Archiv für den Monat: November 2017

Fiasko

Fiasko, Gau oder Worst Case stehen im Duden für den gleichen Begriff: Schlimmster Fall der eintreten kann.

So ein Fall ist mir Freitag Mittag passiert. Auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause verließen mich meine Kräfte. Erst rutschte mein linker Fuß wiederholt von der Pedale dann hatte ich das Gefühl so leer im Kopf zu sein, das ich gleich vom Rad falle. Relativ schnell wechselte ich auf den Fußweg um das Rad zu schieben, doch es wurde nicht besser sondern schlimmer.  Meine Frau  musste mich abholen um das Rad zu schieben.  Das war für mich ein totales Fiasko. Aber es war auch Glück denn mir ist nichts weiter passiert.

Das ganze hatte mich so stark mitgenommen, das mein Wochenende schon am Freitag gelaufen war. Dabei war die Arbeit nur etwas intensiver als üblich gewesen.  Doch was sich schon die letzten Tage angekündigt hatte, Freitag wurde es wahr. Meine Kräfte reichen nicht mehr so wie ich es gerne hätte. Je höher die Geistige Belastung umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, das mich meine Kräfte vollkommen verlassen und bei mir nichts mehr geht.

Auf eine gewisse Art und Weise ist das deprimierend aber.. gleichzeitig ist mir klar, das mich dieser Zustand schon vor über vierzig Jahren hätte treffen sollen.  Nun haben wir aber schon 2017 und es muss ja nicht so weiter gehen. Ich muss nur bereit sein, einiges in meinen Leben umzustellen – dann wird wieder alles gut

Müde

So langsam lassen meine Kräfte nach. Es ist eben doch etwas anderes wenn man allein lebt.  Zu zweit ist es nicht nur schöner sondern vor allen nicht so anstrengend. Zum Glück ist die Zeit heute Abend vorbei.  Früher fiel mir alles viel leichter. Inzwischen sind ein paar Jahre dazu gekommen.  Mein Körper hat sich verändert, mein Kopf ist nicht mehr so strapazierfähig, vor allen mein Handicap macht mir zu schaffen als früher, der Zahn der Zeit ist an mir nicht spurlos vorüber gegangen.

Anstatt darüber betrübt zu sein, ist bei mir jedoch Stolz und Zufriedenheit im Vordergrund.  Selbst mit 61 bin ich noch in der Lage vierzehn Tage allein zu leben und alles was dazu gehört dementsprechend zu machen.  Auch wenn am Ende die Kräfte nachlassen. Für mich zählt nur eines.

„Ich habe es wieder geschafft, es geht noch „

Zeichen

Manchmal gibt es Tage an denen alles schief zu laufen scheint. Das Unheil beginnt oft mit Kleinigkeiten die nicht erwähnenswert sind. Doch nach einer gewissen Zeit summiert sich das und bringt dann folgenden Ausspruch hervor

„Das ist nicht mein Tag“

Jeder kennt diese Situation, umso schöner ist es wenn man diese negative  Tendenz durchbrechen kann.

Es fing alles ganz harmlos an. Erst verschlafen, dann kam mir ein Strahl Orangensaft auf die frisch angezogene Jeans entgegen. Beinahe hätte ich meine Brille und auch die Armbanduhr vergessen.  Es ging damit weiter, das mir das Radfahren unerwartet schwer fiel, diverse Autos ziemlich robust meinen Weg beschnitten und ging beim Kaffee so weiter. Erst musste ich feststellen das mein morgendlicher Gesprächspartner nicht da war und dann gab man mir eine kleine Tasse Kaffee anstatt eines Bechers. 

Das war nun der negative Höhepunkt für mich. Eine Tasse im Becher – ist das so schwer zu verstehen? Eine Tasse kann ich kaum halten und beim Trinken fallen mir die ersten Schluck sehr schwer. Bei einen Becher sieht  das entspannter aus. Sollte ich jetzt Ärger machen? Sollte ich jetzt den beleidigten spielen? Nein das kam für mich nicht in Frage. Durch beißen und es schaffen gegen den Trend des Tages an kämpfen.

Es hat geklappt – seitdem läuft alles viel besser. Glück gehabt, das dieses einfache Konzept aufging.

Veranstaltung

Gestern Abend fand eine Veranstaltung statt für die nur ein kleiner Personenkreis, Einladungen erhalten hatte. Anfangs war mir nicht danach dort hin zu gehen, doch am Ende erwies es sich als richtig dort hin gegangen zu sein.

Es war ein Streitgespräch zwischen Reinhard Grindel, dem DFB Präsidenten, und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer.  Es ging vor allen um die Gebühren für Polizeieinsätze  bei Bundesligaspielen.

Unter den Gästen waren einige Größen aus der Bremer Politik, die mich begrüßten ohne das sie von mir angesprochen waren.  Ein schönes Gefühl.  Als ich so da saß und den verbalen Schlagabtausch verfolgte überkam mich ein seltsames Gefühl. Meine Lust dorthin zu gehen war sehr klein gewesen, doch jetzt war mir klar: es hatte sich gelohnt.  Es war wieder einmal ein Spiegelbild des Lebens. Nur wer bereit ist, sich auf zu raffen und etwas zu machen, der kann genießen.

Einmal so im Gedanken ließ ich ihnen gleich ihren Lauf.  Was wäre wenn? ich nicht bereit gewesen wäre mich zu Qäulen? Wenn ich einfach alles hingenommen hätte? Wenn ich nie gekämpft hätte? Kurzum wenn ich mein Schicksal so hingenommen hätte?

Ganz einfach. Solche Veranstaltungen wie Gestern würden  für mich nicht in Frage kommen. Viele der schönen Dinge des Lebens würden mir verwehrt bleiben.

So stand am Ende für mich wieder einmal fest. Es lohnt sich immer zu kämpfen, sich zu bemühen, nie aufzugeben.  Solche Abende wie der gestrige sind dann eine gewisse Belohnung dafür

Wochenende

Diese Woche gibt es zwei Wochenenden für mich, so zumindest ist mein Empfinden.  Es ist optimal zum Kraft tanken, leider ist erst Weihnachten der nächste Feiertag.  Der gestrige Tag war mein Wasch – Putz und Haushaltstag zugleich. Also irgendwo zwischen 13.00 Uhr und 20.00 Uhr war genügend Zeit alles was anlag, zu erledigen. Kein Druck, kein Stress, für mich war es wie am Wochenende, bis heute Morgen dann war wieder Montag — Halt  gefühlt wie Montag es ist natürlich Mittwoch – bald ist wieder Wochenende