Belohnt

Ob es sich auszahlt, immer an das Gute zu glauben?

Schwer zu sagen, das sieht jeder anders. Für mich zählt immer nur das positive Denken. Auf jeden Fall ist es ratsam an das Gute zu glauben, denn die Wende kommt schneller als beim „Negativ Denken“.

So ergeht es mir im Augenblick. Gestern noch bin ich im Garten gestürzt, zum Glück war es harmlos. Heute bahnt sich ein positiver Lauf an. Dinge die mir vor kurzen noch Kopfzerbrechen bereitet haben, erledigen sich von selbst, es gelingt mir vieles was noch vor ein paar Tagen unmöglich erschien und morgen beginnt mein Urlaub.

Nun versuche ich dieses gute Gefühl zu konservieren. Das gelingt natürlich nicht immer. Aber mit gebremster Euphorie versuche ich dieses angenehme Gefühl so lange es geht aufrecht zu halten.

Und deswegen gönne ich mir Heute keinen Nachmittag im Garten, sondern einen Eisbecher an der Weser.

Gleichgewicht

Jahrzehnte lang habe ich einen wichtigen Teil meiner Krankheit verdrängt. Dadurch das es im Gehirn so viele Beeinträchtigungen gegeben hat, ergeben sich unweigerlich Gleichgewichts Schwierigkeiten. Früher oder später trifft es jeden.

 

Bei mir war das natürlich anders. Für mich gab es immer wieder neue Gründe warum ich gestürzt bin, gefallen bin oder einen unkontrollierten Ausfallschritt gemacht habe bei dem irgend etwas zu Bruch ging.  Eines war jedoch klar. Weder meine Krankheit noch ich selber waren schuld.  Es war einfach so passiert.

Vor kurzen las ich jedoch in einen Interview von Monica Lierhaus über die Schwierigkeiten die sich ergeben können. Mit einen mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Meine Gleichgewichtsschwankungen  sind eine Folge des Gehirnblutens bzw. des Aneurishmas.

Es ist schon eine Kunst das über 40 Jahre zu verdrängen. Auf jeden Fall werde ich dem Rechnung tragen und noch mehr aufpassen. So wie die Krücke zu einen Bestandteil meines Lebens geworden ist, so ist das Wissen um mein Handicap fortan ein ganz wichtiger Bestandteil meines Lebens. Denn mir ist auf der einen Seite klar woher die Gleichgewichtsprobleme kommen, und vor allen was für ein Glückspilz ich bin das es erst jetzt mich richtig erwischt hat und ich mich dementsprechend darauf einstellen kann.

Fluch oder Sonnenschein

Wieso „Sonnenschein“ ?

Ganz einfach. Die letzten Tage sind nicht optimal verlaufen. Es ist fast so als ob ein Fluch über meiner Gesundheit liegt. Doch all das Negative versuche ich auszublenden und konzentriere mich lieber auf das angenehme. Und das ist im Augenblick der Sonnenschein. Es ist besser sich auf das Angenehme zu konzentrieren als ständig negative Gedanken zu haben und dann folgerichtig in ein dunkles Loch zu fallen.