Almeria

Das leichteste wäre jetzt ein Artikel über meinen Fußball von Donnerstag  zu schreiben, das kann jedoch warten. Meine Reiseberichte passen besser für einen Bericht zum Wochenende

Es war der 23. Dezember 1985, wir waren kurz vor der Landung, als ein Unwetter unseren Anflug auf den Flughafen Almeria verhinderte. Der Pilot mußte eine lange Extrarunde drehen. Eigentlich sollte es ein schöner Urlaub in einer der sonnigste Ecken Europas werden, und dann das. Unweter – Sturm und Regen. Dafür hätten wir auch Zuhause bleiben können.  Kaum waren wir angekommen in dieser kalten regnerischen Stadt, wurde uns mitgeteilt, das unser Hotel aufgrund einiger Bauarbeiten noch nicht bezugsfertig sei.

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Einen „besseren“ Einstand in unseren ersten Weihnachtsurlaub konnte es nicht geben. Doch damit hatten wir für die nächsten 10 Tage unsere negativen Erlebnisse innerhalb kürzester Zeit hinter uns gelassen.

„Da wir ihnen ihr gebuchtes Hotel nicht zur Verfügung stellen können  – haben wir sie in ein 4 Sterne Hotel umgebucht“ sagte die Reiseleitung zu den betroffenen Gästen.

Kaum hatten wir es vernommen entfuhr es uns fast  gleichzeitig „Vier Sterne? Gehören wir da überhaupt hin? Können wir da überhaupt mithalten? Ist das nicht zu vornehm für uns?“

Berechtigte Fragen,  die sich noch verstärkten als wir in der Hotelhalle standen. Das war nicht unsere Welt, da gehörten wir nicht hin. Bisher war unser bestes Hotel auf Kreta ein 3 Sterne Hotel gewesen, das in Paris hatte sogar nur zwei  Sterne. Und dann jetzt das. Eine neue Welt. Nach heutigen Maßstäben wäre es sogar noch ein Stern besser. Es war auf jedenfall ein Traum.

„Wir nehmen diese Herausforderung an und versuchen die Tage zu genießen“ sagten wir uns.

Nächste Woche geht es weiter. Dann dürfte jeder verstehen, warum es für uns ein Traumurlaub wurde

Herzensentscheidung

Auch wenn mir Gestern mehrfach die Schonung meiner Gesundheit beschworen wurde. Am Ende des Tages hat mein Herz entschieden.

Es war die richtige Entscheidung. Ich bleibe den Kleingartenwesen voll erhalten.  Geschäftsführender Vorstand – hört sich gut an. Das war es dann aber auch. Beisitzer und Ersatzdelegierter für die jeweiligen Parteitage, das reicht. Mein Platz ist in der 2. Reihe. Dort fühle ich mich wohl, bin dabei und habe nicht zuviel zu tun. Meine Kleingartenarbeit kann ohne Einschränkungen bewältigt werden.

Endgültige Entscheidung

Nach fast 2 Monaten „Hin und Her“  fällt heute Abend die Entscheidung. SPD oder Kleingartenverein.  Eigentlich war für mich schon alles klar. Kleingartenvorsitzender – das ist die Funktion die auf mich zugeschnitten ist, das ist die Funktion die mir am meisten Spaß macht.

Doch wie so oft im Leben, kam es wieder einmal ganz anders. Ende Dezember, Anfang Januar kam meine Auszeit. Es ist die Phase im Jahr in der mir meine Gesundheit immer zu schaffen macht. Zwangsläufig gingen mir die jeweiligen Begleiterscheinungen durch den Kopf. Ganz knapp fiel meine Entscheidung noch zugunsten des Kleingartenvereins aus.

Heute morgen hatte ich ein Telefonat mit einer Behördenleitung. Dabei erzählte sie mir immer wieder wie wichtig der Schutz der eigenen Gesundheit sei. Parallel dazu hat die SPD noch einmal um Hilfe für den Kassierer gebeten. Nun ist mein Chaos perfekt. Angesichts der Bedeutung beider Funktionen ist es mir nur möglich eine davon aus zu üben.

Für den Verein spricht einiges, vor allen die Entscheidungsfreiheit. Was weniger positiv ins Gewicht fällt, ist der fast tägliche Ärger, die  ständigen Auseinandersetzungen mit Behörden, Stromversorgung, Gaststätte, Finanzen, Landesverband, Kleingärtnern und zu guter letzt hin und wieder auch mit dem Vorstand. Dazu kommen noch etliche Rechtsprobleme und viele einmaligen Vorkommnisse.  Es macht zwwar Spass und bereitet mir manchmal auch Freude. Aber wenn mir meine Krankheit durch den Kopf geht und das was immer wieder von mir im Blog geschrieben wird, dann kommen mir Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war.

Eines darf von mir nicht übersehen werden. Mein Krankheitsbild ist mehr als eine Erkältung oder ein Knochenbruch.  Dementsprechend ist es eigentlich meine Pflicht ausreichend auf meine Gesundheit zu achten.  Ein weiterer Pluspunkt für die SPD meine starke Verbundenheit zu ihr und das die dortige Funktion meinen Nervenkostüm weitaus mehr entgegen käme als es jetzt der Fall ist.  Allerdings wäre es schade, all das was von mir in den letzten zweieinhalb Jahren aufgebaut wurde, zu verlassen.

Um es kurz zu machen. Für oder gegen Gesundheit das ist die Frage die sich mir heute endgültig stellt.  Was ist die größere Herzensangelegenheit für mich.

Montagmorgen

Im Augenblick verläuft fast jeder Montag Morgen nach dem gleichen Muster. Der Wecker klingelt um kurz vor sieben und meine einzigen Gedanken sind: Liegen bleiben und weiter schlafen – das wäre schön.  Als Rentner wäre das kein Problem.

Dieses Gefühl bleibt den ganzen Montag Vormittag.  Anfangs erschien es mir wie ein Spaß oder ein kleiner Teufel der mich zum Rentendasein bewegen wollte. Inzwischen ist es schon normalität geworden.  Am Mittwoch ist es schon besser und am Donnerstag ist dieses Denken ganz verschwunden. Aber der Montag bleibt.  Doch so langsam fängt es an mich zu stören. Deswegen habe ich Heute versucht dagegen zu steuern.

„Sei froh das du aufstehen kannst, sei froh das du einen Job hast hast, sei froh das du nicht früher aufstehen mußt.“

Solche und ähnliche Gedanken gingen mir minutenlang durch den Kopf. Nachdem mir  so langsam bewußt wurde, was für ein Glückspilz ich bin, fiel mir das aufstehen doch leichter.

Diese Maßnahme wird von mir solange angewandt bis mir das aufstehen am Montagmorgen leichter fällt.  Mit dieser Art des positiven Denkens ist eine gute Möglichkeit um negativen Gedanken entgegen zu steuern.  Mir ist es bisher oft gelungen, warum nicht auch am Montagmorgen erfolgreich sein?