Archiv für den Monat: März 2017

Glück total

Gestern war ein richtiger Sonnentag.. Zumindest für uns war es so, denn für uns fing der Frühling Gestern an. Grund genug um in unseren Garten zu gehen und mit den ersten Arbeiten anzufangen. Irgendwann unterhielten wir uns mit unseren neuen Garten Nachbar.

Ohne das ich mein Handicap erwähnt hatte, erzählte er von seinen Freund, der auch Gehirnbluten hatte – daran aber Gestorben ist.

Im ersten Moment war mir etwas unwohl, doch dann schlug dieses mulmige Gefühl in ein Glücksgefühl um. Mir wurde wieder einmal klar, was für ein Glückspilz ich bin. Nun sind es schon 49 Jahre bei mir. Bei seinen Freund hat dieses Glück nach der OP weiterleben zu dürfen nur ein oder zwei Jahre gehalten.

Wie viele hat dieses Schicksal auch ereilt? Laut Statistik sollen es nicht wenige sein. Wer es also geschafft, die ersten Tage, Wochen, Monate und Jahre nach einer oder mehreren Operationen, zu überleben – der darf nein er sollte jeden Tag als Geschenk betrachten und sich jeden Tag darüber Glücklich fühlen. Selbst wenn die Tage mal nicht so gut sind – sie müssen als Glückstage betrachtet werden.

 

Wieder in Bremen

So – mein jährlicher Schwarzwald Besuch ist geschafft. Jetzt kann das Jahr beginnen.  Es ist nicht so das es schlimm war, aber eine 88 jährige Frau, die alleine lebt und fast immer allein Entscheidungen getroffen hat.-  wer will da ständig widersprechen? Denn Grund dafür gibt es genügend. Es trafen wieder einmal zwei Welten auf einander. Doch für ein paar Tage sollte sich jeder ruhig verhalten können. Meine Frau hat es mit dem Recht des Alters abgetan. Für diese tolerante Einstellung, bewundere ich sie.

Eigentlich widerspricht das meiner Einstellung. Aber bei so alten Menschen sollte jeder in der Lage sein um über seinen Schatten zu springen. Deswegen war ich froh nach zweieinhalb Tagen wieder Richtung Bremen fahren zu können. Menschen verändern sich, so ist es auch bei meiner Schwiegermutter. Zum Glück halten sich ihre negativen Veränderungen in Grenzen.  Genauer gesagt – sie hat etwas Positives an sich und keinen negativen Touch.

Wer weiß, wie wir selber in dem Alter sind? Verbissen und Verbittert, fernab von den Vorstellungen die man als vierzig oder fünfzig jähriger hatte? Oder hat man sich einen Teil der Ideale bis ins hohe Alter retten können? Zu zweit ist es natürlich leichter, all dies zu bewältigen. Zu zweit erzieht und kontrolliert  man sich täglich und gegenseitig. Um so mehr hat meine Schwiegermutter meinen Respekt verdient,

Und doch war es schön am Donnerstag schon wieder auf dem Heimweg zu sein.

 

Taverna

So heißt ein Restaurant in der Innenstadt. Bis vor 3 Jahren war es am Donnerstag regelmäßig mein Anlaufpunkt. Da ist es jetzt etwas leichter für mich, denn mein aktueller Mittagstisch liegt nur drei Minuten  von Zuhause entfernt. Es gibt Heute drei Möglichkeiten für mich zum Essen. Entweder Zuhause, oder bei mir in Schwachhausen oder die unvernünftige Variante in der Innenstadt

Dieses Restaurant ähnliche Bistro ist der Treffpunkt für viele Jugendlichen in der Nacht denn es ist am Wochenende bis 5.00 Uhr geöffnet. Dementsprechend sind die Preise auch niedriger als üblich. Für mich ist es deswegen interessant weil ich einige vom Personal sehr gut kenne.

Bei dem heutigen Frühlingswetter bietet es sich an draußen auf der Terrasse zu sitzen. Das was dagegen spricht ist mein Zeitmanagement, denn wir haben Donnerstag und da ist normalerweise immer Ruhe/Schlafen angesagt. Da der Haushalt noch nicht 100% perfekt aussieht, ist jede Minute verplant.

Doch was wäre das Leben wenn wir immer nur vernünftig wären und alles nach Plan verlaufen würde? — Genau – es wäre langweilig.

Heute ist also improvisieren angesagt

Komprimiert

Auch wenn es schon wieder für mich soweit ist, nach dem gefühlten 50. mal allein sein, sollte es doch so wie immer sein. Doch weit gefehlt – auch diesmal ist alles anders. Die Zeit ist diesmal so knapp da müssen die Beiträge im Blog auch kurz ausfallen, denn Sonntag ist schon wieder alles vorbei. Im  Augenblick gilt meine ganze Konzentration die Wohnung sauber zu halten bzw. die gewohnte Ordnung bei zu behalten. Wenn man bedenkt das die erste und zweite Woche immer für Unordnung stand, dann ist diesmal alles komprimiert auf eine Woche.

Es ist eine neue Art der Herausforderung, denn zum Müßiggang bleibt nicht so viel Zeit, was aber nicht schlimm ist

Fußball 6/17

Das war ein Abend! Einfach genial, es stimmte alles. Meine Leistung war endlich so wie es sein soll. Dabei war es ziemlich mutig was ich ausprobiert habe. Am Nachmittag hatte ich bewusst auf meinen Schlaf verzichtet, doch an statt nach kurzer Zeit Schwierigkeiten oder sogar einen Schwächeanfall zu bekommen, reichten meine Kräfte für den ganzen Abend. Obwohl wir nur zu acht waren, keine Pause möglich war und ich,aufgrund der hohen Belastung, schon nach vierzig Minuten aufhören wollte.

Das beste passierte mir aber dann bei unserer Runde nach dem Spiel. Nach 17 Jahren, fragte mich unser Gründer, was ich denn hätte. Er hat sich extrem viel Zeit für diese Frage gelassen, aber es ist besser, als wenn er sie gleich nach unserer ersten Begegnung, im März 2000 gestellt hätte. So konnte ich ihn und auch den anderen die Kurzform wieder geben. Woraufhin wir sofort zur normalen Tagesordnung übergingen und uns über alltägliches unterhielten.

Ja – das war eine Bestätigung für mich, denn keiner sagte „oh du armer“ oder sonstige mitleidsvolle Worte. Man war einfach informiert.

So muss es sein

DB

Meine Frau ist Heute morgen mit dem Zug losgefahren und hatte schon gleich beim einsteigen Chaos. Dieses Durcheinander begleitet sie nun die ganze Fahrt. Zum Glück gibt es das Internet, deswegen ist es für mich leicht sie ständig auf dem laufenden zu halten und sie darüber zu informieren wie groß ihre Verspätung ist und welchen Anschlusszug sie in Karlsruhe nehmen muss.

Mein Einsatz gilt Heute der Deutschen Bahn, der Blog muss warten

Topfblumen

 

Morgen fährt meine Frau wieder in den Schwarzwald. Diesmal nur für 14 Tage. Ganz am Anfang, als sie damit anfing ihre Mutter zu besuchen, waren es sogar 4 Wochen. Eine lange Zeit, in der es viel zu beachten galt. Vor allen die Topfblumen. Sie müssen gepflegt werden. Damals waren unsere Fensterbänke gut gefüllt mit ihnen. Schon nach dem ersten Ausflug von ihr gab es einige Verluste zu beklagen. In den Jahren darauf änderte sich nicht viel daran. Immer wenn meine Frau weg fuhr machten die Blumen schlapp. Wahrscheinlich lag es an der Jahreszeit.

Beim Wäsche waschen ist mir nie etwas verfärbt, oder radikal eingelaufen, aber diese Blumen! Sie haben mir regelmäßig den Nerv geraubt. Mal brauchten sie viel aber dann doch nicht so viel, manche brauchten fast überhaupt nichts. Es ist eine Wissenschaft für sich. Um sicher zu gehen, das sie immer genügend Wasser haben, wurden sie von mir lieber mit etwas mehr Wasser bedacht. Damit die anderen nicht zu viel gegossen werden, haben sie fast gar nichts bekommen. So ergab es sich das zum Ende der Zeit eine Mischung aus Wasserpflanzen und Trockenblumen auf unseren Fensterbänken stand.

 

Inzwischen hat meine Frau es aufgegeben, obwohl ich es mir Heute zutrauen würde die Blumen richtig zu pflegen.  Na ja – wahrscheinlich!

Jeder Mensch hat Stärken, aber gleichzeitig hat jeder Mensch auch Schwächen. Für mich gilt es die Stärken aus zu bauen und sich darauf zu konzentrieren. Die Schwachpunkte etwas verringern, denn mehr Energie will ich ihnen nicht zukommen lassen.

wirre Gedanken

Im Augenblick spielen meine Gedanken verrückt. Teilweise sind meine Gedanken so verrückt das es schon beängstigend ist. Sie entwickeln eine so große negative Energie das ist nicht leicht dagegen an zu kommen. Heute morgen war es mal wieder extrem, doch diesen wirren Gedanken wollte ich mich nicht kampflos ergeben. So habe ich versucht dagegen zu halten. Mir fiel auf, wie meine Frau mich verwöhnt, wie gut ich es habe usw. Doch dieses negative Gefühl blieb hartnäckig.

Egal, das einzige was half war ein Glücksbringer. Auf dem Weg zur Arbeit hörte es auf zu nieseln – wenn das kein Glück ist – kurz danach lief mir die nette Briefträgerin über den Weg – wenn das kein Glück ist, kurze Zeit später stand der Fischreiher im Bach – wenn das kein Glück ist.

So habe ich mich an ganz einfachen Dingen aus meinen Sumpf wieder herausgezogen. Selbst ernannte Glücksbringer und eine glückliche Fügung des Wetters haben gereicht um mich auf andere Gedanken zu bringen. Diese drei Ereignisse wanderten so lange durch meinen Kopf bis mein Denken wieder zu 100% Positiv waren und diese üblen Gedanken weg waren.

Fußball 5/17

Für alle die sich, genau wie meine Frau, meine Arbeitskollegen und einige mehr, Sorgen um meine Gesundheit machen. Alles gut, mir geht es bestens, es gab keinen Einbruch, keinen Schwächeanfall – einfach alles optimal. Es ist wirklich so, seitdem ich den Bereich Ehrenämter abgelegt habe, macht meine Gesundheit enorme Sprünge nach vorne. Es ist für mich ungewohnt aber schön. Ein tolles Gefühl wenn man ohne große Ängste zum Sport gehen und  ihn auch sorgenfrei betreiben kann.

 

Beste Variante

Am Sonntag ist die Jahreshauptversammlung unseres neuen Gartenvereins. Sonntag um 09.30 Uhr – das ist eine absolut unchristliche Zeit. Für mich ist es doppelt schwer an dieser Sitzung teil zu nehmen. Neben dem Faktor Zeit kommt noch dazu das mehrere Vorstandsmitglieder neu gewählt werden müssen, weil der Verein sonst nicht der Satzung gerecht wird. Inzwischen hat man mich des öfteren auch für eine Funktion angesprochen. Die letzten Tage gingen mir Ausreden für eine Absage durch den Kopf.

Heute morgen erfuhr ich durch Zufall, das die Versammlung auf den 19.3. verschoben werden musste. Besser kann es für mich nicht gehen. Meine Frau ist im Schwarzwald und bei mir ist an dem Sonntag ausschlafen angesagt. Niemand kann mich in eine Funktion hinein drängen wollen.

Es ist ja eine Ehre für mich das einige mich gerne im engeren Vorstand sehen würden. Aber mein Neues Leben steht unter dem Aspekt Gesundheit. Raubbau war Gestern. Es ist nicht unbedingt leicht auf diese Ehrenämter zu verzichten, denn gerade bei den Kleingärtnern hat es Spaß gemacht. Doch leider sind die gesundheitlichen Folge Erscheinungen bei mir zu groß und Negativ.

So genieße ich im Augenblick mein Leben, bin glücklich und zufrieden mit dieser, für mich besten Variante der Jahreshauptversammlung