Archiv für den Monat: Oktober 2015

Übermütig oder Riskant

Nachdem es mir vor 10 Tagen gelungen war einen Freimarktsbummel ohne große Probleme zu überstehen, wurde ich gestern Nachmittag mutig, ja vielleicht auch übermütig. Wir sind noch einmal über den Markt gebummelt. Von mir war ein kurzer Bummel über die Hälfte des Freimarkts gedacht. Doch schon nach wenigen Metern war mir klar.

„Risiko! Heute ist mein Tag, heute will ich es versuchen ohne Schwächephase einfach so wie früher. Alles was zu einen Jahrmarkt gehört, all das willst du mitnehmen. Schmalzkuchen, Bratwurst, Backfisch und natürlich Mandeln. Zur Krönung darf das Riesenrad nicht fehlen.“

So zumindest waren meine Gedanken. Und tatsächlich mir ist es gelungen einwandfrei den Marktbesuch zu bewältigen. So wurde  aus der angedachten Stunde, mit ein paar Schlenkern mehr, ein zweistündiger Freimarktbesuch. Nun ist mein Glück Perfekt, und wieder einmal hat sich gezeigt.

Auch wenn niemand an deinen Erfolg glaubt. Sei davon überzeugt und du wirst erfolgreich sein

Weisheiten LXXXII

Wenn im Leben auf eines Verlass ist, dann auf die Wellentheorie, so wie bei meinen Verein, Werder Bremen. Wochenlang lief es schlecht für ihn, sie haben ständig verloren. Nun haben sie es geschafft und zweimal gewonnen. Die Negative Serie ist gestoppt. Theoretisch müssten sie jetzt ein paarmal gewinnen.  Doch dieses ständige Auf und Ab wird sich wohl leider am Samstag mit einer Niederlage und nicht mit einen Sieg fortsetzen.

Theoretiker mögen mit ihren Erkenntnissen ja oft recht haben, doch bei der Wellentheorie spielt noch ein ganz anderer Faktor mit. Der Wille, die Bereitschaft etwas zu unternehmen um sich gegen einen Negativlauf zu stemmen.  Es reicht nicht sich auf die Gesetze der Physik oder der Philosophie zu verlassen. Mal ist eine Welle groß, mal etwas kleiner. Die einzige verläßliche Gesetzmäßigkeit die es gibt, das ist die Welle. Mal bist du unten, mal bist du oben, nichts bleibt für ewig.

Jeder einzelne kann sein Schicksal in die Hand nehmen um möglichst lange auf einer Welle dahin gleiten zu können. Jeder kann etwas für die Größe der Welle tun, die unwillkürlich kommt, die einen jedesmal in die Tiefe reißt oder ins Flache zieht.

Zu den Gesetzmäßigkäten des Lebens zählt diese Wellentheorie.  Eine Theorie der sich jeder Mensch stellen muß.

Jubel und Freude

Dreifacher Jubel oder Freude würde wohl eher zutreffen. Es ist tatsächlich gut gegangen, am Freitag. Drei Stunden Bummeln über den Freimarkt und nur für 5 Minuten gab es einen Durchhänger. Jemand hatte mich, ungewollt, gerempelt, was mich ausser Tritt brachte. Es dauerte eine ganze Weile um die richtige Feinabstimmung wieder zu finden. Im Riesenrad war es mir möglich erst einmal wieder zur Ruhe zu kommen. Denn es war nicht nur der Rempler der mich durcheinander gebracht hatte, es war vor allen die unbändige Freude.

Freude darüber das sich ein beschwerdefreier Freimarktsbesuch andeutete. So wie die letzten Jahre waren, grenzte das an ein Wunder. Ausser mir hatte keiner daran geglaubt, umso größer war die Freude bei mir. Irgendwann gelang es mir mich in den Griff zu kriegen. So konnte es für meine Frau und mich ein entspannter Abend werden.

Noch ein Versuch

Es ist Freimarkt und heute Abend ist es wieder soweit. Der nächste Versuch wird gestartet  ob es mir endlich gelingt einen problemlosen Freimarktsbummel von Anfang bis Ende zu haben. Eigentlich könnte ich den jährlichen Artikel über meinen Freimarktbesuch fast identisch veröffentlichen.

 

Es fing 2009 mit dieser Seuche an. Erst war es jahrelang der Rücken der mich beeinträchtigt hat, dann war es mein Kopf weil ich ab einen gewissen Punkt zu erschöpft war. Im letzten Jahr war es schon deutlich besser, allerdings das letzte Drittel war für mich eine Qual. Für dieses Jahr war der Gang über den Freimarkt nicht einkalkuliert worden. Doch meine Frau hat sich dank ihres ständigen Trainings von ihren doppelten Kreuzbandriss und dem Kniescheibenbruch so gut erholt, das wir es wagen werden.

Mann darf eben nie aufgeben und deswegen ist heute unserere Devise

Wir versuchen es erneut.

Wieder komplett

Nun sind wir wieder zusammen, endlich sind wir wieder komplett. So schnell drei Wochen vergehen, so lange können sie auch sein. So leicht sie auch sein mögen, so schwer können sie auch sein.

Es ist kein Problem die Zeit negativ wieder  zu geben, wie schwer es sein kann sich als alleinstehender zu bewähren, wie anstrengend und einsam es sein kann wie mühevoll die Hausarbeit sein kann.

Es geht aber auch anders. Wie schön es sein kann eine bestimmte Zeit alleine zu sein.  Wie man die Arbeit die Anwesenheit des Partners erst zu schätzen weiß. Wie stolz ja sogar zufrieden man sein kann, wenn  Wäsche waschen wieder einwandfrei gewesen ist, das man es schafft die Wohnung immer wieder so in Ordnung zu halten, das jederzeit Besuch vorbeikommen könnte. Wie schön es sein kann sich selber versorgen zu können, wie schön es sein kann sich problemlos auf den Partner freuen zu können. Wie schön es sein kann alles ohne fremde Hilfe bewältigt zu haben.

Stolz und Freude das sind die Schlagworte für meine Zeit als Strohwitwer.

Diejenigen die behaupten das man mit einer Behinderung, wie es bei der Fall ist, nicht alleine zurechtkommen kann – diejenigen liegen falsch. Man kann

All das ist mein persönliches Fazit nach den zurückliegenden Wochen.

Der Kick

Endlich – es ist soweit, Heute Abend kommt meine Frau aus dem Schwarzwald zurück.  dementsprechend steht mein gewohntes Prozedere an. Die Wohnung sauber machen.  So wie früher ist es nicht. Das meiste ist schon erledigt, aber es sind immer noch ein paar Kleinigkeiten die erledigt werden müssen.

So wie jedes Mal wird die Zeit von mir fast auusgereizt, denn wenn alles schon um 15 Uhr fertig wäre, es würde mir langweilig erscheinen. So ist um 19.00 Uhr eine perfekte Wohnung vorhanden, damit es um 19.30 Uhr für mich in Ruhe zum Bahnhof gehen kann. Das ist der Kick den ich brauche.  Wäre das nicht so – würde die Wohnung schon seit Freitag Perfekt aussehen. Das ist für mich aber langweilig.

Der Reiz besteht darin zu wissen das man es schafft und es jedesmal aufs neue zu bestätigen, das man auch mit einer Hand eine Wohnung innerhalb kürzester Zeit wieder in Ordnung zu bringen. Da mein Verhalten immer etwas ordentlicher geworden ist, hebe ich mir diesen Kick bis zur letzten Stunde auf.

Hemmungen

Am Samstag hatte es mich mal wieder erwischt. Unsicherheit hieß das Schllagwort. Die voran gegangenen Wochen war das Wochenende speziell die Samstag Nacht gut gewesen, auch ohne Disco. Inzwischen hatte sich mir mehrfach die Frage gestellt, ob Discobesuche für mich überhaupt noch zeitgemäß wären ? Meine Zweifel waren groß. Dementsprechend stellte sich für mich den ganzen Samstag die Frage: „Gehen oder Bleiben?“

Gegen Mitternacht war es klar für mich.  Noch einmal  in die Disco gehen.  Soviel Unsicherheit, soviel Hemmungen, das hatte es schon lange nicht mehr gegeben bei mir.  Morgens um 5.30 Uhr wusste ich. Das war nicht das letzte Mal gewesen.

Dazwischen lag eine Zeit voller Freude und Freunde. Sie hatten alle eines gemeinsam. Positives Denken und ein Lachen im Gesicht. Dazu Musik. Es ist nun mal so. Ich bin ein Kind der ersten Disco Generation und wenn ich dieses Gefühl ausleben kann steigt mein „Wohlfühlfaktor“ erheblich an.

Irgendwann in der Nacht fragte mich ein Bekannter von früher nach meinen Alter nachdem er sich meine Bedenken angehört hatte.

„Gegen mich bist Du ja ein Kücken. Die nächsten Jahre will ich hier noch hin und wieder vorbei sehen.  Dann solltest Du ja wohl erst recht noch einige Zeit dabei bleiben können.  Es ist im Umkreis von mindestens 60 Kilometer die einzige  Discothek in der auch über fünfzigjährige gern gesehen sind. “

So lang und ausführlich hatte er schon lange nicht mehr gesprochen, aber er hatte in jeder Beziehung recht.  Seine Antwort löste alle Bedenken, von mir in Luft aus.  Kurz danach sagte mir eine gute Bekannte das sie es bewundernswert fände wie ich mich verhalte und das ich mich mich trotz meines Handicaps immer wieder hier her begebe und die irritierten Blicke einfach ignoriere. Wie gut das sie nicht weiss wie es in meinern Innern aussieht. Es waren mehr als wohltuende Worte für mich

Am Sonntag stand mein Entschluss fest.

„Die nächsten 10 Jahre werde ich in unregelmäßigen Abständen weiterhin in meine Discothek gehen.

Fußball 29/15

Man kann nicht alles haben. Unter das Motto kann man den gestrigen Abend stellen. Das erste Mal in diesen Jahr das meine Laufleistung meiner Wunschvorstellung entsprach. Nur meine Leistung vorm Tor war miserabel. Entweder versprang mir der Ball oder mein Stellungsspiel war schlecht. Einziger Trost für mich war, das Spieler die in der Abwehr sonst eine Bank sind, diesmal noch schlechter gespielt haben.

Nun ist die Freiluftsaison vorbei. Zumindest sehen unsere Planungen so aus. Aufgrund der Flüchtlingsproblematik kann es aber sein, das wir dieses Jahr nicht in die Halle können. Dann würden wir am 5. November wieder draussen spielen.

Erleichterung

Vorgestern Abend war eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Der Grund dafür war eine geplante Umlage. Im Vorfeld herrschte schon etwas mehr Nervosität als üblich bei mir.  Es gab schon einige Versammlungen die von mir geleitet wurden, aber in keiner lag so viel Brisanz wie Dienstag, bei keiner war die Stimmung so explosiv wie Dienstag und keine war so gut besucht wie am Dienstag Abend.

Es waren 84 stimmberechtigte Gartenfreunde anwesend. Doch auch diesmal hat sich mein Kleingartenverein wieder einmal alls fortschrittlich und naahezu vorbildlich erwiesen. Es wurde intensiv diskutiert, mal mit mehr mal mit weniger Emotionen aber immer sachlich. Vor allen gab es keine Beleidigungen. Da dies keine Selbstverständlichkeit beim Thema Finanzen ist, bin ich richtig Stolz auf meinen Verein.

Für alle, die Scheu haben aufgrund eines Handicaps sich an die Öffentlichkeit zu wagen.

Am Anfang gab es fast wie gewohnt ein paar Versprecher von mir. Es gab einiges was früher für mich nicht denkbar gewesen wäre, so ging einmal mein linker Arm beim Aufstehen hoch und verkrampfte sich, es wurde einfach von mir ignoriert, ferner störte mich auch mein unästhetischer Gang, es ist nun mal so das ich nur wie ein „Schiff in den Wellen“  laufen kann. Es stört mich auch nicht mehr.

Und genau das verstehe ich unter Glück! Einen Verein zu haben, der nur den Menschen in mir sieht, mich nur an meinen Worten mißt und nicht meine Behinderung in den Vordergrund stellt.

Genau das ist deswegen mein Rat an alle.

Gehe raus – Habe keine Angst und nehme am Leben teil – Die Resonanz auf deinen Mut ist die beste Medizin. Die Menschen sind Heute aufgeschlossener als früher

Fußball 27/15 und 28/15

Es hat zwar Spass gemacht gemacht in der vorletzten Woche, Fußball zu spielen – aber das war dann auch schon alles was über den Donnerstag erwähnenswert war. Nach 3 Wochen Pause war es doch nicht so leicht wieder ins Spiel zu finden. Läuferisch war das überhaupt nichts. Torgefahr war gleich Null. Der einzige Lichtblick war die Aussicht auf Besserung in der nächsten Woche.

Donnerstag war mein Tag! Drei Tore waren schon nach einer halben Stunde, am Ende waren es sogar Vier geschossene Tore. Das einzige was mir im Gedächtnis haften geblieben ist, das ist eine Aktion die nicht zum Torerfolg führte.

Ein Mitspieler läuft mit dem Ball aus der Abwehr kommend Richtung Mittelfeld. Da er weiter aufs gegnerische Tor zuläuft versuche ich auf gleicher Höhe mitzulaufen um anspielbar zu sein.  Was mich im nachhinein wirklich begeistert sind gleich mehrere Punkte. Mir ist es gelungen das Tempo von ihm für einige Meter mit zu halten. Im laufen gelang es mir seinen Querpass, mit dem rechten Fuß den Ball so anzunehmen, als ob er daran kleben würde, um ihn dann nach einigen Metern aufs Tor zu schiessen und den Pfosten zu treffen.

Das mir diese Aktion gelungen ist, lag einzig daran das meine Vorbereitung, Esssen – Trinken – ausreichend Schlafen, endlich mal vorbildlich eingehalten worden war von mir. So hielten meine Kräfte und auch Konzentration lange an.