Verzicht

Letzte Woche war, die zur Zeit beste Pink Floyd Revial Band, in Bremen. Das ist Brit Floyd.

Darauf hatte ich mich schon ein halbes Jahr gefreut.  Wahrscheinlich war die Vorfreude zu groß, da konnte nur etwas im Vorfeld, passieren. Und so ist es ja auch gekommen. Zu allen Unglück ergab es sich auch noch so das die letzten Tage nicht meine waren, sondern genau das Gegenteil. Gefühlt wäre ich am liebsten hin gegangen.

Doch es war besser so, es war richtig. Das habe ich gemerkt, der Konzert Besuch hätte einen Rückschlag nach sich gezogen. Glücklicherweise wurde  mir eine DVD und CD geschenkt, so habe ich das Konzert bei mir Zuhause.

Dafür bin jetzt auf dem Weg der Besserung

Besser spät als Nie

Die Zahl 99 geisterte vor ein paar Tagen durch meinen Kopf. Auslöser war ein Film im Fernsehen den ich eigentlich nicht  sehen wollte. Aber es ging um jemanden der scheinbar an den Rollstuhl gefesselt war. Mit großen Einsatz und noch mehr Kampf hat er es geschafft den Rollstuhl für sich zu vermeiden. Dabei hatte er mehr Glück als Verstand das es immerhin zum Rollstuhl gereicht hatte.

Wie fast bei jeden Film habe ich das auf meine Situation umgewandelt.  Gut, kämpfen kann ich auch – das ist bei jeden der körperlich beeinträchtigt ist, Normalität, und dabei muss man oft genug nicht nur an seine Grenzen gehen sondern sie auch überschreiten.  Sonst gibt es nur Rückschritte.

Aber wie viel Glück hatte der Junge überhaupt? Das reichte doch mehr als für zwei Leben!

„Halt! Wie ist das eigentlich bei  Dir“? Diese Frage stellte ich mir unwillkürlich und kam dann  Samstag Nacht beim Triathlon drauf, als ein Reporter hoch rechnete das die zurückliegende Läuferin, bei gleich bleibender Leistung.  in 1.000 Meter die Führung übernehmen müsste.  Da ging mir ein Licht auf und die Frage vom Donnerstag konnte für mich beantwortet werden.

Im laufe eines Jahres habe ich mindestens ein oder zweimal soviel Glück gehabt, das  war schon nicht mehr normal.  Wenn ich das hoch rechne ergeben sich schon über 100 Leben die ich verbraucht habe.  Rechne ich die Krankenhaus Aufenthalte und Operationen mit rein ergibt sich für manche Jahre mehr als 10 Leben und in anderen Jahren ging alles gut, es lief alles einwandfrei.

Wenn das noch alles hochgerechnet wird, ergibt sich eine ziemlich hohe Zahl. Das zeigt aber auch das im Leben nicht immer alles einwandfrei verläuft. Wahrscheinlich hat jeder im Leben etwas Glück für sich gepachtet. Man darf es nur nicht über strapazieren.

Vielleicht kommt es spät diese Erkenntnis. Aber besser als NIE!

Nachwirkungen

Ein paar Wochen später bestätigten sich meine Befürchtungen leider auf dramatische Art und Weise.

Kaum war ich fas auf dem Wege der Besserung zog es mich zu meiner Kaffee runde. Dabei fiel mir lieb gewordener  Gesprächspartner auf. Er hatte seinen rechten Arm in Gips. Das war die unmittelbare Folge eines plötzlich eines  Bremsmanövers der Bahn in dem er saß bzw. stürzte. Also fast so wie bei mir., Nur ein kleiner Unterschied: Meine standhafte Weigerung ins Krankenhaus gebracht zu werden hatte Erfolg. Bei ihm war das etwas anders. Seine Einwände wurden überhört und so landete er bei jungen Assistenzärzten  die ihn auch falsch behandelten indem sie ihm empfahlen seine Medikamente abzusetzen damit er schnell operiert werden kann.  Zwei Tage Tage später ist er gestorben!!

In der gleichen Nacht bin ich zuhause so unglücklich gestürzt, das die Wunden die gerade zu heilen schienen, wieder aufbrachen. Das war und ist immer noch schmerzhaft – ist aber gemessen an Werners Schicksal – Harmlos. Seitdem bin ich aber etwas von der Rolle. Wenn ich nur daran denke, wie es mir ergangen hätte ergehen können. Doch für mich geht nach wie vor die Sonne auf und darüber freue ich mich mehr denn je.

Bremsmanöver

Es war am 27. August, an dem mein Dilemma anfing. Mein Gefühl sagte mir das es mein letzter Arbeitstag gewesen sein könnte und so fuhren wir noch gemütlich Kaffee trinken.  Doch kurz vor unserer Haltestelle musste die Straßenbahn abrupt bremsen. Da wir uns ganz vorne in der Bahn befanden und gerade im Begriff waren auf zu stehen, flog ich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Bahn. Dabei kam ich mit meiner linken Seite so unglücklich auf das ich auf den Griff meiner Krücke stürzte.

Ich hätte vor Schmerzen schreien können, blieb aber ruhig.  Auf jeden Fall wollte der Schaffner für mich gleich einen Rettungswagen holen, der mich dann ins Krankenhaus gebracht hätte.

„Nein“ war meine laut vorgetragene Reaktion. „Warum hast Du das gemacht? Krankenhaus ist doch eine gute Sache!  „Ich habe eine Prellung, vielleicht sogar eine starke Prellung“ war meine Antwort um weiter fort zu fahren.    „Die Krankenhäuser stürzen sich im Moment auf jeden Patienten, und da bin ich ein willkommenes Opfer. Nicht wegen meiner aktuellen Schmerzen sondern als Neurologische Ausnahme. Die werden mich sofort untersuchen und Dinge an mir vornehmen die nicht gut für mich wären.“