Spiels gelungen. Meine Zuversicht das es mir im Verlauf des Abends noch gelingen würde, war groß. Die Chancen wurden immer etwas besser für mich, so langsam wurde ich auch beweglicher. Doch dann .. beim Versuch den Ball halbhoch anzunehmen, ein Schmerz im Oberschenkel und es war passiert. Wieder eine Zerrung.

Titeländerung

Bei der Neugestaltung fiel mir der Untertitel auf. Dieser ist schon seit März 2009 fester Bestandteil des Blogs.

„Aus dem  Leben eines  Behinderten“

Das ist der Untertitel der seitdem unter dem Haupttitel steht.  Irgendwann passte er nur nicht mehr ins Bild, denn mein Versuch, einen gesunden Menschen, zu beschreiben, jemanden der sein Handicap nur bedingt wahrnimmt widersprach dieser Untertitel  Auf eine gewisse Art fand ich ihn unglücklich  auf der anderen Seite entspricht er ja der Realität, so blieb er einfach stehen.

Die Zeit hat sich verändert. Inzwischen ist die Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen die Behindert sind, um einiges größer alls es noch vor 6 Jahren der Fall  war.  Für viele stellt sich heute die Frage nach den Auswirkungen einer Krankheit. Teilweise liegt diese Wißbegier auch an prominenten Patienten, denen teilweise eine kurze eingeschränkte Zukunft vorausgesagt wird.

Mit dem neuen Untertitel

„Mein Leben nach dem Gehirnbluten“

 

möchte ich zeigen das es genügend Möglichkeiten gibt, dieses noch lange und vielfältig geniessen zu können

Gefallen finden

Diese Woche scheint das Thema „Geduld bei mir im Vordergrund zu stehen.

Es ist schon ein paar Jahre her, bis ich herausgefunden hatte wie man das äußere des Blogs verändern kann.  Es war dann zwar besser, aber richtig gefallen wollte mir das Layout immer noch nicht. Meine einzige Hoffnung war, das es im Laufe der Jahre ein vernünftiges Update gibt.

 

Nun ist es soweit,  es gefällt mir – das Warten, meine Geduld hat sich gelohnt.

Sichtschutz

 

Als wir vor 7 Jahren unseren jetzigen Garten bezogen stellte sich schnell die Heckenfrage für uns. Sie war ungefährt 2 Meter hoch bei uns und somit weit über der Norm von 1.10 Meter. Unsere Sorge das der Vorstand uns eines Tages abmahnen würde war nicht unbegründet. Nachdem wir uns ein paar Mal mit dem Schneiden der Hecke abgekämpft hatten, beschlossen wir sie radikal durch einen Gärtner kürzen zu lassen. Der Vorteil lag auf der Hand, denn die jährliche Pflege würde viel leichter ausfallen. So ganz nebenbei entsprächen wir auch noch der Gartenordnung.

Auch wenn wir dadurch alles sehen könnten, wir säßen auf dem Präsentierteller. Das war auch nicht das was wir wollten. Da es für alles eine Lösung gibt, überlegten wir und fanden auch eine Lösung. Ein natürlicher Sichtschutz sollte es sein. So pflanzten wir diverse Sträucher in der Gewissheit das sie eines Tages hoch genug werden um uns vor neugierigen Blicken zu schützen.

Geduld war gefragt. Seit diesen Sommer können wir sagen das es sich gelohnt hat, Geduld zu bewahren.

Fußball 20/15

Der Beitrag über Fußball war eigentlich für nächste Woche angedacht, doch den gestrigen Abend zu unterschlagen wäre eine Sünde.

Das wir gespielt haben war eine Mischung aus Wahnsinn und Unvernunft könnte man sagen.

 

Man könnte aber auch sagen das wir uns des Risikos bewusst waren, dementsprechend langsam waren, uns vorsichtig bewegt haben einfach nur Spass hatten. Diese älteren Männer, was wir einwandfrei sind, haben ihre Fitness ihre Sportlichkeit unter Beweis gestellt. Weil wir das Glück nicht strapazieren wollten, haben wir schon nach 50 Minuten aufgehört zu spielen.

So könnte man es auch betrachten. Das ist zumindest meine Sichtweise. Für mich war ein anderes Erlebnis erwähnenswert. Das Perfekte Tor.

Ein langer Pass meines Freundes auf mich -bei der Ballannahme stehe ich mit dem Rücken zum Tor – die Ballannahme ist Perfekt, er scheint an meinen Fuß zu kleben – da kein Gegenspieler in der Nähe ist, halte ich den Ball auf dem rechten Fuß hoch – drehe mich links – balanciere meine Körperhaltung um nicht hinzufallen – vollende die Drehung und schiesse in den Winkel — TOR

tor1

Danach gab es keine Steigerungsmöglichkeiten. Auf dieses perfekte Tor habe ich lange gewartet. Wie gut das ich den Glauben an mich nie  aufgegeben habe

Weisheiten LXXIX

Wenn es diese Rubrik bei mir gäbe, es wäre die mit den meisten Einträgen. Im Augenblick verteilen sich fast 1.300 Beiträge auf 32 Kategorien. Die meisten Artikel werden von mir allerdings nicht veröffentlicht. Sie werden von mir geschrieben, teilweise auch gespeichert, um danach neu geschrieben oder gelöscht zu werden.

Anfang der Woche ist mir zum erstenmal seit 6 Jahren ein Artikel durchgerutscht. Er ist inzwischen wieder herausgenommen worden von mir, denn es war ein Beitrag der unveröffentlicht bleiben sollte.

Nachdem in den ersten Monaten nahezu alles was mir einfiel hier im Blog, kam mir irgendwann die Idee ihn auch zu meinen Vorteil, nur für mich, zu benutzen. So entstand eine virtuelle Rubrik. Für mich ist sie die wichtigste. Gefühlt müssten dort über 2.000 Artikel vertreten sein.

Seitdem ich so vorgehe fällt es mir schwer dagegen zu protestieren wenn jemand diesen Blog auch als Tagebuch bezeichnet. Es ist für mich eine grosse Hilfe all das was mich bewegt, was mir Sorgen bereitet, niederschreiben zu können. Ja, mein Blog ist nicht nur ein Ratgeber für Behinderte, er ist mein persönliches unveröffentlichtes Tagebuch. Seitdem diese Vorgehensweise von mir entdeckt wurde sind schlaflose Nächte, für mich eine Seltenheit geworden.

Es gibt so viel was mir durch den Kopf geht, und so manches läßt mir keine Ruhe. Dann kommt der Blog ins Spiel. Hier lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf, hier wird erlebtes verarbeitet. Manchmal kann etwas davon später im Blog verwendet werden. Das meiste fällt jedoch unter dem Begriff „frei schreiben, von der Seele schreiben“

Auf diese Art und Weise ist es mir möglich vieles entspannter zu sehen, vor allen den Begriff „Grübeln“ als Fremdwort erscheinen zu lassen.

Meine Erkenntnis ist ganz einfach. Schreiben befreit Dich von Problemen, schütz Deine eigene Gesundheit. Das meiste davon sollte aber Privat bleiben.

Dorf?

Heute morgen kam ein Maler, auf Initiative unserer Vermieterin, zu uns um einige Ecken nachzubessern die beim Umzug übersehen worden sind. Dabei stellte sich schnell heraus das wir uns kannten. Damals, vor vierzig Jahren, spielte er in meiner ersten Jugendmannschaft.

Es dauerte eine Weile bei mir, bis mir klar wurde wer vor mir stand. In meinen Kopf ging es wie auf einer Festplatte zu. Nur im Gegensatz zum Computer gab es kein positives Ergebnis. So ging ich immer weiter zurück um fündig zu werden. Politik, Fußball privat und auch trainierte Mannschaften, Gewerkschaft, Uni speziell der Jura Fußball. Kurz vor meiner Verzweiflung wurde ich erlöst.

 

„Kennst Du mich noch? Ich bin´s WALZE“

Das war das Stichwort um mich gedanklich ins Jahr 1975 zu begeben. Er war 3 Jahre mein Vorstopper( heute Innenverteitiger)und wir haben uns immer gut verstanden, sonst hätte er auch nicht seinen Spitznamen von mir bekommen. Allerdings hatte er ihn sich redlich verdient, denn die Gegner kamen an ihm nur schwer vorbei, er wirkte wie eine unüberwindbare Walze.

Es ist schön immer mal wieder jemanden aus der Vergangenheit zu treffen. Das sind Momente in denen meine damals oft kritisierte Vorgehensweise sich als richtig erweist.

 

Mein Weg der Ehrenämter ist nicht immer leicht gewesen, es zeigt sich jedoch immer öfter das es eine gute Entscheidung war. Denn Bremen hat zwar 550.000 Einwohner und ist damit eine Großstadt aber im Grunde genommen für mich ist es wie ein Dorf; denn oft genug treffe ich jemanden von früher. Da fast jeder von mir fair behandelt worden ist, gibt es auch fast nur nette Begegnungen.