Rollstuhl

 

Jetzt ist es soweit. Es hat einige Monate gedauert, bis ich ihn allen zeige. Aber nun habe ich erkannt, das es nicht mehr ohne sondern nur noch mit ihm geht.

Angefangen hat alles vor einen Werder Spiel im letzten Jahr. Mit einen Mal musste ich feststellen das es ziemlich RISKANT war nur mit meiner Krücke nach Werder zu gehen. Seit ein paar Monaten ist er nun schon mein Begleiter. Genau genommen  ist er es ständig sobald ich die Wohnung verlasse. Aber bis  vor kurzen habe ich das nicht akzeptiert. Für mich war klar das es nur eine vorüber gehende Phase ist. Aber der Gedanke an mein Cafe, das nur 500 Meter von uns Zuhause liegt, zu Fuß zu erreichen, bereitete mir Kopfschmerzen. Wie will ich das durch  halten, wie soll das ohne Sturz gelingen?

Bis Mitte der Woche war ich auch optimistisch, das mir all das irgendwie mal wieder gelingen könnte, doch Mittwoch bin ich mehr neben dem Rollstuhl gelaufen,allein um zu wissen wie weit ich mit Krücke laufen kann. Hätte meine Frau den Rollstuhl nicht ständig neben mir her geschoben, dann wäre ich vor lauter Kraftlosigkeit, gestürzt.

Endlich habe ich  es verstanden, das er mein ständiger Begleiter sein wird. Trotzdem werde ich versuchen, so lang es geht, mich zu bemühen so gut es geht auch außerhalb des Rollstuhls zu bewegen. Dabei weiß ich von vornherein das es wahrscheinlich nicht mehr als 400 Meter sein werden. die ich frei gehen kann

Autor: Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

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