Archiv für den Monat: März 2016

Nachdenken

Während meiner Tage im Schwarzwald habe ich nicht nur einen Thriller über eine Kreuzfahrt gelesen, sondern auch viel nachgedacht. Während es bei dem Taschenbuch ein Ende gibt, denn schließlich ist jedes Buch einmal zu Ende, sieht es bei mir nicht danach aus. Für mich stellt sich gerade nach den Tagen des Nachdenkens, die Frage:

„Was steht für mich im Vordergrund? Die Psyche oder die Belastung meines Gehirns?“

So leicht läßt es sich für mich auf den Punkt bringen. Gesundheit oder Verein? Mein Versuch beides miteinander zu vereinbaren, scheint zu scheitern. Meine Ansprüche sind höher als sie von mir umgesetzt werden können.  Meine Arbeitsweise gleicht eigentlich der eines „Workhalics“. so zumindest sieht es in meinen Innern, bei meinen Wunschdenken aus. In der Realität ist von diesen Arbeitstier nicht viel zu sehen. Da ist jemand der jede Möglichkeit zur Pause nutzt.

Gerade jetzt fühle ich mich in dieser Vorgehensweise bestätigt. Schon wieder ist ein prominenter an Folgen eines Gehirnschlags gestorben.

Wie lange geht mein Drahtseilakt noch gut? Wieviel kann ich mir zutrauen ohne das etwas passiert? Wie weit kann ich gehen?

Die vielen Erholungsphasen gefallen mir nicht, aber sie scheinen meinen Kopf gut zu tun. Gleichwohl werde ich den Versuch nicht aufgeben, beides (Gesundheit und Verein)miteinander zu verbinden.

ewiges Glückskind?

Gerade jetzt, in meiner Zeit des Nachdenkens, der Verunsicherung, platzt die Nachricht über den plötzlichen Tod von Roger Cicero herein.  Mir wird mein Glück  immer mehr bewußt.

Es wäre falsch sich über geschehenes oder die Art und Weise des Handicaps zu ärgern. Aus meiner Sicht bin ich ein Glückskind – jemand der unendlich viel davon abbekommen hat.

Damals, war es die Ausnahme das alle drei Neurologen in Bremen waren. Am Tag meines Unfalls war es so.  Es waren nicht irgendwelche Neurologen sondern sie gehörten zu den besten.  Deswegen konnten von ihnen evtl. auftauchende Komplikationen schon im Vorfeld erkannt und entgegen getreten werden.

Es gibt soviel Glückliche Zufälligkeiten in den letzten 49 Jahren, alle aufzuzählen ist zu lang. Es gab einschneidene Momente und oft kleine Glückseligkeiten. Vieles davon wäre bestimmt nicht eingetreten, aber mein ständiges positives Denken hat bestimmt dazu beigetragen das es immer wieder glückliche Situationen für mich gab.

 

überstanden

Die Osterwoche, der damit verbundene Kurzurlaub in Süddeutschland und Ostern – das ist überstanden. Es geht von nun an alles wieder wie gewohnt weiter. Wenn das Wetter auch noch mitgespielt hätte, dann wäre es optimal gewesen. So bleibt es bei der Weisheit die für mich immer als Trost gilt.

Man kann nicht alles haben – Hauptsache Gesund.

 

Fußball 10 +11/16

Die letzte Woche ist ohne besondere Vorfälle verlaufen. Spass und Schweiß standen im Vordergrund. Die Leistung war durchschnittlich.

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Gestern sah das vollkommen anders aus. Risiko stand die ganze Zeit im Vordergrund bei mir. Etliche Male, bin ich hingefallen. Jedes Mal waren meine Turnschuhe der Auslöser.  Die Sohlen sind so glatt geworden, das sich jede Bewegung wie ein Tanz auf dem Eis anfühlte. Das ich den Abend ohne Verletzungen überstanden habe ist meiner Abrolltechnik und einer Menge Glück zu verdanken.

Die Hallensaison 2015/2016 ist für uns beendet. Mein nächster Auftritt in der Halle dürfte Anfang Oktober sein. Bis dahin ist es für mich Plicht Hallenschuhe mit einer Rutschfesten Sohle zu kaufen. Bevorzugt natürlich Klettschuhe, zur Not müssen es auch Schnürbandschuhe sein, die von Gestern auf  – jedenfall nicht mehr.

Strategie

Gestern war so ein Tag an dem anfangs alles schief zu laufen schien. „Stop! so geht das nicht weiter“ habe ich mir gesagt.schach-1

Anstatt zerknirscht oder schlecht gelaunt zu regieren gab es für mich nur den einen Weg, den Weg in die Offensive.  Lächeln, Gute Laune haben und nur Frohsinn versprühen. Das war meine Strategie. Wenn dieses Konzept von mir konsequent eingehalten wird, dann kann der Abend auch nicht so schlimm werden. Genauso ist es dann auch gekommen. Wir hatten eine gute Sitzung

Meine Bilanz des gestrigen Tages ist recht einfach. Selbst wenn der Tag schlecht beginnt, laß dich nicht aus der Ruhe bringen und denke positiv. Irgendwann zahlt sich dein Denken aus, so gesehen ist meine Strategie, fast wie beim Schach, aufgegangen

SCHÖN

Am Wochenende hat Werder ziemlich hoch verloren. Grund genug für mich um betrübt zu sein. Doch es geht auch anders.

Meine Konzentration gilt aber nicht den Dingen, die ich nicht beeinflussen kann. Stattdessen galt sie mir. Das was ich mache, was ich tue, darauf liegt mein Schwerpunkt. Ich entscheide über unglücklich oder Zufrieden sein. Meine Erkenntnis vom Wochenende ist einfach.

„Es liegt an jeden selbst sich sein Leben Glücklich und zufrieden zu gestalten“

Freitag bot für mich eine Mischung aus allen. Haushalt, Einkauf und Shopping sowie Spielfilme. Am Samstag war es ein wunderschöner Morgen der für mich schon um 12 Uhr mit Frühstück in der Stadtmitte anfing und mich über viele Stationen pünktlich zum Fuballspiel nach Hause führte. „So schön kann Leben sein“ dieser Spruch ging mir den ganzen Tag durch den Kopf.

Der Sonntag verlief  für mich nicht anders. Er stand unter dem Motto. Entspannen, anders machen und zufrieden sein. Betrübt sein das meine Frau nicht da ist, das ich nicht in der Disco war – das kam für mich überhaupt nicht in Frage. Dafür rangierten andere Dinge an erster Stelle wie z.B.  mein Leitfaden

Auch mit einer Hand und einen Handicap das sich immer wieder zeigt. Es ist alles zu schaffen, man kann sich auch unter diesen Umständen das Leben so gestalten das man es nur „SCHÖN“ finden kann

3. Teil

buchHeute kommt der letzte Teil des sieben Jahre Rückblicks.

Die Struktur des Blogs war zwar so angelegt, das es erst allgemein war, dann kamen die vielen gesundheitlichen Schwierigkeiten oder eine lang anhaltende Negative Phase um dann in eine dauerhaft positive Berichterstattung über zu gehen. Natürlich können bestimmte unangenehme Erlebnisse nicht ausbleiben, sie werden von mir aber nicht ausschweifend wieder gegeben.

Meine Sorgen, meine Ängste, bleiben zum größten Teil bei mir. Zu Beginn des Blogs kamen ein paar Artikel die in diese Richtung gingen.  Doch wie bei jeden Menschen sollte der Zweikampf von Ängsten, Zweifeln und Sorgen nicht im Blog veröffentlicht werden. Stattdessen versuche ich das positive Gefühl zu vermitteln das sich möglichst durchsetzten sollte.

So mancher Bericht hat zwar den Charakter eines Tagebuches. Allerdings – nur so kann man das Leben eines Menschen wiedergeben der gehandicapt ist. Auf diese Art und Weise läßt es sich am besten aufzeigen, wie normal ein Leben sein kann.

Details

Der erste Teil meiner Bilanz war doch sehr allgemein gehalten,  im heutigen Teil soll es etwas detailierter sein.

Details

So mancher Bericht erfordert Kräfte. Der ständige Rückblick und das dauerhafte Beschäftigen mit meiner Krankheit erforderte gerade in den ersten Jahren viel Kraft. Inzwischen habe ich ein gutes Mittelmaß gefunden, bestimmte Artikel gehen aber an meine Substanz, sie zu schreiben geht immer auf Kosten einiger Anfälle. Doch gerade diese Berichte, können meiner Meinung nach, sehr hilfreich sein.

Das Kapitel „Fremdartikel“ hat sich ja erledigt. Es zeigt aber auch wie wichtig es ist, sich nicht davor zu scheuen,  Neues auszubrobieren. Selbst auf die Gefahr hin das es nicht gelingt. Nur „wer wagt – der gewinnt“ ist ein Sprichwort das immer wieder zutrifft. Fehler passieren immer wieder, das zeigt die sich bei mir oft genug. Bisher macht mich keiner fertig, reißt mir den Kopf ab oder … Man löst in solchen Momenten keine Begeisterung hervor, aber wird nicht schlecht geredet

Der Wunsch nach Erotik wurde von mir vorsichtig bedacht. Doch mehr als diese Geschichten von Klaus wird es nicht geben.  Das ist ein persönlicher Bereich der hier nichts zu suchen hat. Das wird in Zukunft auch nicht anders sein. Auf Details werden die Leser vergeblich warten müssen. Randgeschichten zu diesen Bereich können evtl. möglich sein – mehr nicht.

Eines meiner größten Probleme ist durchgehend geblieben. Den herablassenden Blick den einige Zeitgenossen mir entgegen bringen, wenn sie von diesen Blog hören oder sogar etwas gelesen haben. Dann kann sehr schnell ein mitleidiger Blick gepaart mit Überheblichkeit, daraus werden.  Es sind die Momente in denen mir das Gefühl vermittelt wird, das ich klein und Behindert bin.

Auch wenn es immer wieder innerlich schmerzt, nach einer Weile ist es vorbei und dann ist dieses arrogante Verhalten dieser „Besserwisser“ Grund genug für mich weiter zu machen.  Deswegen kommen manchmal auch die unregelmäßigkeiten bei dem Erscheinen meiner Artikel vor.

Generell ist es mir aber hoffentlich gelungen, das gilt übrigens für beide Seiten, deutlich zu machen, wie lebenswert ein Leben sein kann, das Optimismus immer die Basis für ein zufriedenes und möglichst gesundes Leben ist. Das Verständnis wichtig ist und das jeder darauf achten sollte seine Kräfte einzuteilen.

Geburtstag 2016

7. Geburtstag

Gestern war der 7. Geburtstag dieses Blogs. Zeit für einen ausführlichen Rückblick . Im Gegensatz zu früheren Jahren wird es fortan nur noch einmal pro Jahr eine Einführung für Neue Leser geben.

Angefangen hat alles am 6. März mit einen Beitrag über das „Warum“

“Leanders Weisheiten” war nicht mein Wunschname sondern eine Notlösung  da ” Leanders Blog ” schon vergeben war.

Die größte Schwierigkeit, damals und Heute sind die persönlichen Artikel. Dabei sind es nicht so sehr die Erlebnisse sondern die Gedanken an bestimmte Ereignisse aus der Vergangenheit. Doch gerade diese Gedanken und persönliche Erlebnisse spiegeln die Glaubwürdigkeit wieder.  So gibt es auch immer Phasen, in denen es mir schwerfällt etwas zu schreiben.
Es sind keine Erfindungen oder Träumereien sondern Realität.

Im Laufe der Zeit sind über 1. 000 Artikel zusammen gekommen.
Für den einen mögen sie zum Schmunzeln sein für andere hilfreich und motivierend.  Menschen Mut und Stärke vermitteln zu können. Das war die ganze Zeit mein Leitsatz.  Nicht alles ist mir gelungen, etliches ist nicht gelungen, im nachhinein würde vieles von mir anders geschrieben. Aber so wie im Leben, so verhält es sich auch im Blog.

blog

Inzwischen sind sieben Jahre vergangen.  Es sind aber auch sieben Jahre Weiterentwicklung. Am besten kann man es bei meinen Einstieg in den Blog mit der Beschreibung  von mir erkennen.

http://mondre.de/2009/03/06/gesundheit/

Auch Heute, ist es noch keine Selbstdastellung oder Hervorhebung meiner Person. Es ist eine Auflistung von Beispielen was man trotz eines Handicaps alles erleben kann. Natürlich gelangen manchmal Emotionen in den Blog. Das spiegelt für mich jedoch das Leben eines Menschen der beeinträchtigt ist, perfekt wieder. Es kann nicht immer alles richtig verlaufen. Die Leistungen und Gefühle sind zu unterschiedlich und nicht festkalkulierbar.

Inzwischen sollte jeder wissen, wie lebenswert ein Leben mit Behinderung sein kann, das man keine Ängste haben muß. Das alles möglich ist. Andere fangen vielleicht an über Behinderte Menschen etwas verständlicher zu denken.

Fußball 9/16

Gestern war wieder Hallenfußball. Da wir ziemlich knapp besetzt waren, blieb mir nichts anderes übrig als durch zu spielen.  Dabei ergab sich für mich ein unterschiedliches Spiel. Den ersten Teil des Abends war mein Reaktionsvermögen sehr gut. Fast jeder Ball wurde von mir gehalten, im zweiten Teil war die Trefferquote doch recht hoch.

Das lag auch daran das ich mich zu oft auf meine Abwehrspieler verlassen habe,  die mir oft die Sicht genommen oder den Ball abgefälscht haben. Mit etwas energischeren Vorgehen von mir hätten einige Tore vermieden werden können.

Das wichtigste war wieder einmal das sich keiner verletzt hat. Das wir unseren Ehrgeiz für die Zeit des Spiels hatten, um danach die Gemeinschaft zu geniessen, wohlwissend das wir nächsten Donnerstag wieder ehrgeizig unsere 90 Minuten bestreiten wollen