Geduldsspiel

Im Augenblick teste ich mich des öfteren oder versuche Geduld zu erlernen. Genau genommen – wieder zu erlernen. Früher war es leicht. Bei mir ging nichts. Alles war weg, es gab fast nichts was in Ordnung war, es fehlte an perfekter Aussprache, an Gedächtnis, an Wissen, laufen ging gar nicht, Bewegungsabläufe mussten Neu gelernt werden, richtig essen musste neu gelernt werden, es war nur der Gedanke das alles GUT wird. Mehr war nicht.

Meine Eltern hatten mich bis dahin oft als „Wildfang“ bezeichnet, und hatten damit nicht unrecht. Doch nun hatte sich für mich eine neue Situation ergeben. Meine Überzeugung alles, einmal wieder zu beherrschen oder wieder erlernt zu haben, war Groß, doch um meine Ziele zu erreichen musste ein  Wort für den Rest meines Lebens im Vordergrund stehen

GEDULD

Das passte nun überhaupt nicht zu mir. Eines Tages kam mir meine kleine sechsmonatige Schwester zur Hilfe. Als ich sie angesehen habe, wurde mir klar das sie noch alles im Leben erlernen muss. Bei ihr kommt das automatisch in den nächsten Jahren. Bei mir half nur Geduld immer Zentimeter oder sogar nur Millimeterweise.  Das konnte nur mit der notwendigen Geduld gehen.

Diese Einstellung hat mir jahrelang geholfen, doch inzwischen scheint mir etwas von der Tugend abhanden gekommen zu sein. Um das zu korrigieren übe ich jeden Tag mit dem Kartenspiel am PC. So langsam machen sich Fortschritte bei mir bemerkbar, so das ich an mein Mammut Projekt herangehen kann. Mit Geduld und der notwendigen Ruhe wird es mir gelingen bis zum 31.12.2018 eine allumfassende Liste aller wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften der Uni-Bibliothek mit Nachweisen aller Art sowie einen Abkürzungsverzeichnis. Das wird ein Verzeichnis das mein Geschenk zum Ende meiner beruflichen Laufbahn erscheint.

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