Brot oder Brötchen?

Eigentlich ist mein Rhytmus immer der gleiche, wenn meine Frau zu ihrer Mutter in den Schwarzwald fährt, und das schon seit 27 Jahren. Jedesmal ist anders, doch eines ist Heute noch genau wie beim ersten Mal – mein Frühstück!

Am Sonntag gibt es bei uns fast immer Brötchen.  Doch leider läßt sich das für mich alleine nicht realisieren. Es wäre zu umständlich und langwierig. So kam mir irgendwann die Idee mit dem Rosinenbrot, was von mir bestimmt schon erwähnt wurde. Nur wie mein Frühstück dann zustande kommt, das ist bisher mein Geheimnis geblieben.

Weißbrot oder Kürbisbrot schmecken gut, wäre eine ausgezeichnete Alternative, aber zu dünn zu weich.  Rosinenbrot das nicht zu dünn und zu frisch ist, läßt sich leichter beschmieren als alles andere. Es ist fest genug um von mir beschmiert zu werden.  Das sieht dann so aus, das die Butter schon am Samstag aus dem Kühlschrank geholt wird. Sie ist dann nicht mehr so fest. Auf das Brotbrett lege ich eine Scheibe die von mir vorher vorsichtig losgelöst worden war. Dann lege ich meine linke Hand auf den Tisch denn sie dient als Bremse oder Stopper für das Brotbrett bzw. dads zu beschmierende Brot. Um alles gleichmäßig auf der Scheibe zu verteilen wird das Brot von mir immer wieder gedreht. Irgendwann ist alles Perfekt. Dann muß nur noch meine linke Hand oder Handrücken gesäubert werden – und fertig ist mein Frühstück.

Bevor dieses Prozedere beginnt muß mir klar sein, das der Zeitaufwand je nach Hunger ziemlich hoch sein kann. Für meine fünf Scheiben waren Gestern ungefähr 50 Minuten  notwendig. Geduld ist also Voraussetzung, dafür ist der Genuß dann umso höher