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Über Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

Fiasko

Fiasko, Gau oder Worst Case stehen im Duden für den gleichen Begriff: Schlimmster Fall der eintreten kann.

So ein Fall ist mir Freitag Mittag passiert. Auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause verließen mich meine Kräfte. Erst rutschte mein linker Fuß wiederholt von der Pedale dann hatte ich das Gefühl so leer im Kopf zu sein, das ich gleich vom Rad falle. Relativ schnell wechselte ich auf den Fußweg um das Rad zu schieben, doch es wurde nicht besser sondern schlimmer.  Meine Frau  musste mich abholen um das Rad zu schieben.  Das war für mich ein totales Fiasko. Aber es war auch Glück denn mir ist nichts weiter passiert.

Das ganze hatte mich so stark mitgenommen, das mein Wochenende schon am Freitag gelaufen war. Dabei war die Arbeit nur etwas intensiver als üblich gewesen.  Doch was sich schon die letzten Tage angekündigt hatte, Freitag wurde es wahr. Meine Kräfte reichen nicht mehr so wie ich es gerne hätte. Je höher die Geistige Belastung umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, das mich meine Kräfte vollkommen verlassen und bei mir nichts mehr geht.

Auf eine gewisse Art und Weise ist das deprimierend aber.. gleichzeitig ist mir klar, das mich dieser Zustand schon vor über vierzig Jahren hätte treffen sollen.  Nun haben wir aber schon 2017 und es muss ja nicht so weiter gehen. Ich muss nur bereit sein, einiges in meinen Leben umzustellen – dann wird wieder alles gut

Müde

So langsam lassen meine Kräfte nach. Es ist eben doch etwas anderes wenn man allein lebt.  Zu zweit ist es nicht nur schöner sondern vor allen nicht so anstrengend. Zum Glück ist die Zeit heute Abend vorbei.  Früher fiel mir alles viel leichter. Inzwischen sind ein paar Jahre dazu gekommen.  Mein Körper hat sich verändert, mein Kopf ist nicht mehr so strapazierfähig, vor allen mein Handicap macht mir zu schaffen als früher, der Zahn der Zeit ist an mir nicht spurlos vorüber gegangen.

Anstatt darüber betrübt zu sein, ist bei mir jedoch Stolz und Zufriedenheit im Vordergrund.  Selbst mit 61 bin ich noch in der Lage vierzehn Tage allein zu leben und alles was dazu gehört dementsprechend zu machen.  Auch wenn am Ende die Kräfte nachlassen. Für mich zählt nur eines.

„Ich habe es wieder geschafft, es geht noch „

Zeichen

Manchmal gibt es Tage an denen alles schief zu laufen scheint. Das Unheil beginnt oft mit Kleinigkeiten die nicht erwähnenswert sind. Doch nach einer gewissen Zeit summiert sich das und bringt dann folgenden Ausspruch hervor

„Das ist nicht mein Tag“

Jeder kennt diese Situation, umso schöner ist es wenn man diese negative  Tendenz durchbrechen kann.

Es fing alles ganz harmlos an. Erst verschlafen, dann kam mir ein Strahl Orangensaft auf die frisch angezogene Jeans entgegen. Beinahe hätte ich meine Brille und auch die Armbanduhr vergessen.  Es ging damit weiter, das mir das Radfahren unerwartet schwer fiel, diverse Autos ziemlich robust meinen Weg beschnitten und ging beim Kaffee so weiter. Erst musste ich feststellen das mein morgendlicher Gesprächspartner nicht da war und dann gab man mir eine kleine Tasse Kaffee anstatt eines Bechers. 

Das war nun der negative Höhepunkt für mich. Eine Tasse im Becher – ist das so schwer zu verstehen? Eine Tasse kann ich kaum halten und beim Trinken fallen mir die ersten Schluck sehr schwer. Bei einen Becher sieht  das entspannter aus. Sollte ich jetzt Ärger machen? Sollte ich jetzt den beleidigten spielen? Nein das kam für mich nicht in Frage. Durch beißen und es schaffen gegen den Trend des Tages an kämpfen.

Es hat geklappt – seitdem läuft alles viel besser. Glück gehabt, das dieses einfache Konzept aufging.

Veranstaltung

Gestern Abend fand eine Veranstaltung statt für die nur ein kleiner Personenkreis, Einladungen erhalten hatte. Anfangs war mir nicht danach dort hin zu gehen, doch am Ende erwies es sich als richtig dort hin gegangen zu sein.

Es war ein Streitgespräch zwischen Reinhard Grindel, dem DFB Präsidenten, und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer.  Es ging vor allen um die Gebühren für Polizeieinsätze  bei Bundesligaspielen.

Unter den Gästen waren einige Größen aus der Bremer Politik, die mich begrüßten ohne das sie von mir angesprochen waren.  Ein schönes Gefühl.  Als ich so da saß und den verbalen Schlagabtausch verfolgte überkam mich ein seltsames Gefühl. Meine Lust dorthin zu gehen war sehr klein gewesen, doch jetzt war mir klar: es hatte sich gelohnt.  Es war wieder einmal ein Spiegelbild des Lebens. Nur wer bereit ist, sich auf zu raffen und etwas zu machen, der kann genießen.

Einmal so im Gedanken ließ ich ihnen gleich ihren Lauf.  Was wäre wenn? ich nicht bereit gewesen wäre mich zu Qäulen? Wenn ich einfach alles hingenommen hätte? Wenn ich nie gekämpft hätte? Kurzum wenn ich mein Schicksal so hingenommen hätte?

Ganz einfach. Solche Veranstaltungen wie Gestern würden  für mich nicht in Frage kommen. Viele der schönen Dinge des Lebens würden mir verwehrt bleiben.

So stand am Ende für mich wieder einmal fest. Es lohnt sich immer zu kämpfen, sich zu bemühen, nie aufzugeben.  Solche Abende wie der gestrige sind dann eine gewisse Belohnung dafür

Wochenende

Diese Woche gibt es zwei Wochenenden für mich, so zumindest ist mein Empfinden.  Es ist optimal zum Kraft tanken, leider ist erst Weihnachten der nächste Feiertag.  Der gestrige Tag war mein Wasch – Putz und Haushaltstag zugleich. Also irgendwo zwischen 13.00 Uhr und 20.00 Uhr war genügend Zeit alles was anlag, zu erledigen. Kein Druck, kein Stress, für mich war es wie am Wochenende, bis heute Morgen dann war wieder Montag — Halt  gefühlt wie Montag es ist natürlich Mittwoch – bald ist wieder Wochenende

Talfahrt

Wenns nicht läuft – dann geht alles schief, warum soll das bei mir anders sein? Ist es leider nicht. Da hatte ich am Donnerstag geglaubt aus dem „Tal der Tränen“ heraus zu sein, doch schon am Samstag war es vorbei damit. Und sportlich kam Gestern noch ein Tiefschlag dazu.

Sowohl bei Werder als auch bei mir ist gerade eine Talfahrt angesagt. Doch eines gilt für Werder und  auch für mich. Aufgeben kommt nicht in Frage.. Mag  der Weg zum besseren auch steinig und hart sein, wer an sich und seine Fähigkeiten glaubt, wird sich auch erfolgreich durch setzen.

Nachdem mein PC wieder den Geist aufgegeben hatte, war ich zwar wenig begeistert, aber den Kopf hängen lassen wollte ich auch nicht. Vielleicht verlief der Sonntag etwas unmotiviert ab, das war aber schon alles. „Irgendwie wird es schon gut für mich sein“ war mein Denken.  Am Ende des Tages erschien es mir für meine innere Ruhe sinnvoll. Ich habe an dem Tag viel entspannt und bin somit voller Tatendrang…

Soviel muss dann doch nicht sein, aber genug um die PC Probleme zu vergessen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.  „Alles wird Gut“

Genau auf diesen Satz lässt sich aufbauen. Wann und wie? ist für mich die große Frage, aber negativ Denken kommt in meinen Wortschatz nicht vor.

Alles Neu

Im Augenblick erscheint mir alles wie Neu.  Morgen fährt meine Frau zu ihrer Mutter in den Schwarzwald. Diesmal war es nicht, wie üblich, monatelang voraus geplant sondern sehr kurzfristig. Donnerstag kam die Frage und am gleichen Tag haben wir für sie gebucht.  Am Freitag kamen bei mir auch gleich Gedanken auf demnächst ohne Gehstock unterwegs zu sein. Doch das habe ich sehr schnell wieder verworfen. Warum quälen, wenn es nicht sein muss?

Morgens wird der Stock schon mein Begleiter sein, wenn ich meine Frau zum Bahnhof bringe, danach wird er bei der Kaffee runde an meiner Seite sein – genauso wie später auf der Arbeit. Es ist eben alles Neu für mich. Der Stock soll bei mir zur Selbstverständlichkeit werden, auch wenn es ungewohnt ist. Entscheidend ist das er mir hilft und diese Hilfe will ich wahr nehmen und nicht dafür schämen. Besser so als Schmerzen im Knie und Rücken sowie einen mitleid erregenden Gang haben.

Gelöscht!!

Es ist eine langwierige Arbeit und alles andere als zufriedenstellend. Das Löschen der Spams ist zeitaufwendig. Es waren wieder ungefähr 2.000. Doch was viel stressiger ist, das ist das Löschen der registrierten Leser. Es sind bei mir im Augenblick gerade 2.806 Leser die bei mir verzeichnet sind. Das ist mir eindeutig zuviel. Da über 99% für Spam verantwortlich sind, bleibt mir nichts anderes übrig als zu löschen. Bestimmt ist die ein oder andere  Adresse dabei, die nicht Spam verdächtig ist.

Für die bitte ich um Entschuldigung und das sie sich neu registrieren

Weisheiten LXXXVIII

Im Augenblick umgibt mich eher ein negativer Lauf. Es ist nichts gravierendes aber Kleinigkeiten die unangenehm sind, wie z.B. mein Computer der gerade defekt ist. oder meinen vielen neuen gesundheitlichen Probleme.  Es ist wie ein Fluch der gerade auf mir liegt.

Doch was macht in solchen Fällen? Verzweifeln ist die falsche Lösung. Die Zuversicht behalten das sich das Blatt wieder dreht. Einfach ins Gedächtnis rufen, wie oft und wie lange man Glück gehabt hat. Das es immer wieder Phasen im Leben gibt die nicht wie gewünscht verlaufen.

„Irgendwann ist das Glück wieder auf meiner Seite – bis dahin sei mit allen vorsichtig. Es kann noch ein paar Tage dauern vielleicht aber auch länger – hab Geduld“

Mehr kann ich nicht machen. Damit die jeweilige „Negativ Phase“ nicht zu schlimm wird, achte ich gerade an solchen Tagen auf meine Gesundheit.

Erfolg

Über Werder wird erst dann wieder ein Wort von mir gesprochen wenn die Leistung bringen, vorher nicht. Sie sind das beste Beispiel dafür wenn man glaubt ständig auf sicher gehen zu wollen. Die Leistung und die Konzentration lassen nach. Der Abwärtstrend wird nur noch beschleunigt.

Am Freitag habe ich genau das Gegenteil praktiziert. Am Nachmittag waren wir ausführlich bummeln, wobei das Bummeln mehr  auf ausführliches und langes Gehen lag. Das war schon mutig im Hinblick auf den Abend. So blieb die Frage meiner Frau auch nicht aus. „Kannst Du noch? Traust Du Dir das auch noch zu oder sollen wir Zuhause bleiben?“

Ihre Frage  war nicht unberechtigt, denn es war schon anstrengend gewesen. Aber ich wollte es wissen und war mutig und habe mit dem Gehstock versucht. Es war bis auf den Backfisch ein voller Erfolg. Am nächsten Morgen hatte ich zwar einen leichten Muskelkater um meiner Hüfte, das war es dann aber auch. Wir waren den ganzen Abend über den Freimarkt gelaufen und beim Feuerwerk ist auch alles gut gegangen.  Eine Viertelstunde auf einen Fleck, ohne Schwierigkeiten – das mir schon lange nicht mehr gelungen.

Da der Freitag ein so großer Erfolg für mich war, habe  ich es Gestern wieder versucht als wir ins Stadion gegangen sind. Das Fazit des Wochenendes heißt für mich ganz klar.        „Nur wer wagt – der gewinnt“