Gleichgewicht

Jahrzehnte lang habe ich einen wichtigen Teil meiner Krankheit verdrängt. Dadurch das es im Gehirn so viele Beeinträchtigungen gegeben hat, ergeben sich unweigerlich Gleichgewichts Schwierigkeiten. Früher oder später trifft es jeden.

 

Bei mir war das natürlich anders. Für mich gab es immer wieder neue Gründe warum ich gestürzt bin, gefallen bin oder einen unkontrollierten Ausfallschritt gemacht habe bei dem irgend etwas zu Bruch ging.  Eines war jedoch klar. Weder meine Krankheit noch ich selber waren schuld.  Es war einfach so passiert.

Vor kurzen las ich jedoch in einen Interview von Monica Lierhaus über die Schwierigkeiten die sich ergeben können. Mit einen mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Meine Gleichgewichtsschwankungen  sind eine Folge des Gehirnblutens bzw. des Aneurishmas.

Es ist schon eine Kunst das über 40 Jahre zu verdrängen. Auf jeden Fall werde ich dem Rechnung tragen und noch mehr aufpassen. So wie die Krücke zu einen Bestandteil meines Lebens geworden ist, so ist das Wissen um mein Handicap fortan ein ganz wichtiger Bestandteil meines Lebens. Denn mir ist auf der einen Seite klar woher die Gleichgewichtsprobleme kommen, und vor allen was für ein Glückspilz ich bin das es erst jetzt mich richtig erwischt hat und ich mich dementsprechend darauf einstellen kann.

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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